»Hier spricht die Opposition«

Newsletter der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Ausgabe 471, 27. Januar 2022

 
 
Eine Frau läuft durch das Holocaust-Mahnmal in Berlin © Raw Herring
Erinnerung wachhalten

Amira Mohamed Ali und Dietmar Bartsch: "Für alle Zeit ist Auschwitz eine Mahnung an die Menschheit. Der 27. Januar ist für uns auch ein Auftrag, alles dafür zu tun, dass Faschismus, Rassismus und Antisemitismus keinen Platz in unserer Gesellschaft finden."

Jan Korte schreibt: "Zum Gedenken gehört für DIE LINKE auch der würdevolle Umgang mit den Überlebenden und deren Nachkommen." Lesen

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Gregor Gysi im Plenum
OSZE muss ein stärkeres Gewicht bekommen

Gregor Gysi zum Konflikt an der russisch-ukrainischen Grenze: "Die Kritik am Truppenaufmarsch in Russland besteht zurecht, aber sie ist nicht aufrichtig, wenn man das Agieren der NATO durch die Nähe ihrer Truppen zu russischen Grenze, die dort stattfindenden NATO-Manöver und den Beschuss der Ost-Ukraine durch Kampfdrohnen der ukrainischen Armee auslässt. Die OSZE muss ein stärkeres Gewicht bekommen, die NATO kann nicht als quasi einzige Säule europäischer Sicherheit verstanden werden und darf sich nicht wie bisher gegen Russland richten."

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Orientierungsdebatte Impfpflicht

In einer Orientierungsdebatte befasste sich der Bundestag am Mittwoch mit der möglichen Einführung einer SARS-CoV-2-Impfpflicht. Wie in allen Fraktionen gibt es auch in der Linken unterschiedliche Positionen dazu.

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Amira Mohamed Ali © dpa/Carsten Koall
"Wenn wir die Pandemie bewältigen wollen, brauchen wir vor allem Solidarität und Zusammenhalt"

Amira Mohamed Ali sprach am Dienstag in einem Pressestatement über die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz und die neue PCR-Testverordnung, außerdem über die Impfpflicht-Debatte und den Ukraine-Russland-Konflikt. 

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Das Wort Coronavirus in einem Text auf einem Computerbildschirm ist rot hervorgehoben © iStock/pxel66
Corona-Pandemie: Es braucht Vorausschau statt Mängelverwaltung

Bund und Länder haben auf der Ministerpräsidentenkonferenz eine Priorisierung von PCR-Tests in Auge gefasst. Demnach sollen besonders gefährdete Menschen und deren Betreuer und Behandler Vorrang haben, also etwa Bewohner und Personal von Pflegeheimen. Dazu sollen die bisherigen Regelungen angepasst werden und die Testkapazitäten erhöht werden. Die Testkapazität reicht derzeit nicht aus, um allen Anspruchsberechtigten einen PCR-Test zu ermöglichen. Die Linke kritisiert, dass Mängelverwaltung weiterhin an der Tagesordnung ist.

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Janine Wissler im Plenum
Höchste Zeit für Gerechtigkeit: Umverteilung jetzt!

Janine Wissler beklagt in ihrer Rede die ungerechte Vermögensverteilung: "Es gibt in diesem Land Geld wie Heu – aber es ist zutiefst ungerecht verteilt. Wenn eine Krankenschwester 350 Jahre arbeiten müsste, um auf das Jahreseinkommen eines Vorstandsvorsitzenden zu kommen, hat das mit Leistungsgerechtigkeit nichts zu tun, das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Was tut die Ampel gegen diese ungleiche Verteilung von Vermögen? Kurz gesagt: Nichts."

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Ein Arbeiter bringt am 2. Mai 2019 in Leipzig eine Großfläche an mit der Aufschrift: »1:1 - Lohnangleichung Ost/West. Bis 2025!« © Olaf Krostiz
Lohnunterschied zwischen Ost und West inakzeptabel

Ostdeutsche verdienen fast 12.000 Euro weniger als Westdeutsche. Das ergab eine Auswertung des Statistischen Bundesamts, welche die Linksfraktion in Auftrag gegeben hatte. Die Zeitungen der Funkemedien hatten darüber berichtet. Gleichzeitig lag in Ostdeutschland die durchscnittliche Wochenarbeitszeit im Osten 0,7 Stunden höher als in Westdeutschland. Dietmar Bartsch und Sören Pellman halten dies für einen unhaltbaren Zustand.

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Euromünzen auf einem Ausdruck mit der Aufschrift DAX © iStock/Skywalker_ll
Trotz hoher Gewinne investieren Unternehmen immer weniger

Die Unternehmenssteuern müssen gesenkt werden, um die dringend benötigten Investitionen anzuregen und Arbeitsplätze zu schaffen oder zu erhalten. So behaupten es die einschlägigen Lobbyverbände unentwegt. Das Problem: Der behauptete Zusammenhang erweist sich in der Praxis als Trugschluss, wie das Neue Deutschland berichtet und sich auf eine Anfrage der Linksfraktion stützt.

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Schüler hören während einer Unterrichtsstunde einer Lehrerin zu © iStock/dolgachov
Top Bildung für alle - gerecht und krisenfest

"Der Zugang zu guter Bildung muss in allen Lebenslagen möglich sein - hier und anderswo. Zu viele Kinder und junge Menschen sind derzeit von Bildung abgeschnitten und bleiben abgehängt. Wir brauchen endlich ein modernes Bildungssystem, krisenfest und sozial gerecht. Statt nur den Mangel zu verwalten, sind endlich umfassende Reformen und ausreichend finanzielle Unterstützung nötig", erklärt die bildungspolitische Sprecherin und stellv. Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE Nicole Gohlke anlässlich des internationalen Tages der Bildung am 24. Februar 2022.

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Julian Assange in der Ecuadorianischen Botschaft in London ©Reuters/Peter Nicholls
Assange muss endlich aus Haft entlassen werden

Teilerfolg für Julian Assange: Der High Court in London teilte mit, dass er gegen seine Auslieferung an die USA in Berufung gehen darf. "Assange muss jetzt umgehend aus dem Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh entlassen werden. Das ist rechtsstaatlich wie humanitär dringend geboten", sagt Sevim Dagdelen. Amira Mohamed Ali fordert: "Jetzt ist der Moment: Herr Scholz, Frau Baerbock, bieten Sie Julian Assange Asyl in Deutschland an!"

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V.i.S.d.P: Dietmar Bartsch

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