»Hier spricht die Opposition«

Newsletter der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Ausgabe 475, 23. Februar 2022

 
 
v.l.n.r. Amira Mohamed Ali, Dietmar Bartsch, Janine Wissler, Susanne Hennig-Wellsow
Keine Verletzung der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine!

Zum eskalierenden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine erklären die Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE, Amira Mohamed Ali und Dietmar Bartsch, sowie die Vorsitzenden der Partei DIE LINKE, Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler: „Die Anerkennung der ›Volksrepubliken‹ und der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine eskalieren den Konflikt weiter. Die russischen Truppen müssen zurückgezogen werden. Alle diplomatischen Möglichkeiten müssen genutzt werden. Eine Rückkehr zum Minsker Abkommen und dessen Umsetzung muss Ziel bleiben.“

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Steigende Energiekosten: Heizungsthermostat neben Euroscheinen und Münzen
Energiepreisexplosion: Maßnahmenpaket der Bundesregierung ist löchrig wie ein Schweizer Käse

Die seit Monaten steigenden Energiepreise machen Verbraucher:innen und Unternehmen zu schaffen. Die Spitzen der Ampelkoalition wollen heute über Schritte zur Eindämmung beraten. Amira Mohamed Ali erklärt im Vorfeld: "Millionen Menschen, die unter der Energiepreisexplosion leiden, werden von der Bundesregierung weiter im Stich gelassen. Es braucht Maßnahmen, die sofort wirken und für eine spürbare Entlastung sorgen, z. B. eine deutliche Mehrwertsteuersenkung auf Energie und Kraftstoffe."

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Euroscheine und -münzen in einem Einweckglas mit einem Aufkleber mit der Aufschrift Rente © iStock/gopixa
Lebensleistung durch Rente würdigen

Fast 2,7 Millionen Rentnerinnen und Rentner bekommen trotz 40 Beitragsjahren weniger als 1.200 Euro Rente im Monat. Das ergab eine Anfrage von Dietmar Bartsch. Unter ihnen sind sogar rund 1,2 Millionen mit mindestens 45 Versicherungs­jahren. Bartsch: „Die Zahlen sind Ergebnis jahrzehntelanger fehlgeleiteter Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik. Niemand darf mit 40 Versicherungsjahren unter 1.200 Euro Rente fallen.“

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Eine erschöpfte Pflegekraft lehnt an der Wand eines Flurs im Krankenhaus. Foto: © istock.com/FangXiaNuo
Dieser Pflegebonus ist blanker Hohn

„Der sogenannte Pflegebonus in dieser Form ist ein schlechter Witz. Das ist keine Wertschätzung der Pflege, sondern der Versuch, sie politisch zu instrumentalisieren“, kommentiert Ates Gürpinar das neue Eckpunktepapier aus dem Bundesministerium für Gesundheit. „Es ist blanker Hohn, eine maximale Summe von 550 Euro für Pflegekräfte in der Altenpflege als angemessenen Bonus zu verkaufen.“

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Eine Putzfrau mit Maske, Gummihandschuhen und einer Sprühflasche in der Hand reinigt einen Spiegel © iStock/valentinrussanov
Freifahrtschein für Mindestlohnbetrug

„Es ist gut, dass das Kabinett heute Nägel mit Köpfen bei der überfälligen Mindestlohnerhöhung gemacht hat. Die Beschäftigten müssen trotzdem eine bittere Pille schlucken, denn bei der gleichzeitig geplanten Ausweitung der Minijobs hat die FDP als natürliches Sprachrohr der Arbeitgeberverbände die angekündigte Neuregelung der Arbeitszeiterfassung kassiert“, kommentiert Susanne Ferschl den heutigen Kabinettsbeschluss.

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Das Pleargebäude des Bundestages spiegelt sich in einer Pfütze © picture alliance/dpa/Christoph Soeder
Reden der Linksfraktion in der letzten Sitzungswoche

Rechte Gewalt, Auslandseinsätze der Bundeswehr, die Krise in der Ukraine, Energiepreise, Wohnen – um diese und weitere Themen ging es in der letzten Woche im Bundestag. Die Kurzfassung der Woche gibt es im Video, alle Reden in voller Länge in der YouTube-Playlist.

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Gerechter Welthandel
EU-Lieferkettengesetz nachbessern

„Dass die EU-Kommission europäische Konzerne sowohl für Menschenrechtsverletzungen als auch für Umweltzerstörungen entlang der Lieferkette haftbar machen will, ist eine gute Nachricht. Die Reichweite des Lieferkettengesetzes muss aber unbedingt erweitert werden", erklärt Alexander Ulrich.

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Lesen gegen das Vergessen: Gesine Lötzsch auf der Bühne
Terminhinweis: Lesen gegen das Vergessen

Lesung am 10. Mai in Berlin mit u. a. Gesine Lötzsch. Wir erinnern auch dieses Jahr an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, deren Bücher am 10. Mai 1933 in 22 deutschen Universitätsstädten – beginnend auf dem heutigen Bebelplatz in Berlin – öffentlich verbrannt wurden. Künstlerinnen und Künstler, Politikerinnen und Politiker lesen aus diesem Anlass aus verbrannten Büchern vor.

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V.i.S.d.P: Dietmar Bartsch

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