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Abschaffung der Hinterbliebenenrente wäre massiver Angriff auf soziale Absicherung

Pressemitteilung von Sarah Vollath,

„Die Abschaffung der Hinterbliebenenrente wäre ein massiver Angriff auf die soziale Absicherung im Alter und ein Schritt in Richtung der Merz'schen 'Basisabsicherung'. Solche Vorschläge folgen einer gefährlichen Logik: Risiken sollen zunehmend vom Sozialstaat auf die Einzelnen verlagert werden. Das bedeutet für die meisten Menschen noch mehr Unsicherheit im Alter. Künftig sollen Ehepartnerinnen und Ehepartner die Folgen eines verpflichtenden Rentensplittings selbst tragen. Das lehnen wir entschieden ab. Hinterbliebenenschutz ist keine Privatsache, sondern ein zentraler Bestandteil unseres Sozialstaats. Die Hinterbliebenenrente schützt Menschen vor sozialem Abstieg nach dem Tod ihres Partners oder ihrer Partnerin. Wer diesen Schutz streicht, ignoriert die Lebenswirklichkeit von Millionen Menschen", erklärt Sarah Vollath, renten- und alterssicherungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Berichten um eine mögliche Abschaffung der Hinterbliebenenrente. Vollath weiter:

"Besonders betroffen sind auch hier wieder Frauen. Noch immer verdienen sie im Durchschnitt weniger, arbeiten häufiger in Teilzeit und übernehmen den Großteil unbezahlter Sorgearbeit. Die Abschaffung der Hinterbliebenenrente würde bestehende Ungleichheiten weiter verschärfen und das Risiko von Armut auch für die Kinder erhöhen. Zwar können durch das Rentensplitting zum Teil höhere eigene Rentenanwartschaften aufgebaut werden, jedoch ersetzen sie keineswegs die Witwenrente. Hier muss man klar mit einer Verschlechterung der Alterssicherung von Frauen rechnen. Sofern man Erwerbsanreize für Frauen setzen möchte, sollte man das lieber mit dem Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten anstatt mit weiteren Kürzungen versuchen.

Wir sagen klar: Der Tod eines Partners darf nicht zum Armutsrisiko werden. Statt bewährte soziale Sicherungssysteme zu zerschlagen, müssen wir sie stärken und an die Herausforderungen unserer Zeit anpassen. Solidarität endet nicht mit dem Renteneintritt.“