Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Mon, 16 Feb 2026 15:16:06 +0100 Mon, 16 Feb 2026 15:16:06 +0100 TYPO3 EXT:news news-62576 Mon, 16 Feb 2026 15:13:11 +0100 Die Tourismusindustrie ruft nach Regulierung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/die-tourismusindustrie-ruft-nach-regulierung/ Pressemitteilung 21. Legislatur Tourismus „Weltweit ächzen Städte und Landstriche unter Massen an Tourist:innen und der Widerstand wächst. Der Tourismussektor ist auch in Deutschland ein starker Wirtschaftszweig: Umso wichtiger ist es, sein Wachstum zu steuern und zu regulieren“, fordert Katalin Gennburg, Sprecherin für Tourismuspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, anlässlich des Globalen Tages für Nachhaltigkeit im Tourismus am 17. Februar. „Weltweit ächzen Städte und Landstriche unter Massen an Tourist:innen und der Widerstand wächst. Der Tourismussektor ist auch in Deutschland ein starker Wirtschaftszweig: Umso wichtiger ist es, sein Wachstum zu steuern und zu regulieren“, fordert Katalin Gennburg, Sprecherin für Tourismuspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, anlässlich des Globalen Tages für Nachhaltigkeit im Tourismus am 17. Februar. Gennburg weiter:

„Nachhaltigkeit hat es jedoch unter der amtierenden Bundesregierung schwer. Regulierungen für Umwelt- und Arbeitsschutz werden trotz Klimakrise und Fachkräftemangel abgebaut – obwohl gerade das nötig wäre, um den Tourismus in Deutschland langfristig zu erhalten. Wir als Linke haben eine Parlamentsdebatte zum Thema Übertourismus eingefordert und werden dieses Thema auch weiterhin auf die Agenda der Bundespolitik setzen, denn Reisefreiheit muss immer auch die Freiheit der anderen mitdenken.“

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news-62575 Mon, 16 Feb 2026 12:18:32 +0100 Rente mit 70? - Geht an der Lebensrealität vorbei https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/rente-mit-70-geht-der-lebensrealitaet-vorbei/ Pressemitteilung 21. Legislatur Familie, Senioren, Frauen und Jugend Arbeit und Soziales „Es ist keine Überraschung, dass ein Gremium aus Professor:innen und Politiker:innen auf die Idee kommt, das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre zu erhöhen. In ihren Jobs ist das vielleicht möglich – für einen Krankenpfleger oder eine Dachdeckerin, die schon mit Beginn der Ausbildung hart körperlich arbeiten, geht der Vorschlag allerdings völlig an der Lebensrealität vorbei. Schon jetzt gehen viele Menschen früher in Rente, weil es körperlich oder mental nicht mehr geht. Dafür müssen sie teils hohe Abschläge in Kauf nehmen“, sagt Sarah Vollath, rentenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Überlegungen der Rentenkommission zur Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre. „Es ist keine Überraschung, dass ein Gremium aus Professor:innen und Politiker:innen auf die Idee kommt, das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre zu erhöhen. In ihren Jobs ist das vielleicht möglich – für einen Krankenpfleger oder eine Dachdeckerin, die schon mit Beginn der Ausbildung hart körperlich arbeiten, geht der Vorschlag allerdings völlig an der Lebensrealität vorbei. Schon jetzt gehen viele Menschen früher in Rente, weil es körperlich oder mental nicht mehr geht. Dafür müssen sie teils hohe Abschläge in Kauf nehmen“, sagt Sarah Vollath, rentenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Überlegungen der Rentenkommission zur Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre. Vollath weiter: 

„Gerade diejenigen, die mit ihrer Arbeit Tag für Tag unseren Wohlstand erwirtschaften, verdienen eine gute Rente, mit der sie ihren Ruhestand noch einige Jahre genießen können. Statt immer nur bei den Rentner:innen anzusetzen, würde ich mich zur Abwechslung über Vorschläge der Rentenkommission dazu freuen, wie die Rente tatsächlich gerecht und langfristig finanziert werden kann. Eine Erwerbstätigenversicherung, in die endlich alle – auch Beamte und Politiker:innen – einzahlen, wäre ein erster wichtiger Schritt. Zudem sollten Arbeitgeber:innen stärker an der Finanzierung der Rente beteiligt werden. Die Beschäftigten schultern nicht nur 50 Prozent des Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung, sondern auch den Großteil der betrieblichen und privaten Altersvorsorge. Das ist insgesamt weit mehr als die Hälfte. Es ist höchste Zeit, dass die Arbeitgeber:innen wieder mehr Verantwortung für die Absicherung ihrer Beschäftigten übernehmen. Das ist rechtlich zulässig und wird etwa in unserem Nachbarland Österreich schon so gehandhabt. Wir als Linke fordern die schrittweise Anhebung des Arbeitgeberanteils von 50 auf 60 Prozent.“

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news-62574 Fri, 13 Feb 2026 13:20:58 +0100 Bahnsicherheit: verbindliche Doppelbesetzung auf jedem Zug https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bahnsicherheit-verbindliche-doppelbesetzung-auf-jedem-zug/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung "Die Linke begrüßt den flächendeckenden Einsatz des Notfallknopfs 'Prio-Ruf' für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Echte Sicherheit und spürbare Entlastung für die Beschäftigten gibt es jedoch nur mit einer verbindlichen Doppelbesetzung auf jedem Zug. Allerdings scheitert diese wirksamste Sicherheitsmaßnahme am fehlenden politischen Willen, endlich Geld in die Hand zu nehmen", erklärt Luigi Pantisano, stellvertretender Vorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn. "Die Linke begrüßt den flächendeckenden Einsatz des Notfallknopfs 'Prio-Ruf' für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Echte Sicherheit und spürbare Entlastung für die Beschäftigten gibt es jedoch nur mit einer verbindlichen Doppelbesetzung auf jedem Zug. Allerdings scheitert diese wirksamste Sicherheitsmaßnahme am fehlenden politischen Willen, endlich Geld in die Hand zu nehmen", erklärt Luigi Pantisano, stellvertretender Vorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn. Pantisano weiter:

"Die Mittel dafür wären da: Laut der kürzlich veröffentlichten DIW-Studie zur Vermögensteuer stünden auf einen Schlag 147 Milliarden Euro zur Verfügung. Diese Mittel würden den Ländern zufließen – und sie hätten damit ausreichend Spielraum, um im Regionalverkehr endlich für sichere Arbeitsbedingungen zu sorgen. Schnieder hat die Belastung der Kolleginnen und Kollegen offenbar noch immer nicht begriffen. Es ist höchste Zeit, dass sie selbst im Verkehrsausschuss berichten – damit er ihnen persönlich erklären kann, warum weiterhin auf ihrem Rücken gespart wird."

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news-62573 Fri, 13 Feb 2026 11:07:27 +0100 Wertverlust bei Pflegeleistungen: Bundesregierung lässt Pflegebedürftige im Stich https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/wertverlust-bei-pflegeleistungen-bundesregierung-laesst-pflegebeduerftige-im-stich/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Familie, Senioren, Frauen und Jugend Gesundheit "Wir erleben eine stille Krise des Pflegesystems, in der die Würde von Pflegebedürftigen zunehmend vom Geldbeutel abhängt. Seit der Einführung der Pflegegrade im Jahr 2017 haben fast alle zentralen Leistungen der Pflegeversicherung massiv an Kaufkraft verloren. Was nominal nach kleinen Erhöhungen aussieht, ist in Wahrheit eine reale Kürzung für jene, die auf Unterstützung angewiesen sind", erklärt Evelyn Schötz, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Antwort der Bundesregierung auf ihre Kleine Anfrage zur "Realen Wertentwicklung von Pflegeversicherungsleistungen". "Wir erleben eine stille Krise des Pflegesystems, in der die Würde von Pflegebedürftigen zunehmend vom Geldbeutel abhängt. Seit der Einführung der Pflegegrade im Jahr 2017 haben fast alle zentralen Leistungen der Pflegeversicherung massiv an Kaufkraft verloren. Was nominal nach kleinen Erhöhungen aussieht, ist in Wahrheit eine reale Kürzung für jene, die auf Unterstützung angewiesen sind", erklärt Evelyn Schötz, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Antwort der Bundesregierung auf ihre Kleine Anfrage zur "Realen Wertentwicklung von Pflegeversicherungsleistungen". Schötz weiter:

"Die Zahlen entlarven die schleichende finanzielle Belastung von Millionen Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen: So ist der Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen real von 4.000 Euro auf 3.224 Euro geschrumpft, während der Entlastungsbetrag mit einem realen Wert von nur noch 101 Euro kaum noch Hilfe im Alltag ermöglicht. In der vollstationären Pflege ist bereits wieder ein Drittel der Beziehenden auf Sozialhilfe angewiesen.

Wenn Leistungen auf dem Papier stabil wirken, aber real wegschmelzen, wird Pflege zur privaten Armutsfalle. Ein 'Zukunftspakt Pflege' darf kein Mogelpaket sein, das die reale Entwertung von Pflegeversicherungsleistungen einfach ignoriert. Stattdessen braucht es eine automatische Dynamisierung aller Pflegeleistungen und den Umbau zur Solidarischen Pflegevollversicherung. Eine höhere Beitragsbemessungsgrenze, die Einbeziehung der Privatversicherten in das Solidarsystem und die Ausweitung der Beitragspflicht auch auf Mieteinkünfte und Kapitalerträge würden unsere Pflege gerechter und zukunftsfester machen."

Wenn Leistungen real entwertet werden, wird Pflege zur Armutsfalle

Ein Beispiel aus dem echten Leben: Gertrud, 82 Jahre alt, will zu Hause alt werden, doch der Alltag wird zur Zerreißprobe. Ihr Badumbau zur barrierefreien Dusche ist kaum möglich, weil der 4.000-Euro-Zuschuss real nur noch 3.224 Euro wert ist. Auch ihr Entlastungsbetrag von 125 Euro reicht kaufkraftbereinigt nicht einmal mehr für 100 Euro an Hilfe. Was Gertrud sich nicht mehr leisten kann, landet auf den Schultern ihrer Tochter, die unbezahlt neben Beruf und Familie einspringt. Gertruds Fall steht für Millionen Betroffene.

Besonders alarmierend ist die Situation des Zuschusses für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, der in allen Pflegegraden von 2017 (4.000 Euro) bis 2025 (3.224 Euro) einen Wertverlust von über 21 Prozent erfahren hat. Angesichts der massiv gestiegenen Handwerker- und Materialkosten ist das ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben wollen.

Auch zeigt sich das Versagen der Bundesregierung beim Entlastungbeitrag. Dieser blieb acht Jahre lang bei 125 Euro eingefroren, während die Lebenshaltungskosten explodierten. Im Jahr 2025 war dieser Betrag real nur noch 101 Euro wert – ein Kaufkraftverlust von 19 Prozent. Wer Hilfe im Haushalt oder Alltagsbegleitung benötigt, bekommt heute für das gleiche Geld deutlich weniger Stunden an Unterstützung als noch vor acht Jahren.

In der vollstationären Pflege ist die Lage nicht minder prekär. Die Basis-Leistungsbeträge wurden so mangelhaft angepasst, dass beispielsweise im Pflegegrad 4 der reale Wert von 1.775 Euro im Jahr 2017 auf nur noch 1.431 Euro im Jahr 2025 gesunken ist. Zwar versucht die Regierung dies durch Zuschläge zu kaschieren, doch die nackten Zahlen zeigen: Ein Drittel der Heimbewohner ist bereits wieder auf Hilfe zur Pflege angewiesen.


Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Reale Wertentwicklung von Pflegeversicherungsleistungen“ 

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news-62567 Thu, 12 Feb 2026 15:30:37 +0100 Steuerhinterziehung verfolgen statt Armut kriminalisieren https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/steuerhinterziehung-verfolgen-statt-armut-kriminalisieren/ Pressemitteilung 21. Legislatur Recht "Klar ist: Gerichte müssen entlastet werden. Der einfachste Weg dafür ist, Nichtigkeiten wie das Fahren ohne Ticket im öffentlichen Nahverkehr oder den Diebstahl von Lebensmitteln nicht mehr zu verfolgen. Denn damit wird Armut kriminalisiert und unser Rechtssystem lahmgelegt", erklärt Luke Hoß, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Meldung über Rekordzahlen bei nicht erledigten Strafverfahren. "Klar ist: Gerichte müssen entlastet werden. Der einfachste Weg dafür ist, Nichtigkeiten wie das Fahren ohne Ticket im öffentlichen Nahverkehr oder den Diebstahl von Lebensmitteln nicht mehr zu verfolgen. Denn damit wird Armut kriminalisiert und unser Rechtssystem lahmgelegt", erklärt Luke Hoß, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Meldung über Rekordzahlen bei nicht erledigten Strafverfahren. Hoß weiter:

"Die Justiz muss sich auf die wirklich wichtigen Taten wie Steuerhinterziehung in Milliardenhöhe konzentrieren können."

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news-62566 Thu, 12 Feb 2026 15:24:11 +0100 Preisgarantien für Bäuerinnen und Bauern https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/preisgarantien-fuer-baeuerinnen-und-bauern/ Pressemitteilung 21. Legislatur Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz "Das war kein Milchgipfel, sondern der Gipfel der Unverschämtheit. Landwirtschaftsminister Alois Rainer opfert die Bauern für den Markt. Die abstürzenden Milchpreise bedrohen die Existenz einer wachsenden Zahl von Bauern. Wir als Linke fordern daher kurzfristig Preisgarantien für die Bauern und finanzielle Unterstützungen, wenn sie freiwillig darauf verzichten noch mehr Milch auf den Markt zu bringen", erklärt Marcel Bauer, Sprecher für Lebensmittel und nachhaltige Landnutzung der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum gestrigen Milchgipfel von Landwirtschaftsminister Alois Rainer. "Das war kein Milchgipfel, sondern der Gipfel der Unverschämtheit. Landwirtschaftsminister Alois Rainer opfert die Bauern für den Markt. Die abstürzenden Milchpreise bedrohen die Existenz einer wachsenden Zahl von Bauern. Wir als Linke fordern daher kurzfristig Preisgarantien für die Bauern und finanzielle Unterstützungen, wenn sie freiwillig darauf verzichten noch mehr Milch auf den Markt zu bringen", erklärt Marcel Bauer, Sprecher für Lebensmittel und nachhaltige Landnutzung der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum gestrigen Milchgipfel von Landwirtschaftsminister Alois Rainer. Bauer weiter:

"Um die Situation der Bauern zu verbessern, muss das Preisdiktat der Großmolkereien gebrochen werden. Mit Artikel 148 der EU-Verordnung zur Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) müssen wir sozial faire und verbindliche Lieferverträge im Milchsektor einführen. Um die Milchmenge langfristig zu senken, müssen wir die Weidehaltung und ökologische Bewirtschaftung fördern. Dafür brauchen die Milchviehhalter aber Zugang zu Flächen – doch die Bundesregierung will lieber mit dem Bau-Turbo die Flächenspekulation befeuern, anstatt für die Landwirte Perspektiven zu schaffen."

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news-62565 Thu, 12 Feb 2026 13:45:18 +0100 Münchner Sicherheitskonferenz: Für eine neue Sicherheitspolitik und mehr Diplomatie https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/muenchner-sicherheitskonferenz-fuer-eine-neue-sicherheitspolitik-und-mehr-diplomatie/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges „Die Münchner Sicherheitskonferenz findet in diesem Jahr unter einer veränderten Weltordnung statt: Gerade jetzt ist es wichtig, Stimmen zu Wort kommen zu lassen, die auf Diplomatie, Gemeinsame Sicherheit und die Stärkung internationaler Verträge setzen. Was wir jedoch in erster Linie hören, ist: Aufrüstung“, kritisiert Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, anlässlicher der Münchner Sicherheitskonferenz. Pellmann weiter:

„Zuletzt von der Europäischen Nuklearen Studiengruppe, die angesichts des Bruchs mit der internationalen Ordnung durch Donald Trump eine verstärkte atomare Abschreckung Europas fordert. Das ist absoluter Wahnsinn, realitätsfern und birgt die Gefahr weltpolitischer Eskalationen.

Richtig ist: Die transatlantische Partnerschaft erweist sich als brüchig – dieser Realität müssen sich auch Deutschland und die EU stellen. Was daraus folgen muss: Ein veränderter Blick auf Sicherheitspolitik und mehr Diplomatie. Nur indem man Sicherheit als gegenseitiges und gemeinsames Bedürfnis aller involvierten Akteure begreift, kann die Aufrüstungsspirale durchbrochen werden.

Es ist auch sehr irritierend, dass offensichtlich auf Druck der USA mehrere Abgeordnete der AfD zur Sicherheitskonferenz eingeladen wurden, eine rechtsextreme Partei, die im Geiste des deutschen Militarismus steht. Die Brandmauer gilt wohl für die Einladenden der Sicherheitskonferenz nicht.“

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news-62559 Thu, 12 Feb 2026 09:12:33 +0100 DB-Sicherheitsgipfel muss liefern: Mehr Sicherheit für Beschäftigte! https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/db-sicherheitsgipfel-muss-liefern-mehr-sicherheit-fuer-beschaeftigte/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Inneres „Der Tod des Zugbegleiters Serkan C. ist kein tragischer Zufall, sondern das Ergebnis jahrelangen politischen Wegschauens. Seit Jahren berichten Beschäftigte von Gewalt und Bedrohungen im Bahnalltag – passiert ist viel zu wenig. Diese Gewalttat zeigt: Der Profitdruck bei der Bahn hat ganz konkrete Folgen für die Sicherheit der Beschäftigten“, sagt Luigi Pantisano, stellvertretender Vorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn. „Der Tod des Zugbegleiters Serkan C. ist kein tragischer Zufall, sondern das Ergebnis jahrelangen politischen Wegschauens. Seit Jahren berichten Beschäftigte von Gewalt und Bedrohungen im Bahnalltag – passiert ist viel zu wenig. Diese Gewalttat zeigt: Der Profitdruck bei der Bahn hat ganz konkrete Folgen für die Sicherheit der Beschäftigten“, sagt Luigi Pantisano, stellvertretender Vorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn. Pantisano weiter: 

„Die Bahn wird kaputtgespart – das wirkt sich auf Infrastruktur, Verspätungen und vor allem auf die Arbeitsbedingungen der Kolleg:innen aus. Sie sind es, die ein kaputtes System jeden Tag am Laufen halten.

Der Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn darf jetzt kein Pflichttermin mit warmen Worten werden. Er muss liefern, daher fordert Die Linke: Mehr Geld für den Regionalverkehr, dass niemand allein auf dem Zug arbeitet und dass Alarmknöpfe an der Kleidung der Beschäftigten installiert werden, um sofortigen Kontakt zur Leitstelle herzustellen. Zusätzlich müssen Schutzräume als sichere Rückzugsorte im Zug eingerichtet werden.

Die Sicherheit der Kolleg:innen ist das Fundament einer funktionierenden Bahn.“

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news-62558 Wed, 11 Feb 2026 15:14:52 +0100 Barrierefreiheit: Bundesregierung manifestiert Ausgrenzug https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/barrierefreiheit-bundesregierung-manifestiert-ausgrenzug/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Wirtschaft und Technologie "Mit diesem Gesetzentwurf stellt die Bundesregierung die Unternehmen praktisch von echter Barrierefreiheit frei. Damit manifestiert sie die Ausgrenzung vieler Menschen im Alltag", erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag und Sprecher für Inklusion und Teilhabe, zum Kabinettsbeschluss zu neuen Regeln für Barrierefreiheit. "Mit diesem Gesetzentwurf stellt die Bundesregierung die Unternehmen praktisch von echter Barrierefreiheit frei. Damit manifestiert sie die Ausgrenzung vieler Menschen im Alltag", erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag und Sprecher für Inklusion und Teilhabe, zum Kabinettsbeschluss zu neuen Regeln für Barrierefreiheit. Pellmann weiter:

"Auch Teilhabe darf nicht von Profitlogik bestimmt werden. Wer Inklusion ernst meint, muss Konzerne dazu verpflichten, statt ihnen Schlupflöcher zu bieten.“

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news-62557 Wed, 11 Feb 2026 14:25:02 +0100 Automobilindustrie: Die Krise trifft die Beschäftigten, nicht die Vorstände https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/automobilindustrie-die-krise-trifft-die-beschaeftigten-nicht-die-vorstaende/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Wirtschaft und Technologie „Der massive Stellenabbau in der deutschen Automobilindustrie ist ein Alarmsignal: Beschäftigte bangen um ihre Existenz, Werke werden ausgedünnt, ganze Standorte infrage gestellt. Die Transformation läuft auf dem Rücken der Beschäftigten. Wenn VDA-Chefin Müller jedoch pauschal der EU-Politik in Brüssel die Schuld zuweist, greift das zu kurz. Es braucht zwar eine kluge europäische Industriepolitik – gleichzeitig sind es aber die Unternehmensleitungen, die entscheiden, ob sie in Qualifizierung, neue Technologien und Standorte investieren oder ob sie Rendite über Beschäftigung stellen“, erklärt Agnes Conrad, Sprecherin für nachhaltige Automobilpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu neuen Daten des Verbands der Automobilindustrie (VDA). „Der massive Stellenabbau in der deutschen Automobilindustrie ist ein Alarmsignal: Beschäftigte bangen um ihre Existenz, Werke werden ausgedünnt, ganze Standorte infrage gestellt. Die Transformation läuft auf dem Rücken der Beschäftigten. Wenn VDA-Chefin Müller jedoch pauschal der EU-Politik in Brüssel die Schuld zuweist, greift das zu kurz. Es braucht zwar eine kluge europäische Industriepolitik – gleichzeitig sind es aber die Unternehmensleitungen, die entscheiden, ob sie in Qualifizierung, neue Technologien und Standorte investieren oder ob sie Rendite über Beschäftigung stellen“, erklärt Agnes Conrad, Sprecherin für nachhaltige Automobilpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu neuen Daten des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Conrad weiter:

„In Unternehmen, die Stellen abbauen, müssen Boni- und Dividendenmoratorien gelten. Nötig sind massive Investitionen in Qualifizierung, Batterietechnologie und klimaneutrale Produktion am Standort Deutschland. Besonders irritierend wirkt die jüngste Debatte um überraschende Milliarden-Cashflows und Bonuszahlungen im VW-Konzern. Es kann nicht sein, dass Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Jobs verlieren, während Manager sich weiter bereichern. Statt Manager-Boni muss es Geld für Beschäftigungssicherung, Weiterbildung und Standortsicherung geben. Die Zukunft der Mobilität entscheidet sich nicht in Bonusverträgen, sondern in Werkhallen und Entwicklungsabteilungen.“

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news-62556 Wed, 11 Feb 2026 12:44:25 +0100 Debanking: Postbank und Deutsche Bank verhindert antifaschistische Arbeit https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/debanking-postbank-und-deutsche-bank-verhindert-antifaschistische-arbeit/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen Inneres „Während die Deutsche Bank neben Rekordgewinnen insbesondere durch Geldwäsche und ihre Rolle im Epstein-Skandal auffällt, verhindert ihre Tochtergesellschaft, die Postbank, mit den Kontokündigungen beim VVN-BdA willentlich antifaschistische Arbeit. Die Deutsche Bank scheint sich ihren gemeinnützigen Kunden hierzulande weniger verpflichtet zu fühlen als mutmaßlich den Sanktionslisten einer autoritären US-Administration unter Donald Trump“, sagt Lisa Schubert, Sprecher:in für Geld- und Finanzmarktpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Kontokündigungen von vier Berliner Vereinen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) durch die Postbank, Tochtergesellschaft der Deutschen Bank. „Während die Deutsche Bank neben Rekordgewinnen insbesondere durch Geldwäsche und ihre Rolle im Epstein-Skandal auffällt, verhindert ihre Tochtergesellschaft, die Postbank, mit den Kontokündigungen beim VVN-BdA willentlich antifaschistische Arbeit. Die Deutsche Bank scheint sich ihren gemeinnützigen Kunden hierzulande weniger verpflichtet zu fühlen als mutmaßlich den Sanktionslisten einer autoritären US-Administration unter Donald Trump“, sagt Lisa Schubert, Sprecher:in für Geld- und Finanzmarktpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Kontokündigungen von vier Berliner Vereinen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) durch die Postbank, Tochtergesellschaft der Deutschen Bank. Schubert weiter:

„Banken müssen ihre Energie in aufrichtige Compliance-Abläufe und den Schutz ihrer Kund:innen investieren. Die Deutsche Bank tut das Gegenteil und untergräbt zivilgesellschaftliche, antifaschistische Arbeit durch ‚Debanking‘. Die EU-Blocking-Verordnung muss dringend verschärft werden, damit deutsche Banken nicht länger als verlängerter Arm ausländischer Autokraten fungieren können.

Darüber hinaus fordern wir als Linke ein inklusives Bankensystem, das sich dem Gemeinwohl verpflichtet, sowie ein Ende für Rekordgewinne und horrende Vorstandsboni auf Kosten der Gesellschaft.“

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news-62552 Tue, 10 Feb 2026 14:54:25 +0100 Istanbul-Konvention endlich vollständig umsetzen! https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/istanbul-konvention-endlich-vollstaendig-umsetzen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Familie, Senioren, Frauen und Jugend „Die Zahlen der Dunkelfeldstudie sind erschreckend. Während fast jede zweite Frau psychische Gewalt erfährt, wird beim Gewaltschutz seit Jahren verlässlich gespart. Die Regierung drückt sich um vollumfängliche Maßnahmen“, kritisiert Kathrin Gebel, stellvertretende Vorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Dunkelfeldstudie zu Betroffenen von Gewalt in Familie, Partnerschaft und im öffentlichen Raum. „Die Zahlen der Dunkelfeldstudie sind erschreckend. Während fast jede zweite Frau psychische Gewalt erfährt, wird beim Gewaltschutz seit Jahren verlässlich gespart. Die Regierung drückt sich um vollumfängliche Maßnahmen“, kritisiert Kathrin Gebel, stellvertretende Vorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Dunkelfeldstudie zu Betroffenen von Gewalt in Familie, Partnerschaft und im öffentlichen Raum. Gebel weiter:

„Weiterhin fehlen 12.000 Frauenhausplätze, Beratungsstellen sind überlastet und Hilfe hängt zu oft an befristeten Projekten. Patriarchale Gewalt ist kein Einzelfall, sie ist Realität. Die Studie zeigt, dass die Menschen kein Vertrauen mehr in dieses System haben. Wer Gewaltschutz ernst nimmt, muss endlich liefern. Es braucht einen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung, genug sichere Plätze und dauerhaft finanzierte Fachstellen. Ohne die vollständige Umsetzung der Istanbul-Konvention werden Betroffene weiterhin allein gelassen.“

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news-62551 Tue, 10 Feb 2026 14:44:22 +0100 Es braucht endlich eine solidarische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung! https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/es-braucht-endlich-eine-solidarische-finanzierung-der-gesetzlichen-krankenversicherung/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit „Die Auseinandersetzungen der Koalition sind zutiefst unseriös. Carsten Linnemann und Nina Warken blockieren eine Vermögensteuer und die Beteiligung von Kapitaleinkünften an der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, schieben aber Milliarden durch den Haushalt, ohne zu sagen, woher das Geld kommen soll. Dass die SPD keinen eigenen konkreten Vorschlag macht, schadet der Gesamtgesellschaft und insbesondere den gesetzlich Versicherten im Land“, kritisiert Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie und Public Health der Fraktion Die Linke im Bundestag. „Die Auseinandersetzungen der Koalition sind zutiefst unseriös. Carsten Linnemann und Nina Warken blockieren eine Vermögensteuer und die Beteiligung von Kapitaleinkünften an der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, schieben aber Milliarden durch den Haushalt, ohne zu sagen, woher das Geld kommen soll. Dass die SPD keinen eigenen konkreten Vorschlag macht, schadet der Gesamtgesellschaft und insbesondere den gesetzlich Versicherten im Land“, kritisiert Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie und Public Health der Fraktion Die Linke im Bundestag. Gürpinar weiter:

„Wir als Linke setzen uns seit Jahren für eine solidarische Finanzierung der GKV ein, bei der auch eine Mitfinanzierung durch Kapitalerträge vorgesehen ist und die Beiträge für Bürgergeldempfänger:innen durch den Bund gesichert werden. Der Unterschied zur Union ist aber entscheidend: Wir sagen auch, wie das finanziert werden soll: Statt weiter Beschäftigte und Beitragszahlende zu belasten, müssen große Vermögen und Kapitalerträge endlich verbindlich zur Finanzierung der GKV herangezogen werden. Zudem müssen alle Einkommensarten einbezogen und die Beitragsbemessungsgrenze gestrichen werden.“

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news-62549 Tue, 10 Feb 2026 13:01:51 +0100 Netzpaket: Wirtschaftsministerin Reiche begeht Wortbruch https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/netzpaket-wirtschaftsministerin-reiche-begeht-wortbruch/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit „Mit dem geplanten Netzpaket begeht Katherina Reiche nicht nur Wortbruch gegenüber den Klimazielen, sie verunsichert erneut die gesamte Energiebranche und ganz besonders deren zukunftsorientierte Bereiche. Ministerin Reiche lügt, wenn sie einerseits beteuert, die Ausbauziele der erneuerbaren Energien am Strommix – 80 Prozent bis 2030 – einhalten zu wollen, aber jetzt die Produzenten von grünem Strom mit Baukostenzuschüssen zum Netzausbau belasten will und damit de facto den Zubau ausbremst“, sagt Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum „Netzpaket“-Gesetzentwurf von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. „Mit dem geplanten Netzpaket begeht Katherina Reiche nicht nur Wortbruch gegenüber den Klimazielen, sie verunsichert erneut die gesamte Energiebranche und ganz besonders deren zukunftsorientierte Bereiche. Ministerin Reiche lügt, wenn sie einerseits beteuert, die Ausbauziele der erneuerbaren Energien am Strommix – 80 Prozent bis 2030 – einhalten zu wollen, aber jetzt die Produzenten von grünem Strom mit Baukostenzuschüssen zum Netzausbau belasten will und damit de facto den Zubau ausbremst“, sagt Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum „Netzpaket“-Gesetzentwurf von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Cezanne weiter: 

„Dass der verzögerte Netzausbau nun dem Erfolg der Erneuerbaren angelastet wird, ist der Kern des Skandals. Vielmehr müssten durch mehr Investitionen in den intelligenten Netzausbau, in Energiespeicher und Elektrolyseure die Stromnetze so ertüchtigt werden, dass in Zukunft Windkraft- und PV-Anlagen nicht abgeschaltet werden müssen. Der Vorschlag ist auch deswegen unausgereift, weil überhaupt keine Berechnung vorgelegt wird, wie viel Einsparungen bei diesen sogenannten Redispatch-Kosten erzielt werden sollen. Der Preisvorteil der Erneuerbaren, der den Börsenstrompreis bis 2030 um rund ein Viertel senken könnte, geht damit in jedem Fall verloren. Somit wird die Maßnahme zum Nullsummenspiel.

Andere Maßnahmen, wie etwa die Aufteilung der Stromgebotszone, werden überhaupt nicht in Betracht gezogen. Wir als Linke fordern zudem die Vergesellschaftung und Bündelung der vier Übertragungsnetzbetreiber in einer Infrastrukturgesellschaft des Bundes – nur damit werden die Finanzierungskosten des Stromnetzausbaus wirklich effizient gesenkt.“

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news-62550 Tue, 10 Feb 2026 12:49:42 +0100 Millionen-Boni: Konzernleitung sieht VW als Selbstbedienungsladen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/millionen-boni-konzernleitung-sieht-vw-als-selbstbedienungsladen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Wirtschaft und Technologie „Große Erleichterung bei den VW-Mitarbeitenden: Das Management kann sich doch noch kurzfristig Millionen-Boni auszahlen, nachdem überraschend sechs Milliarden Euro an Barmitteln aufgetaucht sind. Währenddessen verzichten die Mitarbeitenden selbst im Mai diesen und letzten Jahres auf ihre Prämien. Zudem sollen weiterhin 35.000 Stellen gestrichen werden. Die VW-Konzernspitze zeigt erneut, dass es ihr in erster Linie um Eigeninteressen und nicht das Wohl des Unternehmens geht“, sagt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Meldungen über Manager-Boni bei VW. Reichinnek weiter:

„Mit Buchungstricks sorgt die Manager-Ebene mit dafür, dass für sie selbst die maximalen Boni fließen können. Währenddessen kämpft der Konzern mit großen Problemen, die das Management nicht angeht. VW ist in vielen Regionen wichtigster Arbeitgeber und viele weitere Betriebe hängen als Zulieferer von Volkswagen ab. Dass die Konzernleitung VW eher als Selbstbedienungsladen begreift, zeigt einmal mehr wie wichtig mehr betriebliche Mitbestimmung ist. Die Beschäftigten haben sowohl das Know-how als auch Interesse an einem langfristig wirtschaftlich gut laufenden Unternehmen. Während die Manager sich selbst die Taschen vollmachen, übernehmen die Mitarbeitenden Verantwortung – das haben sie immer wieder bewiesen. Eine starke Industrie in Deutschland darf nicht durch die Profitgier einiger weniger aufs Spiel gesetzt werden.“

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