Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Fri, 12 Jun 2026 14:12:28 +0200 Fri, 12 Jun 2026 14:12:28 +0200 TYPO3 EXT:news news-63509 Fri, 12 Jun 2026 13:35:43 +0200 GKV-Reform: Regierung sagt Kranken 'Ihr seid uns zu teuer' https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/gkv-reform-regierung-sagt-kranken-ihr-seid-uns-zu-teuer/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit Zitat von Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur GKV-Debatte: Zitat von Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur GKV-Debatte:

„Das Sparpaket von Gesundheitsministerin Warken soll die Krankenkassen 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlasten. Doch die Last tragen am Ende die Versicherten. Zuzahlungen für Medikamente, Krankenhaus, Physiotherapie und viele andere Leistungen steigen, ebenso für Zahnersatz. Die Mitversicherung von Ehepartnern wird das Familieneinkommen stärker belasten als das von Singles. Bei den Krankenhäusern, Arztpraxen und anderen wird mit dem Rasenmäher gekürzt; natürlich wird sich dadurch auch die Versorgung verschlechtern. Und kaum ist das Gesetz eingebracht, wird nun klar, dass trotzdem auch noch die Beitragssätze steigen werden. Es wird für die Versicherten teurer, die Leistungen werden schlechter und den Beschäftigten im Gesundheitssystem wird das Gehalt gekürzt. Diese Regierung sagt den Kranken von heute und denen von morgen: Ihr seid uns zu teuer. Das ist die eigentliche Botschaft hinter diesem Kahlschlag. Was es eigentlich braucht, ist eine wirkliche Sozialreform im Sinne der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung. Wir fordern eine solidarische Bürgerversicherung, in die alle einzahlen, auch Bundestagsabgeordnete, Beamte, Selbstständige und Spitzenverdiener. Schluss mit den Kürzungen, die auf dem Rücken der Patientinnen und Patienten ausgetragen werden. Ein Sozialstaat ist kein Almosen. Er ist ein Versprechen: Dass du nicht allein bist, wenn du krank wirst.“

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news-63508 Fri, 12 Jun 2026 13:23:13 +0200 Wolfram Weimer darf die Kinoförderung nicht vergessen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/wolfram-weimer-darf-die-kinos-nicht-vergessen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Kultur und Medien Zitat von David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, zur heutigen Entschließung des Bundesrates für eine Wiederaufnahme und Verstetigung des Zukunftsprogramms Kino: Zitat von David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, zur heutigen Entschließung des Bundesrates für eine Wiederaufnahme und Verstetigung des Zukunftsprogramms Kino:

„Der Beschluss des Bundesrates ist ein wichtiges Signal. Jetzt muss endlich auch die Bundesregierung umsteuern, die Kürzungen bei der Kinoförderung zurücknehmen und das Zukunftsprogramm Kino gemeinsam mit den Ländern neu auflegen. Anstatt sich nur einseitig für die Stärkung der Film- und Serienproduktion zu interessieren, sollte Herr Weimer die ganze Filmbranche und damit auch die Kinos in den Blick nehmen. Es kann doch nicht sein, dass andere europäische Länder wie Frankreich oder Italien ihre Kinos in dreistelliger Millionenhöhe stark fördern und die Kinolandschaft hierzulande im Stich gelassen wird. Das Zukunftsprogramm Kino hat sich klar bewährt, reicht aber hinten und vorne nicht aus, um den massiven Investitionsstau abzubauen und das Kinosterben insbesondere in ländlichen Gebieten zu stoppen. Wie groß der Bedarf ist, zeigt sich zum Beispiel daran, dass die bis 2024 im Zukunftsprogramm eingestellten 10 Millionen Euro zuletzt innerhalb von 27 Sekunden vergeben waren. Die Kinoverbände fordern daher völlig zu Recht einen Grundstock von 30 Millionen Euro pro Jahr, aus meiner Sicht sollten es sogar eher 40 Millionen Euro sein. Deshalb ist es auch bedauerlich, dass in der Entschließung des Bundesrates keine konkrete Fördersumme veranschlagt wird. Ich hoffe, dass dies in den kommenden Haushaltsverhandlungen korrigiert wird."

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news-63489 Fri, 12 Jun 2026 12:03:44 +0200 Dem exekutiven Rechtsbruch eine klare Grenze setzen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/dem-exekutiven-rechtsbruch-eine-klare-grenze-setzen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Inneres "Die GEAS-Reform bedeutet für Schutzsuchende: Schnellverfahren, Haftlager und die Auslagerung des Flüchtlingsschutzes in Drittstaaten. Mit dieser Reform verrät die EU ihren humanitären Anspruch. Als angebliche Verteidigerin der Menschenrechte hat sie sich endgültig diskreditiert", erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum heutigen Inkrafttreten der Reform des Europäischen Asylsystems. "Die GEAS-Reform bedeutet für Schutzsuchende: Schnellverfahren, Haftlager und die Auslagerung des Flüchtlingsschutzes in Drittstaaten. Mit dieser Reform verrät die EU ihren humanitären Anspruch. Als angebliche Verteidigerin der Menschenrechte hat sie sich endgültig diskreditiert", erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum heutigen Inkrafttreten der Reform des Europäischen Asylsystems. Bünger weiter:

"Sogar der Papst fordert sichere Fluchtwege und ein Ende des Sterbens im Mittelmeer. Und ausgerechnet Politiker christlicher Parteien tun das Gegenteil: Sie kriminalisieren Schutzsuchende und drängen sie durch vorverlagerte Grenzkontrollen auf immer gefährlichere Routen. Selbst Familien mit Kindern droht nach vielen Jahren in der EU die Deportation in Länder, in denen sie noch nie zuvor waren. Die Linke kämpft gemeinsam mit vielen anderen Organisationen und mutigen Menschen gegen diese Abschreckungspolitik. Unsere Antwort heißt Solidarität.

Gleichzeitig klagen Unionspolitiker über angeblich übergriffige Gerichte in der Asylpolitik. Ein grundlegender Irrtum: Wenn die Regierung sehenden Auges Recht bricht, muss die Justiz einschreiten. Das ist ihre Pflicht. Der Europäische Gerichtshof muss die menschenrechtswidrigen Teile dieser Reform jetzt kassieren. Das ersetzt nicht den politischen Kampf, den wir für die Wiederherstellung des Rechts auf Asyl führen müssen. Aber es würde dem kalkulierten exekutiven Rechtsbruch endlich eine klare Grenze setzen."

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news-63488 Fri, 12 Jun 2026 11:57:20 +0200 Bundesregierung fährt Stahlstandort gegen die Wand https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bundesregierung-faehrt-stahlstandort-gegen-die-wand/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Wirtschaft und Technologie "Weil die Bundesregierung den Stahlstandort Deutschland sehenden Auges an die Wand fährt, sind die Kolleginnen und Kollegen der deutschen Stahlindustrie heute in Berlin und bundesweit auf der Straße. Die Branche leidet vor allem unter den hohen Energiepreisen und braucht neben einem auf zehn Jahre garantierten Industriestrompreis den versprochenen grünen Wasserstoff", erklärt Mirze Edis, industriepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Lage der Stahlindustrie. "Weil die Bundesregierung den Stahlstandort Deutschland sehenden Auges an die Wand fährt, sind die Kolleginnen und Kollegen der deutschen Stahlindustrie heute in Berlin und bundesweit auf der Straße. Die Branche leidet vor allem unter den hohen Energiepreisen und braucht neben einem auf zehn Jahre garantierten Industriestrompreis den versprochenen grünen Wasserstoff", erklärt Mirze Edis, industriepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Lage der Stahlindustrie. Edis weiter:

"Von Bund und Ländern erwarte ich finanzielle Unterstützung für die nötigen Investitionen in Grünen Stahl, statt sich auf EU-Ebene dafür einzusetzen, kostenlose Zertifikate im ETS-Handelssystem noch über 2034 hinaus auszugeben. Die Bundesregierung sollte gemeinsam mit Gewerkschaften, Wissenschaft, Unternehmen, Ländern und Kommunen einen Stahlplan erarbeiten. Dabei darf es aber auch nicht bleiben - die Implementierung dieses gemeinsam erarbeiteten Plans muss bei jährlichen Gipfeltreffen überwacht werden. Es geht schließlich um unsere Arbeitsplätze, Familien und lebenswerte Regionen."

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news-63479 Fri, 12 Jun 2026 11:00:51 +0200 Der erste Billionär aller Zeiten ist eine Warnung für die Welt https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/der-erste-billionaer-aller-zeiten-ist-eine-warnung-fuer-die-welt/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen Wirtschaft und Technologie Der erste Billionär aller Zeiten durch den größten Börsengang aller Zeiten ist eine Warnung für die ganze Welt. Diese obszöne Ungleichheit durch einen Börsenhype um Luftschlösser auf dem Mars darf nicht noch mehr nach Europa herüberschwappen. Die Pläne der EU und von Finanzminister Klingbeil, den europäischen Kapitalmarkt nach dem Vorbild der USA auszuweiten, sind ein riesiger Fehler", erklärt Christian Görke, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Börsengang von SpaceX. "Der erste Billionär aller Zeiten durch den größten Börsengang aller Zeiten ist eine Warnung für die ganze Welt. Diese obszöne Ungleichheit durch einen Börsenhype um Luftschlösser auf dem Mars darf nicht noch mehr nach Europa herüberschwappen. Die Pläne der EU und von Finanzminister Klingbeil, den europäischen Kapitalmarkt nach dem Vorbild der USA auszuweiten, sind ein riesiger Fehler", erklärt Christian Görke, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Börsengang von SpaceX. Görke weiter: 

Es ist absurd, dass man einem so reichen Menschen dann in Brandenburg mit 250 Millionen Euro Steuergeld einen Bahnhof samt Rangierbahnhof schenkt. Wer so viel Geld wie Musk hat, wird von Demokratie, Steuern und sozialen Grundrechten immer wenig halten, denn die behindern nur, dass er noch reicher wird."

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news-63478 Fri, 12 Jun 2026 10:04:07 +0200 Klassenprimus der Energiewende darf nicht bestraft werden https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/klassenprimus-der-energiewende-darf-nicht-bestraft-werden/ Pressemitteilung 21. Legislatur Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Wirtschaft und Technologie "Wie die Salzgitter AG hat sich mit Saarstahl ein Stahlwerk als First Mover auf den Weg der kompletten Dekarbonisierung gemacht. Hierfür nimmt das Unternehmen 4,6 Milliarden Euro in die Hand, um fortschrittlichen Grünen Stahl zu produzieren. Statt diese Pioniere zu unterstützen, rammt Katherina Reiche mit ihrer fossilen Lobby-Politik diesem verantwortungsbewussten Vorreiter in der deutschen Industrie das Messer in den Rücken. Sie und die EU planen im Rahmen der Überarbeitung des Emissionshandelssystems ETS, die kostenlosen CO2-Zertifikate über das Jahr 2034 hinweg weiter frei zu vergeben“, erklärt Mirze Edis, industriepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag. "Wie die Salzgitter AG hat sich mit Saarstahl ein Stahlwerk als First Mover auf den Weg der kompletten Dekarbonisierung gemacht. Hierfür nimmt das Unternehmen 4,6 Milliarden Euro in die Hand, um fortschrittlichen Grünen Stahl zu produzieren. Statt diese Pioniere zu unterstützen, rammt Katherina Reiche mit ihrer fossilen Lobby-Politik diesem verantwortungsbewussten Vorreiter in der deutschen Industrie das Messer in den Rücken. Sie und die EU planen im Rahmen der Überarbeitung des Emissionshandelssystems ETS, die kostenlosen CO2-Zertifikate über das Jahr 2034 hinweg weiter frei zu vergeben“, erklärt Mirze Edis, industriepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag. Edis weiter:

„Wenn Saarstahl keine Zukunft hat, wird das weltweit zeigen, dass Deutschland kein sicherer Investitionsstandort mehr für fortschrittliche Technologien ist. Es darf deswegen keine ETS-Reform geben, die den Business Case von Saarstahl und Salzgitter oder anderen fortschrittlichen Unternehmen gefährden. Der Klassenprimus der Energiewende darf nicht bestraft werden. Die IG-Metall ruft morgen zu einer Demonstration für den Erhalt der Stahlindustrie unter dem Motto ‚Stahl hat Zukunft - bei uns!‘ auf. Neben Tausenden von Beschäftigten aus der Stahlbranche wird auch Die Linke vor Ort sein um zu zeigen: Wir stehen an der Seite der Beschäftigten. Glück auf!“

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news-63477 Fri, 12 Jun 2026 09:59:51 +0200 Nur wer Faschismus benennt, kann ihn bekämpfen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/nur-wer-faschismus-benennt-kann-ihn-bekaempfen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung Rechtsextremismus und Antisemitismus "Erst HU, dann FU, jetzt die TU Berlin - es ist immer dasselbe Muster: AfD macht Druck, Hochschulleitung kuscht, antifaschistische Veranstaltungen fliegen raus. Das Neutralitätsgebot wird gezielt als Waffe gegen kritische Auseinandersetzungen mit der AfD eingesetzt - und das ist ein direkter Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit", erklärt Nicole Gohlke, Sprecherin für Bildung und Wissenschaft der Fraktion Die Linke, mit Blick auf die Verhandlungen mit der Leitung der Technischen Universität Berlin über den Jugendkongress des Studierendenverbandes der Linken Die Linke.SDS "Take Back the Future". "Erst HU, dann FU, jetzt die TU Berlin - es ist immer dasselbe Muster: AfD macht Druck, Hochschulleitung kuscht, antifaschistische Veranstaltungen fliegen raus. Das Neutralitätsgebot wird gezielt als Waffe gegen kritische Auseinandersetzungen mit der AfD eingesetzt - und das ist ein direkter Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit", erklärt Nicole Gohlke, Sprecherin für Bildung und Wissenschaft der Fraktion Die Linke, mit Blick auf die Verhandlungen mit der Leitung der Technischen Universität Berlin über den Jugendkongress des Studierendenverbandes der Linken Die Linke.SDS "Take Back the Future". Gohlke weiter:

"Faschismus wissenschaftlich zu analysieren und zu benennen ist keine Meinung, sondern ureigene Aufgabe der Hochschule. Der Kongress 'Take back the future' ist genau richtig und genau jetzt notwendig: Nur wer Faschismus benennt, kann ihn bekämpfen - und das werden wir uns nicht verbieten lassen."

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news-63476 Thu, 11 Jun 2026 13:32:15 +0200 Lebensmittelpreise: ein System zugunsten weniger Profiteure https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/lebensmittelpreise-ein-system-zugunsten-weniger-profiteure/ Pressemitteilung 21. Legislatur Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz "Die Bäuerinnen und Bauern bekommen immer weniger, die Menschen zahlen immer mehr - und dazwischen kassieren die Konzerne Milliarden. Das ist kein Marktversagen, das ist ein System zugunsten der Profite weniger", erklärt Marcel Bauer, Sprecher für Lebensmittelpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu massiv gesunkenen Erzeugerpreisen bei Lebensmitteln. "Die Bäuerinnen und Bauern bekommen immer weniger, die Menschen zahlen immer mehr - und dazwischen kassieren die Konzerne Milliarden. Das ist kein Marktversagen, das ist ein System zugunsten der Profite weniger", erklärt Marcel Bauer, Sprecher für Lebensmittelpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu massiv gesunkenen Erzeugerpreisen bei Lebensmitteln. Bauer weiter:

"Wir fordern von der Bundesregierung sofort die Einführung kostendeckender Mindesterzeugerpreise und eine handlungsfähige Preisbeobachtungsstelle, die faire Preise für die Bürger:innen garantiert. Wir müssen sowohl die Erzeuger:innen als auch die Verbraucher:innen vor der Allmacht der Konzerne schützen."

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news-63451 Thu, 11 Jun 2026 11:38:01 +0200 Teure Mieten bedrohen Grundrechte https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/teure-mieten-bedrohen-grundrechte/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Wohnen "Teure Mieten bedrohen die Grundrechte. Das bestätigt jetzt auch die EU-Grundrechteagentur in ihrem Jahresbericht. Um 17 Prozent wurden die Mieten zwischen 2015 und 2024 europaweit angehoben, über eine Million Menschen sind wohnungslos. Dieser Bericht muss ein Weckruf für die Bundesregierung sein. Seit seinem Amtsantritt verweigert Bundeskanzler Friedrich Merz nicht nur jede effektive Bekämpfung der Mietenkrise, er setzt auch noch im großen Stil die Axt an den Sozialstaat an. Das ist der komplett falsche Weg", erklärt Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Bericht der EU-Grundrechteagentur, wonach teure Mieten die Grundrechte in Europa bedrohen. "Teure Mieten bedrohen die Grundrechte. Das bestätigt jetzt auch die EU-Grundrechteagentur in ihrem Jahresbericht. Um 17 Prozent wurden die Mieten zwischen 2015 und 2024 europaweit angehoben, über eine Million Menschen sind wohnungslos. Dieser Bericht muss ein Weckruf für die Bundesregierung sein. Seit seinem Amtsantritt verweigert Bundeskanzler Friedrich Merz nicht nur jede effektive Bekämpfung der Mietenkrise, er setzt auch noch im großen Stil die Axt an den Sozialstaat an. Das ist der komplett falsche Weg", erklärt Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Bericht der EU-Grundrechteagentur, wonach teure Mieten die Grundrechte in Europa bedrohen. Lay weiter:

Die Zuspitzung der Mietenkrise, die zunehmende Spaltung der Gesellschaft und auch die steigende Wohnungslosigkeit sind die Folgen dieser katastrophalen Politik. Was wir brauchen, sind weitreichende Reformen. Das Recht auf Wohnen muss endlich ins Grundgesetz. Der bundesweite Mietendeckel muss kommen. Und wir brauchen ein Investitionsprogramm in den sozialen, gemeinnützigen Wohnungsbau in Höhe von 20 Milliarden Euro pro Jahr."

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news-63450 Thu, 11 Jun 2026 10:41:14 +0200 Keine Rendite mit unserer Grundversorgung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/keine-rendite-mit-unserer-grundversorgung/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen „Ob Pflegeheime, Wohnraum oder kritische Energieinfrastruktur: Für globale Finanzkonzerne wie Blackstone, KKR und Co. ist es irrelevant, wo die Rendite herkommt. Bringt Private Equity erstmal ein Unternehmen unter ihre Kontrolle, bauen sie Arbeitsplätze ab, drücken die Löhne und überhäufen es mit Schulden. Gewinne werden in Steueroasen verlagert. Zu hohe Mieten oder schlechtere Pflege sind dabei Kollateralschäden ihrer Rendite", erklärt Lisa Schubert, finanzmarktpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur aktuell in Berlin laufenden SuperReturn Konferenz und den Gegenprotesten. „Ob Pflegeheime, Wohnraum oder kritische Energieinfrastruktur: Für globale Finanzkonzerne wie Blackstone, KKR und Co. ist es irrelevant, wo die Rendite herkommt. Bringt Private Equity erstmal ein Unternehmen unter ihre Kontrolle, bauen sie Arbeitsplätze ab, drücken die Löhne und überhäufen es mit Schulden. Gewinne werden in Steueroasen verlagert. Zu hohe Mieten oder schlechtere Pflege sind dabei Kollateralschäden ihrer Rendite", erklärt Lisa Schubert, finanzmarktpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur aktuell in Berlin laufenden SuperReturn Konferenz und den Gegenprotesten. Schubert weiter:

"Es ist erschreckend, dass es sich die Bundesregierung unter Friedrich Merz mit dem Deutschlandfonds zum Ziel gemacht hat, ausgerechnet solche Finanzinvestoren für Investitionen in die öffentliche Grundversorgung zu gewinnen. Wir als Die Linke fordern, dass die Bundesregierung soziale und öffentliche Grundversorgung vor aggressiven Finanzinvestoren schützt.“

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news-63449 Thu, 11 Jun 2026 10:36:09 +0200 Tarifbindung muss endlich gesteigert werden https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/tarifbindung-muss-endlich-gesteigert-werden/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales "Das Ausbleiben eines Aktionsplans zur Steigerung der Tarifbindung ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die darauf gehofft haben, dass die neue Bundesregierung tatsächlich etwas dafür tut, dass sich harte Arbeit wieder mehr lohnt. Dass Deutschland als ehemaliges Musterland der Sozialpartnerschaft im europäischen Vergleich so schlecht dasteht, ist wirklich ein Armutszeugnis für diese Bundesregierung", erklärt Pascal Meiser, arbeitspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu aktuellen Zahlen der Hans-Böckler-Stiftung, dass nur etwa die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland in tarifgebundenen Unternehmen arbeitet. „Das Ausbleiben eines Aktionsplans zur Steigerung der Tarifbindung ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die darauf gehofft haben, dass die neue Bundesregierung tatsächlich etwas dafür tut, dass sich harte Arbeit wieder mehr lohnt. Dass Deutschland als ehemaliges Musterland der Sozialpartnerschaft im europäischen Vergleich so schlecht dasteht, ist wirklich ein Armutszeugnis für diese Bundesregierung", erklärt Pascal Meiser, arbeitspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu aktuellen Zahlen der Hans-Böckler-Stiftung, dass nur etwa die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland in tarifgebundenen Unternehmen arbeitet. Meiser weiter:

"Zugleich riskiert sie auch noch ein EU-Vertragsverletzungsverfahren, was den deutschen Steuerzahler teuer zu stehen kommen könnte. Um das auf europäischer Ebene gemeinsam festgelegte Ziel einer Tarifbindung von mindestens 80 Prozent zu erreichen, braucht es dringend konsequente Maßnahmen und dabei ganz zuvorderst eine Erleichterung der Allgemeinverbindlicherklärung, sodass Tarifverträge wieder leichter auf ganze Branchen erstreckt werden können.”

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news-63448 Wed, 10 Jun 2026 18:34:17 +0200 Sondervermögen ersetzt keine solide Kommunalfinanzierung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/sondervermoegen-ersetzt-keine-solide-kommunalfinanzierung/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen Haushalt "Die Kommunen stehen mit dem Rücken zur Wand - Bundesregierung und Länder dürfen die strukturelle Finanzkrise der Städte und Gemeinden nicht länger ignorieren", erklärt Sascha H. Wagner, Sprecher für Kommunalfinanzen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum heute im Haushaltsschuss beratenen Bericht des Investitions- und Innovationsbeirats zum Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. "Die Kommunen stehen mit dem Rücken zur Wand - Bundesregierung und Länder dürfen die strukturelle Finanzkrise der Städte und Gemeinden nicht länger ignorieren", erklärt Sascha H. Wagner, Sprecher für Kommunalfinanzen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum heute im Haushaltsschuss beratenen Bericht des Investitions- und Innovationsbeirats zum Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Wagner weiter:

"Der Bericht macht unmissverständlich deutlich, dass das Sondervermögen die Investitionsschwäche der Kommunen nicht dauerhaft kompensieren kann. Wer Schulen sanieren, Busse und Bahnen ausbauen, Schwimmbäder erhalten, bezahlbaren Wohnraum schaffen oder die Klimaanpassung vor Ort voranbringen will, braucht finanziell handlungsfähige Kommunen. Stattdessen werden vielerorts freiwillige Leistungen gekürzt. Jugendzentren, Kulturangebote, soziale Einrichtungen und Sportförderung geraten unter Druck. Die Leidtragenden sind die Bürgerinnen und Bürger vor Ort.

Kommunen sind das Fundament des Sozialstaates und der demokratischen Daseinsvorsorge. Die Linke im Bundestag fordert deshalb eine dauerhafte und verlässliche Stärkung der kommunalen Einnahmebasis, die vollständige Finanzierung von Aufgaben, die Bund und Länder den Kommunen übertragen, eine Altschuldenregelung für besonders finanzschwache Kommunen, eine gerechtere Steuerpolitik, die hohe Vermögen und große Unternehmensgewinne stärker zur Finanzierung öffentlicher Infrastruktur heranzieht, sowie eine Investitionsoffensive, die nicht auf befristeten Sondervermögen beruht, sondern auf dauerhaft handlungsfähigen öffentlichen Haushalten."

Hintergrund

Die Zahlen sind alarmierend: Während der Investitionsstau in den Kommunen inzwischen auf 216 Milliarden Euro angewachsen ist, verzeichneten die kommunalen Haushalte 2024 ein Rekorddefizit von 24,3 Milliarden Euro. Für 2025 wird bereits ein Fehlbetrag von fast 32 Milliarden Euro erwartet. Gleichzeitig sollen die kommunalen Investitionen von 38,4 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf nur noch 26,7 Milliarden Euro im Jahr 2028 sinken.

Als besonders problematisch erweist sich, dass die finanzielle Schieflage nicht durch mangelnde Einnahmen der Kommunen verursacht wurde. Der Bericht verweist auf stark steigende Kosten, auf neue Aufgaben ohne ausreichende Gegenfinanzierung sowie auf eine unzureichende Weiterleitung von Bundesmitteln durch einzelne Länder. Kommunen werden immer häufiger gezwungen, Bundes- und Landespolitik aus ihren ohnehin überlasteten Haushalten mitzufinanzieren.

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news-63445 Wed, 10 Jun 2026 15:18:51 +0200 Sparkassen missbrauchen das Vertrauen von Verbraucher:innen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/sparkassen-missbrauchen-das-vertrauen-von-verbraucherinnen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen Es ist ein Skandal, wenn insbesondere Sparkassen und Landesbanken die Zinssätze der Europäischen Zentralbank nicht an ihre Kund:innen weitergeben. Während Direktbanken im Schnitt rund 1 Prozent Zinsen zahlen, sind es bei Sparkassen oft nur 0,4 Prozent. Damit missbrauchen sie das Vertrauen, das Menschen in sie setzen. Vor der Finanzkrise wurden die Zinsen noch weitergegeben. Danach folgte die Niedrigzinspolitik. Und als die Zinsen wieder stiegen, wurde nicht nur die Zinsweitergabe verweigert. Schlimmer noch: Die hohen Kontoführungsgebühren blieben ebenfalls bestehen", erklärt Isabelle Vandre, Sprecherin für Bekämpfung von Finanzkriminalität und Immobilienspekulation, zur Analyse des Finanzportals Biallo zu den niedrigen durchschnittlichen Tagesgeldzinssätzen von Sparkassen. "Es ist ein Skandal, wenn insbesondere Sparkassen und Landesbanken die Zinssätze der Europäischen Zentralbank nicht an ihre Kund:innen weitergeben. Während Direktbanken im Schnitt rund 1 Prozent Zinsen zahlen, sind es bei Sparkassen oft nur 0,4 Prozent. Damit missbrauchen sie das Vertrauen, das Menschen in sie setzen. Vor der Finanzkrise wurden die Zinsen noch weitergegeben. Danach folgte die Niedrigzinspolitik. Und als die Zinsen wieder stiegen, wurde nicht nur die Zinsweitergabe verweigert. Schlimmer noch: Die hohen Kontoführungsgebühren blieben ebenfalls bestehen", erklärt Isabelle Vandre, Sprecherin für Bekämpfung von Finanzkriminalität und Immobilienspekulation, zur Analyse des Finanzportals Biallo zu den niedrigen durchschnittlichen Tagesgeldzinssätzen von Sparkassen. Vandre weiter:

"Die Banken verdienen daran kräftig: Laut der Bürgerbewegung Finanzwende machten Banken allein im Jahr 2023 durch Zentralbankzinsen Zusatzgewinne in Höhe von 25 Milliarden Euro, die die Banken nicht an Verbraucher:innen weitergegeben haben. Darunter leiden insbesondere Menschen mit geringem Einkommen, da ihnen hohe Grundgebühren mehr abverlangen als Wohlhabenden.

Wo das Gemeinwohlversprechen versagt, braucht es politischen Druck und klare Regeln. Statt Profite auf Kosten der Allgemeinheit zu maximieren, müssen Banken und vor allem die Sparkassen Zinserhöhungen an ihre Kund:innen weitergeben und sozial gedeckelte Basiskonten anbieten."

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news-63444 Wed, 10 Jun 2026 15:15:21 +0200 Blockade der BAföG-Reform verschärft Belastung für viele Studierende https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bafoeg-reform-fuehrt-zu-erheblicher-belastung-fuer-viele-studierende/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Bildung und Forschung Gesundheit Die Umfrageergebnisse führen die gefährliche Ignoranz von Forschungsministerin Dorothee Bär schonungslos vor Augen. Während die Ministerin die geplante BAföG-Reform blockiert und zynisch behauptet, mehr Erwerbsarbeit neben dem Studium sei 'kein Drama', belegen die harten Fakten das genaue Gegenteil: Für über ein Drittel der Studierenden ist genau diese Mehrfachbelastung von Studium und Arbeit einer der Hauptgründe für psychische Belastungen und existenzielle Sorgen", erklärt Nicole Gohlke, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, zur Umfrage der Techniker Krankenkasse zur Belastung von Studierenden. "Die Umfrageergebnisse führen die gefährliche Ignoranz von Forschungsministerin Dorothee Bär schonungslos vor Augen. Während die Ministerin die geplante BAföG-Reform blockiert und zynisch behauptet, mehr Erwerbsarbeit neben dem Studium sei 'kein Drama', belegen die harten Fakten das genaue Gegenteil: Für über ein Drittel der Studierenden ist genau diese Mehrfachbelastung von Studium und Arbeit einer der Hauptgründe für psychische Belastungen und existenzielle Sorgen", erklärt Nicole Gohlke, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, zur Umfrage der Techniker Krankenkasse zur Belastung von Studierenden. Gohlke weiter:

"Wer junge Menschen sehenden Auges noch tiefer in den Überlebenskampf und in prekäre Nebenjobs treibt, betreibt vorsätzliche Sabotage an der Gesundheit und der Zukunft einer ganzen Generation."

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news-63436 Tue, 09 Jun 2026 13:26:23 +0200 Ungebremster Anstieg rechter Straftaten muss endlich zu Konsequenzen führen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/ungebremster-anstieg-rechter-straftaten-muss-endlich-zu-konsequenzen-fuehren/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres Queer Rechtsextremismus und Antisemitismus Seit Jahren erleben wir einen ungebremsten Anstieg rechter Straftaten und rechter Gewalt, während unser Innenminister diese Entwicklung ignoriert und lieber linke Pappkameraden aufbaut. Entsprechend müssen die Schwerpunkte gesetzt werden: konsequente Entwaffnung der rechten Szene, Vollstreckung der offenen Haftbefehle, Einrichtung von Schwerpunktstaatsanwaltschaften und Sensibilisierung der Beamtinnen und Beamten, damit sie rechte, rassistische, antisemitische, frauen- und queerfeindliche Taten sicher als solche erkennen können. Besonders besorgniserregend ist auch der starke Anstieg frauenfeindlicher Straftaten. Im Hinblick auf die bevorstehenden CSD-Veranstaltungen müssen die Behörden ein verlässliches Schutzkonzept vorlegen und die Teilnehmenden vor rechten Angriffen schützen. Diese Notwendigkeit wird auch durch den Anstieg der queerfeindlichen Straftaten unterstrichen. Es kann nicht sein, dass der Schutz solcher Veranstaltungen von queeren und antifaschistischen Gruppen übernommen werden muss", kritisiert Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Vorstellung der neuen Fallzahlen politisch motivierter Kriminalität für das Jahr 2026. "Seit Jahren erleben wir einen ungebremsten Anstieg rechter Straftaten und rechter Gewalt, während unser Innenminister diese Entwicklung ignoriert und lieber linke Pappkameraden aufbaut. Entsprechend müssen die Schwerpunkte gesetzt werden: konsequente Entwaffnung der rechten Szene, Vollstreckung der offenen Haftbefehle, Einrichtung von Schwerpunktstaatsanwaltschaften und Sensibilisierung der Beamtinnen und Beamten, damit sie rechte, rassistische, antisemitische, frauen- und queerfeindliche Taten sicher als solche erkennen können. Besonders besorgniserregend ist auch der starke Anstieg frauenfeindlicher Straftaten. Im Hinblick auf die bevorstehenden CSD-Veranstaltungen müssen die Behörden ein verlässliches Schutzkonzept vorlegen und die Teilnehmenden vor rechten Angriffen schützen. Diese Notwendigkeit wird auch durch den Anstieg der queerfeindlichen Straftaten unterstrichen. Es kann nicht sein, dass der Schutz solcher Veranstaltungen von queeren und antifaschistischen Gruppen übernommen werden muss", kritisiert Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Vorstellung der neuen Fallzahlen politisch motivierter Kriminalität für das Jahr 2026. Bünger weiter:

"Vor dem Hintergrund dieser dramatischen Entwicklung ist es unverantwortlich, das Bundesprogramm ‚Demokratie Leben!‘ zu schleifen. Über dieses Programm wurden bislang zahlreiche Projekte finanziert, die erwiesenermaßen erfolgreich im Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Frauen- und Queerfeindlichkeit sind. Diesen Projekten Mittel zu kürzen und sie weiter unter Druck zu setzen, ist falsch und gefährlich. Die Bundesregierung ebnet damit den Faschisten den Weg zur Macht. Wir fordern, den Umbau des Programms sofort zu stoppen, die Ergebnisse der laufenden Evaluation abzuwarten und ein Demokratiefördergesetz auf den Weg zu bringen, das Projekte langfristig absichert."

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