Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Sun, 21 Jun 2026 17:26:27 +0200 Sun, 21 Jun 2026 17:26:27 +0200 TYPO3 EXT:news news-63561 Fri, 19 Jun 2026 14:22:09 +0200 Es benötigt endlich eine zukunftsweisende Stadtentwicklung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/es-benoetigt-endlich-eine-zukunftsweisende-stadtentwicklung/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Wohnen "Eine qualitativ hochwertige und zukunftsweisende Stadtentwicklung benötigt eine Stadtplanung mit Teilhabe und Beteiligung der Bürger:innen sowie ausreichend qualifiziertes Personal in den Planungsämtern. Grundvoraussetzung für die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum sind eine strategische, gemeinwohlorientierte Bodenpolitik der öffentlichen Hand, massive Investitionen in den kommunalen und sozialen Wohnungsbau sowie ein scharfes Ordnungsrecht gegen zu hohe Mieten", erklärt Katalin Gennburg, Sprecherin für Bauen, Stadtentwicklung und Tourismus der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum "Aktionsplan" des Bauministeriums. "Eine qualitativ hochwertige und zukunftsweisende Stadtentwicklung benötigt eine Stadtplanung mit Teilhabe und Beteiligung der Bürger:innen sowie ausreichend qualifiziertes Personal in den Planungsämtern. Grundvoraussetzung für die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum sind eine strategische, gemeinwohlorientierte Bodenpolitik der öffentlichen Hand, massive Investitionen in den kommunalen und sozialen Wohnungsbau sowie ein scharfes Ordnungsrecht gegen zu hohe Mieten", erklärt Katalin Gennburg, Sprecherin für Bauen, Stadtentwicklung und Tourismus der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum "Aktionsplan" des Bauministeriums. Gennburg weiter:

Bauministerin Verena Hubertz dagegen setzt auf Aktionismus zugunsten der Bauindustrie, privaten Bodeneigentümer und finanzmarktgetriebenen Vermietungskonzerne. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen demokratischer Stadtplanung und der Philosophie des 'Bauen, Bauen, Bauen' bleibt auch mit diesem Aktionsplan weiter bestehen."

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news-63559 Fri, 19 Jun 2026 13:02:47 +0200 Weltflüchtlingstag: Es geht auch anders! https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/weltfluechtlingstag-es-geht-auch-anders/ Pressemitteilung 21. Legislatur "117 Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg und Verfolgung. In Deutschland leben derzeit etwa vier Millionen Geflüchtete. Flucht und Vertreibung sind kein Ausnahmezustand, sondern seit jeher bittere Realität. 75 Jahre nach der Genfer Flüchtlingskonvention bricht das neue EU-Asylsystem GEAS endgültig mit dem historischen Schutzversprechen, keinen Menschen mehr rechtlos zu stellen. Nach dem Zweiten Weltkrieg und den deutschen Menschheitsverbrechen sollten nie wieder Schutzsuchende an den Grenzen abgewiesen werden, wenn ihnen Verfolgung und Tod drohen. Die Bundesregierung stellt nun erneut das Recht, Rechte zu haben, offen infrage", erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende sowie innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Weltflüchtlingstag. "117 Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg und Verfolgung. In Deutschland leben derzeit etwa vier Millionen Geflüchtete. Flucht und Vertreibung sind kein Ausnahmezustand, sondern seit jeher bittere Realität. 75 Jahre nach der Genfer Flüchtlingskonvention bricht das neue EU-Asylsystem GEAS endgültig mit dem historischen Schutzversprechen, keinen Menschen mehr rechtlos zu stellen. Nach dem Zweiten Weltkrieg und den deutschen Menschheitsverbrechen sollten nie wieder Schutzsuchende an den Grenzen abgewiesen werden, wenn ihnen Verfolgung und Tod drohen. Die Bundesregierung stellt nun erneut das Recht, Rechte zu haben, offen infrage", erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende sowie innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Weltflüchtlingstag. Bünger weiter:

"Die Europäische Union setzt auf Haftlager und Schnellverfahren. Der deutsche Innenminister Dobrindt erzwingt rechtswidrige Zurückweisungen an den Binnengrenzen. Das Verwaltungsgericht Berlin hat ihn dafür erneut verurteilt. Und der Europäische Gerichtshof musste Deutschland erst kürzlich daran erinnern, dass es Geflüchtete nicht ins Elend stürzen darf. Der Bundesregierung ist das offenbar gleichgültig. Sie setzt ihren Kurs des offenen Rechtsbruchs fort.

Aber es geht auch anders! Hunderte Organisationen rufen jetzt zum Umdenken auf. Wir als Linke unterstützen diesen Aufruf und fordern gemeinsam mit der Zivilgesellschaft legale und sichere Fluchtwege, die Wiederaufnahme des Familiennachzugs, ein faires Asylverfahren, unabhängige Beratung und ein Ende des Sterbens im Mittelmeer."

 

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news-63558 Fri, 19 Jun 2026 11:30:14 +0200 Zivilschutz wird von Innenminister:innen nicht ernst genommen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/zivilschutz-wird-von-innenministerinnen-nicht-ernst-genommen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres Verteidigung "Der Zivilschutz wird offensichtlich weiterhin von den Innenminister:innen der Länder nicht ernst genommen. Die Milliardeninvestitionen, die in den Zivilschutz fließen sollen, reichen schon jetzt vorne und hinten nicht. Zusätzlich wurde über Jahre nicht genug in den Katastrophenschutz investiert, der nun den Zivilschutz stärken soll. Das kann nicht funktionieren", erklärt Jan Köstering, Sprecher für Zivilen Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Beratungen über Zivilschutz auf der Innenministerkonferenz. "Der Zivilschutz wird offensichtlich weiterhin von den Innenminister:innen der Länder nicht ernst genommen. Die Milliardeninvestitionen, die in den Zivilschutz fließen sollen, reichen schon jetzt vorne und hinten nicht. Zusätzlich wurde über Jahre nicht genug in den Katastrophenschutz investiert, der nun den Zivilschutz stärken soll. Das kann nicht funktionieren", erklärt Jan Köstering, Sprecher für Zivilen Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Beratungen über Zivilschutz auf der Innenministerkonferenz. Köstering weiter:

Blind Geld zu investieren - das hat uns das Beschaffungswesen der Bundeswehr gezeigt - bedeutet nicht automatisch auch, dass sinnvolles Material beschafft und angemessen investiert wird. Die Innenministerkonferenz hat es verpasst, eine belastbare Struktur von der Kommune bis hoch zum Bund aufzusetzen, die solide durchfinanziert ist."

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news-63553 Fri, 19 Jun 2026 09:43:19 +0200 Hitzeschutz jetzt – Schutzkonzepte für obdachlose Menschen sichern https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/hitzeschutz-jetzt-schutzkonzepte-fuer-obdachlose-menschen-sichern/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales „Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass obdachlose Menschen in Deutschland besser vor Hitze geschützt werden. Hitzeschutz-Maßnahmen in Kommunen müssen gesetzlich verpflichtend und finanziell durch den Bund unterstützt werden“, erklärt Sahra Mirow, Sprecherin für soziales Wohnen und Kommunalpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Forderung von Sozialverbänden nach Schutz für obdachlose Menschen bei Hitze. „Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass obdachlose Menschen in Deutschland besser vor Hitze geschützt werden. Hitzeschutz-Maßnahmen in Kommunen müssen gesetzlich verpflichtend und finanziell durch den Bund unterstützt werden“, erklärt Sahra Mirow, Sprecherin für soziales Wohnen und Kommunalpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Forderung von Sozialverbänden nach Schutz für obdachlose Menschen bei Hitze. Mirow weiter:

„Aufgrund mangelnden Zugangs zu kostenlosem Trinkwasser und fehlender klimatisierter Rückzugsräume sind obdachlose Menschen den extremen Wetterereignissen schutzlos ausgeliefert. Um diesen lebensbedrohlichen Defiziten in der Basisinfrastruktur wirksam zu begegnen, ist ein koordiniertes und finanziell unterlegtes Handeln von Bund, Ländern und Kommunen unumgänglich. Bisher werden sie in vielen Hitzeschutzplänen aber nicht berücksichtigt. Die Kommunen müssen gesetzlich verpflichtet werden, obdachlose Menschen in kommunalen Hitzeschutzplänen ausdrücklich zu berücksichtigen.

Da die strukturelle Finanzkrise der Kommunen viele Städte und Gemeinden längst an die Grenzen ihrer Handlungsfähigkeit gebracht hat, können viele Kommunen den Hitzeschutz finanziell nicht stemmen. Deshalb muss der Bund sie bei der Einrichtung und den laufenden Betriebskosten unterstützen.“

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news-63552 Thu, 18 Jun 2026 16:45:39 +0200 Gesundheitsreform abgesetzt: großer Erfolg der breit getragenen Proteste https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/gesundheitsreform-abgesetzt-grosser-erfolg-der-proteste/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit "Es ist ein großer Erfolg der breit getragenen und vielfältigen Proteste, dass Ministerin Warken ihre geplante Kahlschlagreform nicht im Eiltempo durch den Bundestag jagen kann. Die Bundesregierung kann ihre brutalen Kürzungen nicht einfach durchziehen. Der Widerstand wirkt. Wir als Linksfraktion werden die Proteste weiterhin unterstützen und ins Plenum tragen, damit dieses miese Gesetz auf Kosten der Mehrheit nicht nur kurzfristig vom Tisch ist, sondern niemals kommt", erklärt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Absetzung der Gesundheitsreform von der Tagesordnung der kommenden Sitzungswoche des Bundestags. "Es ist ein großer Erfolg der breit getragenen und vielfältigen Proteste, dass Ministerin Warken ihre geplante Kahlschlagreform nicht im Eiltempo durch den Bundestag jagen kann. Die Bundesregierung kann ihre brutalen Kürzungen nicht einfach durchziehen. Der Widerstand wirkt. Wir als Linksfraktion werden die Proteste weiterhin unterstützen und ins Plenum tragen, damit dieses miese Gesetz auf Kosten der Mehrheit nicht nur kurzfristig vom Tisch ist, sondern niemals kommt", erklärt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Absetzung der Gesundheitsreform von der Tagesordnung der kommenden Sitzungswoche des Bundestags. Reichinnek weiter:

"Was Nina Warken plant, ist zutiefst ungerecht: höhere Zuzahlungen für Medikamente, weniger Vorsorgeuntersuchungen, schlechtere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte – die Liste der Verschlechterungen ist lang. Während gesetzlich Versicherte und Beschäftigte im Gesundheitssystem bluten sollen, werden die Pharmakonzerne weitgehend geschont und die ungerechte Zweiklassenmedizin bleibt unangetastet. Dabei liegen sinnvolle und sozial ausgewogene Lösungen auf dem Tisch: Mit einer Bürgerversicherung, die alle Einkommensarten einbezieht, und ohne Beitragsbemessungsgrenze, die hohe Einkommen aus der solidarischen Beteiligung heraushält, könnten die Beiträge für die Allgemeinheit sogar sinken – bei gleichzeitig besserer Versorgung."

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news-63550 Thu, 18 Jun 2026 13:30:48 +0200 Hände weg vom 8-Stunden-Tag! https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/haende-weg-vom-8-stunden-tag/ Pressemitteilung 21. Legislatur Anne Zerr, Sprecherin für Arbeitspolitik und Arbeitszeitpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Referentenentwurf zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes Anne Zerr, Sprecherin für Arbeitspolitik und Arbeitszeitpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Referentenentwurf zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes:

"Der Referentenentwurf zur Schleifung der täglichen Höchstarbeitszeit geht in die völlig falsche Richtung. Er ist der Einstieg in den Ausstieg aus dem 8-Stunden-Tag. Anstatt die Rechte von Arbeitnehmer:innen immer weiter anzugreifen, muss die Bundesregierung endlich Entlastung für Beschäftigte und echte Vereinbarkeit schaffen. Die Linke wird jedem Vorhaben, das den 8-Stunden-Tag gefährdet, entschieden widersprechen."

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news-63546 Wed, 17 Jun 2026 14:18:57 +0200 Die große Verliererin des Abkommens ist die iranische Demokratiebewegung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/die-grosse-verliererin-des-abkommens-ist-die-iranische-demokratiebewegung/ Pressemitteilung 21. Legislatur „Es ist gut, dass es endlich Fortschritte bei den Friedensverhandlungen zwischen Iran und USA gibt. Jedoch droht das Iran-USA-Abkommen zu einer schweren außenpolitischen Niederlage für Donald Trump zu werden. Nach dem völkerrechtswidrigen Angriff Israels und der USA auf Iran, bei dem auch Zivilistinnen und Zivilisten getötet wurden, könnte ausgerechnet das Regime in Teheran politisch und wirtschaftlich gestärkt aus der Eskalation hervorgehen. Der selbsternannte Dealmaker hat versagt“, erklärt von Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, mit Blick auf das Iran-USA-Rahmenabkommen. „Es ist gut, dass es endlich Fortschritte bei den Friedensverhandlungen zwischen Iran und USA gibt. Jedoch droht das Iran-USA-Abkommen zu einer schweren außenpolitischen Niederlage für Donald Trump zu werden. Nach dem völkerrechtswidrigen Angriff Israels und der USA auf Iran, bei dem auch Zivilistinnen und Zivilisten getötet wurden, könnte ausgerechnet das Regime in Teheran politisch und wirtschaftlich gestärkt aus der Eskalation hervorgehen. Der selbsternannte Dealmaker hat versagt“, erklärt von Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, mit Blick auf das Iran-USA-Rahmenabkommen. Özdemir weiter:

„Besonders befremdlich ist die Reaktion von Friedrich Merz. Wer angesichts eines Bruchs des Völkerrechts und ziviler Opfer behauptet, militärische Stärke habe sich ausgezahlt, sendet ein fatales Signal. Das Recht des Stärkeren darf niemals über der Stärke des Rechts stehen. Eine Außenpolitik, die Bomben als Erfolgsgeschichte verkauft, schafft keinen Frieden, sondern neue Instabilität.

Die große Verliererin dieses Abkommens ist die iranische Demokratiebewegung. Wer wirtschaftliche Öffnung ermöglicht, ohne konkrete Fortschritte bei Menschenrechten einzufordern, stabilisiert die Macht der Herrschenden in Teheran. Die Menschen im Iran, die seit Jahren für Freiheit, Frauenrechte und Demokratie kämpfen, werden dadurch geschwächt. Gerade jetzt muss Deutschland die iranische Zivilgesellschaft stärken: durch humanitäre Visa für verfolgte Oppositionelle, Schutzprogramme für Menschenrechtsaktivist:innen und konsequenten Druck für die Einhaltung der Menschenrechte.

Zudem ist offen, wie die israelische Regierung sich zu dem Abkommen verhalten wird. Dabei ist ganz klar: Auch die Menschen im Libanon brauchen eine Friedensperspektive. Wir bleiben dabei: Frieden im Nahen Osten entsteht nicht durch Krieg, Völkerrechtsbrüche und die Stärkung autoritärer Regime, sondern durch Diplomatie, Menschenrechte und eine starke Zivilgesellschaft.“

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news-63545 Wed, 17 Jun 2026 13:20:10 +0200 Innenministerkonferenz: Autoritärer Umbau des Staates wird vorangetrieben https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/innenministerkonferenz-autoritaerer-umbau-des-staates-wird-vorangetrieben/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Inneres "Bei der ab heute tagenden Innenministerkonferenz passiert genau das, wovor wir seit langer Zeit warnen: Der autoritäre Umbau des Staates wird rücksichtslos und mit Hochdruck vorangetrieben. Hamburgs Innensenator Andy Grote von der SPD greift nun den Schutzstatus von Geflüchteten direkt an, um sich rhetorisch an die Spitze der Abschiebeminister zu setzen. Gleichzeitig verteidigt Alexander Dobrindt die rechtswidrigen Abschiebungen nach Afghanistan und fordert - ohne Zuständigkeit und Sachkenntnis - drastische Kürzungen beim Bürgergeld. Diese Politik ist ein Brandbeschleuniger für die polarisierte Gesellschaft. Im Bundestag wird Dobrindt schon jetzt von der AfD gefeiert. Heute zeigt er erneut, womit er sich diesen Applaus verdient hat", erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Beginn der Innenministerkonferenz. "Bei der ab heute tagenden Innenministerkonferenz passiert genau das, wovor wir seit langer Zeit warnen: Der autoritäre Umbau des Staates wird rücksichtslos und mit Hochdruck vorangetrieben. Hamburgs Innensenator Andy Grote von der SPD greift nun den Schutzstatus von Geflüchteten direkt an, um sich rhetorisch an die Spitze der Abschiebeminister zu setzen. Gleichzeitig verteidigt Alexander Dobrindt die rechtswidrigen Abschiebungen nach Afghanistan und fordert - ohne Zuständigkeit und Sachkenntnis - drastische Kürzungen beim Bürgergeld. Diese Politik ist ein Brandbeschleuniger für die polarisierte Gesellschaft. Im Bundestag wird Dobrindt schon jetzt von der AfD gefeiert. Heute zeigt er erneut, womit er sich diesen Applaus verdient hat", erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Beginn der Innenministerkonferenz. Bünger weiter:

"Dieser Kurs trifft längst nicht mehr nur Geflüchtete. Union und SPD treten weiter nach unten, damit Milliardäre und Konzerne sich aus der Verantwortung stehlen können. Und wieder trifft es Menschen in der Grundsicherung. Die Innenminister wollen EU-Bürgern den Zugang zum Bürgergeld versperren und das Kindergeld zusammenstreichen. Und die Behörden rüsten weiter auf: Jetzt sollen auch Grundsicherungsempfänger flächendeckend mithilfe Künstlicher Intelligenz kontrolliert werden. Wer Sozialleistungen beantragt, verdient Unterstützung und keine Kriminalisierung.

Dobrindt bricht offen mit dem Grundgesetz. Das Bundesverfassungsgericht garantiert das Recht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum ohne Wenn und Aber. Wir als Linke stellen uns dem entgrenzten Sozialabbau entgegen. Wir brauchen keinen autoritären Staat, der arme Menschen gegeneinander ausspielt. Was wir brauchen, ist Solidarität und eine Regierung, die sich an Recht und Gesetz hält."

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news-63543 Wed, 17 Jun 2026 12:06:38 +0200 Renten-Forderungen des CDU-Wirtschaftsrats: Dogmatisch und fernab aller Fakten https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/renten-forderungen-des-cdu-wirtschaftsrats-dogmatisch-und-fernab-aller-fakten/ Pressemitteilung 21. Legislatur Sarah Vollath, renten- und alterssicherungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, zu den rentenpolitischen Forderungen des Wirtschaftsrats der CDU Sarah Vollath, renten- und alterssicherungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, zu den rentenpolitischen Forderungen des Wirtschaftsrats der CDU:

"Einmal mehr beweist der CDU-Wirtschaftsrat, wie dogmatisch und fernab aller Fakten er unterwegs ist. Ich empfehle Wolfgang Steiger und Co., sich mal mit den aktuellen Zahlen zu beschäftigen, anstatt weiter uninformiert dem Kürzungswahn zu verfallen. Die fernere Lebenserwartung stagniert. Schon jetzt steigt die Regelaltersgrenze bis 2030 ungefähr doppelt so schnell wie die Lebenserwartung. In einigen Bundesländern, nämlich Bremen, Hamburg, Hessen und Niedersachsen, ist die fernere Lebenserwartung in den letzten zehn Jahren sogar gesunken. Für Menschen in diesen Bundesländern würde eine Kopplung an die Lebenserwartung nichts anderes als eine Rentenkürzung bedeuten. Das verschweigt die Union aber gerne.

Auch die Forderung, die 'Rente für besonders langjährig Versicherte' abzuschaffen, hat mit der Realität nichts zu tun. Eine aktuelle Bertelsmann-Studie hat gerade erst gezeigt, dass die Einsparungen wesentlich geringer wären als von den Kürzungsfanatikern der Union oft behauptet. Dass Union und Wirtschaftsrat weiterhin eine Abschaffung fordern, ist ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die 45 Jahre lang hart gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt haben. Ihnen will der Wirtschaftsrat jetzt das Recht nehmen, frei über ihren Ruhestand entscheiden zu dürfen. So sieht keine Anerkennung von Lebensleistung aus. Eine gute Rente für alle ist möglich, wenn endlich alle in eine Kasse einzahlen und die Beitragsbemessungsgrenze angehoben wird."

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news-63535 Tue, 16 Jun 2026 14:43:45 +0200 Krankenkassenfinanzierung: Warkens Gesetz ist nicht nur ungerecht, sondern auch schlecht gemacht https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/krankenkassenfinanzierung-warkens-gesetz-ist-nicht-nur-ungerecht-sondern-auch-schlecht-gemacht/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit "Die aktuellen Zahlen des Spitzenverbandes der gesetzlichen Kassen machen klar: Die Einsparungen und Kürzungen, die die Regierung mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschließen möchte, reichen nicht aus, um das Finanzierungsdefizit in der Krankenversicherung zu schließen. Das bestätigt, was wir alle schon wussten: Das Gesetz ist nicht nur zutiefst ungerecht, es ist auch schlecht gemacht", erklärt Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Ausgabenanstieg bei den gesetzlichen Krankenversicherungen. "Die aktuellen Zahlen des Spitzenverbandes der gesetzlichen Kassen machen klar: Die Einsparungen und Kürzungen, die die Regierung mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschließen möchte, reichen nicht aus, um das Finanzierungsdefizit in der Krankenversicherung zu schließen. Das bestätigt, was wir alle schon wussten: Das Gesetz ist nicht nur zutiefst ungerecht, es ist auch schlecht gemacht", erklärt Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Ausgabenanstieg bei den gesetzlichen Krankenversicherungen. Gürpinar weiter:

"Versicherte, Patient:innen und Beschäftigte sollen wieder einmal einstecken, während Privatversicherte, Arbeitgeber und Pharmaindustrie geschont werden – und das, obwohl die Kosten gerade für patentgeschützte Arzneimittel massiv gestiegen sind. Das zeigt einmal mehr: Es braucht grundlegende strukturelle Reformen. Wir fordern eine solidarische Gesundheitsversicherung, in die alle einzahlen, sodass es für die Mehrheit endlich günstiger wird und sich alle auf eine gute Versorgung verlassen können. Die Bundesregierung sollte das Gesetz jetzt fallen lassen, unser Gesundheitswesen endlich konsequent umstrukturieren und die Lasten solidarisch verteilen. Wir organisieren Widerstand und stellen uns konsequent gegen alle Kürzungen am Sozialstaat."

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news-63534 Tue, 16 Jun 2026 13:27:53 +0200 Unicef-Bericht: Kinder weltweit schützen, Klimafinanzierungszusagen einhalten https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/unicef-bericht-kinder-weltweit-schuetzen-klimafinanzierungszusagen-einhalten/ Pressemitteilung 21. Legislatur Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Menschenrechte und humanitäre Hilfe Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Familie, Senioren, Frauen und Jugend "Die Bundesregierung darf Kinder nicht weiter im Stich lassen, ganz gleich, ob in Deutschland oder jenseits der deutschen Grenzen. Wir als Linke sind überzeugt, dass Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und als einer der historisch größten Klimaverschmutzer eine besondere Verantwortung trägt", erklärt Charlotte Neuhäuser, Sprecherin für Globale Gerechtigkeit der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef. "Die Bundesregierung darf Kinder nicht weiter im Stich lassen, ganz gleich, ob in Deutschland oder jenseits der deutschen Grenzen. Wir als Linke sind überzeugt, dass Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und als einer der historisch größten Klimaverschmutzer eine besondere Verantwortung trägt", erklärt Charlotte Neuhäuser, Sprecherin für Globale Gerechtigkeit der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef. Neuhäuser weiter:

"Die Klimakrise ist Realität. Über eine Milliarde Kinder rund um den Globus sind direkt betroffen: von Dürren und massiven Hitzewellen, vor allem in Ländern des Globalen Südens. Die Bundesregierung aber lässt das völlig kalt: Sie verschleppt den Abschied von Gas, Öl und Verbrennungsmotor. Sie treibt die klimaschädliche Aufrüstung voran wie nie zuvor. Sie kürzt das Geld für Frauen, Kinder und Jugendliche in Afrika, Asien und Lateinamerika in historischem Ausmaß. Wir fordern die Rücknahme der Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit und jährliche Gelder in Höhe von mindestens 0,7 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung. Die internationale Klimafinanzierung für Energiewende und Anpassung an die Klimawandelfolgen im Globalen Süden muss endlich wie zugesagt fließen. Für Familien, deren Lebensgrundlagen durch die Klimakrise zerstört wurden, braucht es Klima-Visa."

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news-63532 Tue, 16 Jun 2026 12:57:30 +0200 Konsumcannabisgesetz: Keine Kriminalisierung von Konsument:innen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/konsumcannabisgesetz-zurueckzunehmen-waere-wissenschaftsfeindlich/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit Inneres Es ist erschütternd, mit welcher Hartnäckigkeit die Union an ihrer ideologischen Verblendung festhält und die Fakten ignoriert. Der Vorstoß, auf der Innenministerkonferenz die Rückabwicklung des Konsumcannabisgesetzes zu beschließen, ist schlicht und einfach wissenschaftsfeindlich. Die Forderungen nach einem öffentlichen Konsumverbot, einer Reduzierung der Besitzmengen und einer Begrenzung der Anbauvereinigungen ignorieren nicht nur völlig die bisherigen Evaluationsergebnisse, sie gefährden auch akut den Jugendschutz und die Gesundheit der Konsument:innen", erklärt Ates Gürpinar, drogenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Vorstoß der Innenministerkonferenz, die Rückabwicklung des Konsumcannabisgesetzes zu beschließen. „Es ist erschütternd, mit welcher Hartnäckigkeit die Union an ihrer ideologischen Verblendung festhält und die Fakten ignoriert. Der Vorstoß, auf der Innenministerkonferenz die Rückabwicklung des Konsumcannabisgesetzes zu beschließen, ist schlicht und einfach wissenschaftsfeindlich. Die Forderungen nach einem öffentlichen Konsumverbot, einer Reduzierung der Besitzmengen und einer Begrenzung der Anbauvereinigungen ignorieren nicht nur völlig die bisherigen Evaluationsergebnisse, sie gefährden auch akut den Jugendschutz und die Gesundheit der Konsument:innen", erklärt Ates Gürpinar, drogenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Vorstoß der Innenministerkonferenz, die Rückabwicklung des Konsumcannabisgesetzes zu beschließen. Gürpinar weiter:

"Wir fordern die vollständige Legalisierung von Cannabis und den Abbau der Hürden für Anbauvereinigungen. So stärken wir legale, nicht-kommerzielle Bezugswege und unterstützen Konsument:innen, statt sie zu kriminalisieren.“

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news-63533 Tue, 16 Jun 2026 11:51:02 +0200 Urlaubgeld: Bundesregierung muss endlich Tarifbindung erhöhen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/urlaubgeld-bundesregierung-muss-endlich-tarifbindung-erhoehen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Umfrage des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) zum Urlaubsgeld Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Umfrage des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) zum Urlaubsgeld:

„Für viel zu viele Familien stellt schon der Besuch im Freibad eine finanzielle Belastung dar, ein Urlaub jenseits von Balkonien ist seit Jahren schlicht nicht drin. Die Bundesregierung hat angesichts der multiplen Krisen aber weiterhin keine wirksamen Entlastungsangebote und plant auch nicht, in nächster Zeit tätig zu werden. Es ist ihr offenbar völlig egal, wie die Menschen über die Runden kommen - sie lässt sie auf ganzer Linie im Regen stehen.

Das Urlaubsgeld sorgt zumindest für eine Erleichterung. Es überrascht wenig, dass in tarifgebundenen Unternehmen anteilsmäßig mehr als doppelt so viele Beschäftigte von Urlaubsgeld profitieren als in Unternehmen ohne Tarifbindung. Umso schändlicher ist es, dass die Bundesregierung viel zu wenig tut, um die Tarifbindung zu erhöhen. Ein wichtiger erster Schritt wäre eine erleichterte Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen. Doch bisher wurde nicht einmal der nationale Aktionsplan zur Stärkung der Tarifbindung eingereicht, der der EU-Kommission bis Ende des Jahres 2025 vorzulegen war.“

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news-63518 Mon, 15 Jun 2026 14:50:42 +0200 Schluss mit dem Bildungs-Roulette https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/schluss-mit-dem-bildungs-roulette/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ausbildungsgerechtigkeit Alle zwei Jahre präsentiert uns die Bundesregierung einen Bildungsbericht, aber die Erkenntnis ist seit Jahrzehnten dieselbe: Wer arm geboren wird, bekommt kaum eine Chance auf gute Bildung. Wer hingegen wohlhabende Eltern hat, hat beste Aussichten auf Bildungserfolg. Wir brauchen keinen weiteren Bericht, der diese Ungerechtigkeit dokumentiert. Wir brauchen den politischen Willen, sie zu beenden", kommentiert Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Bildungsbericht 2026. "Alle zwei Jahre präsentiert uns die Bundesregierung einen Bildungsbericht, aber die Erkenntnis ist seit Jahrzehnten dieselbe: Wer arm geboren wird, bekommt kaum eine Chance auf gute Bildung. Wer hingegen wohlhabende Eltern hat, hat beste Aussichten auf Bildungserfolg. Wir brauchen keinen weiteren Bericht, der diese Ungerechtigkeit dokumentiert. Wir brauchen den politischen Willen, sie zu beenden", kommentiert Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Bildungsbericht 2026. Gohlke weiter:

Schluss mit dem Bildungs-Roulette, bei dem die Herkunft über die Zukunft entscheidet! Jedes Kind in diesem Land hat ein Grundrecht auf gute Bildung, gerechte Chancen und vergleichbare Standards im Bildungssystem - egal ob in der Villengegend oder im Plattenbau. Das ist keine Frage der Zuständigkeit. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Genau deswegen muss das Kooperationsverbot endlich fallen, damit Bildung als gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen angegangen werden kann."

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news-63513 Mon, 15 Jun 2026 13:40:24 +0200 Pflegereform: Warken will Kinder von pflegebedürftigen Eltern noch mehr belasten https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/pflegereform-warken-will-kinder-von-pflegebeduerftigen-eltern-noch-mehr-belasten/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Debatte um die mögliche Streichung der bestehenden Einkommensgrenze von 100.000 Euro in der Pflegereform von Gesundheitsministerin Nina Warken Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Debatte um die mögliche Streichung der bestehenden Einkommensgrenze von 100.000 Euro in der Pflegereform von Gesundheitsministerin Nina Warken:

"Die pflegepolitischen Zumutungen der Koalition nehmen kein Ende. Statt endlich Besserverdienende gerecht in die Pflegekassen einzahlen zu lassen, sollen Angehörige mit niedrigen und mittleren Einkommen für Pflegekosten ihrer Eltern aufkommen. Gesundheitsministerin Warken tut wirklich alles, um die Pflegeversicherung als soziale Errungenschaft in ihren Grundfesten zu erschüttern. Schon heute ist die Pflegebedürftigkeit im Alter eine der größten Ängste der Menschen in Deutschland. Mit den Plänen von Frau Warken gesellt sich die Pflegebedürftigkeit der Eltern hinzu. Gerade Menschen, die sich die Eigenbeteiligungen für die Eltern nicht leisten können, werden noch mehr gezwungen sein, selbst zu pflegen - mit den zusammengekürzten Leistungen der Pflegeversicherung, die ebenfalls auf der Agenda der Bundesregierung stehen. Eine gerechte Regelung kann letztlich nur die Bürger:innenversicherung als Vollversicherung sein, in die alle Menschen nach den eigenen finanziellen Möglichkeiten einzahlen und die alle pflegebedingten Kosten übernimmt. Bis dahin dürfen aber gering- und normalverdienende Kinder von pflegebedürftigen Eltern nicht noch mehr zur Kasse gebeten werden."

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