Pressemitteilungen der Fraktion Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Fraktion Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Wed, 02 Sep 2026 12:18:32 +0200 Wed, 02 Sep 2026 12:18:32 +0200 TYPO3 EXT:news news-63969 Wed, 02 Sep 2026 12:17:20 +0200 Benachteiligung der gesetzlich Pflegeversicherten beenden https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/benachteiligung-der-gesetzlich-pflegeversicherten-beenden/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit  „Es ist völlig absurd, die Gesellschaft bei der Pflege zu teilen und zwei getrennte Versicherungssysteme zu betreiben – zumal privat Pflegeversicherte seltener pflegebedürftig sind als gesetzlich Versicherte. Das hängt damit zusammen, wer sich privat versichern darf. Es sollte niemanden überraschen, dass dann das eine System notleidet und das andere gigantische Rücklagen aufbaut – bei sogar niedrigeren Beiträgen. Dieser Geburtsfehler der Pflegeversicherung ist wirklich niemandem zu vermitteln und muss endlich beendet werden“, erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag zu den Äußerungen von Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz.  „Es ist völlig absurd, die Gesellschaft bei der Pflege zu teilen und zwei getrennte Versicherungssysteme zu betreiben – zumal privat Pflegeversicherte seltener pflegebedürftig sind als gesetzlich Versicherte. Das hängt damit zusammen, wer sich privat versichern darf. Es sollte niemanden überraschen, dass dann das eine System notleidet und das andere gigantische Rücklagen aufbaut – bei sogar niedrigeren Beiträgen. Dieser Geburtsfehler der Pflegeversicherung ist wirklich niemandem zu vermitteln und muss endlich beendet werden“, erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag zu den Äußerungen von Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Pellmann weiter:

„Herr Brysch hat völlig recht, wenn er eine Integration der Privatversicherten in die Solidargemeinschaft der gesetzlich Versicherten fordert. Die Rücklagen in der privaten Pflegeversicherung sind nach den Zahlen der PKV sogar noch höher: Sie lagen bereits 2024 bei 57,39 Milliarden Euro und mittlerweile wohl schon deutlich über 60 Milliarden. Umso dringlicher und sinnvoller ist die Forderung, dieses ungerecht angehäufte Geld für die Beitragsstabilisierung aller Pflegeversicherten einzusetzen.

Natürlich wird die Lobby der privaten Krankenversicherung nun wieder schreien, dass das alles gegen die Verfassung verstoße. Das Bundesverfassungsgericht selbst hat aber in einem Urteil von 2001 bereits den Hinweis gegeben, dass die Zuordnung der Versicherten zu den beiden Versicherungssystemen nur 'unter dem Gesichtspunkt einer ausgewogenen Lastenverteilung' zulässig ist. Das Problem ist also nicht die verfassungsrechtliche Zulässigkeit, sondern der fehlende politische Wille der Koalition, endlich für eine ausgewogene Lastenverteilung zu sorgen.“

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news-63968 Wed, 02 Sep 2026 10:53:58 +0200 VW Vorstand plant Kahlschlag auf dem Rücken der Beschäftigten https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/vw-vorstand-plant-kahlschlag-auf-dem-ruecken-der-beschaeftigten/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie „Wenn sich diese Berichte bestätigen, plant der VW Vorstand einen beispiellosen industriellen Kahlschlag. Zwickau und Emden sollen 2031 ihre Fahrzeugproduktion verlieren, Hannover 2032 und Neckarsulm 2034. Ganze Standorte und Tausende Arbeitsplätze werden zur Disposition gestellt, während diejenigen, die die strategischen Fehler der vergangenen Jahre zu verantworten haben, weiter in den Vorstandsetagen sitzen“, erklärt Agnes Conrad, Sprecherin für Automobilindustrie und Handwerk der Fraktion Die Linke im Bundestag, angesichts von Medienberichten über geplante Produktionsstopps an mehreren deutschen VW Standorten. „Wenn sich diese Berichte bestätigen, plant der VW Vorstand einen beispiellosen industriellen Kahlschlag. Zwickau und Emden sollen 2031 ihre Fahrzeugproduktion verlieren, Hannover 2032 und Neckarsulm 2034. Ganze Standorte und Tausende Arbeitsplätze werden zur Disposition gestellt, während diejenigen, die die strategischen Fehler der vergangenen Jahre zu verantworten haben, weiter in den Vorstandsetagen sitzen“, erklärt Agnes Conrad, Sprecherin für Automobilindustrie und Handwerk der Fraktion Die Linke im Bundestag, angesichts von Medienberichten über geplante Produktionsstopps an mehreren deutschen VW Standorten. Conrad weiter:

„Besonders Zwickau und Emden stehen für die Transformation zur Elektromobilität. Milliarden wurden investiert, die Beschäftigten haben Umbau, Kostendruck und Stellenabbau mitgetragen und somit geliefert, das Management hingegen hat versagt. Die Krise bei Volkswagen ist nicht am Band entstanden. Sie ist das Ergebnis falscher Modellpolitik, verschlafener Entwicklungen und strategischer Fehlentscheidungen an der Konzernspitze. Es ist unerträglich, dass ausgerechnet die Beschäftigten jetzt für dieses Versagen bezahlen sollen.

Die Bundesregierung muss diesem Kahlschlag entgegentreten. Es reicht nicht, Gipfel abzuhalten, Sonntagsreden über den Industriestandort zu halten und anschließend zuzusehen, wie industrielle Substanz vernichtet wird. Wer öffentliche Milliarden kassiert, kann nicht gleichzeitig Werke abwickeln und Arbeitsplätze streichen. Ohne verbindliche Garantien für Beschäftigung, Standorte und Wertschöpfung darf es keinen weiteren Euro staatlicher Unterstützung geben. Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm brauchen keine Abwicklung auf Raten. Sie brauchen Produkte, Investitionen und eine Zukunft. Der VW Vorstand muss seine Pläne zurücknehmen. Und die Bundesregierung muss endlich klarmachen, auf wessen Seite sie steht: auf der Seite der Beschäftigten oder auf der Seite eines Managements, das seine eigenen Fehler auf die Belegschaften abwälzt.“

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news-63965 Tue, 01 Sep 2026 13:58:24 +0200 Einkommensteuerreform: Viel versprochen, wenig Effekt https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/einkommensteuerreform-viel-versprochen-wenig-effekt/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen Haushalt Gute Arbeit "Die Einkommensteuerreform, die der große Wurf für kleine und mittlere Einkommen werden sollte, ist eine Placebo-Reform. Ihre Entlastungswirkung hält nicht einmal mit der Preisentwicklung Schritt. Dass das Gesetz erst 2028 voll zum Tragen kommt, bremst die bescheidenen Anpassungen noch ab: Man lässt sich Zeit, die Krisenbetroffene unter Kostendruck nicht mehr haben. Die Entlastungswirkung 2028 liegt gegenüber 2026 bei allen betrachteten Einkommensgruppen unter zwei Prozent des zu versteuernden Einkommens. Wer so ein Ergebnis als zentrales Entlastungsprojekt verkauft, macht sich und den Menschen etwas vor", erklärt Doris Achelwilm, Sprecherin der Fraktion Die Linke für Steuerpolitik und Obfrau im Finanzausschuss, zur Einkommensteuerreform der Bundesregierung. "Die Einkommensteuerreform, die der große Wurf für kleine und mittlere Einkommen werden sollte, ist eine Placebo-Reform. Ihre Entlastungswirkung hält nicht einmal mit der Preisentwicklung Schritt. Dass das Gesetz erst 2028 voll zum Tragen kommt, bremst die bescheidenen Anpassungen noch ab: Man lässt sich Zeit, die Krisenbetroffene unter Kostendruck nicht mehr haben. Die Entlastungswirkung 2028 liegt gegenüber 2026 bei allen betrachteten Einkommensgruppen unter zwei Prozent des zu versteuernden Einkommens. Wer so ein Ergebnis als zentrales Entlastungsprojekt verkauft, macht sich und den Menschen etwas vor", erklärt Doris Achelwilm, Sprecherin der Fraktion Die Linke für Steuerpolitik und Obfrau im Finanzausschuss, zur Einkommensteuerreform der Bundesregierung. Achelwilm weiter:

"Wer maximale Vermögen selbst in diesen Zeiten schont und für kleine und mittlere Einkommen nicht einmal eine Atempause schafft, bekommt dafür die Quittung. Es ist an der Zeit für ein Gegenprogramm, das mit dem ungerechten Grundmuster 'Entlastungen nach oben, Belastungen nach unten' bricht. Wir als Linke haben bereits vor dem Sommer ein Einkommensteuer-Konzept vorgelegt, das 95 Prozent der Steuerpflichtigen um insgesamt 30 Milliarden Euro entlastet - vollständig gegenfinanziert durch eine höhere Belastung von Spitzeneinkommen und die gerechte Besteuerung von Kapitalerträgen. Eine wirkliche Entlastung, die bei den kleinsten Einkommen am stärksten ansetzt, ist nötig und möglich."

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news-63963 Tue, 01 Sep 2026 11:25:03 +0200 Mietenreport muss ein Weckruf für die Bundesregierung sein https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/mietenreport-muss-ein-weckruf-fuer-die-bundesregierung-sein/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Mietenreport des Deutschen Mieterbunds Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Mietenreport des Deutschen Mieterbunds:

"Der Mietenreport muss endlich ein Weckruf für die tatenlose Bundesregierung sein. Die stetig steigenden Wohnkosten und die Angst, die eigene Mietwohnung zu verlieren oder gar nicht erst eine zu finden, belasten breite Kreise der Bevölkerung finanziell und psychisch immer mehr. Es braucht dringend einen bundesweiten Mietendeckel und ein öffentliches Investitionsprogramm für die massive Schaffung gemeinnütziger und genossenschaftlicher Wohnungen. Nur so kann Wohnen wieder bezahlbar und sicher werden. Die Mieten- und Wohnungskrise muss endlich an der Wurzel angepackt werden."

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news-63962 Tue, 01 Sep 2026 10:03:51 +0200 Save the Children Umfrage: Kinder dürfen kein Armutsrisiko sein https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/save-the-children-umfrage-kinder-duerfen-kein-armutsrisiko-sein/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Familie, Senioren, Frauen und Jugend Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Umfrage von Save the Children zu Kinderarmut in Deutschland Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Umfrage von Save the Children zu Kinderarmut in Deutschland:

"Die Belastungen für Familien werden tagtäglich größer. Immer mehr Menschen wissen nicht mehr weiter und haben auch kein Vertrauen, dass sich mit dieser Regierung absehbar etwas für sie verbessert. Das scheint die Bundesregierung aber nicht zu stören. Sie kürzt beim Unterhaltsvorschuss, beim Wohngeld, beim Elterngeld - der Kindersofortzuschlag wird sogar komplett gestrichen. Genau diese Maßnahmen entscheiden im Zweifel aber darüber, ob sich eine Familie am Ende des Monats noch warme Mahlzeiten leisten kann oder ob der Vereinsbeitrag für das Kind noch im Budget ist. Statt sich darum zu kümmern, das Leben für alle bezahlbar zu machen, beschwert sich der Kanzler über die schlechte Stimmung in der Bevölkerung, als hätten seine Entscheidungen nichts damit zu tun. Es kann nicht sein, dass Kinder ein Armutsrisiko darstellen. Es braucht endlich eine Regierung, die Kinderarmut entschieden bekämpft. Die sinnvollste Maßnahme dafür wäre eine echte Kindergrundsicherung, damit Kinder und Jugendliche das bekommen, was sie zum Leben brauchen."

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news-63961 Mon, 31 Aug 2026 15:14:06 +0200 Inflation: Gewinnmargendeckel für Mineralölkonzerne https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/inflation-gewinnmargendeckel-fuer-mineraloelkonzerne/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen Wirtschaft und Technologie "Die wirksamste kurzfristige Maßnahme gegen die Inflation wäre ein Gewinnmargendeckel für die Mineralölkonzerne, denn die Energiekosten sind der Haupttreiber der Inflation. Die Verbraucherinnen und Verbraucher werden seit Monaten an der Tankstelle abgezockt, denn der Sprit ist viel teurer geworden, als es die gestiegenen Ölpreise rechtfertigen. Damit verdienen sich die Ölkonzerne seit Monaten eine goldene Nase", erklärt Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den aktuellen Inflationszahlen von 2,9 Prozent für August 2026. "Die wirksamste kurzfristige Maßnahme gegen die Inflation wäre ein Gewinnmargendeckel für die Mineralölkonzerne, denn die Energiekosten sind der Haupttreiber der Inflation. Die Verbraucherinnen und Verbraucher werden seit Monaten an der Tankstelle abgezockt, denn der Sprit ist viel teurer geworden, als es die gestiegenen Ölpreise rechtfertigen. Damit verdienen sich die Ölkonzerne seit Monaten eine goldene Nase", erklärt Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den aktuellen Inflationszahlen von 2,9 Prozent für August 2026. Wissler weiter:

"Die Bundesregierung muss die Gewinnmargen der Raffinerien nach dem Vorbild anderer EU-Länder auf das Niveau vor Beginn des US-Iran-Krieges begrenzen, dann könnten Diesel und Benzin sofort spürbar billiger werden."

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news-63959 Mon, 31 Aug 2026 12:13:36 +0200 Bund muss der Pflegeversicherung Geld zuschießen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bund-muss-der-pflegeversicherung-geld-zuschiessen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit „Die Konsequenz des jahrelangen Nichtstuns zeigt sich deutlich: Der Bund wird jetzt der Pflegeversicherung dringend Geld zuschießen müssen. Da führt kein Weg mehr dran vorbei, denn ab Oktober wird die Pflegeversicherung sonst zahlungsunfähig“, erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Warnung des Vorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, zur Pflegeversicherung. „Die Konsequenz des jahrelangen Nichtstuns zeigt sich deutlich: Der Bund wird jetzt der Pflegeversicherung dringend Geld zuschießen müssen. Da führt kein Weg mehr dran vorbei, denn ab Oktober wird die Pflegeversicherung sonst zahlungsunfähig“, erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Warnung des Vorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, zur Pflegeversicherung. Pellmann weiter:

„Es bleibt nun keine Zeit mehr, das mit der angekündigten Pflegereform zu machen. Denn an diesem Kettensägen-Kürzungspaket gibt es zurecht massive Kritik, bei den Ländern und auch in der Koalition. Es wäre daher politisch unverantwortlich, die dringend notwendige Finanzspritze mit der Pflegereform und all ihren unsozialen Kürzungen zu verknüpfen und damit eine Zustimmung zu erpressen.

Davon abgesehen wäre der Bund moralisch in der Pflicht, der Pflegeversicherung endlich die 5,2 Milliarden Euro Corona-Schulden zu bezahlen und außerdem die Rentenbeiträge in Höhe von 5,3 Milliarden Euro pro Jahr. Dann wäre die Finanzlage nach Angaben des Spitzenverbandes bis Ende 2027 stabilisiert. In dieser Zeit könnte der neue Gesundheitsminister eine echte Reform sowohl im Sinne der Pflegebedürftigen als auch der Beitragszahlenden auf den Weg bringen. Die notwendigen Ausgaben müssen endlich auf breitere Schultern verteilt und auch Gutverdienende und Privatversicherte wie der Rest der Gesellschaft in die Solidarität miteinbezogen werden. Dass Linnemann eine solche echte Reform umsetzen möchte, ist stark zu bezweifeln."

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news-63956 Fri, 28 Aug 2026 11:42:43 +0200 Vorstoß zu Kohlekraftwerken ist ein Offenbarungseid https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/vorstoss-zu-kohlekraftwerken-ist-ein-offenbarungseid/ Pressemitteilung 21. Legislatur Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Wirtschaft und Technologie "Bereits seit Februar 2026 wurde vor den zu niedrigen Füllständen der Gasspeicher gewarnt. Die Bundesregierung und insbesondere die zuständige Ministerin Reiche hatten ausreichend Zeit, tätig zu werden. Gebetsmühlenartig wurde auf die Gesetze des Marktes geschworen, die - oh Wunder, angesichts der krisenhaften Lage auf den internationalen Märkten - nun doch keine ausreichende Befüllung zustande gebracht haben. Der Vorstoß von Sepp Müller, jetzt ausgerechnet auf Kohlekraftwerke zurückgreifen zu wollen, ist ein energie- und klimapolitischer Offenbarungseid und muss entschieden zurückgewiesen werden", erklärt Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Diskussionen um den Umgang mit niedrigen Füllständen der Gasspeicher und dem Vorstoß von Sepp Müller, auf Kohlekraftwerke zurückgreifen zu wollen. "Bereits seit Februar 2026 wurde vor den zu niedrigen Füllständen der Gasspeicher gewarnt. Die Bundesregierung und insbesondere die zuständige Ministerin Reiche hatten ausreichend Zeit, tätig zu werden. Gebetsmühlenartig wurde auf die Gesetze des Marktes geschworen, die - oh Wunder, angesichts der krisenhaften Lage auf den internationalen Märkten - nun doch keine ausreichende Befüllung zustande gebracht haben.

Der Vorstoß von Sepp Müller, jetzt ausgerechnet auf Kohlekraftwerke zurückgreifen zu wollen, ist ein energie- und klimapolitischer Offenbarungseid und muss entschieden zurückgewiesen werden", erklärt Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Diskussionen um den Umgang mit niedrigen Füllständen der Gasspeicher und dem Vorstoß von Sepp Müller, auf Kohlekraftwerke zurückgreifen zu wollen. Cezanne weiter:

"Zum einen wird das eingelagerte Gas vor allem benötigt, um im Winter die Versorgung mit Wärme zu sichern. Die Mengen, die in Gaskraftwerken benötigt werden, sind im Verhältnis dazu gering. Zum anderen ist die Abhängigkeit von fossilen Energien gerade der Grund für die Misere, in der wir uns befinden. Es sind die Erneuerbaren Energien, die derzeit die Preise stabilisieren. Es braucht daher einen Turbo für erneuerbaren Strom, Batteriespeicher und Flexibilität. Stattdessen praktiziert die Bundesregierung den realen Irrsinn und legt aktuell genau hier die Axt an. Die Zeche zahlen am Ende die Verbraucher und Verbraucherinnen und nicht zuletzt auch die deutsche Industrie, die gleichermaßen auf bezahlbare Energiekosten angewiesen ist."

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news-63949 Fri, 28 Aug 2026 11:07:41 +0200 Arbeitslosenzahlen sind Warnsignal an Bundesregierung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/arbeitslosenzahlen-sind-warnsignal-an-bundesregierung/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales "Der erneute Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist ein weiteres Warnsignal, dass die Bundesregierung nicht einfach achselzuckend übergehen darf. Angesichts der unsicheren weltpolitischen Lage braucht es dringend einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel, der auf eine Stärkung der Binnennachfrage setzt, statt die fragile wirtschaftliche Entwicklung durch das Propagieren von Lohnzurückhaltung und Sozialabbau weiter abzuwürgen", erklärt Pascal Meiser, arbeitspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum aktuellen Arbeitsmarktbericht. "Der erneute Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist ein weiteres Warnsignal, dass die Bundesregierung nicht einfach achselzuckend übergehen darf. Angesichts der unsicheren weltpolitischen Lage braucht es dringend einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel, der auf eine Stärkung der Binnennachfrage setzt, statt die fragile wirtschaftliche Entwicklung durch das Propagieren von Lohnzurückhaltung und Sozialabbau weiter abzuwürgen", erklärt Pascal Meiser, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum aktuellen Arbeitsmarktbericht. Meiser weiter:

"Angesichts der zunehmenden Verunsicherung in der Gesellschaft ist es höchste Zeit, dass sich auch Bundeskanzler Merz und Finanzminister Klingbeil zu einer verlässlich ausfinanzierten und krisenfesten Arbeitslosenversicherung bekennen. Dazu gehört auch, Überlegungen von Wirtschaftslobbyisten und in der Union zu drastischen Kürzungen bei den Leistungen der Arbeitslosenversicherung eine unmissverständliche Absage zu erteilen und dafür zu sorgen, dass das dramatisch steigende Defizit der Bundesagentur für Arbeit endlich mit einem Zuschuss ausgeglichen wird.

Einschränkungen bei der Betreuung der Arbeitslosen, der Arbeitsvermittlung oder gar bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik wären in der jetzigen Krise auf jeden Fall fatal. Diejenigen, die jahrelang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben und jetzt unverschuldet ihren Job verlieren, erwarten zu Recht, dass sie sich auch auf einen verlässlichen Krisenschutzschirm verlassen können."

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news-63957 Thu, 27 Aug 2026 13:20:00 +0200 Es ist Zeit, die Mietenkrise zu beenden https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/es-ist-zeit-die-mietenkrise-zu-beenden/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Heute wurde in der Bundespressekonferenz ein Rechtsgutachten vorgestellt, das die Verfassungskonformität des von der Linken im Bundestag beantragten bundesweiten Mietendeckels bestätigt. Heute wurde in der Bundespressekonferenz ein Rechtsgutachten von Gutachten von Prof. Dr. Thorsten Kingreen von der Universität Regensburg vorgestellt, das die Verfassungskonformität des von der Linken im Bundestag beantragten bundesweiten Mietendeckels bestätigt. Dazu erklärt Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Fraktion:

„Überhöhte Mieten sind kein Naturgesetz, sondern die Folge von Profitgier und Politikversagen. Mit unserem Mietendeckel-Konzept zeigen wir, dass Mieter:innen vor der Mietpreisexplosion geschützt werden können und die Mietenkrise – mit dem entsprechenden politischen Willen – überwindbar ist. Prof. Kingreen weist in seinem Gutachten nach, dass ein bundesweiter Mietendeckel, der zunächst die Mieten einfriert und später bundesweit Obergrenzen festsetzt, auf dem Boden des Grundgesetzes eingeführt werden kann. Auch die Absenkung überhöhter Mieten ist möglich und machbar. Wohnungen sind keine Renditeobjekte, sondern gehören zur Daseinsvorsorge. Als Linke fordern wir deshalb die Regierungskoalition auf: Stimmen Sie unserem Mietendeckel-Antrag zu. Beenden Sie jetzt die deutschlandweite Mietenkrise.“


Alle Informationen zum Gutachten und dem Antrag "Bundesweiter Mietendeckel jetzt" (Drs. 21/7688): Link

 

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news-63944 Wed, 26 Aug 2026 15:39:44 +0200 Wärmenetzpaket: Es droht Abzocke von Mieterinnen und Mietern https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/waermenetzpaket-es-droht-abzocke-von-mieterinnen-und-mietern/ Pressemitteilung 21. Legislatur Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Arbeit und Soziales Wohnen „Das neue Wärmenetzpaket ist ein fahrlässiger Freifahrtschein für Wärmenetzbetreiber. Zwar gibt es einzelne Zugeständnisse, doch öffnet das Paket die Tür dafür, Investitionskosten direkt an Verbraucherinnen und Verbraucher weiterzureichen. Gerade bei profitorientierten Anbietern droht dies zur Abzocke von Mieterinnen und Mietern zu werden. Vor der grundlegenden Problematik werden auch weiterhin völlig die Augen verschlossen: Fernwärme und Wärmecontracting sollen weiterhin gleichbehandelt werden", erklärt Violetta Bock, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Wärmepolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum beschlossenen Wärmenetzpaket des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. „Das neue Wärmenetzpaket ist ein fahrlässiger Freifahrtschein für Wärmenetzbetreiber. Zwar gibt es einzelne Zugeständnisse, doch öffnet das Paket die Tür dafür, Investitionskosten direkt an Verbraucherinnen und Verbraucher weiterzureichen. Gerade bei profitorientierten Anbietern droht dies zur Abzocke von Mieterinnen und Mietern zu werden. Vor der grundlegenden Problematik werden auch weiterhin völlig die Augen verschlossen: Fernwärme und Wärmecontracting sollen weiterhin gleichbehandelt werden", erklärt Violetta Bock, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Wärmepolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum beschlossenen Wärmenetzpaket des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Bock weiter: 

"Dabei leiden Verbraucher:innen seit Jahren an hohen Preissprüngen beim Wärmecontracting. Das Paket verpasst es, die wirklichen Problemen zu beheben. Durch die gekappte Wärmepumpenförderung in Wärmenetzgebieten werden aber wirkliche Alternativen verhindert. Das zeigt: Wir brauchen endlich einen verbindlichen Wärmepreisdeckel für Wärmenetze."

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news-63943 Wed, 26 Aug 2026 14:26:43 +0200 Wohnungsnot im Alter ist ein sozialpolitischer Skandal https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/wohnungsnot-im-alter-ist-ein-sozialpolitischer-skandal/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Wohnen Rente "Es ist ein gesellschaftliches Armutszeugnis und die direkte Folge einer verfehlten Wohnungs- und Rentenpolitik, dass die Wohnungsnot im Alter steigt. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, darf im Alter nicht vor die Tür gesetzt werden. Wohnen ist ein Menschenrecht - auch für Senior:innen", erklärt Sahra Mirow, Sprecherin für soziales Wohnen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum aktuellen Statistikbericht der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W), wonach ältere Menschen zunehmend auf Hilfen in Wohnungsnotfällen angewiesen sind. "Es ist ein gesellschaftliches Armutszeugnis und die direkte Folge einer verfehlten Wohnungs- und Rentenpolitik, dass die Wohnungsnot im Alter steigt. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, darf im Alter nicht vor die Tür gesetzt werden. Wohnen ist ein Menschenrecht - auch für Senior:innen", erklärt Sahra Mirow, Sprecherin für soziales Wohnen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum aktuellen Statistikbericht der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W), wonach ältere Menschen zunehmend auf Hilfen in Wohnungsnotfällen angewiesen sind. Mirow weiter:

"Dass die Koalition vor diesem Hintergrund nun auch noch den Rotstift beim Wohngeld ansetzt und drastische Kürzungen plant, ist ein sozialpolitisches Totalversagen. Für Hunderttausende Senior:innen ist das Wohngeld die letzte Rettung gegen die Zwangsräumung. Diese wichtige Unterstützung zusammenzustreichen bedeutet, ältere Menschen in den Ruin und die Obdachlosigkeit zu drängen. Um diese Entwicklung zu stoppen, braucht es endlich einen bundesweiten Mietendeckel. Das würde die Mietkosten für alle Haushalte senken und dadurch auch die Kosten für das Wohngeld."

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news-63937 Tue, 25 Aug 2026 14:13:32 +0200 Eine solidarische Pflegeversicherung für alle https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/eine-solidarische-pflegeversicherung-fuer-alle/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit "Die Idee eines Finanzausgleichs zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung geht in die richtige Richtung. Aber statt die Schieflage zwischen beiden Systemen punktuell auszugleichen, sollten wir sie grundsätzlich beheben. Es kann auf Dauer nicht funktionieren, dass Menschen mit tendenziell höheren Einkommen und geringerem Pflegebedarf in einem eigenen System versichert sind, während die soziale Pflegeversicherung einen deutlich größeren Teil der Last trägt. Wir brauchen deshalb eine solidarische Pflegeversicherung, in die alle einzahlen – auch diejenigen, die heute privat versichert sind", erklärt Evelyn Schötz, Sprecherin für Pflege der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Finanzierungslücke der Pflegeversicherung und zum Vorschlag eines Finanzausgleichs zwischen sozialer und privater Versicherung. "Die Idee eines Finanzausgleichs zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung geht in die richtige Richtung. Aber statt die Schieflage zwischen beiden Systemen punktuell auszugleichen, sollten wir sie grundsätzlich beheben. Es kann auf Dauer nicht funktionieren, dass Menschen mit tendenziell höheren Einkommen und geringerem Pflegebedarf in einem eigenen System versichert sind, während die soziale Pflegeversicherung einen deutlich größeren Teil der Last trägt. Wir brauchen deshalb eine solidarische Pflegeversicherung, in die alle einzahlen – auch diejenigen, die heute privat versichert sind", erklärt Evelyn Schötz, Sprecherin für Pflege der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Finanzierungslücke der Pflegeversicherung und zum Vorschlag eines Finanzausgleichs zwischen sozialer und privater Versicherung. Schötz weiter:

"Entscheidend ist dabei nicht nur, wie hoch der Beitragssatz ist, sondern auch, welche Einnahmen überhaupt für die Beitragsberechnung herangezogen werden. Löhne und Gehälter werden heute nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt. Ob darüber hinaus zum Beispiel Kapitalerträge oder Mieteinnahmen beitragspflichtig sind, hängt vom jeweiligen Versicherungsstatus ab. Solidarität heißt für uns als Linke: Alle zahlen nach ihrer tatsächlichen Leistungsfähigkeit ein – unabhängig davon, ob ihr Einkommen aus Arbeit, Kapital oder Vermietung stammt. Und alle können sich im Pflegefall auf die gleiche Absicherung verlassen."

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news-63935 Tue, 25 Aug 2026 13:29:36 +0200 Regierungsklausur: nur Unternehmensvertreter, keine Gewerkschaften oder Sozialverbände https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/regierungsklausur-nur-unternehmensvertreter-keine-gewerkschaften-oder-sozialverbaende/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie "Die Bundesregierung lädt wieder nur Unternehmensvertreter ein, keine Gewerkschaften oder Sozialverbände. Die Interessen der Großkonzerne sind offenbar die einzigen, die für BlackRock-Merz von Bedeutung sind. Die Wünsche der Wirtschaftsverbände – Löhne drücken, Arbeitszeiten weiter flexibilisieren, weniger Sozialbeiträge für Arbeitgeber – werden unhinterfragt und ohne Rücksicht auf Verluste umgesetzt. Die Rechnung für die vielfach kurzsichtige, profitorientierte Unternehmens-, Wirtschafts- und Energiepolitik sollen aber wir alle tragen, insbesondere die Beschäftigten – während sich die Konzernbosse aus der Verantwortung stehlen können", erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Klausurtagung der Bundesregierung. "Die Bundesregierung lädt wieder nur Unternehmensvertreter ein, keine Gewerkschaften oder Sozialverbände. Die Interessen der Großkonzerne sind offenbar die einzigen, die für BlackRock-Merz von Bedeutung sind. Die Wünsche der Wirtschaftsverbände – Löhne drücken, Arbeitszeiten weiter flexibilisieren, weniger Sozialbeiträge für Arbeitgeber – werden unhinterfragt und ohne Rücksicht auf Verluste umgesetzt. Die Rechnung für die vielfach kurzsichtige, profitorientierte Unternehmens-, Wirtschafts- und Energiepolitik sollen aber wir alle tragen, insbesondere die Beschäftigten – während sich die Konzernbosse aus der Verantwortung stehlen können", erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Klausurtagung der Bundesregierung. Pellmann weiter:

"Die Bundesregierung muss endlich anfangen, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in den Fokus zu stellen und eine nachhaltige Industriepolitik fördern, die für gute Beschäftigungsverhältnisse und die notwendige Klimaanpassung sorgt. Dann könnte vielleicht auch der Sinkflug ihrer Zustimmungswerte gebremst werden."

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news-63934 Tue, 25 Aug 2026 12:09:37 +0200 Türkei muss Osman Kavala freilassen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/tuerkei-muss-osman-kavala-freilassen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges „Das Urteil ist ein wichtiges und positives Signal. Das Gericht stellt erneut klar, dass die Türkei Osman Kavala endlich freilassen muss. Seit fast neun Jahren sitzt er unrechtmäßig in türkischer Haft, obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bereits 2019 seine Freilassung gefordert hat. Seine Inhaftierung ist rechtswidrig und politisch motiviert. Ein Grund zur Freude kann das Urteil erst sein, wenn er die Haftanstalt tatsächlich verlassen kann", erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte im Fall Osman Kavala.  „Das Urteil ist ein wichtiges und positives Signal. Das Gericht stellt erneut klar, dass die Türkei Osman Kavala endlich freilassen muss. Seit fast neun Jahren sitzt er unrechtmäßig in türkischer Haft, obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bereits 2019 seine Freilassung gefordert hat. Seine Inhaftierung ist rechtswidrig und politisch motiviert. Ein Grund zur Freude kann das Urteil erst sein, wenn er die Haftanstalt tatsächlich verlassen kann", erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte im Fall Osman Kavala. Özdemir weiter:

"Osman Kavala ist kein Einzelfall. Seine jahrelange Inhaftierung steht beispielhaft für die politische Repression in der Türkei: Ein unbequemer Menschenrechtsaktivist und Vertreter der Zivilgesellschaft wurde zum Schweigen gebracht, weil er der Regierung politisch nicht genehm ist. Mit der Freilassung Kavalas allein ist es deshalb nicht getan. Noch immer sitzen Tausende Menschen aus politischen Gründen in Haft. Auch sie müssen freikommen. Die Unterdrückung politischer Widersacher:innen muss ein Ende haben. Die Türkei muss den Weg zu Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und einem echten politischen Dialog finden.“

 

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