Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Tue, 02 Jun 2026 15:15:13 +0200 Tue, 02 Jun 2026 15:15:13 +0200 TYPO3 EXT:news news-63416 Tue, 02 Jun 2026 15:11:52 +0200 Bad Saarow: Merz-Regierung ohne Strategie für den Osten https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bad-saarow-merz-regierung-ohne-strategie-fuer-den-osten/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie "Merz lobt die Innovationskraft Ostdeutschlands, verschweigt aber die Realität vieler Beschäftigter: niedrigere Löhne, zahlreiche Betriebsschließungen und den Verlust von Industriearbeitsplätzen. Dass der Kanzler unter 'Bezahlbarkeit' vor allem die Kosten für Unternehmen versteht, zeigt, wie weit er von der Lebensrealität der Menschen entfernt ist. Die Beschäftigten der Bosch-Siemens-Hausgeräte-Fabrik in Nauen haben jahrelang ohne Tarifvertrag und Zuschläge gearbeitet, trotzdem haben sie, wie viele andere, den Kampf um ihre Arbeitsplätze verloren – obwohl ihre Fabrik profitabel arbeitet", erklärt Mandy Eißing, Sprecherin der Arbeitsgruppe Ostdeutschland der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow. "Merz lobt die Innovationskraft Ostdeutschlands, verschweigt aber die Realität vieler Beschäftigter: niedrigere Löhne, zahlreiche Betriebsschließungen und den Verlust von Industriearbeitsplätzen. Dass der Kanzler unter 'Bezahlbarkeit' vor allem die Kosten für Unternehmen versteht, zeigt, wie weit er von der Lebensrealität der Menschen entfernt ist. Die Beschäftigten der Bosch-Siemens-Hausgeräte-Fabrik in Nauen haben jahrelang ohne Tarifvertrag und Zuschläge gearbeitet, trotzdem haben sie, wie viele andere, den Kampf um ihre Arbeitsplätze verloren – obwohl ihre Fabrik profitabel arbeitet", erklärt Mandy Eißing, Sprecherin der Arbeitsgruppe Ostdeutschland der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow. Eißing weiter:

"Die Regierung kann keine Strategie für Standortsicherheit und faire Arbeitsbedingungen im Osten vorweisen, geschweige denn einen Plan zur ostdeutschen Nachwuchsförderung. Während sich Merz nur mit den Unternehmensbossen unterhält, wird beim parallel stattfindenden Chemiegipfel der Linksfraktion in Leuna heute deutlich: Die besten Ideen für sichere Industriestandorte kommen von den Beschäftigten und Betriebsräten selbst. Statt Konzerninteressen und kurzfristige Renditeziele in den Vordergrund zu stellen, braucht es mehr Mitbestimmung, verbindliche Standortgarantien und gezielte Investitionen in eigenständige Standorte, statt neue verlängerte Werkbänke in Ostdeutschland."

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news-63412 Tue, 02 Jun 2026 12:11:31 +0200 EU will ausreisepflichtige Menschen in Angst und Schrecken versetzen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/eu-will-ausreisepflichtige-menschen-in-angst-und-schrecken-versetzen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres Europäische Union „Auf europäischer Ebene schreitet die systematische Entrechtung Geflüchteter in erschreckendem Tempo voran. Maßnahmen, die noch vor einigen Jahren unvorstellbar waren, sollen nun Realität werden: so wie jetzt die geplanten Abschiebelager in Drittstaaten. Menschen ohne Aufenthaltsrecht droht künftig die willkürliche Abschiebung in ein Land, zu dem sie keinerlei Bezüge haben. Was damit bezweckt wird, ist klar: Es geht darum, Härte zu demonstrieren und unter Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus Angst und Schrecken zu verbreiten“, kritisiert Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Einigung des Europaparlaments und des Rats zur Rückführungsverordnung. „Auf europäischer Ebene schreitet die systematische Entrechtung Geflüchteter in erschreckendem Tempo voran. Maßnahmen, die noch vor einigen Jahren unvorstellbar waren, sollen nun Realität werden: so wie jetzt die geplanten Abschiebelager in Drittstaaten. Menschen ohne Aufenthaltsrecht droht künftig die willkürliche Abschiebung in ein Land, zu dem sie keinerlei Bezüge haben. Was damit bezweckt wird, ist klar: Es geht darum, Härte zu demonstrieren und unter Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus Angst und Schrecken zu verbreiten“, kritisiert Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Einigung des Europaparlaments und des Rats zur Rückführungsverordnung. Bünger weiter:

„Die neue Rückführungsverordnung enthält noch viele weitere Grausamkeiten. Sie weitet beispielsweise Haftgründe aus, sodass eine systematische Inhaftierung von Ausreisepflichtigen droht, und sie kriminalisiert die ,Nicht-Mitwirkung‘ an der eigenen Abschiebung.

Menschen ohne Aufenthaltsrecht werden mit der neuen Rückführungsverordnung zu rechtlosen Spielbällen der Behörden degradiert. Hier wird ausgetestet, wie weit sich rechtsstaatliche Grundsätze aushöhlen lassen. Erst trifft es Menschen mit geringer Beschwerdemacht wie Ausreisepflichtige, später droht die Ausweitung auf weitere Gruppen. Damit stehen die Grundrechte aller auf dem Spiel – dagegen werden wir uns entschieden wehren.“

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news-63410 Mon, 01 Jun 2026 15:15:43 +0200 Steigenden Klagezahlen vor den Sozialgerichten sind ein Warnsignal https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/steigenden-klagezahlen-vor-den-sozialgerichten-sind-ein-warnsignal/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales zur Meldung, dass die Sozialgerichte eine deutliche Zunahme von Verfahren verzeichnen: Cansın Köktürk, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Meldung, dass die Sozialgerichte eine deutliche Zunahme von Verfahren verzeichnen:

„Wenn soziale Rechte eingeschränkt werden und die Existenzsicherung unter Druck gerät, ist es nur folgerichtig, dass mehr Menschen den Rechtsweg suchen. Die steigenden Klagezahlen vor den Sozialgerichten sind deshalb kein Zufall, sondern ein Warnsignal. Mit der geplanten neuen Grundsicherung dürfte sich diese Entwicklung weiter verschärfen.

Es darf jedoch nicht Aufgabe der Betroffenen sein, ihre existenzielle Absicherung vor Gericht verteidigen zu müssen. Statt Menschen durch rechtlich umstrittene Verschärfungen in langwierige Rechtsstreitigkeiten zu drängen, sollte die Politik soziale Probleme lösen. Wenn soziale Rechte zunehmend eingeklagt werden müssen, ist das nicht Ausdruck eines funktionierenden Sozialstaats, sondern ein politisches Warnsignal für eine Politik, die Sicherheit verspricht, aber Unsicherheit schafft.“

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news-63409 Sun, 31 May 2026 14:12:15 +0200 BAföG-Absage: Dorothee Bär verhöhnt die Lebensrealität von hunderttausenden Studierenden https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bafoeg-absage-dorothee-baer-verhoehnt-die-lebensrealitaet-von-hunderttausenden-studierenden/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung „Die Aussagen von Bundesministerin Dorothee Bär sind an sozialpolitischer Ignoranz und Zynismus kaum zu überbieten. Ein verlässliches BAföG, das vor Armut schützt, als 'Vollkaskostudium' zu diffamieren, verhöhnt die Lebensrealität von hunderttausenden Studierenden, die schon heute nicht mehr wissen, wie sie Miete und Lebensmittel bezahlen sollen", erklärt Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Bildung und Wissenschaft der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Dorothee Bärs Aussagen zum BAföG. „Die Aussagen von Bundesministerin Dorothee Bär sind an sozialpolitischer Ignoranz und Zynismus kaum zu überbieten. Ein verlässliches BAföG, das vor Armut schützt, als 'Vollkaskostudium' zu diffamieren, verhöhnt die Lebensrealität von hunderttausenden Studierenden, die schon heute nicht mehr wissen, wie sie Miete und Lebensmittel bezahlen sollen", erklärt Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Bildung und Wissenschaft der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Dorothee Bärs Aussagen zum BAföG. Gohlke weiter:

"Es ist kein 'Drama', zu jobben, aber es ist ein strukturelles Drama, wenn das Studium zum reinen Privileg derer verkommt, die reiche Eltern im Hintergrund haben. Wer neben einer 40-Stunden-Woche im Studium noch nachts kellnern muss, um die Miete zu finanzieren, brennt psychisch aus oder bricht das Studium ab. Wer jetzt vor dem unsozialen Kurs von Spahn und Bär einknickt und zulässt, dass der Koalitionsvertrag zulasten der Jugend gebrochen wird, verliert jede sozialpolitische Glaubwürdigkeit. Bildungsgerechtigkeit darf nicht unter Haushaltsvorbehalt stehen.“

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news-63407 Fri, 29 May 2026 13:01:11 +0200 Die Linke mit parlamentarischen Beobachter:innen bei Protesten der Klimabewegung im Ruhrgebiet https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/die-linke-mit-parlamentarischen-beobachterinnen-bei-protesten-der-klimabewegung-im-ruhrgebiet/ Pressemitteilung 21. Legislatur Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Die Linke unterstützt die laufenden Proteste der Klimabewegung im Ruhrgebiet. Die Abgeordneten der Bundestagsfraktion Violetta Bock, Jörg Cezanne, Fabian Fahl, Jan Köstering, Sonja Lemke, Charlotte Neuhäuser und Lizzy Schubert werden die Proteste am heutigen Freitag, den 29. Mai, sowie am morgigen Samstag, den 30. Mai, als parlamentarische Beobachter:innen vor Ort begleiten. Die Linke unterstützt die laufenden Proteste der Klimabewegung im Ruhrgebiet. Die Abgeordneten der Bundestagsfraktion Violetta Bock, Jörg Cezanne, Fabian Fahl, Jan Köstering, Sonja Lemke, Charlotte Neuhäuser und Lizzy Schubert werden die Proteste am heutigen Freitag, den 29. Mai, sowie am morgigen Samstag, den 30. Mai, als parlamentarische Beobachter:innen vor Ort begleiten.

Anlässlich dessen erklärt Violetta Bock, Sprecherin für Klimagerechtigkeit und Wärmepolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag:

„Während die Klimakrise eskaliert, betreibt die Bundesregierung mit dem Ausbau neuer Gasinfrastruktur und der Rückkehr zu fossilen Heizungen eine energiepolitische Geisterfahrt. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche schafft ein Konjunkturprogramm für ihre Freunde in der Gaslobby – auf Kosten von Verbraucher:innen und Mieter:innen. Statt Milliarden in neue Gaskraftwerke und fossile Abhängigkeiten zu verbrennen, brauchen wir den konsequenten Ausbau von erneuerbaren Energien und eine bezahlbare Wärmeversorgung für alle in öffentlicher Hand. Aus Artikel 20a des Grundgesetzes ergibt sich ein Verschlechterungsverbot für Klima- und Umweltschutz – doch die Bundesregierung tritt diesen Auftrag zugunsten kurzfristiger Profite der Energiekonzerne mit Füßen. Der Ausstieg aus dem fossilen Kapitalismus ist keine Verhandlungssache, sondern muss endlich das Gebot der Stunde werden.“

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news-63406 Fri, 29 May 2026 12:53:00 +0200 Teilkrankschreibung: Arbeitgeberfantasien stoppen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/teilkrankschreibung-arbeitgeberfantasien-stoppen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit "Teilkrankschreibungen schaffen Unsicherheit für Beschäftigte und Ärzt:innen. Wer krank ist, braucht Zeit zur Genesung und keinen zusätzlichen Druck, sich trotz Erkrankung noch irgendwie arbeitsfähig zu machen. Wir müssen die Regierung und ihre verrückten Ideen endlich stoppen", erklärt Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Warnung der Kassenärzt:innen vor Problemen bei Teilkrankschreibungen. "Teilkrankschreibungen schaffen Unsicherheit für Beschäftigte und Ärzt:innen. Wer krank ist, braucht Zeit zur Genesung und keinen zusätzlichen Druck, sich trotz Erkrankung noch irgendwie arbeitsfähig zu machen. Wir müssen die Regierung und ihre verrückten Ideen endlich stoppen", erklärt Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Warnung der Kassenärzt:innen vor Problemen bei Teilkrankschreibungen. Gürpinar weiter:

"Statt auf dem Rücken der Versicherten Arbeitgeberfantasien auszuprobieren, sollte die Bundesregierung endlich die Ursachen der Krise angehen und mit einer solidarischen Gesundheitsversicherung Vermögende zur Kasse bitten, um Unterfinanzierung, Personalmangel und die Profitlogik im Gesundheitswesen zu überwinden."

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news-63405 Fri, 29 May 2026 12:25:34 +0200 Entwurf zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz zementiert System der Unsicherheit https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/entwurf-zum-wissenschaftszeitvertragsgesetz-zementiert-system-der-unsicherheit/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung Ausbildungsgerechtigkeit "Es braucht einen großen Wurf, aber der Referentenentwurf zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz ist das genaue Gegenteil. Dass das BMFTR ausgerechnet die ohnehin unzureichende Postdoc-Reform der Ampel jetzt auch noch komplett abräumt und bei einer sechsjährigen Höchstbefristung nach der Promotion bleibt, zementiert das System der existenziellen Unsicherheit für den Mittelbau. So bleibt Planbarkeit in der wichtigsten Phase der wissenschaftlichen Karriere ein Fremdwort. Die Bundesregierung drückt sich vor der politischen Verantwortung und überlässt den überfälligen Kulturwandel komplett den Hochschulen, obwohl das in der Vergangenheit schon nicht funktioniert hat“, kommentiert Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Bildung und Wissenschaft der Fraktion Die Linke im Bundestag, den Referentenentwurf zur Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. "Es braucht einen großen Wurf, aber der Referentenentwurf zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz ist das genaue Gegenteil. Dass das BMFTR ausgerechnet die ohnehin unzureichende Postdoc-Reform der Ampel jetzt auch noch komplett abräumt und bei einer sechsjährigen Höchstbefristung nach der Promotion bleibt, zementiert das System der existenziellen Unsicherheit für den Mittelbau. So bleibt Planbarkeit in der wichtigsten Phase der wissenschaftlichen Karriere ein Fremdwort. Die Bundesregierung drückt sich vor der politischen Verantwortung und überlässt den überfälligen Kulturwandel komplett den Hochschulen, obwohl das in der Vergangenheit schon nicht funktioniert hat“, kommentiert Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Bildung und Wissenschaft der Fraktion Die Linke im Bundestag, den Referentenentwurf zur Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Gohlke weiter:

„Wer gute Wissenschaft will, muss Dauerstellen für Daueraufgaben schaffen. Dass die Bundesregierung stattdessen die im Grundgesetz verankerte Tarifautonomie weiterhin blockiert, um den Ländern und Gewerkschaften die Hände zu binden, ist besonders perfide und nicht hinnehmbar. Auch für studentisch Beschäftigte gibt es keinerlei Verbesserungen. Dass das Ministerium zudem einen neuen Paragrafen einbaut, um studentische Jobs formal sauber an die nächste sachgrundlose Befristung zu hängen, entlarvt die Absichten dieser vorgeschlagenen Novelle. Wir als Linke fordern auch mit einem Antrag in der nächsten Sitzungswoche eine radikale Kehrtwende: Die wissenschaftliche Qualifizierung muss trennscharf mit der Promotion enden. Für die Postdoc-Phase gilt das Prinzip: Dauerstellen für Daueraufgaben. Zudem fordern wir eine verbindliche Mindestlaufzeit von sechs Jahren für Promotionsstellen und von zwei Jahren für studentisch Beschäftigte sowie die ersatzlose Streichung der Tarifsperre."

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news-63404 Fri, 29 May 2026 12:13:05 +0200 Kein Zeichen der Entwarnung am Arbeitsmarkt https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kein-zeichen-der-entwarnung-am-arbeitsmarkt/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales "Die Situation am deutschen Arbeitsmarkt bleibt weiter äußerst kritisch. Das Unterschreiten der 3-Millionen-Marke ist leider noch lange kein Zeichen für Entwarnung", erklärt Pascal Meiser, arbeitspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit. "Die Situation am deutschen Arbeitsmarkt bleibt weiter äußerst kritisch. Das Unterschreiten der 3-Millionen-Marke ist leider noch lange kein Zeichen für Entwarnung", erklärt Pascal Meiser, arbeitspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit. Meiser weiter: 

Wenn die Bundesagentur für Arbeit tatsächlich für all diejenigen, die durch die aktuelle Krise bereits ihren Arbeitsplatz verloren haben oder diesen zu verlieren drohen, einen verlässlichen Schutzschirm aufspannen soll, benötigt sie jetzt dringend einen Zuschuss des Bundes, der die krisenbedingten Zusatzkosten auffängt. Die Bundesagentur für Arbeit und die betroffenen Beschäftigten dürfen jedenfalls auf keinen Fall aufgrund des Kürzungsdrucks von Finanzminister Klingbeil im Regen stehen gelassen werden."

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news-63402 Thu, 28 May 2026 15:58:01 +0200 Möglichen Korruptionsverdacht beim Rüstungskonzern KNDS aufklären! https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/moeglichen-korruptionsverdacht-beim-ruestungskonzern-knds-aufklaeren/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie Auswärtiges „Der Vorgang um KNDS zeigt einmal mehr, wie eng Waffenexporte, dubiose Vermittlerstrukturen und geopolitische Interessen miteinander verflochten sind. Wenn ein staatsnaher Rüstungskonzern offenbar millionenschwere Geschäfte mit einem autoritären Regime über Firmen aus dem Umfeld der Herrscherfamilie abwickelt, dann ist das kein Betriebsunfall, sondern Ausdruck eines zutiefst fragwürdigen Systems“, kommentiert Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, die aktuelle Spiegel-Recherche zum Korruptionsverdacht beim Rüstungskonzern KNDS. „Der Vorgang um KNDS zeigt einmal mehr, wie eng Waffenexporte, dubiose Vermittlerstrukturen und geopolitische Interessen miteinander verflochten sind. Wenn ein staatsnaher Rüstungskonzern offenbar millionenschwere Geschäfte mit einem autoritären Regime über Firmen aus dem Umfeld der Herrscherfamilie abwickelt, dann ist das kein Betriebsunfall, sondern Ausdruck eines zutiefst fragwürdigen Systems“, kommentiert Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, die aktuelle Spiegel-Recherche zum Korruptionsverdacht beim Rüstungskonzern KNDS. Wissler weiter: 

„Besonders skandalös ist, dass die Bundesregierung sich gleichzeitig mit Milliarden an diesem Konzern beteiligen will, obwohl schwerwiegende Korruptionsvorwürfe bis heute nicht transparent aufgeklärt sind. Wer öffentliche Gelder in einen solchen Konzern steckt, macht sich politisch mitverantwortlich für mögliche Korruption und die weitere Aufrüstung autokratischer Staaten. Statt immer neue Milliarden in die Rüstungsindustrie zu lenken, braucht es endlich eine Außenpolitik, die auf Abrüstung, Transparenz und zivile Kooperation setzt. Wir als Linke fordern deshalb einen sofortigen Stopp weiterer Rüstungsexporte nach Katar und eine gründliche externe Untersuchung der gesamten KNDS-Geschäfte und ihrer Vorgänger KMW und Nexter.“

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news-63401 Thu, 28 May 2026 15:53:41 +0200 Kapitalmarktunion: Kein Deregulierungspaket im Namen von Wettbewerbsfähigkeit https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kapitalmarktunion-kein-deregulierungspaket-im-namen-von-wettbewerbsfaehigkeit/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen Die wachsende Macht internationaler Finanzkonzerne und Krypto-Plattformen muss dringend besser reguliert und kontrolliert werden. Die Verhandlungen von Finanzminister Lars Klingbeil und seinen Amtskollegen über eine Kapitalmarktunion scheinen aber die Lehren der Finanzkrise 2008 schon wieder komplett vergessen zu haben. Denn unter dem Versprechen, Investitionen für die europäische Wirtschaft zu mobilisieren, droht ein weiteres Deregulierungspaket nach Vorbild der US-Kapitalmärkte, kommentiert Lizzy Schubert, Sprecher:in für Geld- und Finanzmarktpolitik, zu den in Berlin laufenden Verhandlungen über eine Kapitalmarktunion. "Die wachsende Macht internationaler Finanzkonzerne und Krypto-Plattformen muss dringend besser reguliert und kontrolliert werden. Die Verhandlungen von Finanzminister Lars Klingbeil und seinen Amtskollegen über eine Kapitalmarktunion scheinen aber die Lehren der Finanzkrise 2008 schon wieder komplett vergessen zu haben. Denn unter dem Versprechen, Investitionen für die europäische Wirtschaft zu mobilisieren, droht ein weiteres Deregulierungspaket nach Vorbild der US-Kapitalmärkte, kommentiert Lizzy Schubert, Sprecher:in für Geld- und Finanzmarktpolitik, zu den in Berlin laufenden Verhandlungen über eine Kapitalmarktunion. Schubert weiter:

Gewinner wären erneut Großbanken und rendite-hungrige Finanzinvestoren. Die EU braucht tatsächlich massive Investitionen in zukunftsfähige Industrien, Infrastruktur und soziale Daseinsvorsorge. Was in Europa dafür fehlt, ist politischer Mut zu einer öffentlichen Investitionsoffensive und einem strategischen Regulierungsrahmen, der privates Kapital weg von Hochrisikoanlagen und fossilen Investitionen, hin zu nachhaltigen und realwirtschaftlich-sinnvollen Investitionen lenkt."

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news-63400 Thu, 28 May 2026 11:18:22 +0200 Kürzungen beim Wohngeld werden Armutsdynamik befeuern https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kuerzungen-beim-wohngeld-werden-armutsdynamik-befeuern/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Wohnen "Angesichts der sich weiter zuspitzenden Wohnungsnot kommt dem Wohngeld eine zentrale Bedeutung für den Schutz vor Armut und sozialer Ausgrenzung zu. Derzeit leben 18,4 Millionen Menschen – und damit 22,3 Prozent der Bevölkerung – in Wohnarmut. Offensichtlich hat sich der Wohnungsmarkt zu einem der zentralen Armutstreiber entwickelt. Wenn Ministerin Hubertz nun allen Ernstes Kürzungen beim Wohngeld in einem Umfang von bis zu einer Milliarde Euro plant, wird sich die finanzielle Lage von Millionen von Menschen weiter verschärfen und die bestehende Armutsdynamik zusätzlich befeuert", erklärt Sahra Mirow, Sprecherin für soziales Wohnen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu möglichen Kürzungsplänen beim Wohngeld. "Angesichts der sich weiter zuspitzenden Wohnungsnot kommt dem Wohngeld eine zentrale Bedeutung für den Schutz vor Armut und sozialer Ausgrenzung zu. Derzeit leben 18,4 Millionen Menschen – und damit 22,3 Prozent der Bevölkerung – in Wohnarmut. Offensichtlich hat sich der Wohnungsmarkt zu einem der zentralen Armutstreiber entwickelt. Wenn Ministerin Hubertz nun allen Ernstes Kürzungen beim Wohngeld in einem Umfang von bis zu einer Milliarde Euro plant, wird sich die finanzielle Lage von Millionen von Menschen weiter verschärfen und die bestehende Armutsdynamik zusätzlich befeuert", erklärt Sahra Mirow, Sprecherin für soziales Wohnen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu möglichen Kürzungsplänen beim Wohngeld. Mirow weiter:

Das ist eine sozialpolitische Sauerei, die zudem Ursache und Wirkung verkennt. Erst die unzureichenden Investitionen in den sozialen Wohnungsbau in den vergangenen Jahrzehnten haben dazu geführt, dass die Ausgaben für Wohngeld und Kosten der Unterkunft erheblich angestiegen sind. Wir wollen diese Spirale aus steigenden Mieten und steigenden staatlichen Transferleistungen mit einer bundesweiten und rechtssicheren Mietpreisdeckelung durchbrechen. Die verschafft den Menschen solange Zeit, bis der vor allem soziale Wohnungsneubau die Mieten wieder auf ein vertretbares Maß sinken lässt."

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news-63399 Wed, 27 May 2026 16:30:51 +0200 Kreditfähigkeit für Autobahn GmbH: sichere Renditen für Private, volles Risiko für die Allgemeinheit https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kreditfaehigkeit-fuer-autobahn-gmbh-sichere-renditen-fuer-private-volles-risiko-fuer-die-allgemeinheit/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung "Dieser Gesetzesentwurf ist ein Offenbarungseid. Das Sondervermögen ist vollkommen verpufft und nichts als ein Verschiebebahnhof. Reguläre Haushaltsmittel wurden so drastisch gekürzt, dass die Autobahn GmbH jetzt auf Pump bauen soll. Das ist Verschwendung von Steuergeld mit Ansage, denn privatrechtliche Unternehmen in öffentlicher Hand zahlen höhere Zinsen als der Bund selbst", erklärt Jorrit Bosch, Sprecher für Verkehrspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Gesetzentwurf, der Kreditfähigkeit für die Autobahn GmbH vorsieht. "Dieser Gesetzesentwurf ist ein Offenbarungseid. Das Sondervermögen ist vollkommen verpufft und nichts als ein Verschiebebahnhof. Reguläre Haushaltsmittel wurden so drastisch gekürzt, dass die Autobahn GmbH jetzt auf Pump bauen soll. Das ist Verschwendung von Steuergeld mit Ansage, denn privatrechtliche Unternehmen in öffentlicher Hand zahlen höhere Zinsen als der Bund selbst", erklärt Jorrit Bosch, Sprecher für Verkehrspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Gesetzentwurf, der Kreditfähigkeit für die Autobahn GmbH vorsieht. Bosch weiter:

Zudem öffnet es die Tür für privates Kapital und Nutzerfinanzierung. Das bedeutet: sichere Renditen für Private, volles Risiko für die Allgemeinheit. Für die Autobahn werden mal wieder 'kreative' Finanzierungswege gefunden, während die Schiene bewusst unterfinanziert bleibt. Große Bahnprojekte werden beschlossen und sofort vergessen, wenn es um die Finanzierung geht. Genauso wie der längst vereinbarte Schienenfinanzierungsfonds."

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news-63380 Wed, 27 May 2026 13:57:31 +0200 Vorschläge der Wirtschaftsweisen greifen den Sozialstaat an https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/vorschlaege-der-wirtschaftsweisen-greifen-den-sozialstaat-an/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie Die erneute Absenkung der Wachstumsprognose durch die Wirtschaftsweisen verdeutlicht die Dramatik der wirtschaftlichen Lage. Doch statt Antworten zu liefern, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und den Menschen Sicherheit zu geben, präsentiert die Mehrheit der Wirtschaftsweisen Vorschläge, die den Sozialstaat angreifen. Besonders gravierend sind die Pläne zur gesetzlichen Rentenversicherung. Die vorgeschlagene massive Absenkung des Rentenniveaus bedeutet nichts anderes als noch mehr Altersarmut und das Abdrängen von noch mehr Rentner:innen in die Grundsicherung. Das ist sozialpolitisch rücksichtslos, erklärt Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Wachstumsprognose der Wirtschaftsweisen. „Die erneute Absenkung der Wachstumsprognose durch die Wirtschaftsweisen verdeutlicht die Dramatik der wirtschaftlichen Lage. Doch statt Antworten zu liefern, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und den Menschen Sicherheit zu geben, präsentiert die Mehrheit der Wirtschaftsweisen Vorschläge, die den Sozialstaat angreifen. Besonders gravierend sind die Pläne zur gesetzlichen Rentenversicherung. Die vorgeschlagene massive Absenkung des Rentenniveaus bedeutet nichts anderes als noch mehr Altersarmut und das Abdrängen von noch mehr Rentner:innen in die Grundsicherung. Das ist sozialpolitisch rücksichtslos, erklärt Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Wachstumsprognose der Wirtschaftsweisen. Wissler weiter:

Auch die Vorschläge zur Pflegeversicherung gehen in die völlig falsche Richtung: Während hohe Vermögen und große Gewinne weiter geschont werden, steigen die Belastungen für Menschen, die ohnehin bereits in einer schwierigen Lebenssituation sind. Die Folgen würden zudem direkt auf die Kommunen abgewälzt. Wenn Pflegebedürftige die steigenden Kosten nicht mehr tragen können, wachsen die Sozialhilfeausgaben der Städte und Gemeinden um Milliardenbeträge. Viele Kommunen sind jedoch bereits heute finanziell überlastet.

Eine stabile Wirtschaft entsteht nicht durch Sozialabbau, Lohndruck oder Kürzungspolitik, sondern durch soziale Sicherheit, öffentliche und private Investitionen und eine gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums. Die öffentlichen Investitionen aus dem Sondervermögen müssen nun endlich zielgerichtet und strategisch auf den klimaneutralen Umbau der Industrie ausgerichtet werden – statt damit Haushaltslöcher zu stopfen. Mit massiven Investitionen in Infrastruktur, Schulen, Krankenhäuser und bezahlbaren Wohnraum müssen die Sünden der Vergangenheit wenigstens gelindert werden. Ferner brauchen wir eine Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent und eine Stärkung der Pflegeversicherung.“

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news-63379 Wed, 27 May 2026 13:34:44 +0200 Hackback-Gesetz und Geheimdienstreform: Dobrindt lässt den Sicherheitsbehörden freie Hand https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/hackback-gesetz-und-geheimdienstreform-dobrindt-laesst-den-sicherheitsbehoerden-freie-hand/ Pressemitteilung 21. Legislatur "Die Bundesregierung will die Befugnisse der Sicherheitsbehörden mit ihrem Hackback-Gesetz uferlos ausweiten. Natürlich gibt es bei der Abwehr von Cyberangriffen akuten Nachholbedarf, doch statt zielgerichteter Schutzmaßnahmen setzt die Koalition auf uferlose Befugnisse für die Sicherheitsbehörden. Dieser Plan macht den Staat selbst zum Hacker. Solch tiefe Eingriffe in die IT-Systeme sowohl von Angreifern als auch von Opfern dieser Attacken sind verfassungsrechtlich mehr als fragwürdig. Das gilt auch für die Frage der Kompetenz, die Verfassung gibt eine allgemeine Bundeszuständigkeit für Cyberabwehr schlicht nicht her. Ohne eine Änderung des Grundgesetzes ist der Bund für die meisten dieser Gefahren gar nicht zuständig. Wir als Linke sind uns mit den Expert:innen einig - dieses Gesetz ist nicht zu retten", kommentiert Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, den Gesetzentwurf des Bundesinnenministeriums zur Stärkung der Cybersicherheit. "Die Bundesregierung will die Befugnisse der Sicherheitsbehörden mit ihrem Hackback-Gesetz uferlos ausweiten. Natürlich gibt es bei der Abwehr von Cyberangriffen akuten Nachholbedarf, doch statt zielgerichteter Schutzmaßnahmen setzt die Koalition auf uferlose Befugnisse für die Sicherheitsbehörden. Dieser Plan macht den Staat selbst zum Hacker. Solch tiefe Eingriffe in die IT-Systeme sowohl von Angreifern als auch von Opfern dieser Attacken sind verfassungsrechtlich mehr als fragwürdig. Das gilt auch für die Frage der Kompetenz, die Verfassung gibt eine allgemeine Bundeszuständigkeit für Cyberabwehr schlicht nicht her. Ohne eine Änderung des Grundgesetzes ist der Bund für die meisten dieser Gefahren gar nicht zuständig. Wir als Linke sind uns mit den Expert:innen einig - dieses Gesetz ist nicht zu retten", kommentiert Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, den Gesetzentwurf des Bundesinnenministeriums zur Stärkung der Cybersicherheit. Bünger weiter:

"Verfassungsschutz-Chef Sinan Selen weiß ebenfalls, was er an seinem Chef hat: Mit seiner Forderung nach 'operativen Befugnissen' liefert Selen die Vorlage für Dobrindts geplante Geheimdienstreform, die durch die Vermischung von Beobachtung und Gefahrenabwehr das historische Trennungsgebot zwischen Geheimdiensten und Polizei endgültig aufgibt. Für die Linke ist klar: Es darf in Deutschland nie wieder eine Geheimpolizei geben."

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news-63374 Wed, 27 May 2026 12:16:48 +0200 Diese Baurechtsnovelle löst die Wohnungskrise nicht https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/diese-baurechtsnovelle-loest-die-wohnungskrise-nicht/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung "Diese Baurechtsnovelle schafft keinen bezahlbaren Wohnraum. Stattdessen entsteht eine krasse Schieflage zugunsten renditegetriebener Investoren gegenüber wichtigen demokratischen Mitspracherechten der Menschen und dem Umweltschutz. Die Bundesregierung beschneidet die Öffentlichkeitsbeteiligung bei Bebauungsplanverfahren, streicht die Kinder- und Jugendbeteiligung und schleift die Umweltbeteiligung, zum Schaden der künftigen Generationen. Dabei haben auch sie ein Recht darauf, in lebenswerten Städten zu leben und ein erträgliches Klima, unversiegelte Böden und eine reichhaltige Fauna und Flora vorzufinden. Die Regierung plant diese Einschnitte, ohne belegen zu können, welche Verzögerungen durch Beteiligung überhaupt verursacht werden", erklärt Katalin Gennburg, Sprecherin für Bauen, Stadtentwicklung und Tourismus der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur heutigen Befassung des Kabinetts mit der Baurechtsnovelle. "Diese Baurechtsnovelle schafft keinen bezahlbaren Wohnraum. Stattdessen entsteht eine krasse Schieflage zugunsten renditegetriebener Investoren gegenüber wichtigen demokratischen Mitspracherechten der Menschen und dem Umweltschutz. Die Bundesregierung beschneidet die Öffentlichkeitsbeteiligung bei Bebauungsplanverfahren, streicht die Kinder- und Jugendbeteiligung und schleift die Umweltbeteiligung, zum Schaden der künftigen Generationen. Dabei haben auch sie ein Recht darauf, in lebenswerten Städten zu leben und ein erträgliches Klima, unversiegelte Böden und eine reichhaltige Fauna und Flora vorzufinden. Die Regierung plant diese Einschnitte, ohne belegen zu können, welche Verzögerungen durch Beteiligung überhaupt verursacht werden", erklärt Katalin Gennburg, Sprecherin für Bauen, Stadtentwicklung und Tourismus der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur heutigen Befassung des Kabinetts mit der Baurechtsnovelle. Gennburg weiter:

"Die Bundesregierung betreibt eine Betonpolitik, die wenig Rücksicht auf Umwelt, Landschaft und Raumordnung nimmt. Dies zeigt sich vor allem in der Kombination zweier Regelungen: Dem neu eingefügten 'überragendem öffentlichen Interesse' für den Wohnungsbau mit neuen Baumöglichkeiten im Außenbereich sowie der Möglichkeit, ein beschleunigtes Bebauungsplanverfahren mit deutlich abgesenkten Standards durchzuführen. Dies soll für so gut wie alle Vorhaben bis zu einer Größe von 10 Hektar gelten – das entspricht ca. 14 Fußballfeldern. Wie schon beim sogenannten Bau-Turbo befeuert die Bundesregierung damit Spekulation und die weitere Zersiedelung, statt kompakter und integrativer Stadtplanung für lebenswerte Gemeinden.

Die groß angekündigte Wiederherstellung des Vorkaufsrechts entpuppt sich bei näherem Hinsehen als 'faules Ei'. Dass eine Vorkaufsrechtspraxis ermöglicht werden soll, wie sie noch vor dem durch die CDU erwirkten Urteil von November 2021 gang und gäbe war, wäre ja begrüßenswert. Da die Bundesregierung aber zu einem großen Nachteil der Kommunen die Hürden für Abwendungsvereinbarungen dermaßen absenken will, dass damit kaum soziale Regulierungen zur Sicherung bezahlbarer Wohnungen möglich werden, bewirkt sie genau das Gegenteil. Das gerade für ärmere Gemeinden so hilfreiche Instrument der Abwendungsvereinbarung läuft somit ins Leere und macht die Verbesserungen beim Vorkaufsrecht leider weitgehend bedeutungslos. Die Sicherung von sozialem Wohnraum wird zwangsläufig verunmöglicht. In der Gesamtschau bleibt zwar das parlamentarische Verfahren abzuwarten, jedoch hat die CDU bereits angekündigt, die Vorkaufsrechtsregelungen weiter zu schleifen. Das Misstrauen gegenüber diesem 'faulen Ei' bleibt angebracht."

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