Pressemitteilungen der Fraktion Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Fraktion Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Fri, 02 Oct 2026 13:45:17 +0200 Fri, 02 Oct 2026 13:45:17 +0200 TYPO3 EXT:news news-64237 Fri, 02 Oct 2026 13:28:47 +0200 Ostdeutschland braucht keine Sonntagsreden, sondern aktive Industriepolitik https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/ostdeutschland-braucht-keine-sonntagsreden-sondern-aktive-industriepolitik/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres Zum Tag der Deutschen Einheit erklärt Sören Pellmann, Fraktionsvorsitzender: "Während die politische Elite heute die Einheit feiert, wachsen bestehende Ungleichheiten zwischen Ost und West teilweise sogar wieder an. Auch 36 Jahre nach der Einheit bestehen bei Löhnen, Tarifbindung und Vermögen weiterhin strukturelle Unterschiede. Die verfügbaren Einkommen ostdeutscher Haushalte sind im Median deutlich niedriger als im Westen. Die Lücke ist 2025 wieder auf 5.834 Euro im Jahr gestiegen.

Vor diesem Hintergrund treffen die Auswirkungen der kriselnden Automobil- und Chemieindustrie ostdeutsche Standorte und Zulieferbetriebe besonders hart, der Verlust weiterer gut bezahlter Industriearbeitsplätze droht. Zu viele Wertschöpfungsketten im Osten sind noch immer von Entscheidungen abhängig, die in westdeutschen oder internationalen Konzernzentralen getroffen werden. Wo Standorte vor allem die Produktion übernehmen, fehlen häufig Forschungs-, Entwicklungs- und Steuerungsfunktionen mit hoher Wertschöpfung und guten Einkommen.

Die Bundesregierung ist deswegen mehr denn je aufgefordert, einen Industrieplan für Ostdeutschland aufzulegen. Sie sollte vorhandene Stärken endlich systematisch ausbauen: Kreislaufwirtschaft, erneuerbare Energien und die Halbleiterindustrie sind da nur Beispiele. Um sie herum muss die Bundesregierung eine aktive Industriepolitik betreiben, die insbesondere die Kleinst-, Klein- und mittelständischen Unternehmen in Ostdeutschland einbezieht. Die Förderung von Forschung und Entwicklung sowie der Technologietransfer müssen dabei zu Schwerpunkten werden.

Wer die Einheit ernst meint, muss endlich die Vermögenssteuer reaktivieren und Erbschaften gerechter besteuern. Die zusätzlichen Einnahmen durch die gerechtere Besteuerung würden die notwendigen Investitionen in Forschung und Infrastruktur ermöglichen. So könnte auch Ostdeutschland endlich seine zahlreichen Potenziale nutzen. Die Deutsche Einheit wird nicht Realität, weil sie einmal im Jahr gefeiert wird. Sie wird eingelöst durch aktive Politik."

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news-64236 Thu, 01 Oct 2026 15:02:24 +0200 Deutscher Buchhandlungspreis: Lückenlose Aufklärung ist überfällig https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/deutscher-buchhandlungspreis-lueckenlose-aufklaerung-ist-ueberfaellig/ Pressemitteilung 21. Legislatur Kultur und Medien David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu von Wolfram Weimer getätigten Aussagen anlässlich der Streichung dreier Preisträger von der Liste der Nominierten für den Deutschen Buchhandlungspreis.  David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu von Wolfram Weimer getätigten Aussagen anlässlich der Streichung dreier Preisträger von der Liste der Nominierten für den Deutschen Buchhandlungspreis. 

"Wer V-Leute und Spitzel gegen unliebsame Buchläden oder Verlage einsetzt und dies auch noch mit Falschaussagen begründet, hat nicht nur ein gestörtes Demokratieverständnis, sondern macht sich auch zum willfährigen Erfüllungsgehilfen im rechten Kulturkampf von AfD und NIUS. Kulturstaatsminister Weimer muss unverzüglich den Verdacht der Lüge im Zusammenhang mit seinem Vorgehen gegen die Buchläden ausräumen und sämtliche Akten und Kommunikation dazu offenlegen. Neben der lückenlosen Aufklärung und einer Entschuldigung bei den rechtswidrig und geschäftsschädigend bespitzelten Buchhandlungen erwarte ich auch unverzügliche Klarstellungen von Bundesinnenminister Dobrindt und Kulturstaatsminister Weimer zu Falschangaben in Antworten der Bundesregierung auf Kleine Anfragen der Opposition in den letzten Monaten."

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news-64234 Thu, 01 Oct 2026 14:09:15 +0200 Die Zuckersteuer ist unsozial https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/die-zuckersteuer-ist-unsozial/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen Doris Achelwilm, Sprecherin für Steuerpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Stopp der Zuckersteuer durch das Kanzleramt.  Doris Achelwilm, Sprecherin für Steuerpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Stopp der Zuckersteuer durch das Kanzleramt. 

"Diese Koalition regiert nicht, sie verhandelt mit sich selbst. Erst ein Papier aus dem Finanzministerium, das auch auf Hafermilch und Zero-Getränke die Zuckersteuer erheben möchte und vom Finanzminister persönlich als Rechenvariante kassiert wurde. Jetzt ein Gesetzentwurf, der in der kurzfristigen Abstimmung zwischen Ministerien angehalten wird.

Die Haushaltslöcher sind groß, es braucht mehr Einnahmen. Aber die Einführung einer Zuckersteuer löst das Problem nicht und ist unsozial, weil sie als Verbrauchsteuer Haushalte und Personen mit wenig Geld überproportional belastet. Gerecht und effektiv wäre eine angemessene Besteuerung von Spitzeneinkommen, Vermögen, Kapitalerträgen und Mega-Erbschaften. Bisher scheitern aber alle Vorschläge dazu an der CDU/CSU.

Auch bei den derzeit debattierten Konsumsteuern schützt die Union die Industrie und ihre Bilanzen, nicht die Verbraucher:innen und kleinen Einkommen. Für eine Politik, die für die Menschen wirkt, muss endlich mehr Geld von denen kommen, die es haben und in diesen Zeiten noch massiv vermehren. Anderenfalls wird es bei diesem Regierungs-Hin-und-Her und einer blockierten Steuerpolitik bleiben."

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news-64221 Thu, 01 Oct 2026 12:04:35 +0200 Einheitsbericht: Der Osten braucht Zukunftsperspektiven https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/einheitsbericht-der-osten-bracuht/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Einheitsbericht der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser. Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Einheitsbericht der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser.

"Der Einheitsbericht zeigt erneut, dass Ost und West von einer Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse noch immer weit entfernt sind. Durchschnittlich 125.500 Euro Vermögen in Ostdeutschland stehen 257.100 Euro in Westdeutschland gegenüber. Die Ursachen dieser Ungleichheit liegen nicht allein in der DDR-Vergangenheit. Sie wurden durch politische Entscheidungen seit 1990 verschärft und verfestigt.

Betriebe und Immobilien wurden nach der Wende oft an Investoren außerhalb Ostdeutschlands verscherbelt. In Leipzig gehören 90 Prozent des Wohneigentums Westdeutschen und auch die Mehrheit des Betriebsvermögens befindet sich nicht in ostdeutscher Hand. Der Optimismus der Vergangenheit ist verflogen, die Hoffnung auf Verbesserung weg. 

Diese Tatsachen ignoriert die Bundesregierung nicht nur, sie verstärkt sie durch ihre Politik. Wer den Sozialstaat schreddert und Beschäftigte unter Druck setzt, verschärft mit dieser Politik die ostdeutsche Vermögenslücke und vermehrt Abstiegsängste.

Stattdessen muss sie endlich für Zukunftsperspektiven sorgen: durch die Förderung von Wohnungsgenossenschaften, die gezielte Förderung bei Betriebsnachfolgen - etwa durch genossenschaftliche Belegschaftsübernahmen – durch die umfassende Förderung von Grundlagenforschung und Technologietransfer und durch höhere Investitionen in die Infrastruktur."

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news-64219 Thu, 01 Oct 2026 00:00:00 +0200 Pflegereform: Kürzungen auf dem Rücken Hunderttausender Pflegebedürftiger https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/pflegereform-kuerzungen-auf-dem-ruecken-hunderttausender-pflegebeduerftiger/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit Familie, Senioren, Frauen und Jugend Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Pflegereform im Kabinett Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Pflegereform im Kabinett:

"Das Kabinett hat heute eine Pflegereform beschlossen, die in weiten Teilen genau so bleibt, wie Gesundheitsminister Linnemann sie haben wollte, und das heißt: Die 2022 eingeführten Pflegezuschläge werden um sechs Monate gestreckt, wodurch auf dem Rücken Hunderttausender Pflegebedürftiger 2,6 Milliarden Euro eingespart werden. Dabei liegt deren Eigenanteil im Heim schon jetzt bei durchschnittlich 3.364 Euro im Monat. Außerdem wird der Zugang zu Pflegegraden erschwert und bei Pflegegrad 1 fallen Leistungen ganz weg. Die zentrale Forderung der SPD nach einer Beteiligung der privaten Pflegeversicherung ist hingegen vom Tisch und wurde in eine Kommission verschoben, die bis Januar Vorschläge erarbeiten soll. Die Kürzungen gelten aber schon jetzt.

Dass Linnemann den SPD-Pflegedeckel mit dem Argument ablehnt, er bringe nur rund 300 Euro Entlastung, ist allerdings bemerkenswert: Wenn der Deckel zu gering entlastet, dann muss man ihn ambitionierter machen, statt ihn ganz zu beerdigen. Wir fordern den Einstieg in eine Pflegevollversicherung, gegenfinanziert durch eine höhere Beitragsbemessungsgrenze, Beiträge auf Kapitaleinkommen und die Integration der Privatversicherung. Das würde über 20 Milliarden Euro im Jahr einbringen und Eigenanteile komplett abschaffen. Der Deckel läge bei null Euro statt bei 1.500 Euro. Ebenfalls völlig offen bleibt, wie das Defizit von 4,4 Milliarden Euro in diesem und rund acht Milliarden Euro im kommenden Jahr solide finanziert werden soll, wie die zurückgenommene Rentenkürzung für pflegende Angehörige gegenfinanziert wird und wann der Bund endlich die 5,9 Milliarden Euro Corona-Schulden an die Pflegeversicherung zurückzahlt."

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news-64218 Wed, 30 Sep 2026 16:34:11 +0200 Einheitsbericht: Zivilgesellschaft im Osten stärken, Vermögen umverteilen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/einheitsbericht-zivilgesellschaft-im-osten-staerken-vermoegen-umverteilen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie "Der Bericht zeigt: Fast jede zweite Kommune in Ostdeutschland ist steuerschwach. Auch das Spendenaufkommen ist wegen niedriger Löhne und fehlender Vermögen deutlich geringer als im Westen. Eine verlässliche finanzielle Unterstützung des Bundes für Engagement und Ehrenamt ist deshalb enorm wichtig. Umso mehr verwundert es, dass Frau Kaiser und die SPD den Umbau des Programms 'Demokratie leben!' durch die CDU einfach hingenommen haben. Die Regierung schwächt damit die ohnehin schwächer ausgeprägten zivilgesellschaftlichen Strukturen in Ostdeutschland weiter – obwohl das Gegenteil nötig ist", erklärt Mandy Eißing, Sprecherin der Arbeitsgruppe Ostdeutschland der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Einheitsbericht der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser. "Der Bericht zeigt: Fast jede zweite Kommune in Ostdeutschland ist steuerschwach. Auch das Spendenaufkommen ist wegen niedriger Löhne und fehlender Vermögen deutlich geringer als im Westen. Eine verlässliche finanzielle Unterstützung des Bundes für Engagement und Ehrenamt ist deshalb enorm wichtig. Umso mehr verwundert es, dass Frau Kaiser und die SPD den Umbau des Programms 'Demokratie leben!' durch die CDU einfach hingenommen haben. Die Regierung schwächt damit die ohnehin schwächer ausgeprägten zivilgesellschaftlichen Strukturen in Ostdeutschland weiter – obwohl das Gegenteil nötig ist", erklärt Mandy Eißing, Sprecherin der Arbeitsgruppe Ostdeutschland der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Einheitsbericht der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser. Eißing weiter:

Das bestehende Ungleichgewicht wird dadurch weiter zunehmen. Aus den Wahlergebnissen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern müssen Konsequenzen folgen. Dazu gehört eine langfristige Finanzierung von Demokratieprojekten durch ein Demokratiefördergesetz.

Frau Kaisers Forderung nach einem föderalen Ausgleichssystem bei der Erbschaftssteuer denkt zu sehr um die Ecke. Wichtiger wäre es, endlich die extrem ungerechte Verschonungsbedarfsprüfung abzuschaffen. Außerdem muss die Bundesregierung endlich die Vermögenssteuer wieder einführen. Über den bestehenden Länderfinanzausgleich würden davon insbesondere die ostdeutschen Bundesländer profitieren."

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news-64217 Wed, 30 Sep 2026 15:53:07 +0200 VW darf die Beschäftigten nicht erneut zur Kasse bitten https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/vw-darf-die-beschaeftigten-nicht-erneut-zur-kasse-bitten/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie Agnes Conrad, Sprecherin für Automobilindustrie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Kündigungen von Haustarifverträgen bei Volkswagen Agnes Conrad, Sprecherin für Automobilindustrie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Kündigungen von Haustarifverträgen bei Volkswagen:

"Die Kündigung von zehn Tarifverträgen ist eine klare Kampfansage an die Beschäftigten. Sie haben bereits massive Zugeständnisse gemacht und sollen nun erneut mit ihren Einkommen, Arbeitszeiten und tariflichen Rechten für die Krise des Konzerns bezahlen. Volkswagen braucht Investitionen, sichere Standorte und eine klare Zukunftsstrategie statt immer neuer Einschnitte bei der Belegschaft. Tarifverträge sind kein Selbstbedienungsladen für den Vorstand. Wer Zukunftsfähigkeit will, muss in Beschäftigung und Transformation investieren, statt die Rechnung immer wieder bei den Beschäftigten abzuladen."

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news-64216 Wed, 30 Sep 2026 14:42:16 +0200 AfD-Verbotsverfahren: Bundesrat muss handeln! https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/afd-verbotsverfahren-bundesrat-muss-handeln/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres Clara Bünger, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Innenpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur heutigen Anhörung im Thüringer Landtag über die Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens Clara Bünger, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Innenpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur heutigen Anhörung im Thüringer Landtag über die Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens

"Die Linke in Thüringen hat mit der bundesweit ersten öffentlichen Anhörung in einem Landesparlament zu einem möglichen Verbot der AfD einen wichtigen Schritt gemacht. Die Fakten liegen auf dem Tisch: Gerichtsentscheidungen, Erkenntnisse aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie umfangreiche juristische Gutachten zeigen, dass die Voraussetzungen für ein Verbotsverfahren ernsthaft gegeben sind. Es darf nicht länger abgewartet werden. Der Bundesrat sollte als antragsberechtigtes Verfassungsorgan jetzt handeln und einen Antrag stellen, damit das Bundesverfassungsgericht die Voraussetzungen für ein Verbot prüfen kann. Doch nicht nur die AfD macht rechte Politik. Die bürgerlichen Parteien haben mit neoliberaler Politik jahrzehntelang die soziale Sicherheit geschwächt und somit erst den Nährboden für den Aufstieg der AfD geschaffen. In der Fluchtpolitik unterscheiden sich die Positionen von AfD und Union nur noch minimal. Beide Parteien machen schutzsuchende Menschen zu Sündenböcken, um davon abzulenken, dass sie auf die drängendsten Fragen unserer Zeit keine Antworten haben. Die Rechtsverschiebung der Gesellschaft muss deshalb auch politisch bekämpft werden. Dafür braucht es zuallererst einen ernsthaften Richtungswechsel gegen die neoliberale Politik des Sozialabbaus, die Union und SPD vorantreiben - und die auch von der AfD unterstützt wird."

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news-64215 Wed, 30 Sep 2026 12:55:16 +0200 Das 9-Euro-Ticket muss sofort wieder her https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/das-9-euro-ticket-muss-sofort-wieder-her/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung "Die Bundesregierung schiebt den Mineralölkonzernen mit den Tankrabatten eine Subvention nach der nächsten in den Rachen und trotzdem zocken sie uns an der Zapfsäule weiter ab. Dass gleichzeitig das Deutschlandticket nun wieder teurer wird, ist ein Tritt in die Magengrube für alle, die klimafreundlich im ÖPNV unterwegs sind", erklärt Vinzenz Glaser, Sprecher für Verkehrspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur drohenden Preissteigerung beim Deutschlandticket. "Die Bundesregierung schiebt den Mineralölkonzernen mit den Tankrabatten eine Subvention nach der nächsten in den Rachen und trotzdem zocken sie uns an der Zapfsäule weiter ab. Dass gleichzeitig das Deutschlandticket nun wieder teurer wird, ist ein Tritt in die Magengrube für alle, die klimafreundlich im ÖPNV unterwegs sind", erklärt Vinzenz Glaser, Sprecher für Verkehrspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur drohenden Preissteigerung beim Deutschlandticket. Glaser weiter:

"Dabei ist die Lösung offensichtlich: Das 9-Euro-Ticket muss sofort wieder her und es braucht eine Übergewinnsteuer für den fossilen Energiesektor. Schüler:innen, Azubis, Rentner:innen und Studierende sollen kostenlos fahren. Mobilität muss für alle bezahlbar sein und gleichzeitig muss der Klimaschutz gewinnen, nicht die Mineralölkonzerne."

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news-64211 Mon, 28 Sep 2026 13:36:15 +0200 Linnemann setzt die Kettensäge bei der Pflege an https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/linnemann-setzt-die-kettensaege-bei-der-pflege-an/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu neuen Diskussionen in der Koalition anlässlich der Pflegereform. Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu neuen Diskussionen in der Koalition anlässlich der Pflegereform.

„Wenn sogar der CDU-Arbeitnehmerflügel warnt, dass hier bloß ein Spargesetz entsteht, dann ist das Urteil über Linnemanns Pflegereform längst gefallen: Dieser Minister setzt die Kettensäge bei der Pflege an. Seine Absage an den Pflegedeckel ist eine Kampfansage an alle, die schon heute teils mehr als 3.600 Euro im Monat für einen Heimplatz aus eigener Tasche zahlen müssen. Gestrichener Entlastungsbetrag in Pflegegrad 1, das Wegdefinieren von Pflegebedarf und somit Leistungen, ausgesetzte Tarifpflicht bis 2030: Das ist keine Reform, das ist ein Kürzungsprogramm auf dem Rücken von Pflegebedürftigen, deren Angehörigen und den Pflegekräften.

Der SPD-Vorstoß zur Deckelung geht zwar in die richtige Richtung, genauso zuverlässig entdeckt die SPD ihr soziales Gewissen aber erst fünf Minuten vor der Kabinettssitzung. Und wer nächste Woche im Bundestag Kürzungen bei Familien durchwinkt, kann sich in der Pflege nicht glaubwürdig als soziales Korrektiv aufstellen. Am Ende läuft es wie beim GKV-Gesetz: Die SPD schleift ein paar Kanten ab, aber unsoziale Kürzungen bleiben der wesentliche Bestandteil und die Betroffenen zahlen die Rechnung. Die Menschen brauchen die solidarische Pflegevollversicherung, in die alle nach ihrer Leistungsfähigkeit einzahlen, auch Privatversicherte und Menschen mit Kapitaleinkommen, denn gute Pflege darf niemals eine Frage des Geldbeutels sein."

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news-64189 Sun, 27 Sep 2026 14:51:05 +0200 Pflege: Eigenanteile nicht deckeln, sondern abschaffen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/pflege-eigenanteile-nicht-deckeln-sondern-abschaffen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit "Linnemanns Kürzungspläne treffen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen hart. Das ist unsozial und völlig unangemessen. Die Reform muss sofort gestoppt werden. Für ihre einseitige Kürzungspolitik ist die Regierung bei den Wahlen am letzten Wochenende klar abgestraft worden. Ein Weiter-so ist schlicht absurd", erklärt Evelyn Schötz, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Debatte um die Pflegereform. "Linnemanns Kürzungspläne treffen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen hart. Das ist unsozial und völlig unangemessen. Die Reform muss sofort gestoppt werden. Für ihre einseitige Kürzungspolitik ist die Regierung bei den Wahlen am letzten Wochenende klar abgestraft worden. Ein Weiter-so ist schlicht absurd", erklärt Evelyn Schötz, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Debatte um die Pflegereform. Schötz weiter:

"Um die Menschen tatsächlich abzusichern, muss die Pflegeversicherung endlich zu einer Vollversicherung werden. Eigenanteile, die die Ersparnisse der Menschen oft in kürzester Zeit auffressen, gehören nicht nur gedeckelt, sondern abgeschafft. Das Zweiklassensystem mit Trennung von privaten und öffentlichen Kassen ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Die Menschen wissen das. Es muss endlich zugunsten einer solidarischen Pflegevollversicherung, in die alle entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit einzahlen, abgeschafft werden."

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news-64188 Fri, 25 Sep 2026 14:16:15 +0200 Kulturförderung ist kein Disziplinierungsinstrument https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kulturfoerderung-ist-kein-disziplinierungsinstrument/ Pressemitteilung 21. Legislatur Kultur und Medien Rechtsextremismus und Antisemitismus "Dass Staatsminister Weimer, der regelmäßig durch skandalöse Eingriffe in die Kunst- und Kulturfreiheit auffällig geworden ist, sich erdreistet, die Kultur in Berlin für parteipolitische Machtspiele und seinen rechten Kulturkampf in Geiselhaft zu nehmen, ist absolut unverschämt. Es offenbart einmal mehr, wie ungeeignet er für das Amt des Kulturstaatsministers ist. Kulturförderung ist kein Disziplinierungsinstrument gegen unliebsame demokratische Mehrheiten. Der Versuch, mit der finanziellen Macht des Bundes Druck auf die politische Willensbildung in einem Bundesland auszuüben, verbietet sich. Herr Weimer sollte unverzüglich klarstellen, dass der Bund zu seinen vertraglichen Zusagen steht - unabhängig davon, welche demokratischen Parteien in Berlin eine Regierung bilden. Kunst- und Kulturfreiheit sind essentiell für eine lebendige Demokratie und ein Bollwerk gegen Rechte und Antisemiten", erklärt David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Drohung von Staatsminister Wolfram Weimer die Kulturförderung Berlins zu streichen. "Dass Staatsminister Weimer, der regelmäßig durch skandalöse Eingriffe in die Kunst- und Kulturfreiheit auffällig geworden ist, sich erdreistet, die Kultur in Berlin für parteipolitische Machtspiele und seinen rechten Kulturkampf in Geiselhaft zu nehmen, ist absolut unverschämt. Es offenbart einmal mehr, wie ungeeignet er für das Amt des Kulturstaatsministers ist. Kulturförderung ist kein Disziplinierungsinstrument gegen unliebsame demokratische Mehrheiten. Der Versuch, mit der finanziellen Macht des Bundes Druck auf die politische Willensbildung in einem Bundesland auszuüben, verbietet sich. Herr Weimer sollte unverzüglich klarstellen, dass der Bund zu seinen vertraglichen Zusagen steht - unabhängig davon, welche demokratischen Parteien in Berlin eine Regierung bilden. Kunst- und Kulturfreiheit sind essentiell für eine lebendige Demokratie und ein Bollwerk gegen Rechte und Antisemiten", erklärt David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Drohung von Staatsminister Wolfram Weimer die Kulturförderung Berlins zu streichen. Schliesing weiter:

"Während die Gefahr besteht, dass erstmals nach der Niederschlagung des Faschismus wieder eine rechtsextreme Partei in Regierungsverantwortung kommt, zu behaupten, die Linke sei die größte Gefahr für jüdisches Leben in Berlin, ist eine verantwortungslose Lüge. Ich erwarte, dass die SPD dieser zynischen politischen Instrumentalisierung von Antisemitismus durch den Staatsminister einen Riegel vorschiebt und ihn dazu bringt, endlich eine sachliche kulturpolitische Auseinandersetzung zu führen."

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news-64186 Fri, 25 Sep 2026 10:29:27 +0200 Agrarministerkonferenz: Gezielte Förderung, statt blinde Subventionen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/agrarministerkonferenz-gezielte-foerderung-statt-blinde-subventionen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz "Die Landwirt:innen haben es satt: Anstatt sich auf der Agrarministerkonferenz mit den wirklichen Problemen zu befassen, beschäftigen sie sich mit Scheinproblemen um Papua-Neuguinea. Bis 2040 droht sich die Zahl der Höfe zu halbieren und die Agrarminister:innen schauen tatenlos zu. Um das Höfesterben zu stoppen und Junglandwirt:innen zu fördern, sind gezielte Förderungen und Existenzgründungsprämien notwendig. Anstatt die Agrarindustrie zu pampern, müssen öffentliche Mittel so eingesetzt werden, dass sie Humusaufbau, Wasserrückhalt und Biodiversität honorieren", erklärt Ina Latendorf, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion Die Linke im Bundestag und Sprecherin für Landwirtschaft, zur Agrarministerkonferenz in Würzburg. "Die Landwirt:innen haben es satt: Anstatt sich auf der Agrarministerkonferenz mit den wirklichen Problemen zu befassen, beschäftigen sie sich mit Scheinproblemen um Papua-Neuguinea. Bis 2040 droht sich die Zahl der Höfe zu halbieren und die Agrarminister:innen schauen tatenlos zu. Um das Höfesterben zu stoppen und Junglandwirt:innen zu fördern, sind gezielte Förderungen und Existenzgründungsprämien notwendig. Anstatt die Agrarindustrie zu pampern, müssen öffentliche Mittel so eingesetzt werden, dass sie Humusaufbau, Wasserrückhalt und Biodiversität honorieren", erklärt Ina Latendorf, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion Die Linke im Bundestag und Sprecherin für Landwirtschaft, zur Agrarministerkonferenz in Würzburg. Latendorf weiter:

"Landwirtschaft sichern heißt, vielfältige Betriebe zu stärken und nicht, Großindustrien mit blinden Subventionen zu unterstützen. Wir benötigen Höfe, die die Natur schützen und gute Arbeitsplätze anbieten. Ab 2028 muss die GAP dafür sorgen, dass es echte Perspektiven für eine nachhaltige Landwirtschaft gibt. Der viel beschworene Bürokratieabbau darf kein Deckmantel für den Abbau von ökologischen und sozialen Mindeststandards sein."

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news-64167 Fri, 25 Sep 2026 10:03:02 +0200 Anstieg der Wohngeldhaushalte ist Ausdruck verfehlter Wohnungspolitik https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/anstieg-der-wohngeldhaushalte-ist-ausdruck-verfehlter-wohnungspolitik/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Sahra Mirow, Sprecherin für soziales Wohnen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Zahlen vom Statistischen Bundesamt, wonach die Anzahl der Wohngeld-Haushalte zum Jahresende 2025 um 7,2 Prozent auf 1,3 Millionen gestiegen ist. Sahra Mirow, Sprecherin für soziales Wohnen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Zahlen vom Statistischen Bundesamt, wonach die Anzahl der Wohngeld-Haushalte zum Jahresende 2025 um 7,2 Prozent auf 1,3 Millionen gestiegen ist.

"Der enorme Anstieg der Wohngeldhaushalte ist sichtbarer Ausdruck der jahrzehntelangen verfehlten Wohnungspolitik. Da diese seit dreißig Jahren rein profitgetrieben ist und der Staat auch nicht mehr in ausreichend sozialen Wohnungsbau investiert hat, spitzt sich die Krise am Wohnungsmarkt immer schneller zu. Mehr und mehr Menschen verzweifeln an ihrer Miete. Um diesen Trend jetzt zu stoppen, braucht es einen sofortigen, bundesweiten, Mietendeckel. Das würde die Mietkosten für alle Haushalte senken und dadurch auch die Kosten für das Wohngeld. Leider verweigert sich die Koalition dieser simplen Erkenntnis und setzt stattdessen den Rotstift beim Wohngeld an. Die geplanten drastischen Kürzungen werden dazu führen, dass rund 400.000 Haushalte aus dem Wohngeldbezug fallen. Betroffen sind zumeist Alleinerziehende und Rentner:innenhaushalte. Sie stehen sinnbildlich für das sozialpolitische Totalversagen des Kanzlers und seiner Reformagenda. Diese Kürzung muss unbedingt gestoppt werden!"

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news-64166 Thu, 24 Sep 2026 16:38:30 +0200 Vonovia Vorstoß ist eine Frechheit https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/vonovia-vorstoss-ist-eine-frechheit/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Wohnen „Es ist eine Frechheit, dass die Vonovia als Vermietungskonzern, jetzt erklärt, sie würde Soldat:innenwohnungen bauen wollen. Nachweislich hat dieser Konzern kaum Wohnungen gebaut, sondern presst lediglich das Geld aus den Mieter:innen heraus, um den Aktionär:innen fette Gewinne zu bescheren", erklärt Katalin Gennburg, Sprecherin für Bauen, Stadtentwicklung und Tourismus der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Ankündigung von Vonovia, für die geplante Vergrößerung der Bundeswehr Soldatenwohnungen bauen und betreiben zu wollen. „Es ist eine Frechheit, dass die Vonovia als Vermietungskonzern, jetzt erklärt, sie würde Soldat:innenwohnungen bauen wollen. Nachweislich hat dieser Konzern kaum Wohnungen gebaut, sondern presst lediglich das Geld aus den Mieter:innen heraus, um den Aktionär:innen fette Gewinne zu bescheren", erklärt Katalin Gennburg, Sprecherin für Bauen, Stadtentwicklung und Tourismus der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Ankündigung von Vonovia, für die geplante Vergrößerung der Bundeswehr Soldatenwohnungen bauen und betreiben zu wollen. Gennburg weiter: 

"Sollte das der Versuch sein, sich der Vergesellschaftungsforderung zu entziehen und aus der Militarisierung der Gesellschaft zusätzlichen Profit zu schlagen, hat sich der Konzern aber kräftig geschnitten."

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