Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Wed, 24 Jun 2026 16:17:44 +0200 Wed, 24 Jun 2026 16:17:44 +0200 TYPO3 EXT:news news-63586 Wed, 24 Jun 2026 16:11:56 +0200 Fregattenprojekt F126: Ein Exempel für inkompetente Beschaffungspolitik https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/fregattenprojekt-f126-ein-exempel-fuer-inkompetente-beschaffungspolitik/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verteidigung Desiree Becker, stellvertretende Vorsitzende und friedens- und abrüstungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Ende des Fregattenprojekts F126. Desiree Becker, stellvertretende Vorsitzende und friedens- und abrüstungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Ende des Fregattenprojekts F126:

"Das Fregattenprojekt F126 wurde viel zu spät gestoppt. Massive Probleme waren früh erkennbar, dennoch sind bereits Milliarden an Steuergeldern geflossen. Statt konsequenter Kontrolle profitierte nur die Rüstungsindustrie. Nun droht ein teureres und leistungsschwächeres Ersatzprojekt. Das steht exemplarisch für inkompetente Beschaffungspolitik mit zu wenig Transparenz und zu viel Nähe zur Rüstungsindustrie."

]]>
news-63585 Wed, 24 Jun 2026 15:35:40 +0200 Beteiligung in der Stadtplanung ist ein demokratisches Grundrecht https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/beteiligung-in-der-stadtplanung-ist-ein-demokratisches-grundrecht/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung "In einer Zeit schwindenden Vertrauens in die Politik will die Bundesregierung die Beteiligung bei Bauvorhaben weiter schleifen. Anstatt Räume für eine gemeinsame Bau- und Stadtplanung zu schaffen, soll künftig nur noch online informiert werden. Wenn Erna Müller aber erst am Bauzaun erfährt, was für ihre Nachbarschaft beschlossen wurde, sorgt das für weniger Akzeptanz - und nicht, wie gewünscht, zu schnellen Prozessen. Die Bundesregierung versucht, Bürger:innen zu Problembären zu erklären. Die Botschaft an die Anwohnerschaft ist klar: Ihre Perspektive ist nicht mehr gefragt und Erna Müller ist lediglich Sand im Getriebe", erklärt Katalin Gennburg, Sprecherin für Bauen und Stadtentwicklung der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Tagesordnungspunkt "Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrechts" am Donnerstag, bei dem auch der Antrag der Linksfraktion "Stadt gemeinsam gestalten und Demokratie retten" debattiert wird. "In einer Zeit schwindenden Vertrauens in die Politik will die Bundesregierung die Beteiligung bei Bauvorhaben weiter schleifen. Anstatt Räume für eine gemeinsame Bau- und Stadtplanung zu schaffen, soll künftig nur noch online informiert werden. Wenn Erna Müller aber erst am Bauzaun erfährt, was für ihre Nachbarschaft beschlossen wurde, sorgt das für weniger Akzeptanz - und nicht, wie gewünscht, zu schnellen Prozessen. Die Bundesregierung versucht, Bürger:innen zu Problembären zu erklären. Die Botschaft an die Anwohnerschaft ist klar: Ihre Perspektive ist nicht mehr gefragt und Erna Müller ist lediglich Sand im Getriebe", erklärt Katalin Gennburg, Sprecherin für Bauen und Stadtentwicklung der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Tagesordnungspunkt "Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrechts" am Donnerstag, bei dem auch der Antrag der Linksfraktion "Stadt gemeinsam gestalten und Demokratie retten" debattiert wird. Gennburg weiter:

"Wer Anwohner:innen zu Zuschauer:innen degradiert, höhlt demokratische Teilhabe aus. Auch Praxis und Forschung zeigen: Konflikte um Bauprojekte entstehen dort, wo Menschen erst informiert werden, wenn die entscheidenden Weichen bereits gestellt sind. Der vorgelegte Gesetzentwurf offenbart, für wen die Bundesregierung wirklich arbeitet: Für die Profite von Bauinvestoren und nicht für die Menschen, die dringend bezahlbare Wohnungen brauchen und am besten wissen, was vor Ort fehlt. Wir als Linke fordern ganz neue Wege: Wir wollen flächendeckend kooperative Beteiligungsstellen, die alle lokalen Akteure und Nachbar:innen frühzeitig einbinden. Sie sollen einen Prozess organisieren, der die Perspektiven der Vielen wertschätzt. Das muss verbindlich im Baugesetzbuch verankert werden. Denn die Stadt, das freie Feld und auch der Dorfkern gehören uns allen."

Link zum Antrag "Stadt gemeinsam gestalten und Demokratie retten - Kooperative Stadtentwicklung muss ins Baugesetzbuch" hier.

 

]]>
news-63584 Wed, 24 Jun 2026 14:05:58 +0200 Rechenzentren: Pflicht zur Abwärmenutzung wird faktisch abgeschafft https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/rechenzentren-pflicht-zur-abwaermenutzung-wird-faktisch-abgeschafft/ Pressemitteilung 21. Legislatur Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Wirtschaft und Technologie "Mit dem Gesetz will die Bundesregierung unter anderem die Pflicht zur Abwärmenutzung faktisch abschaffen. Das ist verheerend – fürs Klima und für die Kommunen vor Ort, die so nicht von Rechenzentren profitieren können. Rechenzentren schaffen keine Arbeitsplätze und bringen keine Gewerbesteuer ein, verbrauchen aber enorme Mengen an Strom, Wasser und Fläche, die dann nicht anderweitig genutzt werden können", erklärt Sonja Lemke, Sprecherin für Digitale Verwaltung und Open Government der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Gesetzentwurf zur Beschleunigung der Umsetzung der Energieeffizienzrichtlinie, der Effizienzregeln für Rechenzentren regelt und der heute im Bundeskabinett beschlossen wurde. "Mit dem Gesetz will die Bundesregierung unter anderem die Pflicht zur Abwärmenutzung faktisch abschaffen. Das ist verheerend – fürs Klima und für die Kommunen vor Ort, die so nicht von Rechenzentren profitieren können. Rechenzentren schaffen keine Arbeitsplätze und bringen keine Gewerbesteuer ein, verbrauchen aber enorme Mengen an Strom, Wasser und Fläche, die dann nicht anderweitig genutzt werden können", erklärt Sonja Lemke, Sprecherin für Digitale Verwaltung und Open Government der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Gesetzentwurf zur Beschleunigung der Umsetzung der Energieeffizienzrichtlinie, der Effizienzregeln für Rechenzentren regelt und der heute im Bundeskabinett beschlossen wurde. Lemke weiter:

"Auch die Transparenzpflicht wird unter dem Deckmantel 'Geschäftsgeheimnisse' praktisch abgeschafft. Anstatt die Undurchsichtigkeit zu befördern, muss die Bundesregierung endlich für echte Transparenz sorgen und die Konzerne in die Pflicht nehmen, die mit klimaschädlichen Geschäften Geld verdienen."

]]>
news-63583 Wed, 24 Jun 2026 14:00:10 +0200 Nord-Süd-Kommission ist ein billiges Trostpflaster https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/nord-sued-kommission-ist-ein-billiges-trostpflaster/ Pressemitteilung 21. Legislatur Menschenrechte und humanitäre Hilfe Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Charlotte Neuhäuser, Sprecherin für Globale Gerechtigkeit der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur von der Bundesregierung eingesetzten Nord-Süd-Kommission. Charlotte Neuhäuser, Sprecherin für Globale Gerechtigkeit der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur von der Bundesregierung eingesetzten Nord-Süd-Kommission:

„Die neue Kommission ist ein billiges Trostpflaster. Während die Bundesregierung unter dem Deckmantel der fairen Partnerschaft vor allem Zugang zu neuen Märkten, billigen Arbeitskräften und Rohstoffen betreibt, werden die deutschen Gelder für Hungerbekämpfung, Krankenhäuser, Schulen und soziale Sicherungssysteme im Globalen Süden in historischem Ausmaß weggekürzt. Die Menschen von Mali bis Mexiko brauchen keinen neuen Stuhlkreis für Olaf Scholz, zumal der ehemalige SPD-Kanzler die Kürzungsorgie in der Entwicklungszusammenarbeit maßgeblich eingeleitet hat.“

]]>
news-63581 Wed, 24 Jun 2026 12:50:08 +0200 Wir brauchen mehr Umwelt- und Naturschutz in der Landwirtschaft https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/wir-brauchen-mehr-umwelt-und-naturschutz-in-der-landwirtschaft/ Pressemitteilung 21. Legislatur Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Europäische Union Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz „Die in der kommenden GAP-Periode geplanten Kürzungen der EU-Agrarumweltprogramme senden ein fatales Signal. Statt weniger brauchen wir mehr Umwelt- und Naturschutz in der Landwirtschaft. Mit den vorgesehenen Einschnitten ab 2028 lässt sich nicht einmal der heutige Standard halten. Während für Militarisierung Mittel massiv erhöht werden, wird beim Schutz unserer Lebensgrundlagen die Finanzierung gestrichen", erklärt Ina Latendorf, Parlamentarische Geschäftsführerin und agrarpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Studie vom Bund Ökologische Landwirtschaft (BÖLW) zur Deckelung der Subventionen gemeinsamer Agrarpolitik der EU (GAP). „Die in der kommenden GAP-Periode geplanten Kürzungen der EU-Agrarumweltprogramme senden ein fatales Signal. Statt weniger brauchen wir mehr Umwelt- und Naturschutz in der Landwirtschaft. Mit den vorgesehenen Einschnitten ab 2028 lässt sich nicht einmal der heutige Standard halten. Während für Militarisierung Mittel massiv erhöht werden, wird beim Schutz unserer Lebensgrundlagen die Finanzierung gestrichen", erklärt Ina Latendorf, Parlamentarische Geschäftsführerin und agrarpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Studie vom Bund Ökologische Landwirtschaft (BÖLW) zur Deckelung der Subventionen gemeinsamer Agrarpolitik der EU (GAP). Latendorf weiter:

"Eine vielfältige, umweltschonende Landwirtschaft wäre eine wirksame Antwort auf die Folgen des Klimawandels. Bleibt die Finanzierungslücke bestehen, droht weiteres Höfesterben – in Deutschland geben bereits heute im Schnitt sieben Betriebe täglich auf. In ärmeren EU-Mitgliedstaaten werden die Umwelt- und Ökoförderungen in der Landwirtschaft faktisch zum Erliegen kommen. Die Bundesregierung muss sich in Brüssel klar für ein ausreichendes Budget für Gemeinwohlleistungen und gegen eine verpflichtende Kofinanzierung von Agrarumweltmaßnahmen in den Mitgliedstaaten positionieren.“

]]>
news-63573 Tue, 23 Jun 2026 16:56:28 +0200 Regierung legt die Axt ans Pflegepersonal https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/regierung-legt-die-axt-ans-pflegepersonal/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit "Das Bundesgesundheitsministerium will nicht nur das Pflegebudget abschaffen, sondern auch gleich noch die PPR 2.0 in die Tonne hauen. Hier zeigt sich das wahre Gesicht der GKV-Sparreform von Ministerin Nina Warken: Das Krankenhauspersonal soll schlechter bezahlt und weggekürzt werden. Da das Pflegebudget und etablierte Personalbemessungsinstrumente dies verhindern, werden sie kurzerhand aus dem Weg geräumt", erklärt Stella Merendino, Sprecherin für Krankenhausversorgung der Fraktion Die Linke, zum geleakten Papier aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) über Verschärfungen zum geplanten Beitragsstabilisierungsgesetz. "Das Bundesgesundheitsministerium will nicht nur das Pflegebudget abschaffen, sondern auch gleich noch die PPR 2.0 in die Tonne hauen. Hier zeigt sich das wahre Gesicht der GKV-Sparreform von Ministerin Nina Warken: Das Krankenhauspersonal soll schlechter bezahlt und weggekürzt werden. Da das Pflegebudget und etablierte Personalbemessungsinstrumente dies verhindern, werden sie kurzerhand aus dem Weg geräumt", erklärt Stella Merendino, Sprecherin für Krankenhausversorgung der Fraktion Die Linke, zum geleakten Papier aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) über Verschärfungen zum geplanten Beitragsstabilisierungsgesetz. Merendino weiter:

"Dieser Vorstoß des BMG muss gestoppt werden, sonst steht uns eine gnadenlose Abwärtsspirale bei der Personalbesetzung in den Krankenhäusern bevor und damit nichts weniger als ein medizinischer Ausnahmezustand auf den Stationen. Pflegekräfte haben die Jahre der Fallpauschalen von 2004 bis 2020 mit über 50.000 abgebauten Stellen bezahlt. Nach Jahren des chronischen Personalmangels und der Überlastung ist die Abschaffung von Pflegebudget und PPR nichts weniger als politische Brandstiftung. Wer die Pflege wieder in die Fallpauschalen zurückdrängt, riskiert die Patient:innensicherheit. Man kann nicht jeden Tag in Sonntagsreden den Pflegenotstand beklagen und gleichzeitig die Instrumente abschaffen, die das System überhaupt noch vor dem Rotstift schützen."


Hintergrund:

Das Pflegebudget sichert aktuell die Refinanzierung der Kosten für das Pflegepersonal im Krankenhaus ab. Während der vorliegende Gesetzesentwurf des Beitragsstabilisierungsgesetzes bereits eine Deckelung dieses Budgets vorsah, schlägt das geleakte BMG-Papier nun die komplette Streichung vor. Mit der ursprünglichen Einführung der DRG-Fallpauschalen ab 2004 ging ein drastischer Personalabbau einher. Das Pflegebudget und die PPR 2.0 wurden erst ins Leben gerufen, um den damit verbundenen Missständen (Stichwort "Pflexit") entgegenzuwirken und wieder für Personalaufwuchs zu sorgen. Diese positive Entwicklung steht nun auf dem Spiel.

]]>
news-63574 Tue, 23 Jun 2026 14:02:00 +0200 Empfehlungen der Rentenkommission: gut für die Börse, schlecht für die Menschen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/empfehlungen-der-rentenkommission-gut-fuer-die-boerse-schlecht-fuer-die-menschen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales "Die Rentenempfehlungen sind vor allem eines: maßlose Kürzungen. Werden sie umgesetzt, reihen sie sich nahtlos in die sozialen Grausamkeiten dieser Regierung ein. Anstatt Altersarmut zu bekämpfen, sollen Arbeitnehmer:innen noch länger arbeiten. Milliarden an Rentenbeiträgen werden in den Finanzmarkt gepumpt. Dass nun selbst diejenigen, die bereits 45 Jahre gearbeitet haben, nicht mehr abschlagsfrei etwas früher in Rente gehen können, zeigt: Es gibt keinen Respekt vor den Lebensleistungen der Menschen", erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Empfehlungen der Rentenkommission. "Die Rentenempfehlungen sind vor allem eines: maßlose Kürzungen. Werden sie umgesetzt, reihen sie sich nahtlos in die sozialen Grausamkeiten dieser Regierung ein. Anstatt Altersarmut zu bekämpfen, sollen Arbeitnehmer:innen noch länger arbeiten. Milliarden an Rentenbeiträgen werden in den Finanzmarkt gepumpt. Dass nun selbst diejenigen, die bereits 45 Jahre gearbeitet haben, nicht mehr abschlagsfrei etwas früher in Rente gehen können, zeigt: Es gibt keinen Respekt vor den Lebensleistungen der Menschen", erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Empfehlungen der Rentenkommission. Pellmann weiter:

"Es überrascht überhaupt nicht, dass die Deutsche Börse bereits applaudiert. Denn Ex-Blackrocker Merz sorgt für einen Spekulationsbooster auf dem Finanzmarkt. In Zukunft müssen wir uns also freuen, wenn Konzerne für ihre Rendite Menschen entlassen, Löhne drücken oder bei Umweltstandards schleifen – denn das sichert unsere Rente. Das ist doch verrückt. Wir als Linke werden uns diesen Plänen mit aller Kraft entgegenstellen – solange, bis wieder Politik für die Mehrheit der Menschen in diesem Land gemacht wird."

]]>
news-63572 Tue, 23 Jun 2026 08:41:24 +0200 Viele Lehrkräfte fühlen sich im Stich gelassen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/viele-lehrkraefte-fuehlen-sich-im-stich-gelassen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Familie, Senioren, Frauen und Jugend Bildung und Forschung Schule "Viele Lehrkräfte fühlen sich im Stich gelassen. Wer ständig Lücken im System stopfen soll, hat kaum noch Zeit und Kraft für guten Unterricht. Derart überfordert steht zu befürchten, dass engagierte Lehrkräfte gehen und Kinder genau die Unterstützung verlieren, die sie dringend brauchen. Aus der Studie folgt ganz klar: Multiprofessionelle Teams aus Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und pädagogischen Fachkräften müssen flächendeckend an jede Schule", erklärt Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung. "Viele Lehrkräfte fühlen sich im Stich gelassen. Wer ständig Lücken im System stopfen soll, hat kaum noch Zeit und Kraft für guten Unterricht. Derart überfordert steht zu befürchten, dass engagierte Lehrkräfte gehen und Kinder genau die Unterstützung verlieren, die sie dringend brauchen. Aus der Studie folgt ganz klar: Multiprofessionelle Teams aus Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und pädagogischen Fachkräften müssen flächendeckend an jede Schule", erklärt Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung. Gohlke weiter: 

"Davon profitieren Lehrkräfte wie Schülerinnen und Schüler gleichermaßen. Dafür braucht es eine Bundesregierung, die die Abschaffung des Kooperationsverbots nicht länger blockiert, sondern alle Schulen gemäß ihrer Bedarfe ausstattet, statt nach Kassenlage der Länder."

]]>
news-63571 Mon, 22 Jun 2026 17:54:14 +0200 Die Einladung der Taliban durch die EU-Kommission ist ein schwerwiegender Fehler https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/die-einladung-der-taliban-durch-die-eu-kommission-ist-ein-schwerwiegender-fehler/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges Inneres "Die Einladung der Taliban durch die EU-Kommission ist ein schwerwiegender Fehler. Aktuell verschärfen die Taliban ihre Verfolgungspolitik: Frauen werden aus dem öffentlichen Leben gedrängt, ihrer Bildungs- und Arbeitsrechte beraubt und systematisch entrechtet. Queere Menschen leben unter permanenter Bedrohung, Verfolgung und Gewalt. Ein Regime, das Menschenrechte systematisch verletzt, darf nicht durch diplomatische Zugeständnisse aufgewertet werden. Es ist inakzeptabel, mit den Taliban über Abschiebungen nach Afghanistan zu verhandeln, während die Not der Schutzsuchenden weiter wächst", erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Einladung der Taliban durch die EU und zum Ausbau ihrer diplomatischen Präsenz in Deutschland. "Die Einladung der Taliban durch die EU-Kommission ist ein schwerwiegender Fehler. Aktuell verschärfen die Taliban ihre Verfolgungspolitik: Frauen werden aus dem öffentlichen Leben gedrängt, ihrer Bildungs- und Arbeitsrechte beraubt und systematisch entrechtet. Queere Menschen leben unter permanenter Bedrohung, Verfolgung und Gewalt. Ein Regime, das Menschenrechte systematisch verletzt, darf nicht durch diplomatische Zugeständnisse aufgewertet werden. Es ist inakzeptabel, mit den Taliban über Abschiebungen nach Afghanistan zu verhandeln, während die Not der Schutzsuchenden weiter wächst", erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Einladung der Taliban durch die EU und zum Ausbau ihrer diplomatischen Präsenz in Deutschland. Özdemir weiter:

"Die EU und die Bundesregierung machen sich erpressbar, wenn sie im Gegenzug für ihre Abschiebepolitik Menschenrechte zur Verhandlungsmasse machen. Für uns als Linke ist klar: keine politische Aufwertung der Taliban, keine Abkommen mit diesem Regime und keine Abschiebungen nach Afghanistan. Stattdessen braucht es sichere Fluchtwege, humanitäre Aufnahmeprogramme und schnelle Unterstützung für die Menschen, die vor Verfolgung und Entrechtung fliehen – insbesondere für Frauen, Mädchen und queere Menschen, die unter der Herrschaft der Taliban ihrer grundlegenden Rechte beraubt werden."

]]>
news-63570 Mon, 22 Jun 2026 17:46:17 +0200 Gewalt an Schulen: Folge verfehlter Politik https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/gewalt-an-schulen-folge-verfehlter-politik/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung "Wer jetzt überrascht tut, hat in den letzten Jahren nicht genau genug hingeschaut: Kinder, denen Perspektiven genommen werden, die zu Hause Armut und Enge erleben, denen immer mehr Hilfs- und Unterstützungsangebote gestrichen werden – bei diesen Kindern entlädt sich Frustration, und zwar auch auf dem Schulhof. Das ist die direkte Folge einer Politik, die lieber über Bundesjugendspiele schwadroniert, statt echte Hilfen auf den Weg zu bringen", erklärt Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum "Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer". "Wer jetzt überrascht tut, hat in den letzten Jahren nicht genau genug hingeschaut: Kinder, denen Perspektiven genommen werden, die zu Hause Armut und Enge erleben, denen immer mehr Hilfs- und Unterstützungsangebote gestrichen werden – bei diesen Kindern entlädt sich Frustration, und zwar auch auf dem Schulhof. Das ist die direkte Folge einer Politik, die lieber über Bundesjugendspiele schwadroniert, statt echte Hilfen auf den Weg zu bringen", erklärt Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum "Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer". Gohlke weiter:

Wer Gewalt an Schulen wirklich bekämpfen will, muss endlich handeln: Jede Schule braucht gut ausgestattete, multiprofessionelle Teams mit Sozialarbeit und Schulpsychologie, die Kinder und Familien individuell begleiten. Lehrkräfte benötigen verpflichtende, praxisnahe Fortbildungen in Konfliktbewältigung und Deeskalation. Das gehört zur Ausbildung, nicht ins Belieben des Einzelnen. Und es braucht den politischen Willen, Familien wirklich zu entlasten: Kita und Schule gebührenfrei, Sozialleistungen auf ein Niveau, das tatsächlich zum Leben reicht. Damit Kinder in Sicherheit und ohne existenzielle Not aufwachsen können."

]]>
news-63566 Mon, 22 Jun 2026 15:18:33 +0200 Rentenkürzungskommission: Menschen mit niedrigen Einkommen am härtesten betroffen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/rentenkuerzungskommission-menschen-mit-niedrigen-einkommen-am-haertesten-betroffen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Rente "Die Rentenkommission hat ein massives Kürzungsprogramm vorgelegt, das vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen hart treffen wird. Als Retter soll das Prinzip Hoffnung kommen, dass der Kapitalmarkt schon genug abwerfen wird, um sinkende Beiträge aufzufangen. Das ist kein zukunftssicheres Rentenkonzept", erklärt Sarah Vollath, Sprecherin für Renten- und Alterssicherungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag. "Die Rentenkommission hat ein massives Kürzungsprogramm vorgelegt, das vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen hart treffen wird. Als Retter soll das Prinzip Hoffnung kommen, dass der Kapitalmarkt schon genug abwerfen wird, um sinkende Beiträge aufzufangen. Das ist kein zukunftssicheres Rentenkonzept", erklärt Sarah Vollath, Sprecherin für Renten- und Alterssicherungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag. Vollath weiter:

"Eine Verlängerung des Arbeitslebens ist für viele Beschäftigte einfach nicht möglich. Denn schon jetzt schaffen es viele - gerade in körperlich und mental anstrengenden Jobs - nicht bis zum Ruhestand regulär zu arbeiten. Zudem entwickelt sich die Lebenserwartung  je nach Region und abhängig von Faktoren wie Job oder Einkommen sehr unterschiedlich. Eine Kopplung ist also nicht nur vollkommen ungerecht, sie könnte bestehende Ungleichheiten sogar noch weiter verschärfen. 

Die Forderung nach der Abschaffung der 'Rente für besonders langjährig Versicherte' ist eine Aberkennung der Lebensleistung von vielen hart arbeitenden Menschen. Für uns ist völlig klar: Wer 45 Jahre gearbeitet und eingezahlt hat, verdient auch weiterhin das Recht, frei über seinen Renteneintritt entscheiden zu dürfen. Dass als Ersatz eine mögliche Härtefallregelung vorgeschlagen wird, ist ein schlechter Scherz: Geht es nach der Rentenkommission, dürfen Menschen dann also nur noch vorzeitig in Rente gehen, wenn sie krank sind.

Die Rentenkommission will, dass das Rentenniveau des Umlagesystems sogar noch schneller abgesenkt wird, und schlägt vor, eine kapitalgedeckte Komponente in die Gesetzliche Rentenversicherung zu integrieren. Wie stark die Absenkung des Rentenniveaus ausgeglichen werden kann, hängt dann vor allem von Schwankungen auf dem Kapitalmarkt ab. Wir finden es höchst unmoralisch, dass die Rente in Zukunft von Kursschwankungen abhängig sein soll, also auch von dem Kapitalmarktgeschäft mit steigenden Mieten, Pflegekosten oder den Aktienkursen von Rüstungsunternehmen. Durch den Beitrag in Höhe von zwei Prozent des Lohns werden Milliarden auf den Kapitalmarkt gespült. All das, um das Rentenniveau weiter zu senken. Dieser Vorschlag widerspricht auch der Kopplung an die Lohnentwicklung. Einerseits steigen Renten dann mit höheren Löhnen, was völlig richtig ist. Andererseits werden am Kapitalmarkt höhere Gewinne erzielt, wenn die Löhne gedrückt werden. Wie man auf die Idee kommen kann, beides in der Gesetzlichen Rente zu kombinieren, ist einfach nicht nachvollziehbar.

Die Rentenkommission wird ihrem Auftrag, die Rente verlässlich zu stabilisieren, nicht im Ansatz gerecht. Ganz im Gegenteil: Viele Menschen müssen durch die Vorschläge Kürzungen hinnehmen und werden dann noch weniger Rente bekommen als ohnehin schon. Wir machen da nicht mit und kämpfen an der Seite der Beschäftigten und Rentner:innen gegen die Rentenkürzungen und die Milliardenspekulationen auf dem Kapitalmarkt mit unserer Altersvorsorge."

]]>
news-63565 Mon, 22 Jun 2026 12:19:08 +0200 Kommunen vor dem Kollaps: Die Linke fordert Rettungsschirm statt Kahlschlag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kommunen-vor-dem-kollaps-die-linke-fordert-rettungsschirm-statt-kahlschlag/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen Wirtschaft und Technologie "Kommunen werden systematisch vom Bund kaputtgespart. Alles, was das tägliche Leben der Menschen ausmacht – Kitas, Schulen, sozialer Wohnraum, Kultur und Infrastruktur – ist ernsthaft gefährdet. Das geht inzwischen an die Substanz der Demokratie", erklärt Sahra Mirow, Sprecherin für Kommunalpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Aktionstag "Kommunen am Limit" der Kommunalen Spitzenverbände. "Kommunen werden systematisch vom Bund kaputtgespart. Alles, was das tägliche Leben der Menschen ausmacht – Kitas, Schulen, sozialer Wohnraum, Kultur und Infrastruktur – ist ernsthaft gefährdet. Das geht inzwischen an die Substanz der Demokratie", erklärt Sahra Mirow, Sprecherin für Kommunalpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Aktionstag "Kommunen am Limit" der Kommunalen Spitzenverbände. Mirow weiter:

"Es ist bereits fünf nach zwölf. Die Bundesregierung muss die Hilferufe der Kommunen endlich ernst nehmen. Wo Schwimmbäder schließen, Busverbindungen wegfallen oder Kitas überlastet sind, nutzt die AfD die wachsende Unzufriedenheit, um Stimmung gegen demokratische Institutionen zu machen – ohne selbst tragfähige Lösungen für die Finanzprobleme der Kommunen vorzulegen. Wir brauchen endlich eine verlässliche und gerechte Finanzierungsstruktur für unsere Kommunen. Es darf nicht länger sein, dass Städte und Gemeinden die politischen Versäumnisse von Bund und Ländern ausbaden müssen. Das Konnexitätsprinzip muss gelten: Wenn der Bund Aufgaben bestellt, muss er sie auch bezahlen. Es braucht ein bundesweites Kommunalentschuldungspaket, das seinem Namen gerecht wird. Superreiche müssen endlich an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligt werden. Die Reaktivierung der Vermögensteuer würde den Bundesländern jährlich 147 Milliarden Euro einbringen. Damit könnten marode Schulen und Straßen saniert und die Kommunen bei den steigenden Sozialausgaben entlastet werden."

]]>
news-63564 Mon, 22 Jun 2026 12:00:37 +0200 GKV-Reform: Desaster mit Ansage https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/gkv-reform-desaster-mit-ansage/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Warnungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) vor massiven Folgen für die medizinische Versorgung durch die geplanten Kürzungen Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Warnungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) vor massiven Folgen für die medizinische Versorgung durch die geplanten Kürzungen:

"Diese Reform ist ein Desaster mit Ansage. Ohne Rücksicht auf Verluste überzieht Nina Warken das gesamte Gesundheitssystem einem Kahlschlag-Spardiktat, als wäre sie eine Sparkassendirektorin und nicht eine Gesundheitsministerin, die die Folgen ihres Handelns abschätzen kann. Die Beitragssätze sind ihr wichtiger als eine gute Versorgung - Senkungen will sie aber vor allem für die Arbeitgeber. Und die Last tragen am Ende Versicherte, Patient:innen und Beschäftigte: Die Patient:innen zahlen mehr für immer weniger Leistung, die Beschäftigten bekommen ihren Lohn gedeckelt und wichtigen Gesundheitseinrichtungen droht die Pleite.

Unser Widerstand gegen diesen Kürzungsrausch ist sicher: Wir fordern stattdessen grundlegende strukturelle Reformen, die die Lasten solidarisch verteilen, damit es für die Mehrheit endlich günstiger wird und sich alle auf eine gute Versorgung verlassen können."

]]>
news-63561 Fri, 19 Jun 2026 14:22:09 +0200 Es benötigt endlich eine zukunftsweisende Stadtentwicklung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/es-benoetigt-endlich-eine-zukunftsweisende-stadtentwicklung/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Wohnen "Eine qualitativ hochwertige und zukunftsweisende Stadtentwicklung benötigt eine Stadtplanung mit Teilhabe und Beteiligung der Bürger:innen sowie ausreichend qualifiziertes Personal in den Planungsämtern. Grundvoraussetzung für die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum sind eine strategische, gemeinwohlorientierte Bodenpolitik der öffentlichen Hand, massive Investitionen in den kommunalen und sozialen Wohnungsbau sowie ein scharfes Ordnungsrecht gegen zu hohe Mieten", erklärt Katalin Gennburg, Sprecherin für Bauen, Stadtentwicklung und Tourismus der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum "Aktionsplan" des Bauministeriums. "Eine qualitativ hochwertige und zukunftsweisende Stadtentwicklung benötigt eine Stadtplanung mit Teilhabe und Beteiligung der Bürger:innen sowie ausreichend qualifiziertes Personal in den Planungsämtern. Grundvoraussetzung für die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum sind eine strategische, gemeinwohlorientierte Bodenpolitik der öffentlichen Hand, massive Investitionen in den kommunalen und sozialen Wohnungsbau sowie ein scharfes Ordnungsrecht gegen zu hohe Mieten", erklärt Katalin Gennburg, Sprecherin für Bauen, Stadtentwicklung und Tourismus der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum "Aktionsplan" des Bauministeriums. Gennburg weiter:

Bauministerin Verena Hubertz dagegen setzt auf Aktionismus zugunsten der Bauindustrie, privaten Bodeneigentümer und finanzmarktgetriebenen Vermietungskonzerne. Der grundsätzliche Gegensatz zwischen demokratischer Stadtplanung und der Philosophie des 'Bauen, Bauen, Bauen' bleibt auch mit diesem Aktionsplan weiter bestehen."

]]>
news-63559 Fri, 19 Jun 2026 13:02:47 +0200 Weltflüchtlingstag: Es geht auch anders! https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/weltfluechtlingstag-es-geht-auch-anders/ Pressemitteilung 21. Legislatur "117 Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg und Verfolgung. In Deutschland leben derzeit etwa vier Millionen Geflüchtete. Flucht und Vertreibung sind kein Ausnahmezustand, sondern seit jeher bittere Realität. 75 Jahre nach der Genfer Flüchtlingskonvention bricht das neue EU-Asylsystem GEAS endgültig mit dem historischen Schutzversprechen, keinen Menschen mehr rechtlos zu stellen. Nach dem Zweiten Weltkrieg und den deutschen Menschheitsverbrechen sollten nie wieder Schutzsuchende an den Grenzen abgewiesen werden, wenn ihnen Verfolgung und Tod drohen. Die Bundesregierung stellt nun erneut das Recht, Rechte zu haben, offen infrage", erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende sowie innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Weltflüchtlingstag. "117 Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg und Verfolgung. In Deutschland leben derzeit etwa vier Millionen Geflüchtete. Flucht und Vertreibung sind kein Ausnahmezustand, sondern seit jeher bittere Realität. 75 Jahre nach der Genfer Flüchtlingskonvention bricht das neue EU-Asylsystem GEAS endgültig mit dem historischen Schutzversprechen, keinen Menschen mehr rechtlos zu stellen. Nach dem Zweiten Weltkrieg und den deutschen Menschheitsverbrechen sollten nie wieder Schutzsuchende an den Grenzen abgewiesen werden, wenn ihnen Verfolgung und Tod drohen. Die Bundesregierung stellt nun erneut das Recht, Rechte zu haben, offen infrage", erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende sowie innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Weltflüchtlingstag. Bünger weiter:

"Die Europäische Union setzt auf Haftlager und Schnellverfahren. Der deutsche Innenminister Dobrindt erzwingt rechtswidrige Zurückweisungen an den Binnengrenzen. Das Verwaltungsgericht Berlin hat ihn dafür erneut verurteilt. Und der Europäische Gerichtshof musste Deutschland erst kürzlich daran erinnern, dass es Geflüchtete nicht ins Elend stürzen darf. Der Bundesregierung ist das offenbar gleichgültig. Sie setzt ihren Kurs des offenen Rechtsbruchs fort.

Aber es geht auch anders! Hunderte Organisationen rufen jetzt zum Umdenken auf. Wir als Linke unterstützen diesen Aufruf und fordern gemeinsam mit der Zivilgesellschaft legale und sichere Fluchtwege, die Wiederaufnahme des Familiennachzugs, ein faires Asylverfahren, unabhängige Beratung und ein Ende des Sterbens im Mittelmeer."

 

]]>