Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Wed, 04 Mar 2026 09:52:12 +0100 Wed, 04 Mar 2026 09:52:12 +0100 TYPO3 EXT:news news-62713 Wed, 04 Mar 2026 08:58:11 +0100 Friedrich Merz als Statist im Oval Office https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/friedrich-merz-als-statist-im-oval-office/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges Lea Reisner, Sprecherin für Internationale Beziehungen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Treffen zwischen Merz und Trump: Lea Reisner, Sprecherin für Internationale Beziehungen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Treffen zwischen Merz und Trump:

„Friedrich Merz hat sich im Oval Office als Statist Trumps vorführen lassen: drei Minuten Redezeit, dreißig Minuten zustimmendes Nicken. Das war eine würde- aber vor allem ergebnislose Vorstellung. Während Bomben auf den Iran fallen, macht sich der Kanzler mit Regime-Change-Parolen von Trump gemein und leistet so Beihilfe zur Entsorgung des Völkerrechts. Und während er redet, steigen schon die Spritpreise, die Energiekonzerne wittern Rekordprofite und die arbeitenden Menschen zahlen die Rechnung. Das ist die Logik dieses Krieges: oben wird er gefeiert, unten wird er bezahlt. Spanien hat seine Basen für diesen Angriffskrieg nicht zur Verfügung gestellt, in Ramstein hingegen waren die US-amerikanischen Flugzeuge willkommen. Statt Spanien im Oval Office zu maßregeln, sollte Merz dasselbe tun: Ramstein schließen, den Abzug der US-Mittelstreckenraketen auf deutschem Boden einleiten und aufhören, Deutschland als logistische Drehscheibe für völkerrechtswidrige Kriege herzugeben.“

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news-62712 Tue, 03 Mar 2026 17:00:00 +0100 Bundeswehr ist kein sinnvoller Arbeitgeber für junge Menschen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bundeswehr-ist-kein-sinnvoller-arbeitgeber-fuer-junge-menschen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verteidigung Desiree Becker, friedens- und abrüstungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Bericht des Wehrbeauftragten: Desiree Becker, friedens- und abrüstungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Bericht des Wehrbeauftragten:

„Der Bericht des Wehrbeauftragten für 2025 ist eine Fortschreibung der bisherigen Versäumnisse des Verteidigungsministeriums, und das, obwohl so viele Steuergelder wie noch nie für die Bundeswehr zur Verfügung gestellt werden. Besonders bedenklich – nicht nur vor dem Hintergrund der bekannt gewordenen Vorfälle in Zweibrücken – ist die weiterhin hohe Zahl von gemeldeten extremistischen Verdachtsfällen und Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Hier braucht es – wie der Wehrbeauftragte richtig fordert – endlich die Umsetzung der lange angekündigten Dunkelfelduntersuchung.

Aus meiner Sicht ist auch problematisch, dass die Zahl der Minderjährigen in der Bundeswehr im letzten Jahr auf ein Rekordhoch gestiegen ist. Mit circa 3.100 Minderjährigen von 25.000 Neueinstellungen waren es mehr als 10 Prozent. Dies erwähnt der Wehrbeauftragte im Bericht jedoch mit keinem Wort.

Etwa 19 Prozent der jungen Menschen, die bei der Bundeswehr anfangen, quittieren ihren Dienst vorzeitig, denn der Bundeswehralltag deckt sich nicht mit der bunten und vielfältigen Werbung. Schlechte Unterbringung und materielle Ausstattung sowie mangelhafte Personalführung tun ihr Übriges. Die Bundeswehr ist somit nach wie vor kein sinnvoller Arbeitgeber für junge Menschen und schützt diese in vielen Fällen auch nicht vor Machtmissbrauch, Rechtsextremismus oder sexualisierter Gewalt.“

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news-62708 Tue, 03 Mar 2026 10:51:56 +0100 Iran-Krieg: Priorität muss jetzt der Schutz der Zivilbevölkerung in der Region haben https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/iran-krieg-prioritaet-muss-jetzt-der-schutz-der-zivilbevoelkerung-in-der-region-haben/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges „Bundeskanzler Merz muss heute im Weißen Haus den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels auf Iran klipp und klar verurteilen. Auch nach drei Tagen Krieg hat die Bundesregierung es nicht geschafft, den Krieg eindeutig als völkerrechtswidrig zu benennen. Sie sollte dem spanischen Vorbild folgen und den deutschen Luftraum für US-Flugzeuge sperren, die in den Krieg verwickelt sind, und von US-Präsident Trump eine Rückkehr an den Verhandlungstisch fordern“, sagt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, vor Merz‘ Besuch im Weißen Haus. „Bundeskanzler Merz muss heute im Weißen Haus den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels auf Iran klipp und klar verurteilen. Auch nach drei Tagen Krieg hat die Bundesregierung es nicht geschafft, den Krieg eindeutig als völkerrechtswidrig zu benennen. Sie sollte dem spanischen Vorbild folgen und den deutschen Luftraum für US-Flugzeuge sperren, die in den Krieg verwickelt sind, und von US-Präsident Trump eine Rückkehr an den Verhandlungstisch fordern“, sagt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, vor Merz‘ Besuch im Weißen Haus. Pellmann weiter:

„Wenn US-Vizepräsident JD Vance sagt, dass es Trump nicht in erster Linie um einen Machtwechsel in Iran geht, dann zeigt die US-Regierung damit ganz deutlich, dass es Ihnen nie um Freiheit und Demokratie für die Iraner:innen ging. Das verdeutlicht umso mehr: Priorität muss jetzt der Schutz der Zivilbevölkerung in der Region haben – in Iran, Israel, den Golfstaaten und darüber hinaus, denn sie zahlt den höchsten Preis für diesen Krieg. Dafür muss sich Merz in Washington einsetzen.“

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news-62707 Mon, 02 Mar 2026 17:55:59 +0100 Nein zum französisch-deutsch-europäischen Atomwaffenprojekt! https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/nein-zum-franzoesisch-deutsch-europaeischen-atomwaffenprojekt/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verteidigung Ulrich Thoden, Verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Plänen der französischen und deutschen Regierung für ein französisch-deutsch-europäisches Atomwaffenprojekt: Ulrich Thoden, Verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Plänen der französischen und deutschen Regierung für ein französisch-deutsch-europäisches Atomwaffenprojekt:

"Offensichtlich hat die Bundesregierung dem französischen Präsidenten zugesagt, sich am Konzept der ‚fortgeschrittenen Abschreckung‘ zu beteiligen. Nach zunächst Gemeinsamen Atomwaffen-Manövern könnte demnach eine Stationierung von französischen Atomwaffen in Deutschland folgen. Die Entscheidung über deren möglichen Einsatz verbliebe dennoch beim französischen Präsidenten. Dieser kündigte zudem an, sein Atomwaffenarsenal aufzustocken, ließ jedoch im Unklaren, wie stark. Die Einladung Frankreichs auch an andere EU-Länder zeigt, dass es im Kern um ein französisch-europäisches Atomwaffenprojekt geht. Dieses sei ausdrücklich ergänzend zur nuklearen Komponente der NATO zu verstehen. Allerdings sei Deutschland laut Macron dabei der ‚Schlüsselpartner‘. Die Linke lehnt ein französisch-deutsch-europäisches Atomwaffenprojekt und seine Folgen klar ab, nicht zuletzt erhöht sich die Gefahr, bevorzugtes Angriffsziel zu werden. Ebenfalls nicht übersehen werden sollte, dass - wie in Frankreich üblich - das Atomwaffenprogramm ausdrücklich verbunden ist mit der weiteren Atomkraftwerksnutzung. Weder Atomwaffen noch Atomkraftwerke sind sinnvoll, sicher oder nachhaltig. Es darf keine Stationierung von Atomwaffen hierzulande geben. Statt sich an dem französischen Atomwaffen-Aufrüstungsprogramm zu beteiligen, sollte die Bundesrepublik den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen und dafür sorgen, dass die bisher hier stationierten US-Atomwaffen abgezogen werden."

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news-62706 Mon, 02 Mar 2026 16:31:11 +0100 Soziale Verteilungsgerechtigkeit jetzt! https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/soziale-verteilungsgerechtigkeit-jetzt/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen „Die Koalition hat zu Anfang der Legislatur eine steuerliche Entlastung für kleine und mittlere Einkommen versprochen, für die es jetzt Zeit wird. Stattdessen stellen CDU und SPD mit der Verschiebung des Spitzensteuersatzes eine Entlastung für Menschen mit einem Einkommen über 70.000 Euro im Jahr in Aussicht. Das betrifft die obere Mittelschicht  – doch wo bleibt die Entlastung für die Kassiererin, den Pfleger und die Erzieherin?“, so Doris Achelwilm, steuerpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Plänen zur Reform der Einkommensteuer. „Die Koalition hat zu Anfang der Legislatur eine steuerliche Entlastung für kleine und mittlere Einkommen versprochen, für die es jetzt Zeit wird. Stattdessen stellen CDU und SPD mit der Verschiebung des Spitzensteuersatzes eine Entlastung für Menschen mit einem Einkommen über 70.000 Euro im Jahr in Aussicht. Das betrifft die obere Mittelschicht  – doch wo bleibt die Entlastung für die Kassiererin, den Pfleger und die Erzieherin?“, so Doris Achelwilm, steuerpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Plänen zur Reform der Einkommensteuer. Achelwilm weiter:

„Der Grundfreibetrag muss hoch, um Menschen mit kleinen Einkommen zu entlasten. Zudem muss eine Verschiebung des Spitzensteuersatzes zwingend mit einer Erhöhung einhergehen: Wir als Linke schlagen 53 statt 42 Prozent vor. Zusätzlich fordern wir eine Reichensteuer mit klarer Staffelung: 60 Prozent ab einem jährlichen Einkommen von 250.000 Euro – davon betroffen wäre das reichste 1 Prozent in Deutschland – sowie 75 Prozent ab einer Million. Soziale Verteilungsgerechtigkeit darf nicht länger unter die Räder kommen, wir brauchen sie dringend.“

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news-62705 Mon, 02 Mar 2026 12:53:59 +0100 E-3-Erklärung ist fahrlässig und unterschätzt die globale Eskalationsdynamik https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/e-3-erklaerung-ist-fahrlaessig-und-unterschaetzt-die-globale-eskalationsdynamik/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges „Die jüngste Eskalation im Nahen Osten hat gravierende humanitäre, sicherheitspolitische und völkerrechtliche Folgen – weit über die Region hinaus auch für Europa. Wer, wie die E-3, ‚verhältnismäßige‘ militärische Maßnahmen bis hin zu Angriffen ‚an der Quelle‘ andeutet, senkt die Hemmschwelle für einen Flächenbrand und unterschätzt die globale Eskalationsdynamik“, sagt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag.  

„Die jüngste Eskalation im Nahen Osten hat gravierende humanitäre, sicherheitspolitische und völkerrechtliche Folgen – weit über die Region hinaus auch für Europa. Wer, wie die E-3, ‚verhältnismäßige‘ militärische Maßnahmen bis hin zu Angriffen ‚an der Quelle‘ andeutet, senkt die Hemmschwelle für einen Flächenbrand und unterschätzt die globale Eskalationsdynamik“, sagt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur E-3-Erklärung. Özdemir weiter: 

„Die Erklärung der E‑3 ist in diesem Kontext fahrlässig, weil sie militärische Schritte normalisiert, statt auf Deeskalation und diplomatische Lösungen zu drängen. Zugleich schwindet damit die Perspektive auf politische Lösungen. Außerdem drohen weitere Vergeltungsschläge, Terrorrisiken und Instabilität – wer wie die Bundesregierung diese Dynamik verkennt, setzt die Sicherheit vieler Menschen leichtfertig aufs Spiel.“

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news-62704 Mon, 02 Mar 2026 12:37:36 +0100 SPD warnt vor 'Massenflucht' aus dem Iran - dieser Zynismus ist kaum zu übertreffen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/spd-warnt-vor-massenflucht-aus-dem-iran-dieser-zynismus-ist-kaum-zu-uebertreffen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges Inneres „Der völkerrechtswidrige Angriff der USA und Israels auf den Iran hat das Potenzial, die ganze Region in Chaos und Gewalt zu stürzen. Es wäre die Aufgabe der Bundesregierung, diese Aggression unmissverständlich zu verurteilen. Stattdessen signalisiert sie Zustimmung. Und damit nicht genug: Dem außenpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Adis Ahmetovic, fällt offenbar nichts Passenderes ein, als vor einer Massenflucht aus dem Iran zu warnen. Die ,Neuordnung' der Migration in Europa werde dadurch schwerer. Dieser Zynismus ist kaum zu übertreffen“, Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag. „Der völkerrechtswidrige Angriff der USA und Israels auf den Iran hat das Potenzial, die ganze Region in Chaos und Gewalt zu stürzen. Es wäre die Aufgabe der Bundesregierung, diese Aggression unmissverständlich zu verurteilen. Stattdessen signalisiert sie Zustimmung. Und damit nicht genug: Dem außenpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Adis Ahmetovic, fällt offenbar nichts Passenderes ein, als vor einer Massenflucht aus dem Iran zu warnen. Die ,Neuordnung' der Migration in Europa werde dadurch schwerer. Dieser Zynismus ist kaum zu übertreffen“, Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag. Bünger weiter:

Es stimmt, dass die zahlreichen Kriege in Nahost der letzten Jahrzehnte nicht nur zu Hunderttausenden Toten, sondern auch zu großen Fluchtbewegungen geführt haben. Deshalb muss das oberste Ziel sein, solche Kriege – bei denen es nie um das Wohl von Menschen geht, sondern um Machtinteressen – zu beenden. Wir als Linke stehen fest an der Seite der Menschen im Iran, die sich für Demokratie und Freiheit einsetzen. Aber es muss auch klar sein: Wenn Menschen gezwungen sind zu fliehen, dann müssen sie Schutz bekommen. Dass SPD und Union das anders sehen, haben sie mit ihrer Zustimmung zur Umsetzung der GEAS-Reform am Freitag gezeigt.“

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news-62694 Sat, 28 Feb 2026 12:12:38 +0100 USA und Israel riskieren Krieg mit katastrophalen Folgen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/usa-und-israel-riskieren-krieg-mit-katastrophalen-folgen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges „Meine Gedanken sind jetzt ganz besonders bei den Menschen in Iran, Israel und der ganzen Region. Israel und die USA missachten mit den Angriffen auf den Iran das Völkerrecht und riskieren damit einen Krieg, der katastrophale Folgen für die gesamte Region – allen voran die Zivilbevölkerung – haben könnte“, sagt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Angriff Israels und der USA auf Iran. „Meine Gedanken sind jetzt ganz besonders bei den Menschen in Iran, Israel und der ganzen Region. Israel und die USA missachten mit den Angriffen auf den Iran das Völkerrecht und riskieren damit einen Krieg, der katastrophale Folgen für die gesamte Region – allen voran die Zivilbevölkerung – haben könnte“, sagt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum heutigen Angriff Israels und der USA auf Iran. Pellmann weiter: 

„Es muss jetzt darum gehen, die Menschen in Iran, Israel und darüber hinaus zu schützen sowie eine Eskalation auf die gesamte Region zu verhindern. Die Bundesregierung muss als wichtiger Partner Israels ihre Verantwortung wahrnehmen und Maßnahmen zur Deeskalation ergreifen.

Ein Regimewechsel kann niemals herbeigebombt werden. Für uns als Linke ist klar, dass die Iraner:innen, die sich gegen das Regime auflehnen, unterstützt werden müssen. Es braucht wesentlich mehr internationalen Druck auf das islamistische Regime sowie gezielte Sanktionen gegen die Eliten im Land. Auch eine Atombombe des Irans lässt sich nicht durch militärische Angriffe verhindern, sondern nur durch Diplomatie und Überwachung vor Ort. Dahin müssen wir zurückkehren.“

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news-62693 Fri, 27 Feb 2026 16:22:08 +0100 Kriegserklärung Pakistans gegenüber Afghanistan ist eine gefährliche Eskalation https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kriegserklaerung-pakistans-gegenueber-afghanistan-ist-eine-gefaehrliche-eskalation/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges Verteidigung Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Kriegserklärung Pakistans gegenüber Afghanistan Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Kriegserklärung Pakistans gegenüber Afghanistan:

„Die Kriegserklärung Pakistans gegenüber Afghanistan stellt eine gefährliche Eskalation dar und droht die ohnehin prekäre Sicherheits- und Versorgungslage der Zivilbevölkerung weiter zu verschärfen. Militärische Gewalt wird den Konflikt nicht lösen, sondern die Region weiter destabilisieren.

Hintergrund der Eskalation ist der ungelöste Konflikt um Grenzsicherheit und bewaffnete Gruppen. Pakistan wirft der Taliban-Regierung vor, der Terrorgruppe Tehrik-e Taliban Pakistan (TTP) Rückzugsräume auf afghanischem Territorium zu gewähren, von denen aus Angriffe auf Pakistan verübt werden. Als de-facto-Macht trägt die Taliban-Regierung Verantwortung, da sie diese Gruppen nicht wirksam kontrolliert und zugleich durch systematische Menschenrechtsverletzungen selbst zur Destabilisierung des Landes beiträgt.

Krieg ist keine Lösung für sicherheitspolitische Versäumnisse. Vor diesem Hintergrund sind Abschiebungen nach Afghanistan politisch unverantwortlich und humanitär nicht zu rechtfertigen. Erforderlich sind Deeskalation, diplomatische Initiativen und der Schutz der betroffenen Bevölkerung.“

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news-62692 Fri, 27 Feb 2026 14:36:36 +0100 ÖPNV: Wer uns täglich zur Arbeit oder in die Schule fährt, verdient bessere Arbeitsbedingungen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/oepnv-wer-uns-taeglich-zur-arbeit-oder-in-die-schule-faehrt-verdient-bessere-arbeitsbedingungen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Arbeit und Soziales "Wer uns täglich zur Arbeit oder in die Schule fährt, verdient bessere Arbeitsbedingungen. Die Beschäftigten sind das Rückgrat einer sicheren und klimagerechten Mobilität. Diese Verantwortung muss sich in besseren Arbeitsverhältnissen widerspiegeln. Aktuell müssen die Beschäftigten eine Politik ausbaden, die zwar zu einer höheren ÖPNV-Nutzung führt, aber nicht die notwendigen Voraussetzungen dafür schafft. Bis 2030 fehlen rund 150.000 Fachkräfte im ÖPNV – höchste Zeit, dass Arbeitsbedingungen und Entlohnung stimmen", erklärt Luigi Pantisano, stellvertretender Vorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Arbeitsbedingungen im ÖPNV. "Wer uns täglich zur Arbeit oder in die Schule fährt, verdient bessere Arbeitsbedingungen. Die Beschäftigten sind das Rückgrat einer sicheren und klimagerechten Mobilität. Diese Verantwortung muss sich in besseren Arbeitsverhältnissen widerspiegeln. Aktuell müssen die Beschäftigten eine Politik ausbaden, die zwar zu einer höheren ÖPNV-Nutzung führt, aber nicht die notwendigen Voraussetzungen dafür schafft. Bis 2030 fehlen rund 150.000 Fachkräfte im ÖPNV – höchste Zeit, dass Arbeitsbedingungen und Entlohnung stimmen", erklärt Luigi Pantisano, stellvertretender Vorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Arbeitsbedingungen im ÖPNV. Pantisano weiter:

"Wir als Linke fordern deshalb, dass Bund und Länder die Regionalisierungsmittel deutlich aufstocken und eine Ausbildungsoffensive starten. Ein gut ausgebauter und kostengünstiger ÖPNV entlastet den Geldbeutel der Fahrgäste und schafft sichere und gut bezahlte Jobs. Um Wohlstand im Land zu sichern, brauchen wir eine zukunftsfähige und klimafreundliche Mobilität, die Arbeitsplätze in der Mobilitätsindustrie schafft, statt abbaut."

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news-62691 Fri, 27 Feb 2026 14:29:47 +0100 Equal Pay Day: mehr Anerkennung, sowohl gesellschaftlich als auch finanziell https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/equal-pay-day-mehr-anerkennung-sowohl-gesellschaftlich-als-auch-finanziell/ Pressemitteilung 21. Legislatur Familie, Senioren, Frauen und Jugend Arbeit und Soziales "Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern bleibt unverändert bei 16 Prozent. Sie ist Ausdruck der mangelhaften Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland. Dass sich die Lohnlücke insbesondere nach der Geburt von Kindern weiter öffnet, macht die Missstände deutlich: Der Rückfall in traditionelle Rollenmodelle wird durch die schlechte Betreuungsinfrastruktur befeuert. Frauen werden viel zu häufig in Teilzeitmodelle oder Minijobs gedrängt. Zudem übernehmen Frauen häufiger die Pflege von Angehörigen und müssen dadurch ihre Arbeitszeit reduzieren", erklärt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Equal Pay Day. "Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern bleibt unverändert bei 16 Prozent. Sie ist Ausdruck der mangelhaften Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland. Dass sich die Lohnlücke insbesondere nach der Geburt von Kindern weiter öffnet, macht die Missstände deutlich: Der Rückfall in traditionelle Rollenmodelle wird durch die schlechte Betreuungsinfrastruktur befeuert. Frauen werden viel zu häufig in Teilzeitmodelle oder Minijobs gedrängt. Zudem übernehmen Frauen häufiger die Pflege von Angehörigen und müssen dadurch ihre Arbeitszeit reduzieren", erklärt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Equal Pay Day. Reichinnek weiter:

"Deshalb ist unsere Forderung klar: Es braucht einen Ausbau der Betreuungs- und Pflegeinfrastruktur, genauso wie mehr Anerkennung für diese Berufe – sowohl gesellschaftlich, als auch finanziell. Da Frauen überdurchschnittlich oft im Niedriglohnsektor arbeiten, würden sie ganz besonders von einem armutsfesten Mindestlohn profitieren. Eine stärkere Tarifbindung sorgt für eine Entlohnung, die sich mehr an objektiven Kriterien orientiert. Auch am Equal Pay Day zeigt sich, wie wichtig starke Gewerkschaften sind."

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news-62690 Fri, 27 Feb 2026 13:58:59 +0100 AfD-Urteil bedeutet keine politische Entlastung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/afd-urteil-bedeutet-keine-politische-entlastung/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres „Im Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Köln wurde ausschließlich geprüft, ob das Bundesamt für Verfassungsschutz auf Grundlage des von ihm vorgelegten Gutachtens die Hochstufung rechtlich tragfähig begründen konnte. Das Gericht kommt zu dem Ergebnis, dass die darin herangezogenen öffentlich zugänglichen Quellen im jetzigen Verfahrensstand nicht ausreichen, um der Partei insgesamt eine verfassungsfeindliche Grundtendenz zuzuschreiben. Zugleich stellt das Gericht fest, dass innerhalb der AfD verfassungsfeindliche Bestrebungen mit hinreichender Gewissheit erkennbar sind. „Im Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Köln wurde ausschließlich geprüft, ob das Bundesamt für Verfassungsschutz auf Grundlage des von ihm vorgelegten Gutachtens die Hochstufung rechtlich tragfähig begründen konnte. Das Gericht kommt zu dem Ergebnis, dass die darin herangezogenen öffentlich zugänglichen Quellen im jetzigen Verfahrensstand nicht ausreichen, um der Partei insgesamt eine verfassungsfeindliche Grundtendenz zuzuschreiben. Zugleich stellt das Gericht fest, dass innerhalb der AfD verfassungsfeindliche Bestrebungen mit hinreichender Gewissheit erkennbar sind.

Die Entscheidung bedeutet daher keine politische Entlastung dieser Partei, sondern eine vorläufige rechtliche Bewertung der Begründungslage durch die Behörde. Die abschließende Klärung bleibt dem Hauptsacheverfahren vorbehalten“, erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Innenpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln zur Einstufung der AfD. Bünger weiter:

„Unabhängig von der Einstufung durch den Verfassungsschutz bleibt für uns die politische Bewertung eindeutig: Die AfD ist eine rechtsextreme Partei und eine Gefahr für Demokratie, Rechtsstaat und Minderheiten. Diese Einschätzung ergibt sich aus ihren Programmen, aus den öffentlichen Aussagen führender Funktionäre und aus ihrer politischen Praxis. Die Verteidigung der Demokratie bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe im Parlament und außerhalb.“

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news-62689 Fri, 27 Feb 2026 13:54:43 +0100 Solarförderung: Reiche kippt Energiewende als gesamtgesellschaftliches, dezentrales Projekt https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/solarfoerderung-reiche-kippt-energiewende-als-gesamtgesellschaftliches-dezentrales-projekt/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit "Ich bin erschüttert, mit welcher Vehemenz Ministerin Reiche die Energiewende ausbremsen will. Wird der geleakte Gesetzentwurf so verabschiedet, gibt es keine Förderung für kleine Dachsolaranlagen mehr. Das kann nicht nur zehntausende Arbeitsplätze in der Solarbranche kosten, es würde auch die Energiewende als ein gesamtgesellschaftliches, dezentrales Projekt, bei dem viele Menschen mitmachen können, zum Kippen bringen", erklärt Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur geleakten EEG-Novelle von Bundeswirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche. "Ich bin erschüttert, mit welcher Vehemenz Ministerin Reiche die Energiewende ausbremsen will. Wird der geleakte Gesetzentwurf so verabschiedet, gibt es keine Förderung für kleine Dachsolaranlagen mehr. Das kann nicht nur zehntausende Arbeitsplätze in der Solarbranche kosten, es würde auch die Energiewende als ein gesamtgesellschaftliches, dezentrales Projekt, bei dem viele Menschen mitmachen können, zum Kippen bringen", erklärt Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur geleakten EEG-Novelle von Bundeswirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche. Cezanne weiter:

"Die Ministerin sabotiert eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Klimapolitik, weil sie energiewirtschaftliche Fakten ignoriert: Nach Berechnungen von Agora Energiewende erzielt jeder Fördereuro, der in den Ausbau erneuerbarer Energien fließt, eine Strompreissenkung von durchschnittlich 1,60 Euro pro Megawattstunde. Katherina Reiche macht aber Politik im Sinne der Gasbosse. Die Lage von einem Viertel der Haushalte in Deutschland, die bereits jetzt von Energiearmut betroffen sind, ist ihr offenbar komplett egal."

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news-62688 Fri, 27 Feb 2026 13:21:35 +0100 Steigende Privatinsolvenzen: Armutszeugnis für die Merz-Regierung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/privatinsolvenzen-armutszeugnis-fuer-die-merz-regierung/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Finanzen Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu steigenden Privatinsolvenzen durch hohe Energie- und Lebensmittelpreise laut Angaben des Informationsdienstleisters Crif: Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu steigenden Privatinsolvenzen durch hohe Energie- und Lebensmittelpreise laut Angaben des Informationsdienstleisters Crif:

"Wenn Menschen sich verschulden müssen, um zu heizen und zu essen, ist das kein Zufall, sondern politisches Versagen. Das passiert, wenn eine Regierung sich nur für die angebliche steuerliche Belastung von Millionären und Milliardären, nicht aber für das Wohlergehen der Bevölkerung interessiert. Und die Privatinsolvenzen bilden nur die Spitze des Problems ab: Insgesamt gelten rund 5,6 Millionen Menschen in Deutschland als überschuldet.

Statt aber gegenzusteuern, hat die Bundesregierung im November 2025 sogar darauf verzichtet, eine verlässliche Finanzierungsgrundlage für die Schuldnerberatungen zu schaffen – gegen den Protest von geladenen Sachverständigen und der demokratischen Opposition. Diese Beratungen sind der Ort, an dem Insolvenzen noch abgewendet werden können. Dass die jüngsten Insolvenzen aber vor allem in den gestiegenen Lebenshaltungskosten begründet liegen, ist ein absolutes Armutszeugnis für die Merz-Regierung. Die Zahlen zeigen einmal mehr: Das Leben in Deutschland ist für viele nicht mehr bezahlbar. Deshalb fordert Die Linke: runter mit Mieten, Energie- und Lebensmittelpreisen."

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news-62687 Fri, 27 Feb 2026 12:14:59 +0100 Betriebsratswahlen: Für starke, kämpferische und gewerkschaftlich organisierte Betriebsräte! https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/betriebsratswahlen-fuer-starke-kaempferische-und-gewerkschaftlich-organisierte-betriebsraete/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales "Es ist nicht nur entscheidend, dass es einen Betriebsrat gibt, sondern auch, wer in diesem sitzt. Deshalb möchte ich meine Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben dazu aufrufen, in den nächsten drei Monaten starke, kämpferische und gewerkschaftlich organisierte Betriebsräte zu unterstützen", kommentiert Cem Ince, Sprecher für betriebliche Mitbestimmung und gewerkschaftliche Kämpfe der Fraktion die Linke im Bundestag, die am 1. März beginnenden bundesweiten Betriebsratswahlen. "Es ist nicht nur entscheidend, dass es einen Betriebsrat gibt, sondern auch, wer in diesem sitzt. Deshalb möchte ich meine Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben dazu aufrufen, in den nächsten drei Monaten starke, kämpferische und gewerkschaftlich organisierte Betriebsräte zu unterstützen", kommentiert Cem Ince, Sprecher für betriebliche Mitbestimmung und gewerkschaftliche Kämpfe der Fraktion die Linke im Bundestag, die am 1. März beginnenden bundesweiten Betriebsratswahlen. Ince weiter:

"Beschäftigte müssen mehr mitbestimmen, wenn es um Arbeitszeit, Gesundheit, Sicherheit und die Zukunft ihres Betriebes geht. Es ist eine fatale Entwicklung, dass immer weniger arbeitende Menschen von einem Betriebsrat vertreten werden und Arbeitgeber mit schmutzigen Tricks versuchen, Betriebsratsgründungen zu verhindern. Demokratie am Arbeitsplatz ist ein Recht der arbeitenden Klasse. Ich fordere deswegen die Bundesregierung auf, durch politische Maßnahmen die Gründung von Betriebsräten zu fördern und zu unterstützen. Schluss mit Union Busting, dies muss endlich als Offizialdelikt eingestuft werden."

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