Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Mon, 16 Mar 2026 22:55:34 +0100 Mon, 16 Mar 2026 22:55:34 +0100 TYPO3 EXT:news news-62811 Mon, 16 Mar 2026 17:14:29 +0100 Der systematischen Abzocke der Mineralölkonzerne endlich den Riegel vorschieben! https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/der-systematischen-abzocke-der-mineraloelkonzerne-endlich-den-riegel-vorschieben/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie „Die Koalitions-Taskforce zeigt sich überrascht, dass die Mineralölkonzerne nicht imstande sind, nachvollziehbar zu erklären, wie sich ihre Preisgestaltung zusammensetzt. Ein Blick ins Wörterbuch, unter dem Begriff ‚Profitgier‘, hätte hier vermutlich schnelle Abhilfe leisten können. Es ist höchste Zeit, dieser systematischen Abzocke endlich einen Riegel vorzuschieben“, fordert Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, nach der Koalitions-Taskforce zu Spritpreisen. „Die Koalitions-Taskforce zeigt sich überrascht, dass die Mineralölkonzerne nicht imstande sind, nachvollziehbar zu erklären, wie sich ihre Preisgestaltung zusammensetzt. Ein Blick ins Wörterbuch, unter dem Begriff ‚Profitgier‘, hätte hier vermutlich schnelle Abhilfe leisten können. Es ist höchste Zeit, dieser systematischen Abzocke endlich einen Riegel vorzuschieben“, fordert Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, nach der Koalitions-Taskforce zu Spritpreisen. Wissler weiter:

„Die Mineralölkonzerne, die sich über Jahrzehnte auf Kosten von Menschen und Umwelt hemmungslos bereichert haben, müssen jetzt wirksam und nachhaltig reguliert werden. Die bisherigen Pläne der Bundesregierung sind angesichts dieser Tragweite ziemlich zahnlose Papiertiger. Entgegen der Aussage von Wirtschaftsministerin Reiche ist gerade jetzt die Zeit, staatlich in den Markt einzugreifen, um höhere Preise zu verhindern. Ein erster unverzichtbarer Schritt wäre jetzt die konsequente Abschöpfung der entstandenen und noch zu erwartenden Übergewinne durch eine Übergewinnsteuer und eine wirksame Entlastung der Menschen.“

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news-62809 Sun, 15 Mar 2026 16:20:20 +0100 EVP-Kooperation mit Rechten: Angriff auf die demokratische Substanz Europas https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/evp-kooperation-mit-rechten-angriff-auf-die-demokratische-substanz-europas/ Pressemitteilung 21. Legislatur Europäische Union Inneres Parlament Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Innenpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Berichten, wonach die EVP im EU-Parlament mit rechten Fraktionen kooperiert habe Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Innenpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Berichten, wonach die EVP im EU-Parlament mit rechten Fraktionen kooperiert habe:

„Das Handeln von Manfred Weber ist verantwortungslos und geschichtsvergessen. Es haben sich gefährliche Mehrheiten gebildet. Das sollte uns zu denken geben. Die autoritäre Wende in der Migrationspolitik wird längst nicht mehr nur von der AfD vorangetrieben, sondern auch von Union und EVP ganz praktisch mitgetragen und organisiert. Wer rechte Rhetorik übernimmt und entsprechende Politik betreibt, macht diese Verschiebung zur Realität. Das ist keine Nebensache, sondern ein Angriff auf Grundrechte und auf die demokratische Substanz Europas. Die Union verlässt damit immer weiter den Boden einer Demokratie, in der Grundrechte für alle gelten.“

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news-62808 Fri, 13 Mar 2026 16:35:01 +0100 Deutsche Nationalbibliothek: Weimer als Kulturstaatsvernichter https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/deutsche-nationalbibliothek-weimer-als-kulturstaatsvernichter/ Pressemitteilung 21. Legislatur Kultur und Medien Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, und David Schliesing, Sprecher für Medienpolitik, zur heutigen Absage des geplanten Erweiterungsbaus der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig durch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, und David Schliesing, Sprecher für Medienpolitik, zur heutigen Absage des geplanten Erweiterungsbaus der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig durch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer:

Sören Pellmann: "Herr Weimer ist entweder beim Kaputtkloppen der Kultur auf den Geschmack gekommen oder er hat irgendetwas gegen Leipzig. Erst die Absage des Buchhandlungspreises, jetzt geht es der Deutschen Nationalbibliothek an den Kragen. Sieben Millionen Euro Planungskosten werden einfach in den Sand gesetzt.“

David Schliesing: "Anstatt seinen Job zu machen und in der CDU-SPD-Bundesregierung ausreichend Mittel für unser kulturelles Erbe zu erkämpfen, lässt der Kulturstaatsminister offenbar lieber Bücher bis zu ihrer Digitalisierung vergammeln. Welch vergiftete Eröffnungsgeschenke des Kulturstaatsvernichters zur Leipziger Buchmesse."

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news-62804 Fri, 13 Mar 2026 13:36:42 +0100 50.000 Jobs in der Chemieindustrie bedroht - Bundesregierung schaut tatenlos zu https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/50000-jobs-in-der-chemieindustrie-bedroht-bundesregierung-schaut-tatenlos-zu/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie "Der drohende Abbau von bis zu 50.000 Arbeitsplätzen in der Chemieindustrie ist ein industriepolitischer Skandal. Während tausende Beschäftigte um ihre Zukunft bangen, zeigt die Bundesregierung einmal mehr, dass sie keinen Plan für die Zukunft der Industrie in Deutschland hat“, kommentiert Mirze Edis, Sprecher für Industriepolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag. "Der drohende Abbau von bis zu 50.000 Arbeitsplätzen in der Chemieindustrie ist ein industriepolitischer Skandal. Während tausende Beschäftigte um ihre Zukunft bangen, zeigt die Bundesregierung einmal mehr, dass sie keinen Plan für die Zukunft der Industrie in Deutschland hat“, kommentiert Mirze Edis, Sprecher für Industriepolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag. Edis weiter:

„Weder Wirtschaftsministerin Katherina Reiche noch CDU-Chef Friedrich Merz stellen sich gegen den massiven Stellenabbau, sondern setzen auf dieselbe gescheiterte Ideologie: der Markt soll es richten. Doch genau diese Politik hat dazu geführt, dass Konzerne Standorte schließen, Investitionen ins Ausland verlagern und Beschäftigte die Rechnung bezahlen. Deutschland braucht endlich eine Industriepolitik im Interesse der Beschäftigten – nicht der Aktionäre.

Die Linke fordert deshalb öffentliche Investitionen und einen staatlichen Transformationsfonds, um die Chemieindustrie klimaneutral umzubauen und eine Beschäftigungsgarantie zu geben. Wenn Konzerne Standorte schließen oder Massenentlassungen durchsetzen wollen, dürfen staatliche Beteiligungen bis hin zur Vergesellschaftung kein Tabu sein. Außerdem müssen Massenentlassungen in profitablen Unternehmen verboten und die Mitbestimmung der Beschäftigten über Investitionen und Produktionsentscheidungen ermöglicht werden. Die Chemieindustrie ist eine Schlüsselbranche für hunderttausende Arbeitsplätze und für die industrielle Zukunft des Landes. Wer sie dem Markt überlässt, gibt die industrielle Basis Deutschlands auf. Die Linke sagt klar: Arbeitsplätze, Standorte und industrielle Wertschöpfung dürfen nicht länger den Profitinteressen weniger Konzerne geopfert werden."

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news-62803 Fri, 13 Mar 2026 12:26:35 +0100 Bezahlbare und erneuerbare Energie statt Fracking https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bezahlbare-und-erneuerbare-energie-statt-fracking/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie "Wenn selbst bei massiven Preissteigerungen die 'Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen' im Vordergrund zu stehen habe, zeigt das, wie weit sich das Beratergremium von Frau Reiche von der Lebensrealität der Menschen entfernt hat. Millionen Pendlerinnen und Pendler, Familien und Kleinunternehmen können ihren Verbrauch nicht einfach reduzieren, sie brauchen kurzfristige Entlastung", erklärt Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Forderungen des "Wissenschaftlichen Beraterkreises Wirtschaftspolitik" von Bundesministerin Katherina Reiche. "Wenn selbst bei massiven Preissteigerungen die 'Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen' im Vordergrund zu stehen habe, zeigt das, wie weit sich das Beratergremium von Frau Reiche von der Lebensrealität der Menschen entfernt hat. Millionen Pendlerinnen und Pendler, Familien und Kleinunternehmen können ihren Verbrauch nicht einfach reduzieren, sie brauchen kurzfristige Entlastung", erklärt Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Forderungen des "Wissenschaftlichen Beraterkreises Wirtschaftspolitik" von Bundesministerin Katherina Reiche. Wissler weiter:

"Es wirkt, als stehe hier der Schutz der Gewinne von Ölkonzernen im Vordergrund – nicht die Bedürfnisse der Menschen. In diesem Zuge jetzt auch noch Fracking zu fordern, heißt, die nächste fossile Sackgasse und umweltpolitische Katastrophe zu öffnen, statt endlich konsequent auf bezahlbare und erneuerbare Energie umzusteuern und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu beenden."

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news-62802 Thu, 12 Mar 2026 17:30:18 +0100 Psychotherapie: Honorarkürzungen müssen zurückgenommen werden https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/psychotherapie-honorarkuerzungen-muessen-zurueckgenommen-werden/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit "Die Kürzungen sind ein bisher beispielloser Vorgang. Sie müssen schnellstmöglich zurückgenommen werden. Die Kürzungen treffen vor allem die gesetzlich Versicherten ins Mark, denn schon heute ist es für sie sehr schwer, einen Therapieplatz zu ergattern. Wer keinen Platz bekommt, zahlt die Behandlung aus eigener Tasche – oder bleibt lange unbehandelt, weil die vorhandenen Kapazitäten von Privatpatient:innen beansprucht werden. Die neuen Vergütungsregeln werden die Situation verschlimmern. Die Zwei-Klassen-Medizin wird so weiter zementiert", erklärt Evelyn Schötz, Sprecherin für psychische Gesundheit der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den beschlossenen Honorarkürzungen für psychotherapeutische Leistungen. "Die Kürzungen sind ein bisher beispielloser Vorgang. Sie müssen schnellstmöglich zurückgenommen werden. Die Kürzungen treffen vor allem die gesetzlich Versicherten ins Mark, denn schon heute ist es für sie sehr schwer, einen Therapieplatz zu ergattern. Wer keinen Platz bekommt, zahlt die Behandlung aus eigener Tasche – oder bleibt lange unbehandelt, weil die vorhandenen Kapazitäten von Privatpatient:innen beansprucht werden. Die neuen Vergütungsregeln werden die Situation verschlimmern. Die Zwei-Klassen-Medizin wird so weiter zementiert", erklärt Evelyn Schötz, Sprecherin für psychische Gesundheit der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den beschlossenen Honorarkürzungen für psychotherapeutische Leistungen. Schötz weiter:

"Dass der Rotstift gerade hier angesetzt wird, ist angesichts der Krise der mentalen Gesundheit im Land fatal. Die Folgekosten von Nicht-Behandlungen und Chronifizierung sind schon jetzt immens – für die Betroffenen, die Sozialkassen und den Arbeitsmarkt. Einsparungen bei ambulanten Therapien heute führen häufig zu teureren Krankenhausbehandlungen morgen. Statt nur auf Spareffekte zu schielen, brauchen wir solidarische Lösungen, um die Versorgungskrise im Bereich der psychischen Erkrankungen zu lösen. Hohe Einkommen und Kapitalerträge müssen in die Finanzierung einbezogen werden. Es muss eine therapeutische Grundversorgung für alle geben, die sie brauchen. Das darf nicht vom Versicherungsstatus oder Kontostand abhängen."

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news-62801 Thu, 12 Mar 2026 15:30:00 +0100 Kooperationszwang von Bundeswehr und Hochschulen in Bayern gekippt https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kooperationszwang-von-bundeswehr-und-hochschulen-in-bayern-gekippt/ Pressemitteilung 21. Legislatur Familie, Senioren, Frauen und Jugend Bildung und Forschung Verteidigung Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag und Mitklägerin, zum Teilerfolg vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof, wonach die bayerische Landesregierung Hochschulen nicht dazu verpflichten darf, mit der Bundeswehr zusammenzuarbeiten Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag und Mitklägerin, zum Teilerfolg vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof, wonach die bayerische Landesregierung Hochschulen nicht dazu verpflichten darf, mit der Bundeswehr zusammenzuarbeiten:

„Das heutige Urteil ist ein Erfolg für die Wissenschaftsfreiheit und ein notwendiges Stoppsignal gegen die schleichende Militarisierung unserer Bildungs- und Forschungseinrichtungen. Dass der bayerische Freistaat versucht hat, Hochschulen per Gesetz zur Zusammenarbeit mit dem Militär zu verpflichten, war ein beispielloser Angriff auf die verfassungsrechtlich garantierte Autonomie der Forschung. Wissenschaft darf nicht den strategischen Interessen des Verteidigungsministeriums verpflichtet werden. Diese Entscheidung ist auch bundespolitisch wegweisend. Das ist ein Sieg für alle Studierenden und Lehrenden, die sich seit Jahren für Zivilklauseln und eine friedliche Wissenschaft einsetzen.“

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news-62800 Thu, 12 Mar 2026 15:14:39 +0100 Schrottimmobilien zum Wohle der Allgemeinheit nutzbar machen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/schrottimmobilien-zum-wohle-der-allgemeinheit-nutzbar-machen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Katalin Gennburg, Sprecherin für Bauen und Stadtentwicklung der Fraktion Die Linke im Bundestag, anlässlich der Antwort der Bundesregierung auf ihre Kleine Anfrage zur „Kommunalisierung und Instandsetzung von sogenannten Schrottimmobilien in der Bundesrepublik Deutschland“ Katalin Gennburg, Sprecherin für Bauen und Stadtentwicklung der Fraktion Die Linke im Bundestag, anlässlich der Antwort der Bundesregierung auf ihre Kleine Anfrage zur „Kommunalisierung und Instandsetzung von sogenannten Schrottimmobilien in der Bundesrepublik Deutschland“:

„Bundesweit klagen Kommunen über Probleme mit Schrottimmobilien, seien es nun Wohn- oder Gewerbeimmobilien. Meine Anfrage zeigt nun, dass die Bundesregierung weder einen Überblick über die Größenordnung des Problems hat noch sich diesen ernsthaft verschaffen möchte, um gezielt Abhilfe zu schaffen. Sie verweist vor allem auf die Kommunen und ihre bevorstehende Baugesetznovelle, was nach dem kapital- und spekulationsfreundlichen sogenannten 'Bau-Turbo' mehr wie eine Drohung klingt statt Hilfe zu versprechen. Ich fordere die Bundesregierung auf, sich einen systematischen Überblick zu verschaffen und in ihrer Baugesetzbuch-Novelle den Kommunen starke und gut anwendbare Instrumente an die Hand zu geben, Schrottimmobilien zum Wohle der Allgemeinheit nutzbar zu machen. Außerdem muss nach der Novelle unverzüglich ein Update des Praxisleitfadens zum Umgang mit verwahrlosten Immobilien veröffentlicht werden, der sowohl Gewerbeimmobilien einschließt als auch die Nutzbarmachung von Immobilien in kommunalem, genossenschaftlichem oder vergesellschaftetem Eigentum für die Bedarfe der lokalen Bevölkerung in den Fokus rückt.“

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news-62799 Thu, 12 Mar 2026 15:04:47 +0100 Biometrische Überwachung durch BKA und Bundespolizei: Gezielter Angriff auf Grundrechte https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/biometrische-ueberwachung-durch-bka-und-bundespolizei-gezielter-angriff-auf-grundrechte/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres „Die Pläne von Innenminister Dobrindt und Justizministerin Hubig zur biometrischen Überwachung durch BKA, Bundespolizei und BAMF mithilfe Künstlicher Intelligenz sind ein gezielter Angriff auf die Grundrechte. Das Vorhaben ist mit Blick auf die europäische KI-Verordnung äußerst zweifelhaft und ebnet den Weg für eine unkontrollierte Massenüberwachung“, sagt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Ausweitung der digitalen Befugnisse für BKA, Bundespolizei und BAMF. „Die Pläne von Innenminister Dobrindt und Justizministerin Hubig zur biometrischen Überwachung durch BKA, Bundespolizei und BAMF mithilfe Künstlicher Intelligenz sind ein gezielter Angriff auf die Grundrechte. Das Vorhaben ist mit Blick auf die europäische KI-Verordnung äußerst zweifelhaft und ebnet den Weg für eine unkontrollierte Massenüberwachung“, sagt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Ausweitung der digitalen Befugnisse für BKA, Bundespolizei und BAMF. Bünger weiter: 

„Dass die Bundesregierung solche KI-Systeme nun fest in der Sicherheitsarchitektur verankern will, ist ein riskanter Irrweg. Expert:innen haben immer wieder deutlich gemacht: Diese Art der digitalen Aufrüstung ist mit dem europäischen Recht kaum vereinbar und gefährdet die Freiheit aller.

Besonders perfide zeigt sich ein bekanntes sicherheitspolitisches Muster der Bundesregierung beim geplanten massenhaften Abgleich biometrischer Daten von Geflüchteten. Dobrindt testet die schwerwiegendsten Eingriffe zuerst an Schutzsuchenden aus, um sie später schrittweise auf alle auszuweiten. Menschen auf der Flucht dürfen aber nie zum Versuchsobjekt für autoritäre Überwachungstechniken werden.“

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news-62796 Wed, 11 Mar 2026 15:02:03 +0100 Linke fordert nach Skandal um Buchhandlungspreis Rücktritt von Wolfram Weimer https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/linke-fordert-nach-skandal-um-buchhandlungspreis-ruecktritt-von-wolfram-weimer/ Pressemitteilung 21. Legislatur Kultur und Medien „Die heutige Enthüllung, dass der Kulturstaatsminister vor Wochen in Absage-E-Mails an die betroffenen Buchhandlungen wahrheitswidrig behauptet hatte, ihre Nichtberücksichtigung für den renommierten Buchhandlungspreis wäre auf eine Entscheidung der unabhängigen Jury zurückgegangen, bringt das Fass zum Überlaufen. Der Jury, die im Gegenteil an der Nominierung bewusst festgehalten hatte, die Verantwortung für die eigene politische Entscheidung zuzuschustern, ist feige und respektlos. Wer sich jeglicher Verantwortung, öffentlichen Debatten und gerichtlicher Kontrolle durch Lügen zu entziehen versucht, ist ungeeignet für das Amt eines Staatsministers“, erklärt David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag. „Die heutige Enthüllung, dass der Kulturstaatsminister vor Wochen in Absage-E-Mails an die betroffenen Buchhandlungen wahrheitswidrig behauptet hatte, ihre Nichtberücksichtigung für den renommierten Buchhandlungspreis wäre auf eine Entscheidung der unabhängigen Jury zurückgegangen, bringt das Fass zum Überlaufen. Der Jury, die im Gegenteil an der Nominierung bewusst festgehalten hatte, die Verantwortung für die eigene politische Entscheidung zuzuschustern, ist feige und respektlos. Wer sich jeglicher Verantwortung, öffentlichen Debatten und gerichtlicher Kontrolle durch Lügen zu entziehen versucht, ist ungeeignet für das Amt eines Staatsministers“, erklärt David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag. Schliesing weiter:

„Ich begrüße sehr, dass die drei ausgeschlossenen Buchhandlungen, von denen zwei sogar als ‚besonders herausragende Buchhandlungen‘ prämiert worden wären, Klage gegen Weimer als Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Bundesamt für Verfassungsschutz vor den Verwaltungsgerichten Berlin und Köln eingereicht haben. Es muss verhindert werden, dass künftig die Bundesregierung mit Hilfe des Geheimdienstes massiv die Kunst- und Kulturfreiheit beschneidet.

Weimer betreibt seit Amtsantritt rechte Cancel-Culture. Daran ändern auch seine Versuche, den Skandal herunterzuspielen, nichts. Nachdem er vor ein paar Tagen den Einsatz des rechtsstaatswidrigen ‚Haber-Verfahrens‘ noch als Standardinstrument bei allen Förderungen und Auszeichnungen in seinem Verantwortungsbereich angekündigt hatte, versucht er nun den Geheimdiensteinsatz nur noch als Ausnahme darzustellen. Auch die Behauptung, seine Amtsvorgängerin Claudia Roth hätte das Verfahren ebenfalls angewandt, ist eine bewusste Verdrehung der Tatsachen.

Der Wolfram-Weimer-Albtraum muss ein Ende haben. Erst massive Interessenkonflikte als Miteigentümer der Weimer Media Group und Urheberrechtsverstöße bei The European, dann die Beschädigung der Unabhängigkeit der Berlinale durch Einmischung und nun ein Buchhandlungspreis, bei dem politische Kontrolle erneut über kulturelle Freiheit gestellt wird. In anderen Zeiten hätte ein Minister schon lange Konsequenzen aus seinen Skandalen gezogen. Wer so in die Kunst- und Kulturfreiheit hineindirigiert und auch noch unehrlich agiert, ist als Kulturstaatsminister nicht tragbar. Alles andere als der sofortige Rücktritt Wolfram Weimers wäre ein weiterer Skandal.“

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news-62795 Wed, 11 Mar 2026 14:51:43 +0100 Energiepreissteigerungen: gegen Tankstellenoligopol vorgehen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/energiepreissteigerungen-gegen-tankstellenoligopol-vorgehen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie "Dass Tankstellen nur noch einmal täglich ihre Spritpreise erhöhen dürfen, ist überfällig. Die Empfehlungen des Bundeskartellamts, die Preissetzung an Tankstellen schärfer zu regulieren und gegen das Tankstellenoligopol vorzugehen, liegen schon seit Jahren auf dem Tisch. Hier handelt die Bundesregierung viel zu spät", erklärt Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Energiepreissteigerungen. "Dass Tankstellen nur noch einmal täglich ihre Spritpreise erhöhen dürfen, ist überfällig. Die Empfehlungen des Bundeskartellamts, die Preissetzung an Tankstellen schärfer zu regulieren und gegen das Tankstellenoligopol vorzugehen, liegen schon seit Jahren auf dem Tisch. Hier handelt die Bundesregierung viel zu spät", erklärt Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Energiepreissteigerungen. Cezanne weiter:

"Deutschlands Zusage, sich nun doch an der international koordinierten Freigabe von Erdöl und Öl-Produkten aus nationalen Reserven zu beteiligen, ist zu begrüßen. Der angekündigte deutsche Beitrag von 19,5 Millionen Barrel am Gesamtvolumen von 400 Millionen Barrel erscheint im Verhältnis zur deutschen Wirtschaftsleistung jedoch sehr gering. Die internationale Solidarität in Krisenzeiten sollte der Bundesregierung mehr wert sein. Der Rückgriff auf die Reserve zeigt, wie wichtig eine öffentlich-rechtlich verwaltete Erdölreserve ist. Kritische Infrastruktur gehört in die öffentliche Hand. Das ist eine Versicherung gegen internationale Krisen.

Abhängig von der Wirksamkeit der Ankündigungen sind weitere Maßnahmen nötig, die die Preise an der Tankstelle schnell senken: Wir als Linke fordern einen Ölpreisdeckel, der ab der Raffinerie für die zentralen Erdölerzeugnisse gelten soll. Über eine Preiskontrolle soll dann die Weitergabe des Preisnachlasses bis zur Zapfsäule garantiert werden. Bei der genauen Ausgestaltung des Modells kann man sich an Luxemburg oder an Belgien orientieren."

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news-62791 Tue, 10 Mar 2026 14:20:22 +0100 Kulturstaatsminister Weimer ist eine absolute Fehlbesetzung und Gefahr für die Kunst- und Kulturfreiheit https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kulturstaatsminister-weimer-ist-eine-absolute-fehlbesetzung-und-gefahr-fuer-die-kunst-und-kulturfreiheit/ Pressemitteilung 21. Legislatur Kultur und Medien zur Absage der Preisverleihung des Deutschen Buchhandlungspreises im Rahmen der Leipziger Buchmesse am 19. März durch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer: David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Absage der Preisverleihung des Deutschen Buchhandlungspreises im Rahmen der Leipziger Buchmesse am 19. März durch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer:

„Dieser Kulturstaatsminister ist eine absolute Fehlbesetzung und Gefahr für die Kunst- und Kulturfreiheit hierzulande. Nachdem er bereits die Berlinale mit seiner politischen Einflussnahme an den Rand des Untergangs gebracht hatte, zündelte Weimer jetzt beim Deutschen Buchhandlungspreis weiter und schädigt damit nicht nur den Preis, sondern auch die Branche nachhaltig. Dass eine angemessene und würdige Preisverleihung nicht mehr möglich ist, geht einzig auf Weimers Kappe und muss Konsequenzen haben. Seine politisch motivierte Streichung von drei Jury-Vorschlägen muss umgehend rückgängig gemacht werden. Eine politische Einflussnahme des Staates auf die Kunst- und Kulturfreiheit verbietet sich. Und erst recht eine Bespitzelung von Buchläden, die sich mehr um die Förderung einer vielfältigen Kultur verdient gemacht haben, als der zuständige Minister, durch den Geheimdienst.“

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news-62790 Tue, 10 Mar 2026 14:11:52 +0100 Starker Sozialstaat: Verbändevorstoß genau das richtige Signal https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/starker-sozialstaat-verbaendevorstoss-genau-das-richtige-signal/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales "Wir als Linke sagen klar: Nicht Bürgergeldempfangende, Rentner:innen oder Teilzeitkräfte sind das Problem. Das Problem sitzt ganz oben – bei denen, die ihren Reichtum verteidigen und gleichzeitig nach unten treten. Während Superreiche immer reicher werden, kürzt die Regierung beim Sozialstaat und lässt die arbeitenden Menschen die Rechnung zahlen lassen – obwohl genau sie dieses Land jeden Tag am Laufen halten. Das ist knallharte Klassenpolitik von oben", erklärt Cansin Köktürk, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Verbändebündnis für einen starken Sozialstaat. "Wir als Linke sagen klar: Nicht Bürgergeldempfangende, Rentner:innen oder Teilzeitkräfte sind das Problem. Das Problem sitzt ganz oben – bei denen, die ihren Reichtum verteidigen und gleichzeitig nach unten treten. Während Superreiche immer reicher werden, kürzt die Regierung beim Sozialstaat und lässt die arbeitenden Menschen die Rechnung zahlen lassen – obwohl genau sie dieses Land jeden Tag am Laufen halten. Das ist knallharte Klassenpolitik von oben", erklärt Cansin Köktürk, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Verbändebündnis für einen starken Sozialstaat. Köktürk weiter:

Wer den Sozialstaat kaputtspart, stellt sich nicht nur gegen soziale Gerechtigkeit, sondern gegen die Grundlage unserer Demokratie und Grundprinzipien des Grundgesetzes. Wir stellen uns dieser Politik entgegen – zusammen mit Gewerkschaften, Sozialverbänden und den Betroffenen. Der Vorstoß von VdK, Caritasverband, ver.di und BUND ist genau das richtige Signal, welches wir ausdrücklich begrüßen."

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news-62789 Tue, 10 Mar 2026 12:30:34 +0100 Diskriminierung darf nicht ohne Konsequenzen bleiben https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/diskriminierung-darf-nicht-ohne-konsequenzen-bleiben/ Pressemitteilung 21. Legislatur Recht Inneres "Wenn über neun Millionen Menschen in Deutschland Diskriminierung erleben und nur 2,6 Prozent von ihnen rechtliche Schritte dagegen einleiten, ist das ein Armutszeugnis für den Rechtsstaat. Viele Betroffene fühlen sich offenbar so wenig geschützt, dass sie gar nicht erst versuchen, ihre Rechte durchzusetzen. Das liegt auch an den Schwächen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, das dringend evaluiert und reformiert werden muss", erklärt Aaron Valent, Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz für die Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) zu Diskriminierungserfahrungen. "Wenn über neun Millionen Menschen in Deutschland Diskriminierung erleben und nur 2,6 Prozent von ihnen rechtliche Schritte dagegen einleiten, ist das ein Armutszeugnis für den Rechtsstaat. Viele Betroffene fühlen sich offenbar so wenig geschützt, dass sie gar nicht erst versuchen, ihre Rechte durchzusetzen. Das liegt auch an den Schwächen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, das dringend evaluiert und reformiert werden muss", erklärt Aaron Valent, Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz für die Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) zu Diskriminierungserfahrungen. Valent weiter:

"Seit Jahren ist bekannt, dass es Schutzlücken gibt und Betroffene große Hürden zu überwinden haben, um ihre Rechte einzuklagen. Trotzdem ist politisch viel zu wenig passiert. Zu einem wirksameren Antidiskriminierungsrecht gehören längere Fristen für Betroffene, ein Verbandsklagerecht, damit Diskriminierung auch ohne persönliches Prozessrisiko verfolgt werden kann, und ein deutlich stärkerer Schutz, auch beim Zugang zu Wohnungen, Arbeit und Dienstleistungen. Betroffene müssen geschützt werden. Diskriminierung darf nicht ohne Konsequenzen bleiben."

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news-62788 Tue, 10 Mar 2026 12:24:25 +0100 VW: Management bereichert sich trotz Gewinneinbruch und Stellenabbau https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/vw-management-bereichert-sich-trotz-gewinneinbruch-und-stellenabbau/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie Verkehr, Bau und Stadtentwicklung „Während die Gewinne bei Volkswagen massiv einbrechen und bis zu 50.000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen, kassiert der Vorstand weiterhin Millionenboni. Konzernchef Oliver Blume erhielt im vergangenen Jahr eine Vergütung von über sieben Millionen Euro”, sagt Agnes Conrad, Sprecherin für nachhaltige Automobilpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Gewinneinbruch bei VW. „Während die Gewinne bei Volkswagen massiv einbrechen und bis zu 50.000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen, kassiert der Vorstand weiterhin Millionenboni. Konzernchef Oliver Blume erhielt im vergangenen Jahr eine Vergütung von über sieben Millionen Euro”, sagt Agnes Conrad, Sprecherin für nachhaltige Automobilpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Gewinneinbruch bei VW. Conrad weiter:

„Dass sich der Vorstand Millionengehälter auszahlt, während Beschäftigte um ihre Zukunft bangen müssen, ist ein Schlag ins Gesicht der Belegschaft. Wer Verantwortung für Fehlentscheidungen und strategische Probleme trägt, darf sich nicht gleichzeitig persönlich bereichern.

Bei Volkswagen zeigt sich einmal mehr eine massive Schieflage: Verluste und Risiken tragen Beschäftigte und Öffentlichkeit, während sich das Top-Management weiter üppig bedient. Die Millionen für Boni wären deutlich besser in die sozial-ökologische Transformation des Unternehmens, in sichere Arbeitsplätze und zukunftsfähige Produktion investiert gewesen.”

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