Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Tue, 14 Apr 2026 21:58:18 +0200 Tue, 14 Apr 2026 21:58:18 +0200 TYPO3 EXT:news news-63016 Tue, 14 Apr 2026 15:05:09 +0200 GKV-Reform torpediert Sozialstaatsgedanken https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/gkv-reform-torpediert-den-gedanken-des-sozialstaats/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit Zitat von Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum von Gesundheitsministerin Warken vorgestellten Reformpaket: Zitat von Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum von Gesundheitsministerin Warken vorgestellten Reformpaket:

"Frau Warken macht nun ernst und laut ihren Vorschlägen sollen Zuzahlungen für Medikamente und weitere Leistungen steigen, das Krankengeld wird gekürzt und die beitragsfreie Mitversicherung von Angehörigen fällt weg. Derzeit familienversicherte Ehegatten zahlen zukünftig extra. Erneut sollen also Kürzungen und Verschlechterungen im System falsche Weichenstellungen und jahrelange politische Untätigkeit ausgleichen. Den wirksamsten Hebel zur nachhaltigen Finanzierung der GKV hat die Koalition von vornherein ausgeschlossen, denn es gab keine Prüfung der Effekte bei einer Erhöhung oder Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze. Dabei erzielten 2025 5,8 Millionen gesetzlich Krankenversicherte Einkommen, die oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen. Diese breiteren Schultern werden nicht angemessen zur Finanzierung herangezogen. Das torpediert den Gedanken des Sozialstaats.

Wir als Linke setzen uns seit Jahren für eine Finanzierung der GKV ein, bei der auch die oberen 10 Prozent der Einkommen ihren fairen Anteil leisten. Dazu müssen Kapitalerträge und Mieteinnahmen herangezogen werden und die Beitragsbemessungsgrenze mindestens deutlich erhöht oder besser noch abgeschafft werden. Außerdem wollen wir auch diejenigen in die solidarische Krankenversicherung integrieren, die heute privatversichert sind. Dadurch könnten die Beitragssätze um rund ein Viertel sinken – deutlich mehr als das, was Warken jetzt vorschlägt."

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news-63012 Mon, 13 Apr 2026 13:57:27 +0200 Reiche: Mehr Lobbyistin als Wirtschaftsministerin https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/reiche-mehr-lobbyistin-als-wirtschaftsministerin/ Pressemitteilung 21. Legislatur Familie, Senioren, Frauen und Jugend Arbeit und Soziales Sarah Vollath, Sprecherin für Rentenpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Forderung von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche im Handelsblatt, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln Sarah Vollath, Sprecherin für Rentenpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Forderung von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche im Handelsblatt, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln:

„Katherina Reiche beweist erneut, dass sie mehr Lobbyistin als Wirtschaftsministerin ist. Gerade einmal eine Woche ist es her, dass die Bundesregierung auf unsere Anfrage Zahlen zur Verfügung gestellt hat, die beweisen, dass das Renteneintrittsalter in Deutschland schneller steigt als die Lebenserwartung. Statt sich diesen Fakten zu stellen, fordert sie weiter dogmatisch, dass die Menschen wegen der angeblich steigenden Lebenserwartung länger arbeiten müssten. Das ist weiterhin falsch. Leider ist es wenig überraschend, dass Katherina Reiche als verlängerter Arm der Wirtschaftsverbände diese Tatsache völlig ausblendet - und zwar auf dem Rücken von 21 Millionen Rentner:innen und der nachfolgenden Generationen. Wer so fernab von Fakten Politik macht, ist als Wirtschaftsministerin eine völlige Fehlbesetzung.“

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news-63011 Mon, 13 Apr 2026 13:26:24 +0200 Das System Orbán ist abgewählt https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/das-system-orban-ist-abgewaehlt/ Pressemitteilung 21. Legislatur Europäische Union Janina Böttger, europapolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Wahl in Ungarn Janina Böttger, europapolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Wahl in Ungarn:

"Das System Orbán ist abgewählt. Dieser Sieg gehört nicht nur Peter Magyar, er gehört den Menschen, die 16 Jahre lang unter enormem Druck nicht aufgehört haben, gegen den autoritären Staatsumbau zu kämpfen. Die EU hat jetzt eine Chance, sich zu reformieren und demokratische Prozesse zu stärken. Viel zu lange haben EU-Institutionen Orbán hofiert und den Abbau demokratischer Standards akzeptiert. Von Peter Magyar erwarte ich keine progressive Politik. Trotzdem muss er jetzt alles daransetzen, das Leben der Ungarinnen und Ungarn zu verbessern - und daran muss er sich messen lassen."

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news-63010 Mon, 13 Apr 2026 11:28:39 +0200 Bundesregierung beschenkt Mineralölkonzerne https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bundesregierung-beschenkt-mineraloelkonzerne/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie "Die Konzerne zocken die Menschen an der Tankstelle jeden Tag mehr ab. Anstatt diese Spirale der Gier mit einer Übergewinnsteuer zu durchbrechen und damit eine Entlastung der Mehrheit zu finanzieren, senkt der Kanzler die Steuern und verkündet, dass er erwartet, dass diese Senkung weitergegeben wird. Das ist entweder vollkommen naiv oder eiskalte Berechnung, um den Mineralölkonzernen weitere, über den Haushalt finanzierte Geschenke zu machen", sagt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den von der Bundesregierung angekündigten Entlastungsmaßnahmen. "Die Konzerne zocken die Menschen an der Tankstelle jeden Tag mehr ab. Anstatt diese Spirale der Gier mit einer Übergewinnsteuer zu durchbrechen und damit eine Entlastung der Mehrheit zu finanzieren, senkt der Kanzler die Steuern und verkündet, dass er erwartet, dass diese Senkung weitergegeben wird. Das ist entweder vollkommen naiv oder eiskalte Berechnung, um den Mineralölkonzernen weitere, über den Haushalt finanzierte Geschenke zu machen", sagt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den von der Bundesregierung angekündigten Entlastungsmaßnahmen. Reichinnek weiter: 

"Die Mehrheit im Land ist so auf Wohl und Wehe ebenjener Großkonzerne angewiesen, die immer weiter austesten, wie weit sie gehen können. Die Menschen in diesem Land wissen nicht mehr ein noch aus und die Pressekonferenz der Regierung macht erneut deutlich: sie kann oder will keine echten Lösungen liefern.

Der Krisen-Bonus liegt im Ermessen des Arbeitgebers und ist damit sozial enorm ungerecht. Nicht jeder Arbeitgeber wird ihn zahlen können oder wollen. Und Renter:innen, Schüler:innen, Studierende und Arbeitslose werden gleich ganz leer ausgehen, sind aber genauso von der krassen Preistreiberei betroffen.

Angesichts der dramatischen Krisenlage und den sich abzeichnenden Finanzlöchern ist es ein historisches Versagen, nicht endlich Überreiche und Krisengewinner stärker in allen Bereichen in die Verantwortung zu nehmen, um damit beispielsweise ein Energiekrisengeld zu finanzieren. Kein Wort zu Vermögenssteuer oder Erhöhung von Beitragsbemessungsgrenzen bei Renten-, Gesundheits- und Pflegeversicherung, um für eine solide Finanzierung von wichtigen Reformprojekten zu sorgen. Doch genau das wäre, was die Mehrheit der Menschen entlasten würde."

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news-63005 Sat, 11 Apr 2026 14:12:23 +0200 Merz muss eine Ansage machen: Reiche oder Entlastung der Verbraucher? https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/merz-muss-eine-ansage-machen-reiche-oder-entlastung-der-verbraucher/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Familie, Senioren, Frauen und Jugend Wirtschaft und Technologie „Merz muss schnell Klarheit schaffen, ob Ministerin Reiche noch sein Vertrauen genießt und in seinem Sinne agiert. Angriffe auf das Renteneintrittsalter, Infragestellung der Klimaziele, Alleingänge und öffentliche Pöbeleien gegen den Koalitionspartner - seine verhaltensauffällige Wirtschaftsministerin fühlt sich offenbar weder an den Koalitionsvertrag noch an Absprachen gebunden“, erklärt Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag. „Merz muss schnell Klarheit schaffen, ob Ministerin Reiche noch sein Vertrauen genießt und in seinem Sinne agiert. Angriffe auf das Renteneintrittsalter, Infragestellung der Klimaziele, Alleingänge und öffentliche Pöbeleien gegen den Koalitionspartner - seine verhaltensauffällige Wirtschaftsministerin fühlt sich offenbar weder an den Koalitionsvertrag noch an Absprachen gebunden“, erklärt Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag. Wissler weiter:

„Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder die Ministerin handelt gegen den Willen des Kanzlers und tanzt ihm auf der Nase rum, dann muss Merz sie schon aus eigenem Interesse entlassen. Oder ihr Agieren ist abgesprochen und sie vertritt die marktradikale Merz-Linie, die er im Wahlkampf angekündigt hat und die seinen Überzeugungen entspricht.

Auf jeden Fall gilt: Wenn Merz die Menschen tatsächlich entlasten will, muss er Reiche entlassen. Sie blockiert alle notwenigen wirksamen Maßnahmen wie die Übergewinnsteuer, Direktauszahlungen und ernsthafte Eingriffe in den Markt. Die Mineralölkonzerne bereichern sich auf Kosten der Pendler und Ministerin Reiche ist die beste Garantie dafür, dass sie das ungestört fortsetzen können. Wenn schon Teile der CDU der eigenen Ministerin unterstellen, sie wolle die Große Koalition sprengen und würde eine Koalition mit der AfD anstreben, ist das schockierend und erfordert eine Reaktion des Kanzlers.“

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news-63003 Fri, 10 Apr 2026 10:50:02 +0200 Inflation treibt Menschen weiter in die Armut https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/inflation-treibt-menschen-weiter-in-die-armut/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Familie, Senioren, Frauen und Jugend Finanzen Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur März-Inflationsrate auf dem höchsten Stand seit rund zwei Jahren: Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur März-Inflationsrate auf dem höchsten Stand seit rund zwei Jahren:

„Während die Koalition seit Wochen über mögliche Entlastungen streitet, treibt die Inflation die Menschen jeden Tag weiter in die Armut. Statt endlich entschlossen Maßnahmen zu ergreifen, eiert der Kanzler weiter rum und schraubt lieber die Erwartungen schon mal runter: schnelle, gewichtige Entlastungen sind jedenfalls nicht zu erwarten. Der Frust der Menschen prallt komplett an ihm ab - aus dem Privatflieger sehen deren Probleme wohl einfach zu belanglos aus.

Andere europäische Länder haben längst gehandelt, hierzulande lässt man die Menschen mit den explodierenden Preisen allein. Das ist ein gefährliches Spiel auf Kosten des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sofortentlastungen sind das Gebot der Stunde. Es braucht jetzt ein Energiekrisengeld und eine Übergewinnsteuer, um dieses zu finanzieren.“

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news-63002 Fri, 10 Apr 2026 09:40:49 +0200 USA-Iran-Gespräche in Pakistan: Bundesregierung unterstützt Prozess nicht glaubwürdig https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/usa-iran-gespraeche-in-pakistan-bundesregierung-unterstuetzt-prozess-nicht-glaubwuerdig/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges "Die Gespräche zwischen den USA und Iran in Pakistan sind zwar ein wichtiges Signal – aber stehen auf wackligen Füßen. Solange Gespräche nicht zu einem echten Kurswechsel Richtung dauerhaftem Frieden für die gesamte Region führen, bleibt jedes diplomatische Zeichen halbherzig. Die Bundesregierung unterstützt diesen Prozess bislang nicht glaubwürdig", erklärt Cansu Özdemir, Sprecherin für Außenpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Gesprächen zwischen USA und Iran in Pakistan. "Die Gespräche zwischen den USA und Iran in Pakistan sind zwar ein wichtiges Signal – aber stehen auf wackligen Füßen. Solange Gespräche nicht zu einem echten Kurswechsel Richtung dauerhaftem Frieden für die gesamte Region führen, bleibt jedes diplomatische Zeichen halbherzig. Die Bundesregierung unterstützt diesen Prozess bislang nicht glaubwürdig", erklärt Cansu Özdemir, Sprecherin für Außenpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Gesprächen zwischen USA und Iran in Pakistan. Özdemir weiter:

"Lippenbekenntnisse reichen nicht, sie muss Doppelstandards beenden und endlich Verantwortung übernehmen: Wer Frieden will, darf nicht weiter Waffen liefern. Die Bundesregierung muss sofort alle Rüstungsexporte in die Region stoppen, ihr politisches und militärisches Mittragen des US geführten Kriegsrahmens beenden und die Nutzung deutscher Militärbasen aussetzen. Sie muss außerdem nicht nur an Iran, sondern auch an ihre Verbündeten die USA und Israel appellieren, diesen Krieg endgültig zu beenden. Es braucht außerdem einen Abschiebestopp in die Region, die schnelle und unkomplizierte Aufnahme Geflüchteter sowie eine Aufstockung der humanitären Hilfe vor Ort."

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news-63001 Thu, 09 Apr 2026 17:29:03 +0200 Steigende Energiepreise: Kanzler hat den Schuss nicht gehört https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/steigende-energiepreise-kanzler-hat-den-schuss-nicht-gehoert/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Merz' Äußerungen über mögliche Entlastungen Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Merz' Äußerungen über mögliche Entlastungen:

“Der Kanzler hat offenbar den Schuss noch nicht gehört. Er erwägt Entlastungen - aber nur, wenn die Energiepreise, die die Menschen seit Wochen in die Knie zwingen, noch mehr erhöht werden. Mit jedem einzelnen Tag, den die Regierung Taten schuldig bleibt, steigt die Not. Das ewige Vorschlags-Pingpong zwischen Union und SPD ist für die Menschen nur noch frustrierend und ermüdend – zumal alle wissen, dass am Ende sowieso nichts Sinnvolles für sie dabei rumkommt. Die 12-Uhr-Tankstellenregel ist eine Farce. Die Menschen merken, dass man sie für dumm verkaufen will. In anderen europäischen Ländern passiert wirklich etwas: Litauen halbiert die Bahnpreise, Österreich und Kroatien begrenzen die Gewinnmargen der Ölkonzerne. In Luxemburg werden seit Jahren und dauerhaft Höchstpreise für Kraftstoffe staatlich festgelegt und kontrolliert.

Die eventuell angedachte Erhöhung der Pendlerpauschale wird es nicht richten. Menschen, die akut Probleme haben, über die Runden zu kommen, hilft das überhaupt nicht, weil die kleine Steuerrückzahlung erst in ferner Zukunft käme. Wer wenig verdient und deshalb kaum Steuern zahlt, hat sogar fast gar nichts davon und genau das wären die Menschen, die am dringendsten auf eine Entlastung angewiesen sind. Wir als Linke fordern stattdessen schnellstmöglich ein Energiekrisengeld. Das würde sofort helfen – vor allem Menschen mit geringen Einkommen. Finanziert werden kann dies, indem die abgezockten Übergewinne der Energiekonzerne abgeschöpft werden. Die Gesetzesgrundlage dafür ist aus der letzten Energiekrise noch da. Sie kann völlig unkompliziert reaktiviert werden.“

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news-63000 Thu, 09 Apr 2026 13:57:36 +0200 Trump versucht Europa in seinen Krieg reinzuziehen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/trump-versucht-europa-in-seinen-krieg-reinzuziehen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges Verteidigung „Trump hat sich offensichtlich verrannt und versucht, Europa in seinen Krieg mit reinzuziehen. Wenn Friedrich Merz zu Recht meint, 'es ist nicht unser Krieg', dann muss er jetzt gegenüber Trump Rückgrat zeigen. Er darf sich nicht erpressen lassen und muss dieses Ultimatum scharf zurückweisen. Nachdem Kanzler Merz es aber nicht einmal schafft, den Angriff klar als völkerrechtswidrig zurückzuweisen, habe ich große Sorge vor den möglichen Folgen einer blinden Gefolgschaft", erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten und den neuen Forderungen des US-Präsidenten an Europa. „Trump hat sich offensichtlich verrannt und versucht, Europa in seinen Krieg mit reinzuziehen. Wenn Friedrich Merz zu Recht meint, 'es ist nicht unser Krieg', dann muss er jetzt gegenüber Trump Rückgrat zeigen. Er darf sich nicht erpressen lassen und muss dieses Ultimatum scharf zurückweisen. Nachdem Kanzler Merz es aber nicht einmal schafft, den Angriff klar als völkerrechtswidrig zurückzuweisen, habe ich große Sorge vor den möglichen Folgen einer blinden Gefolgschaft", erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten und den neuen Forderungen des US-Präsidenten an Europa. Pellmann weiter:

"Ein Einsatz der Bundesmarine in der Straße von Hormus käme einer direkten Kriegsbeteiligung gleich. In Anbetracht der brüchigen Waffenruhe befände sich Deutschland schnell in einer direkten militärischen Konfrontation mit dem Iran. Nicht deutsche Fregatten öffnen die Straße von Hormus, sondern diplomatische Initiativen für einen dauerhaften Frieden in der Region. Das schließt auch die Einhaltung des Waffenstillstandes im Libanon ein.

Dass Israel nur Stunden nach Bekanntgabe der Waffenruhe zivile Viertel bombardiert, ist nicht nur kriminell und zynisch, es torpediert auch die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Die Angriffe auf ziviles Leben und das Völkerrecht dürfen nicht folgenlos bleiben. Die Bundesregierung muss diese Aggression scharf verurteilen und Israel auffordern, alle Angriffe sofort einzustellen. Das Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und Israel muss vollständig ausgesetzt werden. Israel kann auch kein Partner für Rüstungskooperationen sein.“

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news-62998 Wed, 08 Apr 2026 15:04:50 +0200 Wehrpflicht abschaffen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/wehrpflicht-abschaffen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verteidigung "Das Bundesverteidigungsministerium zeigt einmal mehr: Rekordausgaben gehen Hand in Hand mit Rekordversagen. Was Boris Pistorius und sein Haus hier abliefern, ist Ausdruck von Inkompetenz. Wer junge Menschen in den Schützengraben schicken will, um ein vermeintliches 'Vaterland' zu verteidigen, sollte wenigstens in der Lage sein, ein fachlich sauberes Gesetz vorzulegen. Stattdessen erleben wir das Gegenteil: Ein Gesetz mit weitreichenden Folgen für die Lebensplanung vieler junger Menschen wird im Nachhinein per Verwaltungsvorschrift zurechtgebogen. Das ist eine Farce", erklärt Desiree Becker, stellvertretende Vorsitzende und friedens- und abrüstungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Meldepflicht für lange Auslandsreisen wehrfähiger Männer. "Das Bundesverteidigungsministerium zeigt einmal mehr: Rekordausgaben gehen Hand in Hand mit Rekordversagen. Was Boris Pistorius und sein Haus hier abliefern, ist Ausdruck von Inkompetenz. Wer junge Menschen in den Schützengraben schicken will, um ein vermeintliches 'Vaterland' zu verteidigen, sollte wenigstens in der Lage sein, ein fachlich sauberes Gesetz vorzulegen. Stattdessen erleben wir das Gegenteil: Ein Gesetz mit weitreichenden Folgen für die Lebensplanung vieler junger Menschen wird im Nachhinein per Verwaltungsvorschrift zurechtgebogen. Das ist eine Farce", erklärt Desiree Becker, stellvertretende Vorsitzende und friedens- und abrüstungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Meldepflicht für lange Auslandsreisen wehrfähiger Männer. Becker weiter:

"Für uns ist klar: Das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz gehört nicht nachgebessert, sondern abgeschafft - genauso wie die Wehrpflicht insgesamt. Die aktuellen Debatten zeigen erneut, worum es wirklich geht: Die Wehrpflicht und alles, was mit ihr zusammenhängt, sind autoritär und greifen massiv in die Selbstbestimmung junger Menschen ein. Wir als Linke werden weiterhin geschlossen gegen dieses Gesetz kämpfen. Das Gesetz ist nicht nur schlecht gemacht, es ist ein weiterer Baustein der Militarisierung der Gesellschaft. Im Schatten dieser Debatten ist die Wiedereinführung der Wehrpflicht längst im Gange."

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news-62996 Tue, 07 Apr 2026 20:34:18 +0200 Bundesregierung muss Trumps Drohungen klar verurteilen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bundesregierung-unmissverstaendlich-auf-diese-drohungen-klar-zu-verurteilen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges Lea Reisner, Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag für internationale Beziehungen, zu den neuesten Drohungen von US-Präsident Donald Trump Lea Reisner, Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag für internationale Beziehungen, zu den neuesten Drohungen von US-Präsident Donald Trump:

"Heute hat der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, offen angekündigt, eine ganze Zivilisation auszulöschen. Das ist kein rhetorischer Ausrutscher, das ist genozidale Rhetorik und die erklärte Absicht eines Mannes, dessen Krieg auch von deutschem Boden aus geführt wird. Frankreich, Italien und Österreich haben ihre Konsequenzen gezogen. Bundeskanzler Merz hingegen schweigt. Wir fordern die Bundesregierung unmissverständlich auf, diese Drohungen klar zu verurteilen und im Einklang mit dem Völkerrecht zu handeln. Dazu zählt insbesondere die sofortige Sperrung aller US-Militärbasen in Deutschland für Operationen gegen den Iran. Wer das jetzt noch verweigert, trägt bewusst Mitverantwortung für diesen Krieg und alle seine Folgen."

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news-62995 Tue, 07 Apr 2026 14:34:32 +0200 Schwarzfahren-Paragraph ersatzlos streichen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/schwarzfahren-paragraph-ersatzlos-streichen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Recht Verkehr, Bau und Stadtentwicklung "In diesem Land sind viele Menschen so arm, dass sie sich kein Busticket leisten können. Aktuell werden sie dafür auch noch bestraft und, wenn sie nicht zahlen können, oft sogar ins Gefängnis gesteckt. Weil wir seit Jahren gemeinsam mit Initiativen wie dem Freiheitsfonds dafür kämpfen, dass Fahren ohne Fahrschein entkriminalisiert wird, scheint Ministerin Hubig das Problem nun angehen zu wollen. Dafür ist allerdings keine umfangreiche Prüfung mehr nötig: Der sogenannte Schwarzfahren-Paragraph kann einfach ersatzlos gestrichen werden", erklärt Luke Hoß, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur möglichen Entkriminalisierung des Schwarzfahrens. "In diesem Land sind viele Menschen so arm, dass sie sich kein Busticket leisten können. Aktuell werden sie dafür auch noch bestraft und, wenn sie nicht zahlen können, oft sogar ins Gefängnis gesteckt. Weil wir seit Jahren gemeinsam mit Initiativen wie dem Freiheitsfonds dafür kämpfen, dass Fahren ohne Fahrschein entkriminalisiert wird, scheint Ministerin Hubig das Problem nun angehen zu wollen. Dafür ist allerdings keine umfangreiche Prüfung mehr nötig: Der sogenannte Schwarzfahren-Paragraph kann einfach ersatzlos gestrichen werden", erklärt Luke Hoß, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur möglichen Entkriminalisierung des Schwarzfahrens. Hoß weiter:

"Will Ministerin Hubig wirklich dafür sorgen, dass niemand mehr ins Gefängnis muss, weil sie oder er arm ist, muss sie außerdem die Ersatzfreiheitsstrafe insgesamt abschaffen. Anstatt Armut weiter zu bestrafen, sollte die Regierung endlich anfangen, die Menschen zu unterstützen. Angesichts der horrenden Spritpreise fordern wir, das 9-Euro-Ticket sofort wieder einzuführen."

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news-62989 Wed, 01 Apr 2026 15:04:19 +0200 Teilkrankschreibung: Einfallstor für rücksichtslose Arbeitgeber https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/teilkrankschreibung-einfallstor-fuer-ruecksichtslose-arbeitgeber/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie und Public Health der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Vorschlag einer Teilkrankschreibung. Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie und Public Health der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Vorschlag einer Teilkrankschreibung:

"Den Vorschlag zur Teilkrankschreibung und einem Teilkrankengeld lehnen wir ab. Dieses Modell würde zum Einfallstor für rücksichtslose Arbeitgeber, ihre Angestellten auch krank arbeiten zu lassen. Denn im Gegensatz zum jetzt schon möglichen Hamburger Modell ist vorgesehen, dass der Arbeitgeber die teilweise Arbeitsleistung bezahlt. Das wird deutlich mehr Druck auf die Versicherten ausüben, arbeiten zu gehen, obwohl sie dazu noch nicht in dem Umfang in der Lage sind. Die ärztliche Bescheinigung der Teilarbeitsfähigkeit hilft da auch nur sehr begrenzt, da die Ärzt:innen in der Regel der Selbsteinschätzung und dem Wunsch ihrer Patient:innen, teilweise wieder arbeitsfähig zu sein, nicht im Wege stehen wollen, wenn nicht eine offensichtliche Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Folgekosten für nicht vollständig kurierte Krankheiten sind also programmiert. Und das ist in das von der Kommission festgestellte relativ geringe Einsparpotenzial einer solchen Maßnahme noch nicht einmal eingepreist."

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news-62988 Wed, 01 Apr 2026 12:43:06 +0200 Tankstellenregeln sind schlechter Aprilscherz https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/tankstellenregeln-sind-schlechter-aprilscherz/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Wirtschaft und Technologie Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Start der Spritpreisregeln für Tankstellen: Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Start der Spritpreisregeln für Tankstellen:

"Auf die meisten Menschen dürfte die heute in Kraft getretene Regelung zu Spritpreisen zurecht wie ein schlechter Aprilscherz der Bundesregierung wirken. Diese Maßnahme wird effektiv nichts an der Abzocke ändern und dokumentiert ein dramatisches Politikversagen, für das die Menschen im Land teuer bezahlen. Seit Wochen schon leiden die Menschen unter Abzocke und Preistreiberei mit Spritpreisen und die Regierung hat nichts gemacht, was effektiv hilft. Damit beweist die Bundesregierung einmal mehr ihr Desinteresse an der Lebensrealität der Mehrheit. Die Menschen brauchen keine sinnlosen Maßnahmen der Regierung oder leere Versprechungen, sondern sofortige Entlastung. Statt einzelne Tankstellenbetreiber beim neuen Tankgesetz mit martialischen Bußgeldern zu bedrohen, sollte die Bundesregierung gegen die wirklichen Preistreiber vorgehen und mit einer effektiven Übergewinnsteuer Abzocke eindämmen. So könnte nicht nur Preistreiberei verhindert werden, sondern auch ein Energiekrisengeld sowie die Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets finanziert werden. Der Umgang der Bundesregierung mit den Spritpreisen ist ein bitterer Vorgeschmack auf das, was bei den Lebensmittelpreisen droht. Wer die Menschen bei den Spritpreisen im Regen stehen lässt, wird das auch bei Lebensmittelpreisen tun. Hier gilt es, keine Zeit zu verlieren. Deswegen muss schleunigst eine staatliche Preisbeobachtungsstelle aufgebaut werden, die Abzocke bei Lebensmittelpreisen verhindert und es braucht dringend eine Mehrwertsteuersenkung für Grundnahrungsmittel, um schnell und spürbar Entlastungen für die Menschen zu erreichen. Zudem gilt: Wer Preistreiberei bei Spritpreisen und anderen Energiepreisen unterbindet, verhindert auch effektiv Preissteigerungen bei Lebensmitteln."

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news-62974 Tue, 31 Mar 2026 11:56:36 +0200 Arbeitslosenzahlen: Alle Alarmglocken bei der Bundesregierung müssten schrillen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/arbeitslosenzahlen-alle-alarmglocken-bei-der-bundesregierung-muessten-schrillen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Wirtschaft und Technologie „Die schwache Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt sollte schon jetzt bei der Bundesregierung alle Alarmglocken schrillen lassen. Denn es steht zu befürchten, dass neben den hausgemachten Problemen in Kürze auch der Iran-Krieg voll auf den deutschen Arbeitsmarkt durchschlagen wird“ sagt Pascal Meiser, arbeitspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Arbeitslosenzahlen für März 2026. „Die schwache Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt sollte schon jetzt bei der Bundesregierung alle Alarmglocken schrillen lassen. Denn es steht zu befürchten, dass neben den hausgemachten Problemen in Kürze auch der Iran-Krieg voll auf den deutschen Arbeitsmarkt durchschlagen wird“ sagt Pascal Meiser, arbeitspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Arbeitslosenzahlen für März 2026. Meiser weiter:

„Das Mindeste, was die Bundesregierung jetzt tun muss, ist schnell einen Schutzschirm aufzuspannen, um diejenigen Beschäftigten nicht im Regen stehen zu lassen, die unter anderem durch die Folgen von Krieg und Energiepreiskrise ihren Job zu verlieren drohen.

Damit das gelingt, muss die Bundesagentur für Arbeit endlich nachhaltig finanziell abgesichert werden. Kurzfristig braucht es dazu einen Zuschuss des Bundes, der auch die krisenbedingten Zusatzkosten auffängt. Nur so können wichtige arbeitsmarktpolitische Instrumente zur Beschäftigungssicherung wie das Kurzarbeitergeld gestärkt werden. Zudem muss die Bundesregierung jetzt endlich mit voller Kraft die Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern reduzieren und durch eine Stärkung der unteren und mittleren Einkommen die Binnennachfrage ankurbeln. Auch damit internationale Krisen künftig nicht mehr im gleichen Maße wie jetzt auf unsere Wirtschaft durchschlagen.“

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