Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Wed, 25 Mar 2026 20:38:07 +0100 Wed, 25 Mar 2026 20:38:07 +0100 TYPO3 EXT:news news-62901 Wed, 25 Mar 2026 17:53:58 +0100 MPK Ost: Ministerpräsident:innen müssen Demokratieförderung verteidigen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/mpk-ost-ministerpraesidentinnen-muessen-demokratiefoerderung-verteidigen/ Pressemitteilung 21. Legislatur  "Gerade die Ostbundesländer trifft der letzte Woche von der Bundesregierung angekündigte Umbau des Programms 'Demokratie leben' besonders hart. Dieser Angriff auf die Zivilgesellschaft bedroht insbesondere den ländlichen Raum im Osten enorm – das kann nicht im Interesse der Ost-Ministerpräsidenten sein. Sie müssen ihren Einfluss nutzen, die Demokratieförderung zu verteidigen", erklärt Mandy Eißing, Sprecherin für Ostdeutschland der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Konferenz der Ministerpräsidenten Ostdeutschlands.  "Gerade die Ostbundesländer trifft der letzte Woche von der Bundesregierung angekündigte Umbau des Programms 'Demokratie leben' besonders hart. Dieser Angriff auf die Zivilgesellschaft bedroht insbesondere den ländlichen Raum im Osten enorm – das kann nicht im Interesse der Ost-Ministerpräsidenten sein. Sie müssen ihren Einfluss nutzen, die Demokratieförderung zu verteidigen", erklärt Mandy Eißing, Sprecherin für Ostdeutschland der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Konferenz der Ministerpräsidenten Ostdeutschlands. Eißing weiter:

"Gleichzeitig stehen in Ostdeutschland weiter zahlreiche Arbeitsplätze auf dem Spiel, ob im Chemie-Dreieck oder bei Zalando in Thüringen. Hier ist Handeln gefragt. Wer Wirtschaft und Innovation zur obersten Priorität erklärt, muss auch für sichere Jobs und faire Arbeitsbedingungen sorgen."

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news-62900 Wed, 25 Mar 2026 16:00:51 +0100 Merz‘ Chaos-Kabinett: Reformen auf dem Rücken der Menschen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/merz-chaos-kabinett-reformen-auf-dem-ruecken-der-menschen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie Finanzen Arbeit und Soziales „Merz‘ Chaos-Kabinett überbietet sich nahezu stündlich mit neuen Reformvorschlagen, die man sich kurz darauf gegenseitig möglichst öffentlichkeitswirksam zerreißt. Besonders in Krisenzeiten wäre es die Aufgabe einer Bundesregierung, den Menschen Halt zu geben – die Regierung tut jedoch das genaue Gegenteil und facht die Verunsicherung in der Bevölkerung weiter an“, sagt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum angekündigten Reformpaket der Bundesregierung. „Merz‘ Chaos-Kabinett überbietet sich nahezu stündlich mit neuen Reformvorschlagen, die man sich kurz darauf gegenseitig möglichst öffentlichkeitswirksam zerreißt. Besonders in Krisenzeiten wäre es die Aufgabe einer Bundesregierung, den Menschen Halt zu geben – die Regierung tut jedoch das genaue Gegenteil und facht die Verunsicherung in der Bevölkerung weiter an“, sagt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum angekündigten Reformpaket der Bundesregierung. Reichinnek weiter:

„Mit Blick auf die Bilanz des letzten Jahres fürchten die Menschen zurecht, dass diese sogenannten Reformen wieder auf ihrem Rücken stattfinden. Jeder Vorschlag von Seiten Union würde nur dazu führen, dass die Menschen noch weniger Geld im Portemonnaie haben, noch länger arbeiten, noch höhere Beiträge für schlechtere Versorgung bei Gesundheit und Rente zahlen müssen.

Es braucht aber dringend mehr für die Mehrheit – eine Einkommenssteuerreform, die kleine und mittlere Einkommen entlastet, die Streichung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel, ein armutsfester Mindestlohn oder ein Energiekrisengeld wären wirksame Maßnahmen, die sich direkt im Alltag der Menschen bemerkbar machen. Statt über eine Mehrwertsteuererhöhung nachzudenken, die die breite Mehrheit belasten würde, braucht es endlich die Reaktivierung der Vermögensteuer, um Überreiche angemessen an der Finanzierung des Gemeinwesens zu beteiligen. Zudem brauchen die Sozialversicherungen eine grundsätzliche Reform, um sie endlich auf solide Füße zu stellen. Eine Bürgerversicherung z. B., die alle umfasst, in die alle Einkommensarten einfließen und bei der es keine Beitragsbemessungsgrenzen gibt, würde es ermöglichen, die Gesundheitsversorgung zu verbessern und die Beiträge für die Mehrheit zu senken.

All das muss verbunden werden mit einer verlässlichen Wirtschaftspolitik und klugen Zukunftsinvestitionen, um bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Wer stattdessen Sparzwänge und Schuldenbremse zur Ultima Ratio erhebt, wird kläglich scheitern.“

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news-62899 Wed, 25 Mar 2026 15:31:49 +0100 Neues Klimaschutzprogramm: Beruhigungspille ohne Substanz https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/neues-klimaschutzprogramm-beruhigungspille-ohne-substanz/ Pressemitteilung 21. Legislatur Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit "Die Bundesregierung versucht, uns eine Beruhigungspille ohne Substanz zu verkaufen. Man kann nicht in großem Stil Gaskraftwerke bauen – wie Lobbyministerin Reiche es will – und gleichzeitig unabhängiger von teuren und unsicheren Gasimporten werden – wie Minister Schneider es vorgibt zu wollen. Das ist ein offensichtlicher Widerspruch. Die Regierung arbeitet mit Rechentricks: Konkrete Zahlen zu einzelnen CO2-Einsparvorhaben sind noch gar nicht seriös erhoben, trotzdem werden sie bereits eingerechnet. Ihrer Verantwortung für kommende Generationen wird die Regierung so nicht gerecht", erklärt Violetta Bock, Sprecherin für Klimagerechtigkeit der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. "Die Bundesregierung versucht, uns eine Beruhigungspille ohne Substanz zu verkaufen. Man kann nicht in großem Stil Gaskraftwerke bauen – wie Lobbyministerin Reiche es will – und gleichzeitig unabhängiger von teuren und unsicheren Gasimporten werden – wie Minister Schneider es vorgibt zu wollen. Das ist ein offensichtlicher Widerspruch. Die Regierung arbeitet mit Rechentricks: Konkrete Zahlen zu einzelnen CO2-Einsparvorhaben sind noch gar nicht seriös erhoben, trotzdem werden sie bereits eingerechnet. Ihrer Verantwortung für kommende Generationen wird die Regierung so nicht gerecht", erklärt Violetta Bock, Sprecherin für Klimagerechtigkeit der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. Bock weiter:

"Gerade im Gebäudesektor ist die Kluft zwischen Schein und Wirklichkeit erschreckend. Während die Koalition erst vor einem Monat mit der Abwicklung des Heizungsgesetzes die Rückkehr zu Öl- und Gasheizungen groß gefeiert hat, versucht das Klimaministerium den entstandenen Schaden nun mit einem 'Progrämmchen' zur Fernwärme auszugleichen. Um den Klimaschutz im Gebäudesektor auf Kurs zu bringen, reicht das jedoch bei Weitem nicht aus. Die entstehenden Mehrkosten werden am Ende die Mieter:innen tragen, die bei ihrer Heizung nach wie vor keine Mitspracherechte haben. Ihre Interessen werden von der Regierung grundsätzlich missachtet – nicht nur beim Klimaschutz."

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news-62898 Wed, 25 Mar 2026 14:00:44 +0100 Angriffe auf „Demokratie leben“ – Bundesregierung betreibt das Geschäft der Rechten https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/angriffe-auf-demokratie-leben-bundesregierung-betreibt-das-geschaeft-der-rechten/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres „Die Bundesregierung betreibt das Geschäft der extremen Rechten, indem sie wichtigen Organisationen wie der Bildungsstätte Anne Frank, der Amadeu-Antonio-Stiftung oder Projekten gegen Rassismus, Antisemitismus und Queerfeindlichkeit mit Kürzungen droht. Diese fatale Politik wird nicht nur in der Zivilgesellschaft, sondern auch in der extremen Rechten als Signal verstanden. Sie schwächt jene, die demokratische Kultur verteidigen und stärkt die Feinde der Demokratie“, erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, zu den Angriffen von Familienministerin Karin Prien auf das Förderprogramm „Demokratie leben“. Bünger weiter: „Die Bundesregierung betreibt das Geschäft der extremen Rechten, indem sie wichtigen Organisationen wie der Bildungsstätte Anne Frank, der Amadeu-Antonio-Stiftung oder Projekten gegen Rassismus, Antisemitismus und Queerfeindlichkeit mit Kürzungen droht. Diese fatale Politik wird nicht nur in der Zivilgesellschaft, sondern auch in der extremen Rechten als Signal verstanden. Sie schwächt jene, die demokratische Kultur verteidigen und stärkt die Feinde der Demokratie“, erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, zu den Angriffen von Familienministerin Karin Prien auf das Förderprogramm „Demokratie leben“. Bünger weiter:

„Demokratie wird nicht in wohlfeilen Sonntagsreden verteidigt, sondern dort, wo es unbequem wird. Doch die Bundesregierung stellt jetzt die Initiativen, die genau da tätig sind, unter Generalverdacht, lässt sie vom Geheimdienst überprüfen und entzieht ihnen Mittel. Ich fordere die Familienministerin auf, diese Angriffe zu unterlassen und die angedrohten Kürzungen zurückzunehmen. Außerdem erwarte ich von der Bundesregierung, dass sie ein Demokratiefördergesetz vorlegt, wie es in der letzten Wahlperiode bereits mit Unterstützung der Zivilgesellschaft erarbeitet wurde.“

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news-62897 Wed, 25 Mar 2026 13:13:32 +0100 G7 sind unglaubwürdig https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/g7-sind-unglaubwuerdig/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges Cansu Özdemir, Sprecherin für Außenpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, anlässlich des morgigen Treffens der G7-Außenminister: Cansu Özdemir, Sprecherin für Außenpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, anlässlich des morgigen Treffens der G7-Außenminister:

"Anlässlich des bevorstehenden Treffens der G7-Außenminister wird einmal mehr deutlich, dass politisch und wirtschaftlich Mächtige das Völkerrecht missachten können und Staaten wie Deutschland dabei an ihrer Seite stehen. Das ist beschämend. Während Regierungen Rüstungsexporte genehmigen und Profite sichern, leben Millionen Menschen in Angst vor Krieg, Konflikten und Inflation. Die G7 zeigen dabei, dass sie vor allem im Abgeben moralisch aufpolierter Statements glänzen, nicht aber beim echten Verhandeln und Herbeiführen von Frieden. Selbst wenn einzelne Länder innerhalb der G7 es wollten – gegen die Linie der USA können sie sich kaum durchsetzen. Von konkreten Schritten gegen kriegerische Eskalation und für dauerhaften Frieden ist kaum etwas spürbar. Eine Gruppe, die sich Friedensordnung auf die Fahnen schreibt, aber in der Praxis die Machtlogik der Stärkeren absegnet, verliert ihre Glaubwürdigkeit."

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news-62895 Tue, 24 Mar 2026 17:08:33 +0100 Wer neue fossile Abhängigkeiten schafft, macht sich bewusst erpressbar https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/wer-neue-fossile-abhaengigkeiten-schafft-macht-sich-bewusst-erpressbar/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit "Die Drohung der Trump-Administration zeigt, wie fatal die energiepolitischen Fehlentscheidungen von SPD und CDU/CSU sind. Statt aus vergangenen Energiekrisen zu lernen, hat die Bundesregierung die Abhängigkeit von fossilem und dreckigem Frackinggas sogar noch ausgebaut. Dass die USA unter Trump nun genau dieses LNG als politisches Druckmittel nutzen, überrascht nicht", erklärt Lorenz Gösta Beutin, Mitglied des Bundestags für Die Linke und Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, zur US-Drohung eines LNG-Lieferstopps an die EU. "Die Drohung der Trump-Administration zeigt, wie fatal die energiepolitischen Fehlentscheidungen von SPD und CDU/CSU sind. Statt aus vergangenen Energiekrisen zu lernen, hat die Bundesregierung die Abhängigkeit von fossilem und dreckigem Frackinggas sogar noch ausgebaut. Dass die USA unter Trump nun genau dieses LNG als politisches Druckmittel nutzen, überrascht nicht", erklärt Lorenz Gösta Beutin, Mitglied des Bundestags für Die Linke und Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, zur US-Drohung eines LNG-Lieferstopps an die EU. Beutin weiter:

"Wer neue fossile Abhängigkeiten schafft, macht sich bewusst erpressbar. Das ist nicht nur kurzsichtig, es ist die dümmste und zugleich gefährlichste Energiepolitik, die man in so einer Lage betreiben kann."

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news-62894 Tue, 24 Mar 2026 16:44:29 +0100 Krise der Innenstädte: Wir brauchen einen Gewerbemietendeckel https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/krise-der-innenstaedte-wir-brauchen-einen-gewerbemietendeckel/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung "Die Krise der Innenstädte ist allgegenwärtig. Läden schließen und Leere macht sich breit. Aber das muss so nicht sein. Wir können verhindern, dass Gewerbemieten weiter explodieren, Bäckereien und Apotheken schließen und Immobilienbesitzer gleichzeitig fett Kasse machen", erklärt Katalin Gennburg, Sprecherin für Bauen und Stadtentwicklung der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Datenauswertung im Tagesspiegel, wonach Läden und Cafés heute bis zu 90 Prozent mehr Miete zahlen als 2010. "Die Krise der Innenstädte ist allgegenwärtig. Läden schließen und Leere macht sich breit. Aber das muss so nicht sein. Wir können verhindern, dass Gewerbemieten weiter explodieren, Bäckereien und Apotheken schließen und Immobilienbesitzer gleichzeitig fett Kasse machen", erklärt Katalin Gennburg, Sprecherin für Bauen und Stadtentwicklung der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Datenauswertung im Tagesspiegel, wonach Läden und Cafés heute bis zu 90 Prozent mehr Miete zahlen als 2010. Gennburg weiter:

"Damit die kleinen Lädchen von Tante Emma und Co. nicht aussterben und unsere Innenstädte lebendig bleiben, brauchen wir jetzt einen Gewerbemietendeckel."

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news-62893 Tue, 24 Mar 2026 12:53:28 +0100 Bundesregierung normalisiert islamistisches Taliban-Regime https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bundesregierung-normalisiert-islamistisches-taliban-regime/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges Cansu Özdemir, Sprecherin für Außenpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Leitung der afghanischen Botschaft in Berlin durch ein Taliban-Mitglied. Cansu Özdemir, Sprecherin für Außenpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Leitung der afghanischen Botschaft in Berlin durch ein Taliban-Mitglied:

„Mit der faktischen Übernahme der Leitung der afghanischen Botschaft durch ein Mitglied der Taliban hat die schleichende Normalisierung dieses islamistischen und verbrecherischen Regimes eine neue Qualität erreicht. Deutschland ist damit der erste EU-Staat, in dem die Taliban eine Auslandsvertretung kontrollieren. Möglich wurde dies nur, weil die Bundesregierung der Einreise dieses Mannes zustimmte, da man eine Zusammenarbeit mit den Taliban bei Abschiebungen gesucht hat. Dieses Vorgehen stellt einen eklatanten Widerspruch zur bekundeten politischen Linie dar. Die Bundesregierung darf nicht länger zuschauen, während autoritäre Strukturen still Einfluss gewinnen. Angesichts der systematischen Unterdrückung, insbesondere von Frauen und Mädchen, darf Deutschland dieses Regime weder anerkennen noch ihm faktisch weiter Geltung verschaffen.“

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news-62887 Mon, 23 Mar 2026 12:46:36 +0100 Apotheken stärken, Versorgung sichern https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/apotheken-staerken-versorgung-sichern/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit "Die Apotheken stehen massiv unter Druck. Steigende Kosten, chronische Lieferengpässe und eine seit Jahren unzureichende Vergütung gefährden die flächendeckende Versorgung. Während bundesweit Apotheken schließen und der Reformbedarf offensichtlich ist, gibt es von der Bundesregierung nur Ankündigungen, Prüfaufträge und Verzögerungen. Das ist gesundheitspolitisch fahrlässig und deswegen ist der heutige Protesttag nur folgerichtig", kommentiert Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie und Public Health der Fraktion Die Linke im Bundestag, den bundesweiten Protest der Apotheken. "Die Apotheken stehen massiv unter Druck. Steigende Kosten, chronische Lieferengpässe und eine seit Jahren unzureichende Vergütung gefährden die flächendeckende Versorgung. Während bundesweit Apotheken schließen und der Reformbedarf offensichtlich ist, gibt es von der Bundesregierung nur Ankündigungen, Prüfaufträge und Verzögerungen. Das ist gesundheitspolitisch fahrlässig und deswegen ist der heutige Protesttag nur folgerichtig", kommentiert Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie und Public Health der Fraktion Die Linke im Bundestag, den bundesweiten Protest der Apotheken. Gürpinar weiter:

"Apotheken sichern die Versorgung vor Ort, beraten Patientinnen und Patienten und übernehmen zentrale Aufgaben im Gesundheitssystem. Wer diese Strukturen ausbluten lässt, läuft auf eine Versorgungskrise zu. Die Fraktion Die Linke fordert deshalb eine sofortige und spürbare Anhebung sowie Dynamisierung des Fixums, eine faire Vergütung von Notdiensten und pharmazeutischen Leistungen sowie wirksame Maßnahmen gegen Lieferengpässe. Rabattverträge und Importzwang gehören abgeschafft, der Versandhandel mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln muss begrenzt werden. Gleichzeitig müssen Apotheken vor Ort strukturell gestärkt und angesichts ihrer Rolle für Prävention und Versorgung ausgebaut werden. Mit unserem Antrag 'Apotheken stärken, Arzneimittelversorgung verbessern' haben wir konkrete Vorschläge in den Deutschen Bundestag eingebracht. Gute Gesundheitsversorgung darf nicht vom Wohnort abhängen und eine solidarische Gesundheitsversorgung braucht starke Apotheken vor Ort."

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news-62886 Mon, 23 Mar 2026 11:30:00 +0100 Linke fordert bezahlbares Wohnen für Studierende https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/linke-fordert-bezahlbares-wohnen-fuer-studierende/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung Zu den Zahlen des Moses Mendelssohn Instituts zu steigenden Wohnkosten für Studierende erklären Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Bildungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, und Sahra Mirow, Sprecherin der Fraktion für soziales Wohnen Zu den Zahlen des Moses Mendelssohn Instituts zu steigenden Wohnkosten für Studierende erklären Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Bildungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, und Sahra Mirow, Sprecherin der Fraktion für soziales Wohnen:

Sahra Mirow: „Die aktuellen Rekordmieten sind das bittere Ergebnis einer jahrzehntelangen verfehlten Wohnungspolitik. Angesichts dieser Entwicklung ist die Knappheit an bezahlbarem Wohnraum längst zu einer existenziellen Bedrohung geworden. Nur rund zehn Prozent aller Studierenden haben einen öffentlich geförderten Wohnheimplatz. Dieses massive Missverhältnis zwischen Bedarf und Angebot ist ein wohnungspolitisches Armutszeugnis für die Bundesregierung. Das Wohnungsangebot für Studierende darf nicht länger vom Markt oder von befristeten Programmen abhängig sein. Es muss dauerhaft gemeinnützig und staatlich gesichert werden. Die im Koalitionsvertrag versprochene ‚WG-Garantie‘ verkommt angesichts der Untätigkeit der Regierung zu einer reinen Luftnummer.“

Nicole Gohlke: „Die aktuelle Mietpreisentwicklung an Hochschulstandorten ist ein bildungspolitischer Offenbarungseid. Wenn in München 800 Euro und in Berlin 650 Euro für ein einfaches WG-Zimmer fällig werden, während die BAföG-Wohnpauschale bei lächerlichen 380 Euro stagniert, ist etwas gewaltig schief. Hier kann die Bundesregierung schwarz auf weiß nachlesen, weshalb auch die im Koalitionsvertrag versprochene BAföG-Reform völlig ungenügend sein wird. Die Bundesregierung schaut tatenlos zu, wie das Grundrecht auf Bildung den explodierenden Immobilienrenditen weicht. Wer keine wohlhabenden Eltern hat, wird aus den attraktiven Hochschulstandorten verdrängt oder muss sich in prekäre Arbeitsverhältnisse flüchten, die den Studienerfolg gefährden. Das BAföG braucht dringend einen regional gestaffelten Mietkostenzuschuss, der die tatsächlichen Verhältnisse vor Ort abbildet. Bildung ist ein Menschenrecht und keine Ware. Wir werden es nicht hinnehmen, dass der Wohnungsmarkt entscheidet, wer in diesem Land studieren darf und wer nicht.“

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news-62872 Fri, 20 Mar 2026 12:35:57 +0100 Kulturstaatsminister Weimer: Das Maß ist voll https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kulturstaatsminister-weimer-das-mass-ist-voll/ Pressemitteilung 21. Legislatur Kultur und Medien „Auch wenn der Kulturstaatsminister krampfhaft so tut, als ob er kein Problem hätte und auch keinen Grund, jetzt leise zu treten: Er hat ein fettes Problem und er ist das Problem. Nach all den Skandalen, von denen normalerweise jeder einzelne für einen Rücktritt gereicht hätte, ist das Ergebnis ein kultureller Flurschaden. Null Vertrauen mehr in allen Teilen der Kulturbranche. Es wird nicht reichen, das Aus für den Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek auf die Haushaltsberatungen zu verschieben und mit einer kleinen Charme- und Verständnisoffensive zu versuchen, die Wogen in der Buchbranche zu glätten“, erklärt David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Debatte um Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. „Auch wenn der Kulturstaatsminister krampfhaft so tut, als ob er kein Problem hätte und auch keinen Grund, jetzt leise zu treten: Er hat ein fettes Problem und er ist das Problem. Nach all den Skandalen, von denen normalerweise jeder einzelne für einen Rücktritt gereicht hätte, ist das Ergebnis ein kultureller Flurschaden. Null Vertrauen mehr in allen Teilen der Kulturbranche. Es wird nicht reichen, das Aus für den Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek auf die Haushaltsberatungen zu verschieben und mit einer kleinen Charme- und Verständnisoffensive zu versuchen, die Wogen in der Buchbranche zu glätten“, erklärt David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Debatte um Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Schliesing weiter:

„Das Maß ist voll und sein Kulturkampf und die Angriffe auf die Unabhängigkeit der Kultur müssen ein Ende haben. Sobald eine Regierung Fördermittel an die ‚richtige‘ Gesinnung knüpft, beginnt das Ende der freien Kunst. Eine Neuorganisation des Buchhandlungspreises ist deshalb notwendig. Sie kann nur darin bestehen, dass ein Hineinregieren des Ministers in die Entscheidung der Jury künftig kategorisch ausgeschlossen wird. Gleiches muss auch in allen anderen Bereichen der Kulturförderung gelten. Denn wir brauchen keine Minister, die Jurys überstimmen, den Verfassungsschutz als Hilfssheriff in Buchläden schicken oder Aufpassergremien für Filmfestivals. Wir brauchen Staatsferne durch echte Unabhängigkeit. Die Vergabe von Fördermitteln gehört deshalb in die Hände von Expertenjurys und autonomen Kulturräten.

Weimer hat nach eigenen Worten keinerlei Belege für seine Behauptung, die drei von ihm vom Deutschen Buchhandlungspreis ausgeschlossenen Buchhandlungen seien ‚politische Extremisten‘. Er vertraut einzig auf den Geheimdienst, der nicht belegte ‚Erkenntnisse‘ hätte. Das ist abenteuerlich und politischer Rufmord, der sofort unterlassen werden muss. Außerdem erwarte ich, dass der Staatsminister den Ausschluss deshalb umgehend widerruft.“

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news-62853 Thu, 19 Mar 2026 15:31:13 +0100 Trassenpreise: Schnieder riskiert mit seiner Planlosigkeit die Zukunft des Schienenverkehrs https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/trassenpreise-schnieder-riskiert-mit-seiner-planlosigkeit-die-zukunft-des-schienenverkehrs/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung "Schnieder riskiert mit seiner Planlosigkeit die Zukunft des Schienenverkehrs. Bleibt der Verkehrsminister nach dem Urteil zur Trassenpreisbremse weiter untätig, ist das Ergebnis: Weniger Züge, höhere Ticketpreise und unsichere Arbeitsplätze. Selbst der CSU-Verkehrsminister aus Bayern hat den Ernst der Lage erkannt und fordert, die Regionalisierungsmittel aufzustocken. Dass dieser Punkt inzwischen sogar aus der Union kommt, sollte Schnieder zu denken geben – vielleicht hilft ja ein Anruf beim Parteikollegen, um zumindest hier endlich in Bewegung zu kommen", erklärt Luigi Pantisano, stellvertretender Vorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu Trassenpreisen im Schienennahverkehr. "Schnieder riskiert mit seiner Planlosigkeit die Zukunft des Schienenverkehrs. Bleibt der Verkehrsminister nach dem Urteil zur Trassenpreisbremse weiter untätig, ist das Ergebnis: Weniger Züge, höhere Ticketpreise und unsichere Arbeitsplätze. Selbst der CSU-Verkehrsminister aus Bayern hat den Ernst der Lage erkannt und fordert, die Regionalisierungsmittel aufzustocken. Dass dieser Punkt inzwischen sogar aus der Union kommt, sollte Schnieder zu denken geben – vielleicht hilft ja ein Anruf beim Parteikollegen, um zumindest hier endlich in Bewegung zu kommen", erklärt Luigi Pantisano, stellvertretender Vorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu Trassenpreisen im Schienennahverkehr. Pantisano weiter:

"Das Urteil zur Trassenpreisbremse im Regionalverkehr ist das letzte Warnsignal. Schnieder muss aufwachen, will er eine zukunftsfähige Bahn für Fahrgäste und Beschäftigte. Wir als Linke fordern, die Regionalisierungsmittel endlich erheblich aufzustocken, damit die Länder den Regionalverkehr nicht nur sinnvoll ausfinanzieren, sondern auch kontinuierlich ausbauen können. Das Trassenpreissystem muss so reformiert werden, dass nur die sogenannten Grenzkosten – also Kosten, die durch eine Zugfahrt unmittelbar verursacht werden –  veranschlagt werden und nichts darüber hinaus."

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news-62852 Thu, 19 Mar 2026 15:20:07 +0100 Klimageld nimmt Angst vor finanzieller Mehrbelastung durch Klimaschutz https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/klimageld-nimmt-angst-vor-finanzieller-mehrbelastung-durch-klimaschutz/ Pressemitteilung 21. Legislatur Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit "Ein Klimageld von 320 Euro pro Person und Jahr ist nicht nur sozial gerecht, sondern trägt auch zur Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen bei. Österreich zeigt, dass es schnell und unideologisch im Sinne des Gemeinwohls eingeführt werden könnte", erklärt Fabian Fahl, klimapolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke, anlässlich der von der Linken im Plenum des Bundestages aufgesetzten Debatte zum Klimageld am Freitag. "Ein Klimageld von 320 Euro pro Person und Jahr ist nicht nur sozial gerecht, sondern trägt auch zur Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen bei. Österreich zeigt, dass es schnell und unideologisch im Sinne des Gemeinwohls eingeführt werden könnte", erklärt Fabian Fahl, klimapolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke, anlässlich der von der Linken im Plenum des Bundestages aufgesetzten Debatte zum Klimageld am Freitag. Fahl weiter:

"Aktuell liegt Klimaschutz weder im Trend noch haben wir eine Bundesregierung, die sich für die wissenschaftlichen Fakten interessiert. Klimaschutz ist notwendiger denn je und wird Geld kosten. Kein Klimaschutz wird langfristig allerdings richtig teuer, die Bewohnbarkeit des Planeten steht auf dem Spiel. Viele Menschen haben zurecht Angst vor dem Klimawandel. Einige Menschen haben gleichzeitig Angst vor finanzieller Mehrbelastung, die echter Klimaschutz kurzfristig bringt. Das muss nicht sein. Ein anständiges Klimageld ermöglicht es, dass alle Menschen am Klimaschutz teilhaben können. Es gibt den Menschen die Möglichkeit, sich für Klimaschutz zu entscheiden."

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news-62851 Thu, 19 Mar 2026 14:23:03 +0100 Energiekonzerne: Gesetz zur Abschöpfung von Übergewinnen aus 2022 sofort wieder scharf schalten https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/energiekonzerne-gesetz-zur-abschoepfung-von-uebergewinnen-aus-2022-sofort-wieder-scharf-schalten/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie Finanzen "Das ist eine typische sozialdemokratische Nebelkerze, halbgar und mutlos. Es braucht keine Prüfung mehr, die Koalition hat die Abzocke der Mineralölkonzerne mit ihrem Gesetzesentwurf und in ihren Reden im Bundestag selbst eingeräumt. Die Abzocke ist auch zu offensichtlich, da Deutschland in ganz Europa die höchsten Preisanstiege hat, obwohl für alle der gleiche internationale Preis gilt. Polen wird sogar teils von derselben Raffinerie – PCK in Schwedt – beliefert und hat dennoch viel niedrigere Preise. Dort betrug der Anstieg direkt nach Kriegsbeginn 4 Cent pro Liter, in Deutschland das Zehnfache", erklärt Christian Görke, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den jüngsten Äußerungen von Finanzminister Lars Klingbeil zu einer Übergewinnsteuer für Energiekonzerne. "Das ist eine typische sozialdemokratische Nebelkerze, halbgar und mutlos. Es braucht keine Prüfung mehr, die Koalition hat die Abzocke der Mineralölkonzerne mit ihrem Gesetzesentwurf und in ihren Reden im Bundestag selbst eingeräumt. Die Abzocke ist auch zu offensichtlich, da Deutschland in ganz Europa die höchsten Preisanstiege hat, obwohl für alle der gleiche internationale Preis gilt. Polen wird sogar teils von derselben Raffinerie – PCK in Schwedt – beliefert und hat dennoch viel niedrigere Preise. Dort betrug der Anstieg direkt nach Kriegsbeginn 4 Cent pro Liter, in Deutschland das Zehnfache", erklärt Christian Görke, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den jüngsten Äußerungen von Finanzminister Lars Klingbeil zu einer Übergewinnsteuer für Energiekonzerne. Görke weiter:

Minister Klingbeil muss das Gesetz zur Abschöpfung von Übergewinnen aus dem Krisenjahr 2022 sofort wieder scharf schalten, allerdings mit einem höheren Steuersatz von 50 Prozent. Zusammen mit den bestehenden Gewinnsteuern würden dann tatsächlich fast alle Gewinne abgeschöpft. So kann endlich die Spekulation eingedämmt und die Selbstbedienungsmentalität der Konzerne beendet werden. Aber der Minister versucht direkt auszubüchsen – indem er es auf die EU-Ebene schiebt und die Steuer damit auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben wird. Das kann sich Deutschland im Sinne der Pendlerinnen und Pendler nicht leisten. Und im Nachgang muss ich ehrlich sagen, erscheint selbst Christian Lindner mit seiner damaligen laschen Übergewinnsteuer wie ein Robin Hood gegenüber dem SPD-Finanzminister."

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news-62849 Thu, 19 Mar 2026 14:17:17 +0100 Rüstungsgipfel: Statt Aufrüstung soziale Sicherheit, Diplomatie und internationale Zusammenarbeit in den Mittelpunkt stellen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/ruestungsgipfel-statt-aufruestung-soziale-sicherheit-diplomatie-und-internationale-zusammenarbeit-in-den-mittelpunkt-stellen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie "Während die Regierung mit Vertretern aus der Rüstungsindustrie über Chancen und Risiken für Unternehmen, die jetzt neu in die Rüstungsindustrie drängen, diskutieren möchte, ist für uns als Linke klar: Eine solch massive Aufrüstung und eine immer weiter ausgedehnte Rüstungsindustrie braucht es nicht. Die Bundesregierung verweist mit Stolz darauf, die Schuldenbremse im Verteidigungsbereich aufgeweicht zu haben, um Milliarden in militärische Strukturen zu lenken. Gleichzeitig herrscht in sozialen Bereichen, Bildung oder öffentlicher Infrastruktur weiterhin ein massiver Sparzwang vor. Diese Prioritätensetzung ist grundfalsch. Sicherheit darf nicht ausschließlich militärisch definiert werden, sondern muss soziale Sicherheit, Diplomatie und internationale Zusammenarbeit in den Mittelpunkt stellen", erklärt Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, mit Blick auf den heutigen Rüstungsgipfel. "Während die Regierung mit Vertretern aus der Rüstungsindustrie über Chancen und Risiken für Unternehmen, die jetzt neu in die Rüstungsindustrie drängen, diskutieren möchte, ist für uns als Linke klar: Eine solch massive Aufrüstung und eine immer weiter ausgedehnte Rüstungsindustrie braucht es nicht. Die Bundesregierung verweist mit Stolz darauf, die Schuldenbremse im Verteidigungsbereich aufgeweicht zu haben, um Milliarden in militärische Strukturen zu lenken. Gleichzeitig herrscht in sozialen Bereichen, Bildung oder öffentlicher Infrastruktur weiterhin ein massiver Sparzwang vor. Diese Prioritätensetzung ist grundfalsch. Sicherheit darf nicht ausschließlich militärisch definiert werden, sondern muss soziale Sicherheit, Diplomatie und internationale Zusammenarbeit in den Mittelpunkt stellen", erklärt Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, mit Blick auf den heutigen Rüstungsgipfel. Wissler weiter:

"Besonders problematisch ist die wirtschaftspolitische Argumentation: Wenn staatliche Aufträge gezielt genutzt werden sollen, um privates Kapital zu mobilisieren und Start-ups in die Rüstungsindustrie zu ziehen, wird eine weitere Verflechtung von Staat, Militär und Wirtschaft vorangetrieben. Das stärkt nicht Innovation im gesellschaftlichen Sinne, sondern zementiert eine Ökonomie, die von Konflikten, Kriegen und Aufrüstung profitiert. Positive volkswirtschaftliche Effekte durch Aufrüstung sind nach diversen Projektionen - zum Beispiel dem Jahresgutachten 2025/26 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - sehr begrenzt. Nötig sind stattdessen eine Abkehr von Aufrüstung und Militärlogik hin zu einer friedensorientierten Außenpolitik, eine restriktivere Rüstungsexportpolitik und massive Investitionen in zivile Sicherheit."

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