Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Wed, 29 Apr 2026 19:00:42 +0200 Wed, 29 Apr 2026 19:00:42 +0200 TYPO3 EXT:news news-63186 Wed, 29 Apr 2026 17:21:51 +0200 Vermögensteuer statt Konsumsteuern https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/vermoegensteuer-statt-konsumsteuern/ Pressemitteilung 21. Legislatur Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Haushalt Finanzen Doris Achelwilm, steuerpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Steuern auf Alkohol, Tabak und Zucker Doris Achelwilm, steuerpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Steuern auf Alkohol, Tabak und Zucker:

"Der Regierung geht das Geld aus und statt es sich bei den Reichsten zu holen, will sie auf Verbraucherebene die sogenannten 'Sündensteuern' auf Alkohol und Tabak erhöhen und eine auf Zucker einführen. Die bestehenden Haushaltslöcher werden sich über diesen Weg nicht ansatzweise schließen lassen. Gesundheitspolitisch gibt es zwar gute Argumente – das Ziel, dass die Menschen weniger Ungesundes konsumieren, kann aber nur durch stärkere Prävention und Aufklärung erreicht werden. Problematisch am Vorschlag ist die soziale Schieflage: Kleine Einkommen werden stärker gegängelt als große und Verbraucher:innen direkter angegangen als Industrien. Auf das Problem der immer weiter steigenden Lebenshaltungskosten setzt dieser Vorschlag noch einen drauf. Zumal gesunde Lebensmittel im Gegenzug nicht günstiger werden. Milliardenvermögen gehören gerecht besteuert – die Erhöhung von Konsumsteuern ist dazu keine Alternative."

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news-63185 Wed, 29 Apr 2026 17:14:50 +0200 KI-Polizei-Gesetze stoppen: es droht digitaler Überwachungsstaat durch Palantir und Co. https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/ki-polizei-gesetze-stoppen-es-droht-digitaler-ueberwachungsstaat-durch-palantir-und-co/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres "Die Bundesregierung treibt den Ausbau digitaler Kontrollwerkzeuge massiv voran und hebelt damit den Schutz unserer Privatsphäre mithilfe künstlicher Intelligenz aus. Besonders die biometrische Gesichtserkennung erfordert den Aufbau riesiger Datensammlungen, die alle Menschen unter Generalverdacht stellen und gegen geltendes europäisches Recht verstoßen. Dieser Weg führt geradewegs in einen digitalen Überwachungsstaat", erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, zum Kabinettsbeschluss der Bundesregierung zu digitalen Ermittlungsbefugnissen. "Die Bundesregierung treibt den Ausbau digitaler Kontrollwerkzeuge massiv voran und hebelt damit den Schutz unserer Privatsphäre mithilfe künstlicher Intelligenz aus. Besonders die biometrische Gesichtserkennung erfordert den Aufbau riesiger Datensammlungen, die alle Menschen unter Generalverdacht stellen und gegen geltendes europäisches Recht verstoßen. Dieser Weg führt geradewegs in einen digitalen Überwachungsstaat", erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, zum Kabinettsbeschluss der Bundesregierung zu digitalen Ermittlungsbefugnissen. Bünger weiter:

"Rechtsstaatlicher Schutz wird ausgehöhlt, wenn private Firmen in Drittstaaten unsere Daten analysieren dürfen. Und genau dafür macht Alexander Dobrindt den Weg frei. Damit will er sich dem europäischen Grundrechtsschutz entziehen. Auch ein Richtervorbehalt ändert daran nichts. Wir als Linke lehnen diesen Angriff auf die Privatsphäre aller entschieden ab."

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news-63184 Wed, 29 Apr 2026 14:09:00 +0200 GKV-Reform ist ein massives Kürzungspaket auf dem Rücken der Patient:innen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/gkv-reform-ist-ein-massives-kuerzungspaket-auf-dem-ruecken-der-patientinnen/ Pressemitteilung 21. Legislatur „Die SPD schafft es, ihre eigenen roten Linien innerhalb weniger Stunden zu reißen. Die sogenannte Reform ist ein massives Kürzungspaket auf dem Rücken der Patient:innen. Künftig sollen Versicherte mehr zahlen und gleichzeitig mit einer schlechteren Versorgung rechnen. Frei nach dem Motto: mehr zahlen, weniger erhalten", sagt Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur im Bundeskabinett beschlossenen GKV-Reform. „Die SPD schafft es, ihre eigenen roten Linien innerhalb weniger Stunden zu reißen. Die sogenannte Reform ist ein massives Kürzungspaket auf dem Rücken der Patient:innen. Künftig sollen Versicherte mehr zahlen und gleichzeitig mit einer schlechteren Versorgung rechnen. Frei nach dem Motto: mehr zahlen, weniger erhalten", sagt Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur im Bundeskabinett beschlossenen GKV-Reform. Gürpinar weiter:

"Die Bundesregierung treibt den Abbau des Sozialstaates weiter voran und das strategisch: Das Gesetz wird im Eiltempo beschlossen, leichte Abmilderungen besonders drastischer Einschnitte erzeugen die Illusion kurzfristiger Erleichterung. Doch am Ergebnis ändert das nichts: Versicherte, Patient:innen und Beschäftigte sollen die Finanzlücken der gesetzlichen Krankenversicherung schließen, während Privatversicherte, Arbeitgeber und Pharmaindustrie geschont werden. Das ist nicht nur durchschaubar, sondern schäbig.

Den Höhepunkt bildet der Versuch, die nun geplante Beteiligung an der Finanzierung der Bürgergeldbeziehenden als Verhandlungserfolg zu verkaufen, während gleichzeitig der allgemeine Steuerzuschuss um zwei Milliarden Euro gekürzt werden soll. Unterm Strich spart der Bund, statt endlich seiner Verantwortung gerecht zu werden.

Wir organisieren Widerstand. Mit der Linken wird es keine Kürzungen am Sozialstaat geben. Wir fordern eine solidarische Gesundheitsversicherung. Ein Sozialsystem, das diesen Namen verdient, verteilt die Lasten gerecht: Wer viel hat, zahlt viel, wer wenig hat, zahlt wenig und wer nichts hat, zahlt nichts.“

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news-63183 Wed, 29 Apr 2026 13:57:21 +0200 Dieses Gesetz wird die Mietenexplosion nicht stoppen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/dieses-gesetz-wird-die-mietenexplosion-nicht-stoppen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung "Das Aufweichen der Mietrechtsnovelle auf Druck der Immobilienlobby ist mehr als bedauerlich. Das Geschäftsmodell 'möblierte Wohnungen' wird nicht wirkungsvoll begrenzt, sondern eine Grauzone geschaffen, wodurch der Abschreckungseffekt dahin ist. Auch ansonsten bleibt die Mietrechtsnovelle auf halber Strecke stehen. Dieses Gesetz ist nicht geeignet, um die Mietpreisexplosion zu stoppen. Dafür braucht es endlich einen bundesweiten Mietendeckel, auch für Bestandsmieten", erklärt Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Kabinettsbeschluss zum Mietrecht. "Das Aufweichen der Mietrechtsnovelle auf Druck der Immobilienlobby ist mehr als bedauerlich. Das Geschäftsmodell 'möblierte Wohnungen' wird nicht wirkungsvoll begrenzt, sondern eine Grauzone geschaffen, wodurch der Abschreckungseffekt dahin ist. Auch ansonsten bleibt die Mietrechtsnovelle auf halber Strecke stehen. Dieses Gesetz ist nicht geeignet, um die Mietpreisexplosion zu stoppen. Dafür braucht es endlich einen bundesweiten Mietendeckel, auch für Bestandsmieten", erklärt Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Kabinettsbeschluss zum Mietrecht. Lay weiter:

"Wir begrüßen eine Verbesserung des Kündigungsschutzes. Die bisherige Regelung ist ausgenutzt worden, um Mieter:innen mit günstigen Mietverträgen loszuwerden. Es muss gelten: Wer seine Miete nachzahlt, darf nicht geräumt werden. Die Regelung der Bundesregierung gilt jedoch nur einmalig und schützt beim zweiten Mal nicht mehr vor Wohnungslosigkeit. Als Linke fordern wir, dass Nachzahlungen immer vor Kündigungen schützen und Räumungen in die Wohnungslosigkeit gänzlich ausgeschlossen werden.

Angesichts der hohen Inflation der letzten Jahre werden zunehmend Indexmietverträge angeboten, weil die Mieten nach oben hin unbegrenzt sind. Leider ist die Beschränkung von Indexmietverträgen, wie sie die Bundesregierung vorschlägt, nicht flächendeckend und an komplizierte Verfahren gebunden. Entgegen des Entwurfs, ist werden Mieterhöhungen in Indexmietverträgen nicht mehr bei 3,5 Prozent gedeckelt. Das ist halbherzig.

Die Schlupflöcher Möblierung und Kurzzeitwohnen in der Mietpreisbremse sollen geschlossen werden. Das ist überfällig. So wird heute in Großstädten jede dritte Wohnung möbliert vermietet, um die Mietpreisbremse zu umgehen. Die Höhe des Möblierungszuschlags ist dabei meist intransparent. Sollte laut erstem Entwurf kein Möblierungszuschlag genommen werden dürfen, wenn er nicht detailliert im Vertrag aufgeführt ist, so können Vermietende nach Kabinettsbeschluss den Zuschlag auch nachträglich geltend machen. Auch die Pauschale für Vollmöblierung ist auf 10 Prozent angehoben, im Entwurf waren es 5 Prozent. Das ist eine Verschlechterung zu Ungunsten der Mieterinnen und Mieter auf den letzten Metern. Außerdem wird die Mietpreisbremse ohne Sanktionen weiterhin straffrei umgangen werden. Hier drückt sich die Bundesregierung um eine Regelung und schiebt sie in eine Kommission, die erst Ende des Jahres Vorschläge präsentieren soll. Gleiches gilt für die Verfolgung von Mietwucher. Die aktuelle Reform bietet keine Verbesserung im Kampf gegen illegale Mieten. Verstöße gegen die Mietpreisbremse und überhöhte Mietpreise deutlich über dem Mietspiegel müssen endlich bestraft werden, denn ansonsten erfährt dieser Gesetzentwurf das gleiche Schicksal, wie die Mietpreisbremse: Die Regelungen werden umgangen - und der Staat duldet es. Das darf nicht länger passieren."

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news-63182 Tue, 28 Apr 2026 19:40:12 +0200 GKV-Einigung: schamloser Frontalangriff auf die Mehrheit im Land https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/gkv-einigung-schamloser-frontalangriff-auf-die-mehrheit-im-land/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit "Diese Einigung ist ein schamloser Frontalangriff auf die Mehrheit im Land und der nächste Beweis, dass diese Regierung die Schutzpatronin der Reichen ist. Weil Union und SPD Vermögende nicht gerecht in die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung einbeziehen wollen, planen sie drastische Verschlechterungen für die Mehrheit: höhere Zuzahlungen, steigende Beiträge in der Familienversicherung und eine schlechtere Versorgung. Insbesondere die geplante Kürzung für Zahnersatz ist ein Skandal und zeigt, wie hemmungslos diese Regierung Politik gegen die Ärmeren im Land betreibt. Dem unsozialen Geist der Pläne entspricht es, dass nun auch noch eine Teilkrankschreibung eingeführt werden soll. Das wird den Druck auf Angestellte erhöhen, auch krank arbeiten zu gehen", erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Einigung der Koalition zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. "Diese Einigung ist ein schamloser Frontalangriff auf die Mehrheit im Land und der nächste Beweis, dass diese Regierung die Schutzpatronin der Reichen ist. Weil Union und SPD Vermögende nicht gerecht in die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung einbeziehen wollen, planen sie drastische Verschlechterungen für die Mehrheit: höhere Zuzahlungen, steigende Beiträge in der Familienversicherung und eine schlechtere Versorgung. Insbesondere die geplante Kürzung für Zahnersatz ist ein Skandal und zeigt, wie hemmungslos diese Regierung Politik gegen die Ärmeren im Land betreibt. Dem unsozialen Geist der Pläne entspricht es, dass nun auch noch eine Teilkrankschreibung eingeführt werden soll. Das wird den Druck auf Angestellte erhöhen, auch krank arbeiten zu gehen", erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Einigung der Koalition zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Pellmann weiter:

"Die Regierung handelt wider jede Vernunft und Weitsicht. Wenn Menschen verordnete Therapien nicht antreten, weil sie sich die drastisch erhöhte Zuzahlung nicht leisten können, oder krank zur Arbeit gehen müssen, sind verschleppte Krankheiten und steigende Folgekosten programmiert. Für die Linke ist klar, die Menschen sind an ihrer Belastungsgrenze. Es darf keine weitere Verschlechterung bei der GKV geben, sondern wir brauchen eine echte solidarische Gesundheitsversicherung und ein Gesundheitssystem, das für die Kranken da ist und nicht für Profite. Ein System, das Lasten endlich gerecht verteilt und das Privileg der privaten Krankenversicherung beendet."

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news-63180 Tue, 28 Apr 2026 14:54:15 +0200 Die Reichensteuer muss hoch https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/die-reichensteuer-muss-hoch/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen "So langsam leuchtet es offenbar selbst Söder und Teilen der CDU ein, dass der Reichensteuersatz hoch muss, wenn man kleine und mittlere Einkommen entlasten will. Die Schlüsselfrage ist: Um wie viel denn? Hier braucht es ambitionierte Schritte", erklärt Doris Achelwilm, steuerpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Aussagen von Markus Söder und Steffen Bilger zur Reichensteuer. "So langsam leuchtet es offenbar selbst Söder und Teilen der CDU ein, dass der Reichensteuersatz hoch muss, wenn man kleine und mittlere Einkommen entlasten will. Die Schlüsselfrage ist: Um wie viel denn? Hier braucht es ambitionierte Schritte", erklärt Doris Achelwilm, steuerpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Aussagen von Markus Söder und Steffen Bilger zur Reichensteuer. Achelwilm weiter:

"Das reichste Prozent sollte stärker einbezogen werden. Als Linke fordern wir für Einkommen ab 250.000 Euro 60 Prozent Steuern, ab einer Million Euro fordern wir 75 Prozent. Statt der bisherigen Millimeterarbeit und vager Aussagen muss die Regierung endlich handeln."

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news-63179 Tue, 28 Apr 2026 14:15:53 +0200 Chancenmonitor: Situation in Kitas ist katastrophal https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/chancenmonitor-situation-in-kitas-ist-katastrophal/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Bildung und Forschung Familie, Senioren, Frauen und Jugend Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Chancenmonitor des Ifo-Instituts Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Chancenmonitor des Ifo-Instituts:

„Erneut zeigt eine Studie, welche zentrale Rolle frühkindliche Bildung für die Entwicklung und Chancengleichheit von Kindern hat. Kinder haben ein Recht auf frühkindliche Bildung – doch noch immer fehlen über 300.000 Kita-Plätze und die Situation in den Kitas ist vielerorts, trotz hochengagiertem Personal, katastrophal. Wir erwarten, dass Ministerin Prien die Ergebnisse ernst nimmt und beim nächsten Kita-Qualitätsgesetz die entsprechenden Mittel bereitstellt. Mit Blick darauf, dass ihr Ministerium aktuell vor allem damit beschäftigt ist, brutale Kürzungen für Kinder und Jugendliche durchzudrücken, befürchte ich, dass auf ihre warmen Worte keine Taten folgen werden.“

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news-63178 Tue, 28 Apr 2026 12:24:50 +0200 GKV-Reform: Reiche und Privatversicherte bleiben verschont https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/gkv-reform-reiche-und-privatversicherte-bleiben-verschont/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit Zitat von Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Debatte um die GKV-Reform: Zitat von Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Debatte um die GKV-Reform:

„Es ist völlig absurd, dass über die Übernahme von versicherungsfremden Leistungen überhaupt diskutiert werden muss. Getoppt wird diese Phantomdebatte nur noch durch die SPD, die sich auf den letzten Metern wieder einmal als soziales Gewissen inszeniert. Tatsache ist, dass private Krankenversicherungen gegenwärtig das Vierfache an Zuschüssen für Bürgergeldbeziehende erhalten. Daran sieht man zunächst mal, dass die steuerliche Finanzierung versicherungsfremder Leistungen in der privaten Krankenversicherung offensichtlich möglich ist. Gleichzeitig ist sich diese Koalition einig darin, dass die Versicherten und Patient:innen mit kleinem und mittlerem Einkommen die Finanzlöcher in der GKV stopfen und sich auch noch auf eine schlechtere Versorgung einstellen sollen. Reiche, Privatversicherte und Konzerne bleiben verschont. Das hat System und genau dieses System können wir uns nicht länger leisten. Wir brauchen endlich eine solidarische Gesundheitsversicherung, die alle Einkommensarten heranzieht und die Beitragsbemessungsgrenze muss fallen.“

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news-63177 Tue, 28 Apr 2026 12:23:28 +0200 Bundesregierung schiebt skrupellos nach Afghanistan ab https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bundesregierung-schiebt-skrupellos-nach-afghanistan-ab/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres "Erneut ging ein Abschiebeflug nach Afghanistan - in direkter Zusammenarbeit mit den Taliban, die den Betroffenen die nötigen Papiere ausstellten. Damit stürzt die Bundesregierung nicht nur die Betroffenen der Abschiebung ins Elend, sondern normalisiert auch ein Regime, das Mädchen und Frauen entrechtet, politische Gegner verfolgt und Menschen öffentlich hinrichten lässt. Wenn es darum geht, mehr Menschen abzuschieben, kennt diese Bundesregierung keine Skrupel mehr", erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, zu Berichten über einen weiteren Abschiebeflug nach Afghanistan. "Erneut ging ein Abschiebeflug nach Afghanistan - in direkter Zusammenarbeit mit den Taliban, die den Betroffenen die nötigen Papiere ausstellten. Damit stürzt die Bundesregierung nicht nur die Betroffenen der Abschiebung ins Elend, sondern normalisiert auch ein Regime, das Mädchen und Frauen entrechtet, politische Gegner verfolgt und Menschen öffentlich hinrichten lässt. Wenn es darum geht, mehr Menschen abzuschieben, kennt diese Bundesregierung keine Skrupel mehr", erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, zu Berichten über einen weiteren Abschiebeflug nach Afghanistan. Bünger weiter:

"Abschiebungen nach Afghanistan verbieten sich auch aus humanitären Gründen: In dem Land leiden mehr als 17 Millionen Menschen an akutem Hunger, viele weitere leben in Armut. Dürren, extreme Hitze und Überschwemmungen zerstören vielerorts die Lebensgrundlagen, zugleich gehen internationale Hilfsgelder zurück. Der Konflikt mit Pakistan verschärft die Lage weiter. Erst gestern wurde über zivile Tote infolge von Gefechten zwischen Afghanistan und Pakistan berichtet. Niemand darf in solche Verhältnisse abgeschoben werden - unabhängig davon, welche Straftaten eine Person begangen hat."

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news-63176 Tue, 28 Apr 2026 10:47:54 +0200 Schuldenreport: Globaler Süden braucht faire Schuldenregeln https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/schuldenreport-globaler-sueden-braucht-faire-schuldenregeln/ Pressemitteilung 21. Legislatur Menschenrechte und humanitäre Hilfe Lizzy Schubert, Sprecher:in für Geld- und Finanzmarktpolitik, zum Schuldenreport 2026 von Erlassjahr.de und Misereor Lizzy Schubert, Sprecher:in für Geld- und Finanzmarktpolitik, zum Schuldenreport 2026 von Erlassjahr.de und Misereor:

"Über die strukturelle Schuldenkrise im Globalen Süden wird trotz der massiven Auswirkungen viel zu wenig gesprochen. Teilweise geben hochverschuldete Staaten mehr Haushaltsmittel für den Schuldendienst aus, als sie Gelder aus der Entwicklungszusammenarbeit erhalten. Das ist absurd. Insgesamt fließen mehr Zinsen und Kreditrückzahlungen aus dem Globalen Süden in den Norden als Entwicklungsgelder von den reichen Industriestaaten in die armen ehemaligen Kolonialländer. Dieser Zustand ist ein stiller Ausbeutungsskandal. Statt aber für mehr globale Gerechtigkeit und weltweite Umverteilung zu sorgen, geht die Merz-Regierung in die entgegengesetzte Richtung: die neue Strategie des Bundesentwicklungsministeriums mit historischen Kürzungen und mehr sogenannten Entwicklungskrediten wird Abhängigkeiten und Verschuldung weiter anheizen. Die Linke im Bundestag fordert: Die Bundesregierung muss bei UN, G7, IWF und Weltbank ihre Blockade für faire Schuldenregeln endlich aufgeben. Es braucht dringend eine Einbindung privater Gläubiger. Banken und Investmentfonds müssen zu Schuldenerlassen verpflichtet werden, anstatt die Lasten nur auf staatliche Akteure abzuwälzen."

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news-63168 Mon, 27 Apr 2026 15:08:58 +0200 Aufrüstung schafft weder nachhaltiges Wachstum noch zukunftssichere Beschäftigung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/aufruestung-schafft-weder-nachhaltiges-wachstum-noch-zukunftssichere-beschaeftigung/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie "Steigende deutsche Rüstungsausgaben helfen nicht gegen die Wirtschaftskrise. Zwar hat sich die Zahl der Mitglieder des Bundesverbands der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie seit 2022 mehr als verdoppelt, aber das ist kein Hoffnungszeichen. Die meisten neuen 'Rüstungsunternehmen' sind nicht neue Unternehmen, sondern neu in der Rüstung. Sie waren bislang im zivilen Bereich tätig und suchen angesichts der Wirtschaftskrise notgedrungen neue Tätigkeitsfelder", kommentiert Janine Wissler die Zunahme deutscher Rüstungsunternehmen. "Steigende deutsche Rüstungsausgaben helfen nicht gegen die Wirtschaftskrise. Zwar hat sich die Zahl der Mitglieder des Bundesverbands der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) seit 2022 mehr als verdoppelt, aber das ist kein Hoffnungszeichen. Die meisten neuen 'Rüstungsunternehmen' sind nicht neue Unternehmen, sondern neu in der Rüstung. Sie waren bislang im zivilen Bereich tätig und suchen angesichts der Wirtschaftskrise notgedrungen neue Tätigkeitsfelder", kommentiert Janine Wissler die Zunahme deutscher Rüstungsunternehmen. Wissler weiter:

"Als Linke lehnen wir Aufrüstung und Militarisierung ab, weil es die Welt eben nicht friedlicher macht, aber auch für mehr Wachstum und Beschäftigung ist Rüstung ein absoluter Holzweg. Schon im letzten Jahr hat eine Studie von Tom Krebs und Patrick Kaczmarczyk gezeigt, dass jeder in Rüstung investierte Euro nur circa 50 Cent zusätzliche Wirtschaftsleistung bringt. Jeder Euro, der statt in die Aufrüstung beispielsweise in Klimaneutralität, bessere Bildung und Kinderbetreuung gesteckt wird, bringt gesamtwirtschaftlich zwischen 2 und 3 Euro Wachstum. Hohe Rüstungsausgaben und die Stärkung der Rüstungsindustrie stehen also nicht nur für einen friedenspolitisch falschen Kurs. Sie sind auch ökonomisch unproduktiv und könnten an anderer Stelle ein Vielfaches davon an Wachstumsimpuls bringen.

So verhindert die Bundesregierung den dringend erforderlichen Umbau der Wirtschaft und die notwendigen Investitionen in Bildung, Gesundheit, Klimaschutz und Verkehr.  Eine Dominanz der Rüstungswirtschaft führt absehbar zu Verlusten beim nachhaltigen Wirtschaftswachstum und auch der Wegfall von Arbeitsplätzen beispielsweise in der Automobilindustrie kann dadurch in keiner Weise kompensiert werden."

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news-63167 Mon, 27 Apr 2026 12:45:08 +0200 SIPRI-Bericht: Die Aufrüstungsspirale ist längst da https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/sipri-bericht-die-aufruestungsspirale-ist-laengst-da/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges Verteidigung Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum SIPRI-Bericht Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum SIPRI-Bericht:

„Deutschland gab 2025 rund 114 Milliarden Euro für die Aufrüstung aus. Nach den USA, China und Russland belegen wir Platz 4 laut aktuellem SIPRI-Bericht. Die Aufrüstungsspirale ist also längst da. Das allein ist schon hochproblematisch. Dass diese massive Aufrüstung aber mit dem bereits laufenden sozialen Kahlschlag des Merz-Kabinetts gegenfinanziert wird, macht diese Zahlen zu einem zusätzlichen Sicherheitsrisiko. Denn während viele Leistungen bei Krankenversicherung, Pflege und Rente laut Merz und seinen Parteifreunden einfach nicht mehr finanzierbar seien, versickern mittlerweile nie geahnte Milliardenbeträge bei den Rüstungskonzernen. Das zerstört den sozialen Zusammenhalt und erzeugt im Ergebnis bei immer mehr Menschen Zweifel an der Funktionsfähigkeit der Demokratie. Schon vor der Zeitenwende hat meine Partei dringend eine Prüfung der Vergabepraxis bei der Bundeswehr gefordert, denn schon damals war der deutsche Verteidigungshaushalt maximal intransparent und ineffektiv. Neueste Zahlen zeigen, dass mehr als 47.000 Rüstungsverträge in vier Jahren im Wert von rund 111 Milliarden Euro durch das BMVG abgeschlossen wurden, das Ministerium aber nicht beziffern kann, wie viele Vorhaben tatsächlich abgeschlossen und funktionsfähig in den Dienst der Bundeswehr gestellt worden sind. Das ist ein Indikator dafür, dass hier Gelder einfach rausgehauen werden. Würde nur ein Bruchteil dieser unfassbaren Beträge in die friedliche Konfliktbearbeitung investiert, wäre die Welt ein sichererer Ort.“

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news-63151 Sat, 25 Apr 2026 09:55:40 +0200 Beides muss passieren: Übergewinne abschöpfen und Schuldenbremse aussetzen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/beides-muss-passieren-uebergewinne-abschoepfen-und-schuldenbremse-aussetzen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen Wirtschaft und Technologie "Die Menschen in diesem Land brauchen angesichts der anhaltenden Preissprünge Entlastungen, die über das Strohfeuer der Bundesregierung hinaus gehen. Gleichzeitig muss die Wirtschaft, vor allem die Industrie, resilienter gegenüber Schocks aufgestellt werden. Für beides wird kurzfristig Geld benötigt", erklärt Christian Görke, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Aussage von Matthias Miersch, wonach neue Schulden nötig werden könnten, um den Zusammenbruch der Wirtschaft zu verhindern. "Die Menschen in diesem Land brauchen angesichts der anhaltenden Preissprünge Entlastungen, die über das Strohfeuer der Bundesregierung hinaus gehen. Gleichzeitig muss die Wirtschaft, vor allem die Industrie, resilienter gegenüber Schocks aufgestellt werden. Für beides wird kurzfristig Geld benötigt", erklärt Christian Görke, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Aussage von Matthias Miersch, wonach neue Schulden nötig werden könnten, um den Zusammenbruch der Wirtschaft zu verhindern. Görke weiter:

"Eine Aussetzung der Schuldenbremse ist dabei die einfachste und schnellste Möglichkeit und, da wir momentan eine globale Krise erleben, auch rechtlich sicher. Eine Aussetzung der Schuldenbremse darf aber nicht zur Folge haben, dass die Öl-Multis mit ihren Übergewinnen davon kommen. Es muss beides passieren: eine Abschöpfung der Übergewinne und eine Aussetzung der Schuldenbremse. Jetzt rächt sich, dass man die Schuldenbremse nur für Panzer und Raketen und nicht für zivile Nutzung reformiert hat."

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news-63123 Thu, 23 Apr 2026 14:38:22 +0200 Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung gegen Kürzungsvorschläge verteidigen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/selbstbestimmung-von-menschen-mit-behinderung-gegen-kuerzungsvorschlaege-verteidigen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den heute von den Behindertenbeauftragten aus Bund und Ländern vorgestellten Leistungskürzungen für Menschen mit Behinderungen: Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den heute von den Behindertenbeauftragten aus Bund und Ländern vorgestellten Leistungskürzungen für Menschen mit Behinderungen:

„Die Bundesregierung und die beteiligten Akteure legen mit den angekündigten Kürzungsvorschlägen die Axt an zentrale Prinzipien von Inklusion und Teilhabe. Mehrere Vorschläge stehen im Widerspruch zu grundlegenden Prinzipien der UN-Behindertenrechtskonvention und des Grundgesetzes. Zudem greifen sie die selbstbestimmte Lebensführung von Menschen mit Behinderungen an. Die erheblichen Einschnitte bei der Eingliederungshilfe werden dazu führen, dass Leistungen wegfallen und eine gleichberechtigte, inklusive Teilhabe am Leben für viele Betroffene erheblich eingeschränkt wird.

Die mit der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Bundesteilhabegesetz erreichten Fortschritte bei Selbstbestimmung und Teilhabe dürfen nicht zurückgedreht werden. Entscheidend ist nicht die Frage kurzfristiger Einsparungen, sondern wie Menschen mit Behinderung ihr Leben selbstbestimmt gestalten können, in Schule, Arbeit, Alltag und Freizeit.

Wir als Linke stehen an der Seite der Menschen mit Behinderung und werden diese massiven Angriffe auf den Sozialstaat nicht hinnehmen. Wenn zentrale Grundprinzipien von Inklusion und Teilhabe infrage gestellt werden, treten wir dem entschieden entgegen.“

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news-63102 Wed, 22 Apr 2026 19:48:56 +0200 Klingbeil muss endlich für eine nationale Übergewinnsteuer sorgen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/klingbeil-muss-endlich-fuer-eine-nationale-uebergewinnsteuer-sorgen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen Christian Görke, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur EU-Absage an eine Übergewinnsteuer: Christian Görke, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur EU-Absage an eine Übergewinnsteuer:

"Es war von vornherein falsch, nach Brüssel zu gehen. Die EU hat eigentlich keine Kompetenz für so eine Steuer, aber Deutschland schon. Jetzt muss Klingbeil endlich ernst machen mit einer nationalen Übergewinnsteuer, so wie viele EU-Staaten es in den letzten Jahren auch ganz ohne EU-Vorgaben gemacht haben." 

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