Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Thu, 21 May 2026 17:11:03 +0200 Thu, 21 May 2026 17:11:03 +0200 TYPO3 EXT:news news-63333 Thu, 21 May 2026 14:27:38 +0200 Asylbewerberleistungsgesetz muss abgeschafft werden https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/asylbewerberleistungsgesetz-muss-abgeschafft-werden/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres Das Bundesverfassungsgericht hat der Praxis, Menschen mit einer Duldung existenziell notwendige Leistungen rechtswidrig vorzuenthalten, eine klare Absage erteilt. Dass die Sätze trotz neuer Berechnungsgrundlagen jahrelang nicht angepasst wurden, war verfassungswidrig. Die Entscheidung erinnert den Gesetzgeber einmal mehr an den Grundsatz: Die Menschenwürdegarantie des Grundgesetzes darf nicht migrationspolitisch relativiert werden. Wer das Existenzminimum kleinrechnet, verstößt gegen die Verfassung", erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zu abgesenkten Grundleistungen für Geduldete. "Das Bundesverfassungsgericht hat der Praxis, Menschen mit einer Duldung existenziell notwendige Leistungen rechtswidrig vorzuenthalten, eine klare Absage erteilt. Dass die Sätze trotz neuer Berechnungsgrundlagen jahrelang nicht angepasst wurden, war verfassungswidrig. Die Entscheidung erinnert den Gesetzgeber einmal mehr an den Grundsatz: Die Menschenwürdegarantie des Grundgesetzes darf nicht migrationspolitisch relativiert werden. Wer das Existenzminimum kleinrechnet, verstößt gegen die Verfassung", erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zu abgesenkten Grundleistungen für Geduldete. Bünger weiter:

"Die Entscheidung zur Rechtmäßigkeit abgesenkter Grundleistungen bezieht sich auf die Vergangenheit, die Realität von Geduldeten hat sich durch die ständigen Gesetzesverschärfungen der letzten Jahre aber grundlegend geändert. Die Bundesregierung hat die Bezugsdauer der reduzierten Grundleistungen inzwischen von 15 auf 36 Monate ausgeweitet. Eine dreijährige Wartezeit lässt sich jedoch unmöglich noch als 'Kurzaufenthalt' rechtfertigen, wie es das Gericht in dem Beschluss mit Blick auf die alte Rechtslage noch für vertretbar hält. Wir als Linke fordern die Bundesregierung auf, dieses Sonderrechtssystem zu beenden. Das Asylbewerberleistungsgesetz muss abgeschafft und alle Menschen müssen in das reguläre Sozialsystem einbezogen werden."

]]>
news-63334 Thu, 21 May 2026 14:13:21 +0200 Rente mit 70: Rentenkommission mit unfassbarer sozialer Kälte https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/rente-mit-70-rentenkommission-mit-unfassbarer-sozialer-kaelte/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales „Nach den zahlreichen Schlägen ins Gesicht folgen jetzt die ersten Tritte. Eine so unfassbar sozial kalte Empfehlung kann nur eine Rentenkommission abgeben, die fast ausschließlich mit Menschen besetzt ist, die von ihr nicht betroffen sind. Aber sie macht genau das, wofür sie insbesondere von der Union eingesetzt wurde und liefert wie bestellt. Die weitere Absenkung des Rentenniveaus und die weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters werden nicht nur immer mehr Menschen in die Altersarmut treiben, sondern auch dafür sorgen, dass sich der Gesundheitszustand der Menschen deutlich verschlechtert", erklärt Heidi Reichinnek zu Medienberichten, die Rentenkommission wolle die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre vorschlagen. "Nach den zahlreichen Schlägen ins Gesicht folgen jetzt die ersten Tritte. Eine so unfassbar sozial kalte Empfehlung kann nur eine Rentenkommission abgeben, die fast ausschließlich mit Menschen besetzt ist, die von ihr nicht betroffen sind. Aber sie macht genau das, wofür sie insbesondere von der Union eingesetzt wurde und liefert wie bestellt. Die weitere Absenkung des Rentenniveaus und die weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters werden nicht nur immer mehr Menschen in die Altersarmut treiben, sondern auch dafür sorgen, dass sich der Gesundheitszustand der Menschen deutlich verschlechtert", erklärt Heidi Reichinnek zu Medienberichten, die Rentenkommission wolle die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre vorschlagen. Reichinnek weiter:

"Seit der letzten Absenkung des Rentenniveaus unter Rot-Grün von 53 Prozent auf 48 Prozent hat sich die Altersarmut bereits verdoppelt. Eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters käme einer Kürzung gleich. Die Erhöhung des Eintrittsalters wird immer wieder mit einer erhöhten Lebenserwartung begründet. Dabei hat eine Kleine Anfrage der Linksfraktion gerade erst aufgedeckt, dass schon die letzte Erhöhung des Renteneintrittsalters den Anstieg der Lebenserwartung übertrifft. Darüber hinaus ist die Lebenserwartung in mehreren Regionen in Deutschland zuletzt sogar gesunken. Zudem bestehen zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen erhebliche Unterschiede: ärmere Menschen sterben im Schnitt fast zehn Jahre früher. Eine pauschale Erhöhung des Renteneintrittsalters bedeutet ein weiteres Auseinanderdriften zwischen oben und unten. Was es statt der Vorschläge der Rentenkommission bräuchte, wäre ein Rentensystem, in das alle Erwerbstätigen einzahlen und eine deutliche Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze. Damit ließe sich die Rente zukunftsfähig machen - und zwar so, dass allen Rentner:innen ein Leben in Würde möglich ist. Die Vorschläge der Kommission sind der nächste Schritt zur von Merz angekündigten 'Basisabsicherung'. Eine Umsetzung wäre ein schwarzer Tag für einen ganz großen Teil der Bevölkerung, die dadurch immer stärker auf private Vorsorge angewiesen wäre. Die Sektkorken würden nur bei der privaten Versicherungslobby knallen. Wir als Linke werden uns mit allem was wir haben an die Seite derjenigen stellen, die auf eine gute gesetzliche Rente angewiesen sind - und das ist weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung!"

]]>
news-63332 Thu, 21 May 2026 12:20:55 +0200 Vonovia und Co den Marktzugang verwehren https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/vonovia-und-co-den-marktzugang-verwehren/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Wirtschaft und Technologie "Vonovias Geschäftsmodell ist, die Mieten maximal zu erhöhen. Es wird bei Heiz- und Betriebskosten getrickst und gleichzeitig mangelt es an Instandhaltungen und Service. Das macht wirklich wütend. Für die Dividenden der Aktionäre werden die Mieterinnen und Mieter geschröpft. Im Schnitt fließen 166 Euro der Miete jeden Monat direkt in die Taschen der Aktionärinnen und Aktionäre. Und die Manager streichen Millionengehälter ein. Wohnungen sollten im Gemeinwohl und nicht von profitgeilen Aktienkonzernen bewirtschaftet werden", erklärt Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, anlässlich der Hauptversammlung von Vonovia. "Vonovias Geschäftsmodell ist, die Mieten maximal zu erhöhen. Es wird bei Heiz- und Betriebskosten getrickst und gleichzeitig mangelt es an Instandhaltungen und Service. Das macht wirklich wütend. Für die Dividenden der Aktionäre werden die Mieterinnen und Mieter geschröpft. Im Schnitt fließen 166 Euro der Miete jeden Monat direkt in die Taschen der Aktionärinnen und Aktionäre. Und die Manager streichen Millionengehälter ein. Wohnungen sollten im Gemeinwohl und nicht von profitgeilen Aktienkonzernen bewirtschaftet werden", erklärt Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, anlässlich der Hauptversammlung von Vonovia. Isabelle Vandre, Sprecherin für Bekämpfung von Finanzkriminalität und Immobilienspekulation, ergänzt:

"Wohnen ist ein Grundbedürfnis von uns allen, kein Profitversprechen für wenige. Deswegen wollen wir Vonovia und Co den Marktzugang verwehren. Wir fordern eine Marktzugangsbeschränkung für gewerbliche Privatvermieter, die mehr als 50 Wohneinheiten besitzen. Wer seine Anteile an in- oder ausländischen Finanzmärkten handelt, Eigentumsstrukturen nicht transparent macht, Gewinne in Steueroasen verschiebt, statt sie in Instandsetzung zu investieren, wird seiner Verantwortung nicht gerecht und hat nichts auf dem Wohnungsmarkt zu suchen!"

]]>
news-63317 Wed, 20 May 2026 17:04:37 +0200 Gestiegene Inflationszahlen verdeutlichen Handlungsbedarf https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/gestiegene-inflationszahlen-verdeutlichen-handlungsbedarf/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur gestiegenen Inflation: "Die Zahlen machen deutlich, dass akuter Handlungsbedarf besteht, die Menschen mit kleinem Geldbeutel zu unterstützen. Da der größte Anteil der Teuerung von Energie und Treibstoffen ausgeht, schlagen wir als Linke ein Energiekrisengeld für alle von 150 Euro und die Neuauflage des 9-Euro-Tickets vor. Das Energiekrisengeld soll per Direktauszahlung an alle Haushalte überwiesen werden. Die größte finanzielle Entlastung für die meisten Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen würde von einem bundesweiten Mietendeckel ausgehen. Wir warnen ausdrücklich davor, der Inflation mit höheren Leitzinsen begegnen zu wollen." Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur gestiegenen Inflation: "Die Zahlen machen deutlich, dass akuter Handlungsbedarf besteht, die Menschen mit kleinem Geldbeutel zu unterstützen. Da der größte Anteil der Teuerung von Energie und Treibstoffen ausgeht, schlagen wir als Linke ein Energiekrisengeld für alle von 150 Euro und die Neuauflage des 9-Euro-Tickets vor. Das Energiekrisengeld soll per Direktauszahlung an alle Haushalte überwiesen werden. Die größte finanzielle Entlastung für die meisten Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen würde von einem bundesweiten Mietendeckel ausgehen. Wir warnen ausdrücklich davor, der Inflation mit höheren Leitzinsen begegnen zu wollen."

]]>
news-63316 Wed, 20 May 2026 17:00:28 +0200 Bundesregierung steuert mit Hightech-Agenda in die falsche Richtung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bundesregierung-steuert-mit-hightech-agenda-in-die-falsche-richtung/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung Sonja Lemke, Sprecherin für Forschung und Technologie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Hightech-Agenda der Bundesregierung: "Die Bundesregierung steuert mit der Hightech-Agenda in die falsche Richtung. Die Auswahl der Schlüsseltechnologien war von Anfang an fehlgeleitet. Spätestens mit den Roadmaps ist klar, dass auch Überschriften wie 'klimaneutrale Energieerzeugung' und 'klimaneutrale Mobilität' nur Etikettenschwindel waren. Sonja Lemke, Sprecherin für Forschung und Technologie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Hightech Agenda der Bundesregierung: "Die Bundesregierung steuert mit der Hightech-Agenda in die falsche Richtung. Die Auswahl der Schlüsseltechnologien war von Anfang an fehlgeleitet. Spätestens mit den Roadmaps ist klar, dass auch Überschriften wie 'klimaneutrale Energieerzeugung' und 'klimaneutrale Mobilität' nur Etikettenschwindel waren. Stattdessen rennt die Bundesregierung bei Themen wie KI und Fusion jedem noch so abwegigen Versprechen der Industrie hinterher und gibt ohne Sinn und Verstand Geld aus. Zielmarken, wie die Vervierfachung der KI-Startups, bringen keinen gesellschaftlichen Mehrwert. Statt diesen Weg weiterzugehen, brauchen wir einen Neustart der Hightech-Agenda. Sie muss reale gesellschaftliche Herausforderungen angehen und die sozial-ökologische Transformation voranbringen. Dafür braucht es eine Auswahl von Fokustechnologien, die auf einem breiten Beteiligungsprozess basiert."

]]>
news-63315 Wed, 20 May 2026 14:57:24 +0200 Keine Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/keine-stationierung-von-mittelstreckenwaffen-in-deutschland-1/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges Verteidigung Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Bestätigung des US-Generals Alexus Grynkewich, dass die Vereinigten Staaten vorerst keine weitreichenden Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationieren werden: „Die Mittelstreckenwaffen hätten kein Mehr an Sicherheit für Deutschland gebracht, sondern das Eskalationspotenzial mit Russland nur verschärft. Die Stationierungsorte wären im Kriegsfall zu Zielscheiben für Angriffe geworden. Die Verteidigungsfähigkeit der Bundesrepublik ist mit der Bundeswehr als einer der größten Armeen in Europa, durch die nukleare Teilhabe Deutschlands innerhalb der NATO sowie durch die hier stationierten verbündeten NATO-Streitkräfte bereits vollumfänglich gewährleistet, um potenzielle Angreifer wirksam militärisch abzuschrecken. Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Bestätigung des US-Generals Alexus Grynkewich, dass die Vereinigten Staaten vorerst keine weitreichenden Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationieren werden:

„Die Mittelstreckenwaffen hätten kein Mehr an Sicherheit für Deutschland gebracht, sondern das Eskalationspotenzial mit Russland nur verschärft. Die Stationierungsorte wären im Kriegsfall zu Zielscheiben für Angriffe geworden. Die Verteidigungsfähigkeit der Bundesrepublik ist mit der Bundeswehr als einer der größten Armeen in Europa, durch die nukleare Teilhabe Deutschlands innerhalb der NATO sowie durch die hier stationierten verbündeten NATO-Streitkräfte bereits vollumfänglich gewährleistet, um potenzielle Angreifer wirksam militärisch abzuschrecken.

Wir brauchen keine Mittelstreckenwaffen, sondern endlich eine Politik der Friedensfähigkeit. Die Aufrüstungspolitik der vergangenen Jahre hat erwartungsgemäß versagt – das Sicherheitsgefühl ist dadurch mitnichten gestiegen. Am Ende schafft nur Abrüstung Sicherheit. Statt die globale Aufrüstungsspirale weiter zu befeuern, muss sich die Bundesregierung mehr für Diplomatie und internationale Abrüstungsverträge einsetzen. Natürlich ist das in Zeiten von Trump und Putin schwer zu erreichen. Doch die Bundesregierung sollte diesen Weg endlich beschreiten, wenn sie auch nachfolgenden Generationen noch einen lebenswerten Planeten hinterlassen will. Deutschland sollte angesichts seiner Geschichte eine Friedensmacht sein und keine Bedrohung. Daher wäre auch der im Raum stehende Kauf türkischer Mittelstreckenwaffen für die Bundeswehr nicht der richtige Weg. Gerade Erdogan kann in Sicherheitsfragen kein Partner Deutschlands sein.“

]]>
news-63311 Wed, 20 May 2026 11:54:51 +0200 Fahrschulausbildung: Bundesregierung verkauft Aktionismus als Entlastung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/fahrschulausbildung-bundesregierung-verkauft-aktionismus-als-entlastung/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung "Diese Reform ist sozial unausgegoren: Das Bundeskabinett verkauft heute Aktionismus als Entlastung. Doch wer den Führerschein kaum noch bezahlen kann, hat davon wenig. 4.000 Euro und mehr sind kein Randproblem, sondern eine Schranke vor Ausbildung, Arbeit und Teilhabe. Das Verkehrsministerium greift zur Axt, obwohl es erst einmal genau hinschauen müsste. Warum ist der Führerschein in Hamburg besonders teuer und in Berlin deutlich günstiger, obwohl beides Großstädte sind? Warum steigen die Preise so stark und regional so unterschiedlich? Darauf liefert die Reform keine Antwort", erklärt Jorrit Bosch, Sprecher für Verkehrspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Reform der Fahrschulausbildung. "Diese Reform ist sozial unausgegoren: Das Bundeskabinett verkauft heute Aktionismus als Entlastung. Doch wer den Führerschein kaum noch bezahlen kann, hat davon wenig. 4.000 Euro und mehr sind kein Randproblem, sondern eine Schranke vor Ausbildung, Arbeit und Teilhabe. Das Verkehrsministerium greift zur Axt, obwohl es erst einmal genau hinschauen müsste. Warum ist der Führerschein in Hamburg besonders teuer und in Berlin deutlich günstiger, obwohl beides Großstädte sind? Warum steigen die Preise so stark und regional so unterschiedlich? Darauf liefert die Reform keine Antwort", erklärt Jorrit Bosch, Sprecher für Verkehrspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Reform der Fahrschulausbildung. Bosch weiter:

"Online-Theorie, Simulatoren und weniger Bürokratie können sinnvoll sein. Aber sie sind keine echte Kostenbremse, solange unklar bleibt, wo die Kosten entstehen. Günstiger darf außerdem nicht heißen: schlechter ausgebildet und unsicherer unterwegs. Verkehrssicherheit braucht verbindliche Mindeststandards in der Ausbildung und darf nicht dem Spardruck geopfert werden. Wir brauchen volle Preistransparenz und eine echte Untersuchung der regionalen Preisunterschiede. Vorstellbar wäre es außerdem, Menschen mit wenig Geld gezielt zu unterstützen. Es ist politisch absurd: Wer zur Bundeswehr geht, bekommt den Führerschein bezahlt. Wer eine Ausbildung macht, zur Arbeit kommen muss oder auf dem Land lebt, bleibt mit Kosten von 4.000 Euro und mehr allein. Mobilität darf keine Prämie für den Dienst an der Waffe sein. Sie ist eine Frage der Chancengleichheit."

]]>
news-63309 Tue, 19 May 2026 15:51:15 +0200 Energiekrise: Die Maßnahmen der Bundesregierung wirken nicht https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/energiekrise-die-massnahmen-der-bundesregierung-wirken-nicht/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie „Dass trotz der neuen 12-Uhr-Regelung bereits 447 von 3.073 untersuchten Tankstellen allein in NRW insgesamt 2.634-mal unerlaubt die Preise erhöht haben, zeigt: Die Maßnahmen der Bundesregierung wirken nicht. Sie werden entweder nicht befolgt oder funktionieren nicht“, kritisiert Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Meldung, dass Tausende Tankstellen gegen die 12-Uhr-Regel verstoßen. Wissler weiter: „Dass trotz der neuen 12-Uhr-Regelung bereits 447 von 3.073 untersuchten Tankstellen allein in NRW insgesamt 2.634-mal unerlaubt die Preise erhöht haben, zeigt: Die Maßnahmen der Bundesregierung wirken nicht. Sie werden entweder nicht befolgt oder funktionieren nicht“, kritisiert Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Meldung, dass Tausende Tankstellen gegen die 12-Uhr-Regel verstoßen. Wissler weiter:

„Die Mineralölkonzerne packen sich weiterhin die Taschen voll, während der Sommerurlaub von Familien aufgrund der Spritpreise am seidenen Faden hängt. Ministerin Reiche macht keinen Hehl daraus, auf wessen Seite sie steht: die der Konzerne. Es braucht jetzt eine Übergewinnsteuer und einen Gewinnmargendeckel, der die Mineralölkonzerne an die Kette legt und endlich für Entlastung der Bevölkerung sorgt.“

]]>
news-63305 Tue, 19 May 2026 15:47:05 +0200 Waldzustandsbericht: Alois Rainer sieht den Wald vor lauter kranken Bäumen nicht https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/waldzustandsbericht-alois-rainer-sieht-den-wald-vor-lauter-kranken-baeumen-nicht/ Pressemitteilung 21. Legislatur Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz "Alois Rainer sieht den Wald vor lauter kranken Bäumen nicht. Er freut sich tatsächlich darüber, dass 'nur' vier von fünf Bäumen krank sind - was für eine Realitätsverweigerung! Der Waldumbau muss zur Priorität gemacht und mit weitreichenden Finanzmitteln ausgestattet werden. Der Wald könnte Wasserspeicher, grüne Lunge und Rohstofflieferant zugleich sein - unser Schutzschild gegen Trockenheit, Hitze und Sturm. Dafür muss er aber in ein gesundes und resilientes Ökosystem verwandelt werden. Für die Klimaanpassung von mehr als 30 Prozent der deutschen Landfläche müssen endlich Milliardenbeträge bereitgestellt werden. Noch immer führen öffentliche Forste Profite aus unseren Wäldern ab, anstatt endlich auf eine gemeinwohlorientierte Bewirtschaftung umzustellen, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen", erklärt Marcel Bauer, Sprecher für nachhaltige Landnutzung der Linken im Bundestag, zum Waldzustandsbericht. "Alois Rainer sieht den Wald vor lauter kranken Bäumen nicht. Er freut sich tatsächlich darüber, dass 'nur' vier von fünf Bäumen krank sind - was für eine Realitätsverweigerung! Der Waldumbau muss zur Priorität gemacht und mit weitreichenden Finanzmitteln ausgestattet werden. Der Wald könnte Wasserspeicher, grüne Lunge und Rohstofflieferant zugleich sein - unser Schutzschild gegen Trockenheit, Hitze und Sturm. Dafür muss er aber in ein gesundes und resilientes Ökosystem verwandelt werden. Für die Klimaanpassung von mehr als 30 Prozent der deutschen Landfläche müssen endlich Milliardenbeträge bereitgestellt werden. Noch immer führen öffentliche Forste Profite aus unseren Wäldern ab, anstatt endlich auf eine gemeinwohlorientierte Bewirtschaftung umzustellen, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen", erklärt Marcel Bauer, Sprecher für nachhaltige Landnutzung der Linken im Bundestag, zum Waldzustandsbericht. Bauer weiter:

Und auch die privaten Wälder, größtenteils in Adelsbesitz, müssen ihren Anteil leisten: Der Waldumbau ist nicht optional und wo er nicht erfolgt, muss nachgeholfen werden. Fördermaßnahmen für Voranbauten und Schulungen zur naturnahen und klimaangepassten Waldbewirtschaftung müssen mit Kontrollen und ordnungspolitischem Nachdruck verbunden werden. Dafür brauchen wir mehr gut ausgebildete Waldarbeitende und ausreichend Förster:innen, um Beratung und Kontrollen in der Fläche durchzuführen."

]]>
news-63304 Tue, 19 May 2026 15:42:03 +0200 Landesmietendeckel ist eine durchsichtige PR-Aktion der SPD https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/landesmietendeckel-ist-eine-durchsichtige-pr-aktion-der-spd/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung "Die Forderung nach einem Landesmietendeckel ist eine durchsichtige PR-Aktion der SPD. Außer einer simplen Verlängerung der weitgehend wirkungslosen Mietpreisbremse ist bisher auf Bundesebene nichts passiert. Eine Reform der Bestandsmieten ist auch im aktuellen Kabinettsentwurf nicht vorgesehen", erklärt Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Fraktion die Linke im Bundestag, zum SPD-Vorstoß für einen Länder-Mietendeckel. "Die Forderung nach einem Landesmietendeckel ist eine durchsichtige PR-Aktion der SPD. Außer einer simplen Verlängerung der weitgehend wirkungslosen Mietpreisbremse ist bisher auf Bundesebene nichts passiert. Eine Reform der Bestandsmieten ist auch im aktuellen Kabinettsentwurf nicht vorgesehen", erklärt Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Fraktion die Linke im Bundestag, zum SPD-Vorstoß für einen Länder-Mietendeckel. Lay weiter:

"Statt blumiger Ankündigungen sollte die Bundesregierung endlich ihre Möglichkeiten nutzen, um die Mieten bundesweit zu deckeln."

]]>
news-63303 Tue, 19 May 2026 15:34:23 +0200 E-Auto-Prämie geht an der sozialen Realität vieler Menschen vorbei https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/e-auto-praemie-geht-an-der-sozialen-realitaet-vieler-menschen-vorbei/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung „Die neue E-Auto-Prämie geht an der sozialen Realität vieler Menschen vorbei. Denn selbst mit Förderung bleibt ein E-Neuwagen für einkommensschwache Haushalte schlicht unbezahlbar. Am Ende profitieren vor allem diejenigen, die sich den Umstieg ohnehin leisten können", erklärt Jorrit Bosch, Sprecher für Verkehrspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Start der Kaufprämie für E-Autos und Hybride. „Die neue E-Auto-Prämie geht an der sozialen Realität vieler Menschen vorbei. Denn selbst mit Förderung bleibt ein E-Neuwagen für einkommensschwache Haushalte schlicht unbezahlbar. Am Ende profitieren vor allem diejenigen, die sich den Umstieg ohnehin leisten können", erklärt Jorrit Bosch, Sprecher für Verkehrspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Start der Kaufprämie für E-Autos und Hybride. Bosch weiter:

"Statt die Förderung sozial zu staffeln, verteilt die Bundesregierung Milliarden mit der Gießkanne. Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen brauchen bezahlbare Mobilität im Alltag und nicht ein staatlich bezuschusstes neues Auto, für das trotzdem Zehntausende Euro fällig werden. Besonders absurd ist, dass Plug-in-Hybride und importierte Fahrzeuge gefördert werden, günstigere gebrauchte E-Autos aber außen vor bleiben. Gerade angesichts hoher Spritpreise wären elektrische Gebrauchtwagen für viele Menschen der bezahlbare Einstieg in die Elektromobilität gewesen.“

]]>
news-63301 Mon, 18 May 2026 15:43:52 +0200 Austausch mit türkischem Außenminister: Wadephul muss Menschenrechtslage ansprechen! https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/austausch-mit-tuerkischem-aussenminister-wadephul-muss-menschenrechtslage-ansprechen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges "Beim heutigen Besuch des türkischen Außenministers muss Johann Wadephul die dramatische Menschenrechtslage im Land - insbesondere die Repression gegen Oppositionelle, Journalist:innen und die kurdische Zivilgesellschaft - offen und deutlich ansprechen. Auch bei seinen Gesprächen in den kommenden Tagen mit hochrangigen Vertreter:innen aus Ländern des Nahen Ostens muss die Situation der Menschen in der Region eine zentrale Rolle spielen", erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion die Linke im Bundestag, zu Gesprächen von Außenminister Johann Wadephul mit seinen Amtskollegen der Türkei und Ländern des Nahen Ostens. "Beim heutigen Besuch des türkischen Außenministers muss Johann Wadephul die dramatische Menschenrechtslage im Land - insbesondere die Repression gegen Oppositionelle, Journalist:innen und die kurdische Zivilgesellschaft - offen und deutlich ansprechen. Auch bei seinen Gesprächen in den kommenden Tagen mit hochrangigen Vertreter:innen aus Ländern des Nahen Ostens muss die Situation der Menschen in der Region eine zentrale Rolle spielen", erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion die Linke im Bundestag, zu Gesprächen von Außenminister Johann Wadephul mit seinen Amtskollegen der Türkei und Ländern des Nahen Ostens. Özdemir weiter:

"Grundlegend ist es zu begrüßen, dass der Außenminister angesichts der gefährlichen Eskalation im Nahen Osten den diplomatischen Austausch sucht. Statt weiterer Drohgebärden und militärischer Eskalation in der Region braucht es ernsthafte Friedensgespräche. Die Bundesregierung fährt einen falschen Kurs, wenn sie sich weiter vorbehaltlos an die Seite der USA stellt und Kritik an der israelischen Regierung weitgehend vermeidet."

]]>
news-63300 Mon, 18 May 2026 15:21:14 +0200 Mögliche Kürzungen beim Elterngeld sind familienpolitische Bankrotterklärung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/moegliche-kuerzungen-beim-elterngeld-sind-familienpolitische-bankrotterklaerung/ Pressemitteilung 21. Legislatur Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu möglichen Kürzungen beim Elterngeld: Mandy Eißing, familienpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu möglichen Kürzungen beim Elterngeld:

„Die im Raum stehenden Kürzungen beim Elterngeld sind eine familienpolitische Bankrotterklärung. Sie konterkarieren jegliche Bemühungen, den Rückgang der Geburtenraten zu stoppen. Das ist ein fatales Signal an alle, die überlegen ein Kind zu bekommen. Erst schürte die Regierung Hoffnungen, den Mindest- und Höchstsatz erhöhen zu wollen, jetzt sollen Familien leer ausgehen. Wir lehnen jede Kürzung bei Familien und Kindern ab. Das Elterngeld wurde seit seiner Einführung im Jahr 2007 nicht erhöht: Fast zwei Jahrzehnte Stillstand, während die Lebenshaltungskosten durch die Decke gegangen sind. Wer mehr Väter in Elternzeit bringen will, der darf hier nicht kürzen. Die geplanten Verbesserungen bei den Partnerschaftsmonaten begrüßen wir, sie gehen aber nicht weit genug. Wir wollen jeweils zwölf nicht übertragbare Monate für beide Eltern. Nur so ist echte Gleichberechtigung möglich.“

]]>
news-63299 Mon, 18 May 2026 13:15:26 +0200 Linke fordert Freilassung von DW-Journalisten Alican Uludağ https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/linke-fordert-freilassung-von-dw-journalisten-alican-uludag/ Pressemitteilung 21. Legislatur „Wir verurteilen die völlig unverhältnismäßige Inhaftierung von Alican Uludağ und fordern seine sofortige Freilassung. Seine Inhaftierung zeigt, wie massiv und systematisch die Regierung des NATO-Partnerlandes die Pressefreiheit unterdrückt“, erklärt David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, anlässlich des Prozessauftakts gegen den seit Februar in der Türkei inhaftierten Korrespondenten der Deutschen Welle, Alican Uludağ. „Wir verurteilen die völlig unverhältnismäßige Inhaftierung von Alican Uludağ und fordern seine sofortige Freilassung. Seine Inhaftierung zeigt, wie massiv und systematisch die Regierung des NATO-Partnerlandes die Pressefreiheit unterdrückt“, erklärt David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, anlässlich des Prozessauftakts gegen den seit Februar in der Türkei inhaftierten Korrespondenten der Deutschen Welle, Alican Uludağ. Schliesing weiter:

„Es ist ein Skandal, dass ein Journalist wegen angeblicher Präsidentenbeleidigung in Untersuchungshaft sitzt und ihm bis zu 19 Jahre Haft drohen. Hier wird gezielt versucht, durch Einschüchterung ein Klima der Angst und Abschreckung zu schüren, um kritische Berichterstattung über die türkische Regierung zu unterdrücken. Und man fragt sich, was die Bundesregierung bislang eigentlich in diesem Fall unternommen hat. Ich erwarte, dass die Bundesregierung sich mit ganzer Kraft für die Freilassung von Alican Uludağ einsetzt. Sie muss endlich den politischen Druck auf das Erdoğan-Regime erhöhen, das seit Jahren versucht, die wenigen verbliebenen kritischen Medien durch Sendeverbote und Lizenzentzug zum Schweigen zu bringen.

Dass Uludağ auch zum Prozessauftakt weiterhin in der Marmara-Haftanstalt inhaftiert bleibt und lediglich per Videokonferenz an der Hauptverhandlung teilnehmen kann, ist aufs Schärfste zu verurteilen. Wir unterstützen die Forderung der Deutschen Welle, dass Uludağ persönlich am Prozess in Ankara teilnehmen kann. Unsere Solidarität gilt Alican Uludağ, seinen Kolleg:innen bei der Deutschen Welle sowie allen Medienakteur:innen, die täglich unter schwierigen Bedingungen für unabhängige Berichterstattung arbeiten. Ihre Arbeit ist von unschätzbarem Wert für Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, international wie hierzulande.“

]]>
news-63298 Mon, 18 May 2026 13:04:07 +0200 Echter ziviler Bevölkerungsschutz statt Bunker und Feldbetten https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/ziviler-bevoelkerungsschutz-statt-bunker-und-feldbetten/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres „Das Bundesinnenministerium hat hohe Ambitionen, doch das Problem ist, dass der Fokus nicht konsequent auf einem modernen Bevölkerungsschutz liegt, sondern erneut stark von sicherheits- und verteidigungspolitischen Szenarien geprägt ist. Forderungen nach einem zusätzlichen Bauprogramm für das THW müssen mit konkreten Umsetzungsvorschlägen verbunden sein und tatsächlich einen Mehrwert schaffen, denn entsprechende Programme existieren bereits“, kommentiert Jan Köstering, Sprecher für zivilen Bevölkerungs- und Katastrophenschutz der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Plänen von Alexander Dobrindt für den Zivilschutz. „Das Bundesinnenministerium hat hohe Ambitionen, doch das Problem ist, dass der Fokus nicht konsequent auf einem modernen Bevölkerungsschutz liegt, sondern erneut stark von sicherheits- und verteidigungspolitischen Szenarien geprägt ist. Forderungen nach einem zusätzlichen Bauprogramm für das THW müssen mit konkreten Umsetzungsvorschlägen verbunden sein und tatsächlich einen Mehrwert schaffen, denn entsprechende Programme existieren bereits“, kommentiert Jan Köstering, Sprecher für zivilen Bevölkerungs- und Katastrophenschutz der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Plänen von Alexander Dobrindt für den Zivilschutz. Köstering weiter: 

„Klar ist: Deutschland braucht einen leistungsfähigen, verlässlichen und alltagstauglichen Bevölkerungsschutz. Dieser muss die Menschen wirksam vor Hitze, Kälte, Hochwasser, Waldbränden, Sturmereignissen und weiteren Katastrophenlagen schützen. Wenn sich das Innenministerium nun darauf beschränkt, Bunker in eine App einzupflegen oder 110.000 Feldbetten zu bestellen, dann ist der praktische Nutzen für die Bevölkerung äußerst begrenzt.

Die Milliarden, über die hier gesprochen wird, müssen stattdessen gezielt in den Katastrophenschutz der Länder und Kommunen fließen. Wenn Feuerwehren besser ausgestattet werden, Rettungsdienste ihre Einsatzzeiten und Personalbesetzungen zuverlässig sicherstellen können und Hilfsorganisationen endlich angemessen unterstützt werden, dann entsteht echter Schutz für die Bevölkerung. Wir als Linke werden sehr genau prüfen, welche Investitionen tatsächlich geplant sind.“

]]>