Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Gruppe Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Thu, 04 Jun 2026 17:50:10 +0200 Thu, 04 Jun 2026 17:50:10 +0200 TYPO3 EXT:news news-63428 Thu, 04 Jun 2026 15:19:48 +0200 Die Pflegereform verschlechtert ein System, das schon am Boden liegt https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/die-pflegereform-verschlechtert-ein-system-das-schon-am-boden-liegt/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Gesundheit "Die heftigen Kürzungspläne für Pflegebedürftige und ihren Angehörigen verschlechtern ein System, das schon am Boden liegt. Die Streichungsliste von Gesundheitsministerin Nina Warken muss klar abgelehnt werden. Ansonsten droht noch mehr Altersarmut – sowohl für die Menschen mit Pflegebedarf als auch diejenigen, die sie als Angehörige pflegen. Nicht nur sollen die Eigenanteile erhöht werden, sondern auch die Rentenpunkte für pflegende Angehörige reduziert werden – wer das erwägt, hat wirklich jeglichen sozialen Kompass verloren. In der Folge könnte es dazu führen, dass Angehörige weniger Pflegearbeit übernehmen, weil sie es sich schlicht nicht leisten können. Das wäre ein Bärendienst an allen Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen und den klammen Kassen der Kommunen, die am Ende einspringen müssen", erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur geplanten Pflegereform. „Die heftigen Kürzungspläne für Pflegebedürftige und ihren Angehörigen verschlechtern ein System, das schon am Boden liegt. Die Streichungsliste von Gesundheitsministerin Nina Warken muss klar abgelehnt werden. Ansonsten droht noch mehr Altersarmut – sowohl für die Menschen mit Pflegebedarf als auch diejenigen, die sie als Angehörige pflegen. Nicht nur sollen die Eigenanteile erhöht werden, sondern auch die Rentenpunkte für pflegende Angehörige reduziert werden – wer das erwägt, hat wirklich jeglichen sozialen Kompass verloren. In der Folge könnte es dazu führen, dass Angehörige weniger Pflegearbeit übernehmen, weil sie es sich schlicht nicht leisten können. Das wäre ein Bärendienst an allen Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen und den klammen Kassen der Kommunen, die am Ende einspringen müssen", erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur geplanten Pflegereform. Pellmann weiter:

"Die SPD hatte im Wahlkampf noch die Deckelung der Eigenanteile auf 1.000 Euro im Monat versprochen – doch jetzt zeigt sich, dass Finanzminister Lars Klingbeil diese unsoziale Kürzungsliste längst durchgewunken hat: Ein Armutszeugnis für die SPD. Darüber hinaus will die Regierung durch Lohndumping Geld in Pflegeheimen einsparen, indem die Tariftreueregelung für vier Jahre ausgesetzt werden soll - ein Schlag ins Gesicht für Pflegekräfte, die während der Pandemie noch als systemrelevant beklatscht wurden.

Für uns als Linke ist klar, es braucht endlich eine solidarische Pflegevollversicherung. Nur so stoppt man die Unterfinanzierung in der Pflege und korrigiert die zutiefst ungerechte Schieflage der Beitragslast. Anstatt den Missstand der Pflegeversicherung zu verwalten, benötigt es endlich eine wirklich durchfinanzierte Pflegevollversicherung.“

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news-63425 Thu, 04 Jun 2026 12:55:06 +0200 World Wealth Report: Krisenzeiten für die Mehrheit bedeuten Riesen-Profite für die Überreichen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/world-wealth-report-krisenzeiten-fuer-die-mehrheit-bedeuten-riesen-profite-fuer-die-ueberreichen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen "Es ist beschämend, dass die Vermögen der Reichen weltweit so stark wie in noch keinem Jahr zuvor angestiegen sind, während die große Mehrheit unter steigenden Energiekosten, Mieten und Lebensmittelpreisen ächzt. Die Zahl der Millionäre in Deutschland ist dabei nicht nur um 11 Prozent auf rund 1,8 Millionen Menschen gestiegen – ihr Vermögen ist zudem in einem Jahr um fast 13 Prozent angewachsen. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander – Krisenzeiten für die Mehrheit bedeuten Riesen-Profite für die Überreichen. Gleichzeitig sinkt die Sparquote der Menschen, was für Krisenzeiten ungewöhnlich ist. Der Großteil der Menschen kann aufgrund der steigenden Preise nicht weiter sparen und braucht dringend Entlastungen", erklärt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum World Wealth Report. "Es ist beschämend, dass die Vermögen der Reichen weltweit so stark wie in noch keinem Jahr zuvor angestiegen sind, während die große Mehrheit unter steigenden Energiekosten, Mieten und Lebensmittelpreisen ächzt. Die Zahl der Millionäre in Deutschland ist dabei nicht nur um 11 Prozent auf rund 1,8 Millionen Menschen gestiegen – ihr Vermögen ist zudem in einem Jahr um fast 13 Prozent angewachsen. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander – Krisenzeiten für die Mehrheit bedeuten Riesen-Profite für die Überreichen. Gleichzeitig sinkt die Sparquote der Menschen, was für Krisenzeiten ungewöhnlich ist. Der Großteil der Menschen kann aufgrund der steigenden Preise nicht weiter sparen und braucht dringend Entlastungen", erklärt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum World Wealth Report. Reichinnek weiter:

"Während fast 14 Millionen Menschen in Armut leben, besitzen die Millionäre in Deutschland ein Gesamtvermögen von unvorstellbaren 6,1 Billionen Euro – das entspricht dem Zwölffachen des gesamten diesjährigen Bundeshaushalts. Diese Zahlen sind ein deutlicher Beleg dafür, dass Marcel Fratzscher vom DIW mit seiner Forderung nach der Wiedereinführung einer Vermögensteuer absolut Recht hat, auch wenn diese aus unserer Sicht noch deutlich weiter gehen müsste – denn Überreiche müssen endlich angemessen an der Finanzierung unseres Gemeinwesens beteiligt werden. Klar ist: Die Regierung treibt mit ihrer Tatenlosigkeit die Gesellschaft immer weiter auseinander. Es wird Zeit, dass sie sich ihrer Aufgabe bewusst wird und nicht nur Politik für ihre reichen Freunde, sondern für die große Mehrheit im Land macht."

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news-63420 Wed, 03 Jun 2026 16:35:44 +0200 Der Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft ist unverbindlich und nicht ausfinanziert https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/der-aktionsplan-fuer-kreislaufwirtschaft-ist-unverbindlich-und-nicht-ausfinanziert/ Pressemitteilung 21. Legislatur Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit "Das vorgelegte Aktionsprogramm zur Kreislaufwirtschaft ist keine visionäre Strategie, sondern verkauft lediglich die überfällige Umsetzung von EU-Vorgaben in einem nicht ausfinanzierten und völlig unverbindlichen Papier. Einmal mehr ordnet diese Bundesregierung den existenziellen Umwelt- und Ressourcenschutz bedenkenlos den Profit- und Industrieinteressen unter", erklärt Mareike Hermeier, Sprecherin für Kreislaufwirtschaft der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft der Bundesregierung. "Das vorgelegte Aktionsprogramm zur Kreislaufwirtschaft ist keine visionäre Strategie, sondern verkauft lediglich die überfällige Umsetzung von EU-Vorgaben in einem nicht ausfinanzierten und völlig unverbindlichen Papier. Einmal mehr ordnet diese Bundesregierung den existenziellen Umwelt- und Ressourcenschutz bedenkenlos den Profit- und Industrieinteressen unter", erklärt Mareike Hermeier, Sprecherin für Kreislaufwirtschaft der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft der Bundesregierung. Hermeier weiter:

"Echte Kreislaufwirtschaft darf nicht erst als lukratives Geschäftsmodell in der Recyclinganlage beginnen, sondern erfordert zwingend langlebiges Produktdesign, strikte Abfallvermeidung und ein Ende der neokolonialen Rohstoffausbeutung. Anstelle vager Absichtserklärungen unter permanentem Finanzierungsvorbehalt braucht es nun verbindliche Rezyklateinsatzquoten, eine harte Herstellerverantwortung und finanziell handlungsfähige Kommunen für die Umsetzung. Wir als Linke fordern messbare Taten statt warmer Worte, denn der Schutz unserer Lebensgrundlagen darf nicht länger beim ersten Haushaltsstreit verdampfen."

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news-63418 Wed, 03 Jun 2026 13:16:54 +0200 Der Vorschlag, die abschlagsfreie Frühverrentung abzuschaffen, geht völlig an der Realität vorbei! https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/der-vorschlag-die-abschlagsfreie-fruehverrentung-abzuschaffen-geht-voellig-an-der-realitaet-vorbei/ Pressemitteilung 21. Legislatur Familie, Senioren, Frauen und Jugend Arbeit und Soziales „Wenn wir mit Blick auf die Rente über ‚besonders langjährig Versicherte‘ sprechen, dann geht es um Menschen, die 45 Jahre lang hart gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt haben. Für uns als Linke ist klar: Sie sollen auch in Zukunft das Recht haben, frei über ihren Ruhestand entscheiden zu dürfen, denn dafür ist unser Sozialstaat da. Hier darf es keine Einschnitte zugunsten von minimalen Einsparungen geben“, sagt Sarah Vollath, rentenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Studie der Bertelsmann Stiftung zur Abschaffung der abschlagsfreien Frühverrentung. „Wenn wir mit Blick auf die Rente über ‚besonders langjährig Versicherte‘ sprechen, dann geht es um Menschen, die 45 Jahre lang hart gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt haben. Für uns als Linke ist klar: Sie sollen auch in Zukunft das Recht haben, frei über ihren Ruhestand entscheiden zu dürfen, denn dafür ist unser Sozialstaat da. Hier darf es keine Einschnitte zugunsten von minimalen Einsparungen geben“, sagt Sarah Vollath, rentenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Studie der Bertelsmann Stiftung zur Abschaffung der abschlagsfreien Frühverrentung. Vollath weiter:

„Wer die Bertelsmann-Studie genau liest, bemerkt: Die potentiellen Einsparungen in Höhe von 9,5 Milliarden beziehen sich nicht auf ein Jahr, sondern auf das gesamte Rentenleben eines Jahrgangs. Pro Jahrgang sind das somit lediglich 3 Prozent aller Rentenausgaben – und damit wesentlich weniger, als von den Kürzungsfanatikern der Union zuletzt oft behauptet.

Der Vorschlag, die ‚Rente mit 63‘ abzuschaffen, geht völlig an der Realität vorbei. Denn gerade Beschäftigte, die nach einem harten Arbeitsleben körperlich und mental am Ende sind, können nicht länger weiterarbeiten. Sie würden dennoch früher in Rente gehen und Abschläge in Kauf nehmen müssen. Mittelfristig könnten damit sogar Mehrkosten für die Rentenversicherung entstehen. Doch das wird in der Studie viel zu wenig berücksichtigt.“

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news-63417 Wed, 03 Jun 2026 12:51:11 +0200 Miethaushalte überlastet: Kampf gegen Mietwucher erleichtern und Mieten bundesweit deckeln https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/miethaushalte-ueberlastet-kampf-gegen-mietwucher-erleichtern-und-mieten-bundesweit-deckeln/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung "Millionen von Mieterinnen und Mietern spüren seit Jahren, was die neue Studie im Auftrag des Deutschen Mieterbunds belegt: Jeder dritte Miethaushalt ist von Wohnkosten überlastet. Mieterinnen und Mieter können sich das Zaudern der Bundesregierung keine Sekunde länger leisten. Nicht nur sind die legalen Mieterhöhungsmöglichkeiten hoch, oft werden auch illegale Mieten verlangt", erklärt Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU) im Auftrag des Deutschen Mieterbunds. "Millionen von Mieterinnen und Mietern spüren seit Jahren, was die neue Studie im Auftrag des Deutschen Mieterbunds belegt: Jeder dritte Miethaushalt ist von Wohnkosten überlastet. Mieterinnen und Mieter können sich das Zaudern der Bundesregierung keine Sekunde länger leisten. Nicht nur sind die legalen Mieterhöhungsmöglichkeiten hoch, oft werden auch illegale Mieten verlangt", erklärt Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU) im Auftrag des Deutschen Mieterbunds. Lay weiter:

"Was für Wohnungskonzerne satte Gewinne bringt, bedeutet für Mieterinnen und Mieter, sie müssen jeden Cent zweimal umdrehen. Hohe Mieten führen zu Armut und immer häufiger zu Wohnungsverlust. Was die Bundesregierung im Mietrecht plant, reicht bei Weitem nicht. Die Bundesregierung muss den Kampf gegen Mietwucher erleichtern und Mieten bundesweit deckeln."

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news-63416 Tue, 02 Jun 2026 15:11:52 +0200 Bad Saarow: Merz-Regierung ohne Strategie für den Osten https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bad-saarow-merz-regierung-ohne-strategie-fuer-den-osten/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie "Merz lobt die Innovationskraft Ostdeutschlands, verschweigt aber die Realität vieler Beschäftigter: niedrigere Löhne, zahlreiche Betriebsschließungen und den Verlust von Industriearbeitsplätzen. Dass der Kanzler unter 'Bezahlbarkeit' vor allem die Kosten für Unternehmen versteht, zeigt, wie weit er von der Lebensrealität der Menschen entfernt ist. Die Beschäftigten der Bosch-Siemens-Hausgeräte-Fabrik in Nauen haben jahrelang ohne Tarifvertrag und Zuschläge gearbeitet, trotzdem haben sie, wie viele andere, den Kampf um ihre Arbeitsplätze verloren – obwohl ihre Fabrik profitabel arbeitet", erklärt Mandy Eißing, Sprecherin der Arbeitsgruppe Ostdeutschland der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow. "Merz lobt die Innovationskraft Ostdeutschlands, verschweigt aber die Realität vieler Beschäftigter: niedrigere Löhne, zahlreiche Betriebsschließungen und den Verlust von Industriearbeitsplätzen. Dass der Kanzler unter 'Bezahlbarkeit' vor allem die Kosten für Unternehmen versteht, zeigt, wie weit er von der Lebensrealität der Menschen entfernt ist. Die Beschäftigten der Bosch-Siemens-Hausgeräte-Fabrik in Nauen haben jahrelang ohne Tarifvertrag und Zuschläge gearbeitet, trotzdem haben sie, wie viele andere, den Kampf um ihre Arbeitsplätze verloren – obwohl ihre Fabrik profitabel arbeitet", erklärt Mandy Eißing, Sprecherin der Arbeitsgruppe Ostdeutschland der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow. Eißing weiter:

"Die Regierung kann keine Strategie für Standortsicherheit und faire Arbeitsbedingungen im Osten vorweisen, geschweige denn einen Plan zur ostdeutschen Nachwuchsförderung. Während sich Merz nur mit den Unternehmensbossen unterhält, wird beim parallel stattfindenden Chemiegipfel der Linksfraktion in Leuna heute deutlich: Die besten Ideen für sichere Industriestandorte kommen von den Beschäftigten und Betriebsräten selbst. Statt Konzerninteressen und kurzfristige Renditeziele in den Vordergrund zu stellen, braucht es mehr Mitbestimmung, verbindliche Standortgarantien und gezielte Investitionen in eigenständige Standorte, statt neue verlängerte Werkbänke in Ostdeutschland."

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news-63412 Tue, 02 Jun 2026 12:11:31 +0200 EU will ausreisepflichtige Menschen in Angst und Schrecken versetzen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/eu-will-ausreisepflichtige-menschen-in-angst-und-schrecken-versetzen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres Europäische Union „Auf europäischer Ebene schreitet die systematische Entrechtung Geflüchteter in erschreckendem Tempo voran. Maßnahmen, die noch vor einigen Jahren unvorstellbar waren, sollen nun Realität werden: so wie jetzt die geplanten Abschiebelager in Drittstaaten. Menschen ohne Aufenthaltsrecht droht künftig die willkürliche Abschiebung in ein Land, zu dem sie keinerlei Bezüge haben. Was damit bezweckt wird, ist klar: Es geht darum, Härte zu demonstrieren und unter Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus Angst und Schrecken zu verbreiten“, kritisiert Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Einigung des Europaparlaments und des Rats zur Rückführungsverordnung. „Auf europäischer Ebene schreitet die systematische Entrechtung Geflüchteter in erschreckendem Tempo voran. Maßnahmen, die noch vor einigen Jahren unvorstellbar waren, sollen nun Realität werden: so wie jetzt die geplanten Abschiebelager in Drittstaaten. Menschen ohne Aufenthaltsrecht droht künftig die willkürliche Abschiebung in ein Land, zu dem sie keinerlei Bezüge haben. Was damit bezweckt wird, ist klar: Es geht darum, Härte zu demonstrieren und unter Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus Angst und Schrecken zu verbreiten“, kritisiert Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Einigung des Europaparlaments und des Rats zur Rückführungsverordnung. Bünger weiter:

„Die neue Rückführungsverordnung enthält noch viele weitere Grausamkeiten. Sie weitet beispielsweise Haftgründe aus, sodass eine systematische Inhaftierung von Ausreisepflichtigen droht, und sie kriminalisiert die ,Nicht-Mitwirkung‘ an der eigenen Abschiebung.

Menschen ohne Aufenthaltsrecht werden mit der neuen Rückführungsverordnung zu rechtlosen Spielbällen der Behörden degradiert. Hier wird ausgetestet, wie weit sich rechtsstaatliche Grundsätze aushöhlen lassen. Erst trifft es Menschen mit geringer Beschwerdemacht wie Ausreisepflichtige, später droht die Ausweitung auf weitere Gruppen. Damit stehen die Grundrechte aller auf dem Spiel – dagegen werden wir uns entschieden wehren.“

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news-63410 Mon, 01 Jun 2026 15:15:43 +0200 Steigenden Klagezahlen vor den Sozialgerichten sind ein Warnsignal https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/steigenden-klagezahlen-vor-den-sozialgerichten-sind-ein-warnsignal/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales zur Meldung, dass die Sozialgerichte eine deutliche Zunahme von Verfahren verzeichnen: Cansın Köktürk, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Meldung, dass die Sozialgerichte eine deutliche Zunahme von Verfahren verzeichnen:

„Wenn soziale Rechte eingeschränkt werden und die Existenzsicherung unter Druck gerät, ist es nur folgerichtig, dass mehr Menschen den Rechtsweg suchen. Die steigenden Klagezahlen vor den Sozialgerichten sind deshalb kein Zufall, sondern ein Warnsignal. Mit der geplanten neuen Grundsicherung dürfte sich diese Entwicklung weiter verschärfen.

Es darf jedoch nicht Aufgabe der Betroffenen sein, ihre existenzielle Absicherung vor Gericht verteidigen zu müssen. Statt Menschen durch rechtlich umstrittene Verschärfungen in langwierige Rechtsstreitigkeiten zu drängen, sollte die Politik soziale Probleme lösen. Wenn soziale Rechte zunehmend eingeklagt werden müssen, ist das nicht Ausdruck eines funktionierenden Sozialstaats, sondern ein politisches Warnsignal für eine Politik, die Sicherheit verspricht, aber Unsicherheit schafft.“

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news-63409 Sun, 31 May 2026 14:12:15 +0200 BAföG-Absage: Dorothee Bär verhöhnt die Lebensrealität von hunderttausenden Studierenden https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bafoeg-absage-dorothee-baer-verhoehnt-die-lebensrealitaet-von-hunderttausenden-studierenden/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung „Die Aussagen von Bundesministerin Dorothee Bär sind an sozialpolitischer Ignoranz und Zynismus kaum zu überbieten. Ein verlässliches BAföG, das vor Armut schützt, als 'Vollkaskostudium' zu diffamieren, verhöhnt die Lebensrealität von hunderttausenden Studierenden, die schon heute nicht mehr wissen, wie sie Miete und Lebensmittel bezahlen sollen", erklärt Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Bildung und Wissenschaft der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Dorothee Bärs Aussagen zum BAföG. „Die Aussagen von Bundesministerin Dorothee Bär sind an sozialpolitischer Ignoranz und Zynismus kaum zu überbieten. Ein verlässliches BAföG, das vor Armut schützt, als 'Vollkaskostudium' zu diffamieren, verhöhnt die Lebensrealität von hunderttausenden Studierenden, die schon heute nicht mehr wissen, wie sie Miete und Lebensmittel bezahlen sollen", erklärt Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Bildung und Wissenschaft der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Dorothee Bärs Aussagen zum BAföG. Gohlke weiter:

"Es ist kein 'Drama', zu jobben, aber es ist ein strukturelles Drama, wenn das Studium zum reinen Privileg derer verkommt, die reiche Eltern im Hintergrund haben. Wer neben einer 40-Stunden-Woche im Studium noch nachts kellnern muss, um die Miete zu finanzieren, brennt psychisch aus oder bricht das Studium ab. Wer jetzt vor dem unsozialen Kurs von Spahn und Bär einknickt und zulässt, dass der Koalitionsvertrag zulasten der Jugend gebrochen wird, verliert jede sozialpolitische Glaubwürdigkeit. Bildungsgerechtigkeit darf nicht unter Haushaltsvorbehalt stehen.“

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news-63407 Fri, 29 May 2026 13:01:11 +0200 Die Linke mit parlamentarischen Beobachter:innen bei Protesten der Klimabewegung im Ruhrgebiet https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/die-linke-mit-parlamentarischen-beobachterinnen-bei-protesten-der-klimabewegung-im-ruhrgebiet/ Pressemitteilung 21. Legislatur Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Die Linke unterstützt die laufenden Proteste der Klimabewegung im Ruhrgebiet. Die Abgeordneten der Bundestagsfraktion Violetta Bock, Jörg Cezanne, Fabian Fahl, Jan Köstering, Sonja Lemke, Charlotte Neuhäuser und Lizzy Schubert werden die Proteste am heutigen Freitag, den 29. Mai, sowie am morgigen Samstag, den 30. Mai, als parlamentarische Beobachter:innen vor Ort begleiten. Die Linke unterstützt die laufenden Proteste der Klimabewegung im Ruhrgebiet. Die Abgeordneten der Bundestagsfraktion Violetta Bock, Jörg Cezanne, Fabian Fahl, Jan Köstering, Sonja Lemke, Charlotte Neuhäuser und Lizzy Schubert werden die Proteste am heutigen Freitag, den 29. Mai, sowie am morgigen Samstag, den 30. Mai, als parlamentarische Beobachter:innen vor Ort begleiten.

Anlässlich dessen erklärt Violetta Bock, Sprecherin für Klimagerechtigkeit und Wärmepolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag:

„Während die Klimakrise eskaliert, betreibt die Bundesregierung mit dem Ausbau neuer Gasinfrastruktur und der Rückkehr zu fossilen Heizungen eine energiepolitische Geisterfahrt. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche schafft ein Konjunkturprogramm für ihre Freunde in der Gaslobby – auf Kosten von Verbraucher:innen und Mieter:innen. Statt Milliarden in neue Gaskraftwerke und fossile Abhängigkeiten zu verbrennen, brauchen wir den konsequenten Ausbau von erneuerbaren Energien und eine bezahlbare Wärmeversorgung für alle in öffentlicher Hand. Aus Artikel 20a des Grundgesetzes ergibt sich ein Verschlechterungsverbot für Klima- und Umweltschutz – doch die Bundesregierung tritt diesen Auftrag zugunsten kurzfristiger Profite der Energiekonzerne mit Füßen. Der Ausstieg aus dem fossilen Kapitalismus ist keine Verhandlungssache, sondern muss endlich das Gebot der Stunde werden.“

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news-63406 Fri, 29 May 2026 12:53:00 +0200 Teilkrankschreibung: Arbeitgeberfantasien stoppen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/teilkrankschreibung-arbeitgeberfantasien-stoppen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit "Teilkrankschreibungen schaffen Unsicherheit für Beschäftigte und Ärzt:innen. Wer krank ist, braucht Zeit zur Genesung und keinen zusätzlichen Druck, sich trotz Erkrankung noch irgendwie arbeitsfähig zu machen. Wir müssen die Regierung und ihre verrückten Ideen endlich stoppen", erklärt Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Warnung der Kassenärzt:innen vor Problemen bei Teilkrankschreibungen. "Teilkrankschreibungen schaffen Unsicherheit für Beschäftigte und Ärzt:innen. Wer krank ist, braucht Zeit zur Genesung und keinen zusätzlichen Druck, sich trotz Erkrankung noch irgendwie arbeitsfähig zu machen. Wir müssen die Regierung und ihre verrückten Ideen endlich stoppen", erklärt Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Warnung der Kassenärzt:innen vor Problemen bei Teilkrankschreibungen. Gürpinar weiter:

"Statt auf dem Rücken der Versicherten Arbeitgeberfantasien auszuprobieren, sollte die Bundesregierung endlich die Ursachen der Krise angehen und mit einer solidarischen Gesundheitsversicherung Vermögende zur Kasse bitten, um Unterfinanzierung, Personalmangel und die Profitlogik im Gesundheitswesen zu überwinden."

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news-63405 Fri, 29 May 2026 12:25:34 +0200 Entwurf zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz zementiert System der Unsicherheit https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/entwurf-zum-wissenschaftszeitvertragsgesetz-zementiert-system-der-unsicherheit/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung Ausbildungsgerechtigkeit "Es braucht einen großen Wurf, aber der Referentenentwurf zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz ist das genaue Gegenteil. Dass das BMFTR ausgerechnet die ohnehin unzureichende Postdoc-Reform der Ampel jetzt auch noch komplett abräumt und bei einer sechsjährigen Höchstbefristung nach der Promotion bleibt, zementiert das System der existenziellen Unsicherheit für den Mittelbau. So bleibt Planbarkeit in der wichtigsten Phase der wissenschaftlichen Karriere ein Fremdwort. Die Bundesregierung drückt sich vor der politischen Verantwortung und überlässt den überfälligen Kulturwandel komplett den Hochschulen, obwohl das in der Vergangenheit schon nicht funktioniert hat“, kommentiert Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Bildung und Wissenschaft der Fraktion Die Linke im Bundestag, den Referentenentwurf zur Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. "Es braucht einen großen Wurf, aber der Referentenentwurf zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz ist das genaue Gegenteil. Dass das BMFTR ausgerechnet die ohnehin unzureichende Postdoc-Reform der Ampel jetzt auch noch komplett abräumt und bei einer sechsjährigen Höchstbefristung nach der Promotion bleibt, zementiert das System der existenziellen Unsicherheit für den Mittelbau. So bleibt Planbarkeit in der wichtigsten Phase der wissenschaftlichen Karriere ein Fremdwort. Die Bundesregierung drückt sich vor der politischen Verantwortung und überlässt den überfälligen Kulturwandel komplett den Hochschulen, obwohl das in der Vergangenheit schon nicht funktioniert hat“, kommentiert Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Bildung und Wissenschaft der Fraktion Die Linke im Bundestag, den Referentenentwurf zur Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Gohlke weiter:

„Wer gute Wissenschaft will, muss Dauerstellen für Daueraufgaben schaffen. Dass die Bundesregierung stattdessen die im Grundgesetz verankerte Tarifautonomie weiterhin blockiert, um den Ländern und Gewerkschaften die Hände zu binden, ist besonders perfide und nicht hinnehmbar. Auch für studentisch Beschäftigte gibt es keinerlei Verbesserungen. Dass das Ministerium zudem einen neuen Paragrafen einbaut, um studentische Jobs formal sauber an die nächste sachgrundlose Befristung zu hängen, entlarvt die Absichten dieser vorgeschlagenen Novelle. Wir als Linke fordern auch mit einem Antrag in der nächsten Sitzungswoche eine radikale Kehrtwende: Die wissenschaftliche Qualifizierung muss trennscharf mit der Promotion enden. Für die Postdoc-Phase gilt das Prinzip: Dauerstellen für Daueraufgaben. Zudem fordern wir eine verbindliche Mindestlaufzeit von sechs Jahren für Promotionsstellen und von zwei Jahren für studentisch Beschäftigte sowie die ersatzlose Streichung der Tarifsperre."

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news-63404 Fri, 29 May 2026 12:13:05 +0200 Kein Zeichen der Entwarnung am Arbeitsmarkt https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kein-zeichen-der-entwarnung-am-arbeitsmarkt/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales "Die Situation am deutschen Arbeitsmarkt bleibt weiter äußerst kritisch. Das Unterschreiten der 3-Millionen-Marke ist leider noch lange kein Zeichen für Entwarnung", erklärt Pascal Meiser, arbeitspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit. "Die Situation am deutschen Arbeitsmarkt bleibt weiter äußerst kritisch. Das Unterschreiten der 3-Millionen-Marke ist leider noch lange kein Zeichen für Entwarnung", erklärt Pascal Meiser, arbeitspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit. Meiser weiter: 

Wenn die Bundesagentur für Arbeit tatsächlich für all diejenigen, die durch die aktuelle Krise bereits ihren Arbeitsplatz verloren haben oder diesen zu verlieren drohen, einen verlässlichen Schutzschirm aufspannen soll, benötigt sie jetzt dringend einen Zuschuss des Bundes, der die krisenbedingten Zusatzkosten auffängt. Die Bundesagentur für Arbeit und die betroffenen Beschäftigten dürfen jedenfalls auf keinen Fall aufgrund des Kürzungsdrucks von Finanzminister Klingbeil im Regen stehen gelassen werden."

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news-63402 Thu, 28 May 2026 15:58:01 +0200 Möglichen Korruptionsverdacht beim Rüstungskonzern KNDS aufklären! https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/moeglichen-korruptionsverdacht-beim-ruestungskonzern-knds-aufklaeren/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie Auswärtiges „Der Vorgang um KNDS zeigt einmal mehr, wie eng Waffenexporte, dubiose Vermittlerstrukturen und geopolitische Interessen miteinander verflochten sind. Wenn ein staatsnaher Rüstungskonzern offenbar millionenschwere Geschäfte mit einem autoritären Regime über Firmen aus dem Umfeld der Herrscherfamilie abwickelt, dann ist das kein Betriebsunfall, sondern Ausdruck eines zutiefst fragwürdigen Systems“, kommentiert Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, die aktuelle Spiegel-Recherche zum Korruptionsverdacht beim Rüstungskonzern KNDS. „Der Vorgang um KNDS zeigt einmal mehr, wie eng Waffenexporte, dubiose Vermittlerstrukturen und geopolitische Interessen miteinander verflochten sind. Wenn ein staatsnaher Rüstungskonzern offenbar millionenschwere Geschäfte mit einem autoritären Regime über Firmen aus dem Umfeld der Herrscherfamilie abwickelt, dann ist das kein Betriebsunfall, sondern Ausdruck eines zutiefst fragwürdigen Systems“, kommentiert Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, die aktuelle Spiegel-Recherche zum Korruptionsverdacht beim Rüstungskonzern KNDS. Wissler weiter: 

„Besonders skandalös ist, dass die Bundesregierung sich gleichzeitig mit Milliarden an diesem Konzern beteiligen will, obwohl schwerwiegende Korruptionsvorwürfe bis heute nicht transparent aufgeklärt sind. Wer öffentliche Gelder in einen solchen Konzern steckt, macht sich politisch mitverantwortlich für mögliche Korruption und die weitere Aufrüstung autokratischer Staaten. Statt immer neue Milliarden in die Rüstungsindustrie zu lenken, braucht es endlich eine Außenpolitik, die auf Abrüstung, Transparenz und zivile Kooperation setzt. Wir als Linke fordern deshalb einen sofortigen Stopp weiterer Rüstungsexporte nach Katar und eine gründliche externe Untersuchung der gesamten KNDS-Geschäfte und ihrer Vorgänger KMW und Nexter.“

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news-63401 Thu, 28 May 2026 15:53:41 +0200 Kapitalmarktunion: Kein Deregulierungspaket im Namen von Wettbewerbsfähigkeit https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kapitalmarktunion-kein-deregulierungspaket-im-namen-von-wettbewerbsfaehigkeit/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen Die wachsende Macht internationaler Finanzkonzerne und Krypto-Plattformen muss dringend besser reguliert und kontrolliert werden. Die Verhandlungen von Finanzminister Lars Klingbeil und seinen Amtskollegen über eine Kapitalmarktunion scheinen aber die Lehren der Finanzkrise 2008 schon wieder komplett vergessen zu haben. Denn unter dem Versprechen, Investitionen für die europäische Wirtschaft zu mobilisieren, droht ein weiteres Deregulierungspaket nach Vorbild der US-Kapitalmärkte, kommentiert Lizzy Schubert, Sprecher:in für Geld- und Finanzmarktpolitik, zu den in Berlin laufenden Verhandlungen über eine Kapitalmarktunion. "Die wachsende Macht internationaler Finanzkonzerne und Krypto-Plattformen muss dringend besser reguliert und kontrolliert werden. Die Verhandlungen von Finanzminister Lars Klingbeil und seinen Amtskollegen über eine Kapitalmarktunion scheinen aber die Lehren der Finanzkrise 2008 schon wieder komplett vergessen zu haben. Denn unter dem Versprechen, Investitionen für die europäische Wirtschaft zu mobilisieren, droht ein weiteres Deregulierungspaket nach Vorbild der US-Kapitalmärkte, kommentiert Lizzy Schubert, Sprecher:in für Geld- und Finanzmarktpolitik, zu den in Berlin laufenden Verhandlungen über eine Kapitalmarktunion. Schubert weiter:

Gewinner wären erneut Großbanken und rendite-hungrige Finanzinvestoren. Die EU braucht tatsächlich massive Investitionen in zukunftsfähige Industrien, Infrastruktur und soziale Daseinsvorsorge. Was in Europa dafür fehlt, ist politischer Mut zu einer öffentlichen Investitionsoffensive und einem strategischen Regulierungsrahmen, der privates Kapital weg von Hochrisikoanlagen und fossilen Investitionen, hin zu nachhaltigen und realwirtschaftlich-sinnvollen Investitionen lenkt."

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