Pressemitteilungen der Fraktion Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Fraktion Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Wed, 09 Sep 2026 14:24:47 +0200 Wed, 09 Sep 2026 14:24:47 +0200 TYPO3 EXT:news news-64024 Wed, 09 Sep 2026 14:18:33 +0200 BMF-Entwurf zur Besteuerung von Krypto-Werten: Lobby lässt die Champagnerkorken knallen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bmf-entwurf-zur-besteuerung-von-krypto-werten-lobby-laesst-die-champagnerkorken-knallen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen "Die Berichte zum Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums sind erschreckend. Offenbar traut sich der Minister nicht, sich mit der Krypto-Lobby anzulegen. Diese kann nun die Champagnerkorken knallen lassen. Denn statt der von Expert:innen errechneten 12 Milliarden Euro an möglichen Steuereinnahmen bei einer wirklichen Krypto-Besteuerung bleiben mickrige 350 Millionen Euro. Dass Bitpanda im letzten Wahlkampf der größte Einzelspender an CDU/CSU und auch an die SPD war, war offensichtlich gut investiertes Geld des Krypto-Dienstleisters. Denn der Entwurf zeigt: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ist vor der Lobby eingeknickt", erklärt Isabelle Vandre, Sprecherin für Finanzkriminalität der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Plänen des Bundesfinanzministeriums zur Besteuerung von Krypto-Werten. "Die Berichte zum Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums sind erschreckend. Offenbar traut sich der Minister nicht, sich mit der Krypto-Lobby anzulegen. Diese kann nun die Champagnerkorken knallen lassen. Denn statt der von Expert:innen errechneten 12 Milliarden Euro an möglichen Steuereinnahmen bei einer wirklichen Krypto-Besteuerung bleiben mickrige 350 Millionen Euro. Dass Bitpanda im letzten Wahlkampf der größte Einzelspender an CDU/CSU und auch an die SPD war, war offensichtlich gut investiertes Geld des Krypto-Dienstleisters. Denn der Entwurf zeigt: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ist vor der Lobby eingeknickt", erklärt Isabelle Vandre, Sprecherin für Finanzkriminalität der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Plänen des Bundesfinanzministeriums zur Besteuerung von Krypto-Werten. Vandre weiter:

"Entgegen dem Zweck des Gesetzes soll die Haltefristregelung für Altbestände zunächst bestehen bleiben. Dadurch macht Klingbeil Altanleger:innen zu einer Gruppe mit Extraprivilegien. Zusätzlich schmälert das Finanzministerium die potentiellen Einnahmen durch die Möglichkeit der Verlustverrechnung. Dadurch können Krypto-Verluste mit Aktiengewinnen verrechnet werden. Kommt es in dem extrem volatilen Krypto-Markt zu einem Crash, können Anleger:innen ihre generell anfallende Kapitalertragsteuer senken.

Wir als Die Linke fordern ein komplettes Ende des Bestandsschutzes und eine gleiche Besteuerung von Kapitalerträgen wie Einkommen aus wirklicher Arbeit. Egal, wo man hinschaut: Ob bei Vermögenssteuer, Einkommensteuer oder Krypto-Steuer, Lars Klingbeil tut nichts für mehr Steuergerechtigkeit. Das Bundesfinanzministerium sendet damit ein klares Zeichen: Ehrliche Arbeit lohnt sich nicht im gleichen Maße wie leistungslose Einkommen durch Aktien- oder Krypto-Gewinne. Während bei Bürgergeldempfänger:innen jeder Euro hinterfragt wird, werden nur drei von 100 Euro aus Krypto-Gewinnen versteuert. Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, die unsere Gesellschaft weiter spaltet und endlich beendet werden muss."

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news-64023 Wed, 09 Sep 2026 12:19:15 +0200 Staatsempfang für bin Zayed Al Nahyan ist absolut inakzeptabel https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/staatsempfang-fuer-bin-zayed-al-nahyan-ist-absolut-inakzeptabel/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges "Die militärischen Ehren und das Staatsbankett für Mohamed bin Zayed Al Nahyan sind absolut inakzeptabel. Die Bundesregierung erklärt, für internationales Recht und Menschenrechte einzustehen, rollt aber nun für bin Zayed Al Nahyan den roten Teppich aus. Dabei unterstützt seine Regierung paramilitärische Truppen im Sudan, die für Massaker, Vertreibungen, sexualisierte Gewalt und genozidale Verbrechen in Darfur verantwortlich sind. Das weiß auch die Bundesregierung und lässt trotzdem zu, dass Rüstungsgüter im Wert von fast 245 Millionen Euro an die Emirate ausgeführt wurden", erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Staatsempfang für den Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohamed bin Zayed Al Nahyan. "Die militärischen Ehren und das Staatsbankett für Mohamed bin Zayed Al Nahyan sind absolut inakzeptabel. Die Bundesregierung erklärt, für internationales Recht und Menschenrechte einzustehen, rollt aber nun für bin Zayed Al Nahyan den roten Teppich aus. Dabei unterstützt seine Regierung paramilitärische Truppen im Sudan, die für Massaker, Vertreibungen, sexualisierte Gewalt und genozidale Verbrechen in Darfur verantwortlich sind. Das weiß auch die Bundesregierung und lässt trotzdem zu, dass Rüstungsgüter im Wert von fast 245 Millionen Euro an die Emirate ausgeführt wurden", erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Staatsempfang für den Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohamed bin Zayed Al Nahyan. Özdemir weiter: 

"Die Bundesregierung muss die Rüstungsexporte stoppen und jede weitere Zusammenarbeit an ein Ende der Unterstützung der paramilitärischen Truppen, der Rapid Support Forces, knüpfen. Wer eine solche Miliz unterstützt, darf in Deutschland nicht mit den hohen protokollarischen Ehren eines Staatsbanketts empfangen werden. Wer wiederholt nicht für das Völker- und Menschenrecht einsteht, braucht sich nicht zu wundern, wenn andere Staaten einen nicht in den UN-Sicherheitsrat wählen."

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news-64022 Wed, 09 Sep 2026 11:54:02 +0200 Merz will PISA-Verantwortung ins Wohnzimmer abschieben https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/merz-will-pisa-verantwortung-ins-wohnzimmer-abschieben/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Bildung und Wissenschaft der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz mit Blick auf die Ergebnisse der PISA-Studie in seiner heutigen Rede, Bildung könne man nicht an den Staat outsourcen. Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Bildung und Wissenschaft der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz mit Blick auf die Ergebnisse der PISA-Studie in seiner heutigen Rede, Bildung könne man nicht an den Staat outsourcen:

 

"Bildung ist kein Gefallen des Staates, sondern sein originärer öffentlicher Auftrag: Jedes Kind hat Anspruch auf gute Bildung und zwar unabhängig vom Geldbeutel, Bildungsabschluss oder der verfügbaren Zeit der Eltern. Es ist zynisch, wenn die Bundesregierung Familien erst mit Lehrkräftemangel, Unterrichtsausfall, überfüllten Klassen und fehlender Förderung alleinlässt und ihnen dann mangelndes Bildungsinteresse unterstellt. Eltern tragen ohnehin viel, aber sie können keine fehlenden Lehrkräfte einstellen, keine maroden Schulgebäude sanieren und keine Schulsozialarbeit ersetzen. Dafür ist die Politik zuständig.

Statt Verantwortung ins Wohnzimmer abzuschieben, braucht es endlich eine echte Bildungswende: mit dauerhaft auskömmlicher Finanzierung von Kitas und Schulen, ausreichend Personal, guten Ganztagsangeboten für alle und der Abschaffung des Kooperationsverbots."

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news-64002 Wed, 09 Sep 2026 10:00:28 +0200 Kommunen brauchen mehr als einen Rettungsring https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kommunen-brauchen-mehr-als-einen-rettungsring/ Pressemitteilung 21. Legislatur Haushalt Finanzen Verkehr, Bau und Stadtentwicklung „Unsere Städte und Gemeinden befinden sich im freien Fall. Das bedeutet noch mehr marode Schulen, gesperrte Brücken, ausfallende Busse, geschlossene Schwimmbäder und fehlende bezahlbare Wohnungen. Die Kommunen brauchen sofort einen Rettungsring, bevor ihre Haushalte vollends untergehen. Die Bundesregierung muss die geforderte Soforthilfe im Bundeshaushalt 2027 einplanen“, fordert Sascha H. Wagner, Sprecher für Kommunalfinanzen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Forderung des Deutschen Städtetages nach einer Soforthilfe. „Unsere Städte und Gemeinden befinden sich im freien Fall. Das bedeutet noch mehr marode Schulen, gesperrte Brücken, ausfallende Busse, geschlossene Schwimmbäder und fehlende bezahlbare Wohnungen. Die Kommunen brauchen sofort einen Rettungsring, bevor ihre Haushalte vollends untergehen. Die Bundesregierung muss die geforderte Soforthilfe im Bundeshaushalt 2027 einplanen“, fordert Sascha H. Wagner, Sprecher für Kommunalfinanzen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Forderung des Deutschen Städtetages nach einer Soforthilfe. Wagner weiter:

„Die Soforthilfe darf aber nicht gegen soziale Leistungen ausgespielt werden. Bürgergeldbeziehende, Familien, Kinder oder pflegebedürftige Menschen haben die kommunale Finanzkrise nicht verursacht. Deshalb lehnen wir Kürzungen bei Jugendzentren, Beratungsstellen, Bibliotheken, Kultur, Sport oder sozialer Infrastruktur entschieden ab.

Diese Krise ist nicht vom Himmel gefallen. Bund und Länder haben den Kommunen immer neue Aufgaben übertragen, ohne ihnen das dafür notwendige Geld zur Verfügung zu stellen. Die Linke unterstützt eine kurzfristige Erhöhung des kommunalen Anteils an der Umsatzsteuer. Dabei muss gesetzlich sichergestellt werden, dass das Geld vollständig, unmittelbar und unbürokratisch bei den Städten, Gemeinden und Landkreisen ankommt, wobei finanzschwache Kommunen mehr Unterstützung als wohlhabende Städte und Gemeinden erhalten sollen.

Unsere Kommunen sind keine Bittsteller. Sie tragen den Sozialstaat und die öffentliche Daseinsvorsorge. Dort entscheidet sich, ob Demokratie im Alltag funktioniert. Eine Soforthilfe allein löst die strukturelle Krise nicht. Wir brauchen eine echte Altschuldenlösung und eine dauerhafte Neuordnung der Kommunalfinanzen. Der Grundsatz ‚Wer bestellt, bezahlt‘ muss endlich ohne Ausnahme gelten. Das notwendige Geld ist vorhanden. Statt immer neuer Steuergeschenke für Konzerne und Vermögende brauchen wir eine gerechte Steuerpolitik, die große Vermögen, Erbschaften und Unternehmensgewinne stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens heranzieht.“

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news-64001 Wed, 09 Sep 2026 09:45:25 +0200 Bundesregierung lässt Kinder und Lehrkräfte im Stich https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bundesregierung-laesst-kinder-und-lehrkraefte-im-stich/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung Zitat von Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Ergebnissen der Pisa-Studie: "Die Pisa-Studie zeigt, dass Kinder und Lehrerkräfte von der Bundesregierung im Stich gelassen werden. Das ist besonders schmerzlich, denn sie selbst können nicht ändern, was die Politik ändern muss. Dass der Bildungserfolg in Deutschland so stark von der sozialen Herkunft abhängt macht wütend und überrascht leider überhaupt nicht. Diese Regierung, wie auch schon die Vorgängerregierungen, versagen darin, die zentralen Ursachen für Bildungsungerechtigkeit in den Blick zu nehmen und zu verändern. Ein Staat, der an einem Bildungssystem wie aus der Kaiserzeit festhält, wird seine Kinder weder für die Zukunft fit machen noch die verheerende soziale Spaltung überwinden. 
Wer wie Ministerin Prien jetzt ach so schockiert ist, aber gleichzeitig an rigiden Sparvorhaben und dem ungerechten Bildungssystem festhält, kann sich die Aufregung sparen. Kürzungen zementieren die Spaltung und berauben Kinder um ihre Bildungschancen. Schocks und besorgte Bildungsminister hatten wir zur Genüge. Wer wirklich etwas für die Schülerinnen und Schüler in diesem Land tun will, der muss in Schulen, Kitas und Personal investieren und Betreuungsschlüssel verbessern. Der Bund braucht durch ein Bildungsrahmengesetz endlich mehr Kompetenzen und die Dreigliedrigkeit des Schulsystems muss aufgehoben werden. Das Kooperationsverbot muss endlich einem Kooperationsgebot weichen. Fehlende Lehrer und Erzieher, marode Schulen, zu wenig Zeit für Vermittlung von Lerninhalten sind kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen und falscher Prioritätensetzungen. Auch jetzt sehen wir: Das Startchancen-Programm erreicht gerade einmal die Hälfte der benachteiligten Schüler. Und auch im Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität wurden keine festen Mittel für die Behebung des Sanierungsstaus in den Schulen festgelegt, der mittlerweile 68,9 Milliarden Euro beträgt."

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news-64000 Wed, 09 Sep 2026 09:40:36 +0200 Es braucht eine Zeitenwende in der Sozialpolitik https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/es-braucht-eine-zeitenwende-in-der-sozialpolitik/ Pressemitteilung 21. Legislatur Haushalt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Haushaltsentwurf 2027: "Die Wahlergebnisse müssen die Bundesregierung aufrütteln. Der geplante Kürzungshaushalt darf nicht einfach durchgezogen werden. Es braucht eine Zeitenwende in der Sozialpolitik. Sonst droht der Haushalt zum weiteren Konjunkturprogramm für die Rechtsextremen zu werden. Die bisherige Strategie von Friedrich Merz ist gescheitert: Von einer Migrationspolitik im Sinne der AfD fährt kein Bus auf dem Land öfter, wird die ärztliche Versorgung nicht weniger katastrophal, werden bröckelnde Schulen nicht saniert und auch die Angst der Menschen um ihren Arbeitsplatz verschwindet nicht. Von den 555 Milliarden Euro im Haushaltsentwurf sind knapp 110 Milliarden Euro für Verteidigung vorgesehen, hinzu kommen weitere 30 Milliarden aus dem Sondervermögen. Bei fast allen anderen Ressorts wird dafür der Rotstift angesetzt, insbesondere bei Bildung, Gesundheit und Sozialem mit verheerenden Folgen. Das ist politischer Sprengstoff. Das gerade jetzt so wichtige Programm ,Demokratie leben' wird um rund 20 Millionen gekürzt. Statt die Zivilgesellschaft zu unterstützen, schwächt die Bundesregierung sie im Kampf gegen den Rechtsextremismus. Vertrauen wächst, wenn Politik das Leben der Menschen sichtbar verbessert. Das hätte die Bundesregierung in der Hand: Sie muss ihre fatalen Reformvorhaben stoppen und den Haushalt 2027 sozial gestalten."
 

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news-63997 Tue, 08 Sep 2026 16:49:55 +0200 Leuna darf nicht sterben https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/leuna-darf-nicht-sterben/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie Mirze Edis, industriepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Polyamid GmbH im Chemiepark Leuna Mirze Edis, industriepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Polyamid GmbH im Chemiepark Leuna: 

"Es ist ein Skandal, dass die Leuna Polyamid GmbH einen Tag nach der Wahl in Sachsen-Anhalt verkündet, ihre Anlagen ab Oktober abzuschalten und hunderte Mitarbeiter:innen zu entlassen. Als Kanzler Merz letzte Woche in Leuna war, hätte er besser mit den Beschäftigten und Betriebsräten sprechen sollen, um das Unternehmen zu unterstützen und Perspektiven für den Chemiepark zu entwerfen, statt nur von Scharfschützen abgeschottet mit den Managern zu reden. Erst im Februar war das Land Sachsen-Anhalt mit 44 Millionen Euro engagiert. Obwohl es das Werk mit einer Landesbeteiligung hätte stabilisieren können, weigerte sich die Landesregierung, diesen Schritt zu gehen, mit dem Hinweis auf ein mögliches Verbot des Kaufs durch die EU-Kommission.

Die Gefahr für den gesamten Chemieverbund ist mit dem Herunterfahren eines Werkes groß. Statt sich zu beteiligen, lässt Sachsen-Anhalt die Chemieindustrie in Leuna vor die Hunde gehen. Die Linke fordert eine strategische Industriepolitik, die Schlüsselindustrien schützt und vor Landesbeteiligungen und Verstaatlichungen nicht zurückschreckt. Konzerne wie domo, die international oft hohe Milliardengewinne einfahren, haben eine Verantwortung für ihre Standorte. Die Bundesregierung braucht endlich einen Plan für Wirtschaft, Industrie und Arbeitsplätze."

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news-63984 Tue, 08 Sep 2026 14:45:47 +0200 Leere Gasspeicher: Bundesregierung in Schockstarre https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/leere-gasspeicher-bundesregierung-in-schockstarre/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie "Kommt ein kalter Winter, droht eine ernste Gaskrise. Die Gasspeicher sind so wenig gefüllt, wie zu dieser Jahreszeit seit fünfzehn Jahren nicht mehr. Doch anstatt entschlossen zu handeln, verharrt die Bundesregierung in Schockstarre", erklärt Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum niedrigen Füllstand der deutschen Gasspeicher. "Kommt ein kalter Winter, droht eine ernste Gaskrise. Die Gasspeicher sind so wenig gefüllt, wie zu dieser Jahreszeit seit fünfzehn Jahren nicht mehr. Doch anstatt entschlossen zu handeln, verharrt die Bundesregierung in Schockstarre", erklärt Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum niedrigen Füllstand der deutschen Gasspeicher. Cezanne weiter:

"Bis heute liegen keine konkreten Pläne oder belastbaren Berichte vor, wie sie mögliche Versorgungsengpässe auffangen und die Gasversorgung der Menschen auch in einem kalten Winter sicherstellen will. Als Fraktion Die Linke sahen wir uns deshalb gezwungen, eine Sondersitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie zu beantragen, in der die Bundesregierung heute Abend Rede und Antwort stehen muss."

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news-63983 Tue, 08 Sep 2026 14:26:15 +0200 Status Rettungsdienst: Das erwarten die Beschäftigten von der Notfallreform https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/status-rettungsdienst-das-erwarten-die-beschaeftigten-von-der-notfallreform/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit Arbeit und Soziales "Die Notfallreform wird zur nächsten katastrophalen Sparreform - das muss verhindert werden. Sie muss auf den Erfahrungen der Beschäftigten aufbauen und darf nicht auf deren Rücken ausgetragen werden. Der Rettungsdienst ist längst zum Auffangsystem für die Versäumnisse des gesamten Gesundheitswesens geworden. Solange Patient:innen anderswo keinen Zugang zu einer bedarfsgerechten Versorgung erhalten, landen sie beim Rettungsdienst", erklärt Stella Merendino, Sprecherin für Krankenhaus- und Notfallversorgung der Fraktion Die Linke, mit Blick auf die öffentliche Anhörung der Notfallreform im Gesundheitsausschuss. "Die Notfallreform wird zur nächsten katastrophalen Sparreform - das muss verhindert werden. Sie muss auf den Erfahrungen der Beschäftigten aufbauen und darf nicht auf deren Rücken ausgetragen werden. Der Rettungsdienst ist längst zum Auffangsystem für die Versäumnisse des gesamten Gesundheitswesens geworden. Solange Patient:innen anderswo keinen Zugang zu einer bedarfsgerechten Versorgung erhalten, landen sie beim Rettungsdienst", erklärt Stella Merendino, Sprecherin für Krankenhaus- und Notfallversorgung der Fraktion Die Linke, mit Blick auf die öffentliche Anhörung der Notfallreform im Gesundheitsausschuss. Merendino weiter:

"Die ambulante Akutversorgung weist seit Jahren erhebliche Lücken auf und die Kassenärztlichen Vereinigungen haben selbst sehr deutlich gesagt, dass sie diese kurzfristig nicht schließen können. Trotzdem überträgt die Reform ausgerechnet ihnen noch mehr Verantwortung, obwohl sie ihrem Sicherstellungsauftrag vielerorts bereits heute nicht ausreichend nachkommen. Daher wird die Reform die Probleme nicht lösen: Patient:innen werden absehbar entweder weiterhin in überfüllten und chronisch unterfinanzierten Notaufnahmen landen oder sie erhalten gar keine Versorgung mehr, weil sie digital abgewiesen werden oder das wohnortnahe Krankenhaus längst geschlossen wurde. So werden die Versorgungsprobleme nicht gelöst."


In der bisher größten Befragung Deutschlands im Rettungsdienst durch die Linksfraktion hatten Beschäftigte Fragen zu ihren Arbeitsbedingungen, den Problemen in der Notfallversorgung und möglichen Lösungen beantwortet. Ihre Forderungen sind in den Antrag "Bedarfsgerechte und krisenfeste Akut- und Notfallversorgung" (Drucksache 21/5822) der Linksfraktion eingeflossen. 

Zusätzlich wurden die Appelle der Beschäftigten in zwei Publikationen zusammentragen:
Report "Status Rettungsdienst" 
Schwarzbuch "Status 0 - Zwischen Blaulicht und Systemversagen".

 

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news-63982 Tue, 08 Sep 2026 14:23:43 +0200 PISA: Quittung für jahrzehntelanges bildungspolitisches Versagen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/pisa-quittung-fuer-jahrzehntelanges-bildungspolitisches-versagen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag und Sprecherin für Bildung und Wissenschaft, zur PISA-Studie Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag und Sprecherin für Bildung und Wissenschaft, zur PISA-Studie:

„Die neuen PISA-Zahlen sind die Quittung für jahrzehntelanges bildungspolitisches Versagen. Wer wie Frau Prien ein selektives Schulsystem konserviert, in dem der Geldbeutel der Eltern über den Bildungserfolg entscheidet, wer den Fachkräftemangel aussitzt und gleichzeitig Kita-Milliarden kürzt, hat aus den vergangenen PISA-Schocks nichts gelernt.

Die Bundesministerin muss in die Menschen investieren, die unsere Kinder jeden Tag bilden, und damit aufhören, Vierjährige zu vermessen. Deutschland braucht eine echte Bildungswende mit einer dauerhaften, auskömmlichen Bundesfinanzierung von Kitas und Schulen statt Kürzungen. Nötig ist dringend die Abschaffung des Kooperationsverbots sowie ein bundeseinheitlicher Betreuungsschlüssel, der Fachkräfte nicht ausbrennen lässt.“

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news-63975 Thu, 03 Sep 2026 16:09:50 +0200 Angriffe auf Journalist:innen sind Alarmsignal https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/angriffe-auf-journalistinnen-sind-alarmsignal/ Pressemitteilung 21. Legislatur Kultur und Medien "Die verstärkten Angriffe auf Journalist:innen, die bedrängt, verfolgt, diffamiert, bedroht und körperlich angegangen werden, sind ein Alarmsignal und absolut nicht hinnehmbar. Wer freie Berichterstattung einschüchtert oder behindert, greift die demokratische Öffentlichkeit an", erklärt David Schliesing, Obmann der Fraktion Die Linke im Ausschuss für Kultur und Medien und Abgeordneter aus Sachsen-Anhalt, zu den Berichten über Angriffe auf Medienschaffende im Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt. "Die verstärkten Angriffe auf Journalistinnen, die bedrängt, verfolgt, diffamiert, bedroht und körperlich angegangen werden, sind ein Alarmsignal und absolut nicht hinnehmbar. Wer freie Berichterstattung einschüchtert oder behindert, greift die demokratische Öffentlichkeit an", erklärt David Schliesing, Obmann der Fraktion Die Linke im Ausschuss für Kultur und Medien und Abgeordneter aus Sachsen-Anhalt, zu den Berichten über Angriffe auf Medienschaffende im Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt. Schliesing weiter:

"Dass sich die Vorfälle im Umfeld von AfD-Veranstaltungen häufen, ist kein Zufall. Die AfD trägt Verantwortung für ein medienfeindliches Klima, indem sie Journalist:innen zu Gegnern erklärt, kritische Medien ausschließt und nach unliebsamen Fragen mit juristischen Schritten droht. Das Innenministerium Sachsen-Anhalt muss die Vorfälle lückenlos aufklären und den Schutz der Presse sicherstellen. Die Bundesregierung muss sich zudem für bundesweit einheitliche Schutzstandards, eine systematische Erfassung der Angriffe sowie dauerhaft finanzierte Beratungs-, Melde- und Schutzangebote einsetzen."

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news-63978 Thu, 03 Sep 2026 11:36:00 +0200 Bei den Kitas brennt die Hütte https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bei-den-kitas-brennt-die-huette/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Familie, Senioren, Frauen und Jugend Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke und Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik, zum Kita-Qualitätsgesetz der Bundesregierung, das im Bundeskabinett beschlossen wurde Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke und Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik, zum Kita-Qualitätsgesetz der Bundesregierung, das im Bundeskabinett beschlossen wurde: 

„Bei den Kitas brennt die Hütte, wie die Zahlen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes erneut zeigen. Die Eltern gehen auf dem Zahnfleisch, weil es immer unmöglicher wird, einen wohnortnahen Kitaplatz zu finden, der sich mit den Arbeitszeiten vereinbaren lässt. Das Personal ist psychisch extrem belastet, die Fachkräfte verlassen ihre Jobs, in vielen Regionen fehlen immer noch Zigtausende Kitaplätze. In anderen schließen Einrichtungen, weil ihnen die Kinder fehlen. Hier muss man doch ansetzen und die Betreuungsschlüssel in den Einrichtungen verbessern, statt Einrichtungen zu schließen oder das Fachpersonal zu entlassen. Der Bund muss endlich mit ausreichenden Mitteln in die Qualität der Kitas investieren, statt die Gelder immer weiter zusammenzustreichen. Die neueste Idee von Ministerin Prien, die Mittel aus dem Kita-Qualitätsgesetz bis 2030 um die Hälfte zu kürzen, sie dafür aber an noch mehr Vorgaben und Auflagen zu knüpfen, grenzt an Erpressung. Priens Lösung für ein überlastetes System bedeutet noch mehr Überlastung, aber jetzt mit weniger Geld. Die bisherigen Qualitätsstandards werden dafür in die Tonne gekloppt. Diese kitapolitische Achterbahnfahrt gehört beendet.“

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news-63974 Thu, 03 Sep 2026 09:36:08 +0200 Wind-Offshore-Branche akut bedroht - Bundesregierung muss jetzt handeln https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/wind-offshore-branche-akut-bedroht-bundesregierung-muss-jetzt-handeln/ Pressemitteilung 21. Legislatur Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit „Die Wind-Offshore-Branche ist akut bedroht und die Bundesregierung schaut nur dabei zu. Es ist unverständlich und blamabel, dass die Bundesregierung keinen Rückgabemechanismus vorschlägt, obwohl BP und Total einseitig entscheiden, ihre milliardenschwer ersteigerten Offshore-Windflächen nicht bebauen zu wollen. Dass die Bunderegierung nicht nachsteuert, offenbart die Gleichgültigkeit von Bundeswirtschaftsministerin Reiche gegenüber Tausenden von Arbeitsplätzen und dem Erreichen der Klimaziele", erklärt Lorenz Gösta Beutin, Sprecher für Klimagerechtigkeit und Energiedemokratie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG). „Die Wind-Offshore-Branche ist akut bedroht und die Bundesregierung schaut nur dabei zu. Es ist unverständlich und blamabel, dass die Bundesregierung keinen Rückgabemechanismus vorschlägt, obwohl BP und Total einseitig entscheiden, ihre milliardenschwer ersteigerten Offshore-Windflächen nicht bebauen zu wollen. Dass die Bunderegierung nicht nachsteuert, offenbart die Gleichgültigkeit von Bundeswirtschaftsministerin Reiche gegenüber Tausenden von Arbeitsplätzen und dem Erreichen der Klimaziele", erklärt Lorenz Gösta Beutin, Sprecher für Klimagerechtigkeit und Energiedemokratie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG). Beutin weiter:

"Wir als Linke fordern daher ein sofortiges Umsteuern: Statt kosmetischer Korrekturen am Auktionsdesign braucht es eine staatliche Infrastrukturgesellschaft, die Planung und Betrieb selbst übernimmt. Nur so können wir die Offshore-Windenergie-Branche mit Tausenden von Jobs, die Klimaziele und günstigere Strompreise ohne Renditedruck sichern.“

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news-63973 Wed, 02 Sep 2026 15:28:53 +0200 Einkommensteuer-Reform ist ein Nullsummenspiel https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/einkommensteuer-reform-ist-ein-nullsummenspiel/ Pressemitteilung 21. Legislatur Haushalt Finanzen "Selbst bescheidene Mehr-Netto-vom-Brutto-Ziele erzielt die Einkommensteuer-Reform kaum, da die kleinen Entlastungen durch Sozialstaatskürzungen oder kalte Progression wieder aufgezehrt werden. Das macht diese Reform in vielen Teilen zum Nullsummenspiel. Das Gesetz ist auf Kante genäht und der Kompromiss leistet nicht, was dringend benötigt wird und versprochen wurde: spürbare Verbesserungen für alle Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Die Kritik der Union am mitverantworteten Gesetzentwurf ist billig: Die Union selbst steht auf der Bremse, wenn es darum geht, die Einkommensteuer-Reform gerechter auszufinanzieren. Sie sieht als erstes und letztes die Seite der Besserverdienenden und schützt systematisch hohe Einkommen", erklärt Doris Achelwilm, steuerpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Einkommensteuer-Reform der Bundesregierung. "Selbst bescheidene Mehr-Netto-vom-Brutto-Ziele erzielt die Einkommensteuer-Reform kaum, da die kleinen Entlastungen durch Sozialstaatskürzungen oder kalte Progression wieder aufgezehrt werden. Das macht diese Reform in vielen Teilen zum Nullsummenspiel. Das Gesetz ist auf Kante genäht und der Kompromiss leistet nicht, was dringend benötigt wird und versprochen wurde: spürbare Verbesserungen für alle Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Die Kritik der Union am mitverantworteten Gesetzentwurf ist billig: Die Union selbst steht auf der Bremse, wenn es darum geht, die Einkommensteuer-Reform gerechter auszufinanzieren. Sie sieht als erstes und letztes die Seite der Besserverdienenden und schützt systematisch hohe Einkommen", erklärt Doris Achelwilm, steuerpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Einkommensteuer-Reform der Bundesregierung. Achelwilm weiter:

"Wenn Katherina Reiche die 'heimliche Steuererhöhung' durch einen neuen Spitzensteuersatz kritisiert, ist das Lobbying und eine mutwillige Verkürzung des Zwecks dieser Reform. Und sie blendet aus, wer in dieser Regierung am Ende tatsächlich profitiert: das sind die Vermögendsten, die bei allen Herausforderungen nicht belangt, sondern weiter geschont werden."

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news-63969 Wed, 02 Sep 2026 12:17:20 +0200 Benachteiligung der gesetzlich Pflegeversicherten beenden https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/benachteiligung-der-gesetzlich-pflegeversicherten-beenden/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit  „Es ist völlig absurd, die Gesellschaft bei der Pflege zu teilen und zwei getrennte Versicherungssysteme zu betreiben – zumal privat Pflegeversicherte seltener pflegebedürftig sind als gesetzlich Versicherte. Das hängt damit zusammen, wer sich privat versichern darf. Es sollte niemanden überraschen, dass dann das eine System notleidet und das andere gigantische Rücklagen aufbaut – bei sogar niedrigeren Beiträgen. Dieser Geburtsfehler der Pflegeversicherung ist wirklich niemandem zu vermitteln und muss endlich beendet werden“, erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag zu den Äußerungen von Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz.  „Es ist völlig absurd, die Gesellschaft bei der Pflege zu teilen und zwei getrennte Versicherungssysteme zu betreiben – zumal privat Pflegeversicherte seltener pflegebedürftig sind als gesetzlich Versicherte. Das hängt damit zusammen, wer sich privat versichern darf. Es sollte niemanden überraschen, dass dann das eine System notleidet und das andere gigantische Rücklagen aufbaut – bei sogar niedrigeren Beiträgen. Dieser Geburtsfehler der Pflegeversicherung ist wirklich niemandem zu vermitteln und muss endlich beendet werden“, erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag zu den Äußerungen von Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Pellmann weiter:

„Herr Brysch hat völlig recht, wenn er eine Integration der Privatversicherten in die Solidargemeinschaft der gesetzlich Versicherten fordert. Die Rücklagen in der privaten Pflegeversicherung sind nach den Zahlen der PKV sogar noch höher: Sie lagen bereits 2024 bei 57,39 Milliarden Euro und mittlerweile wohl schon deutlich über 60 Milliarden. Umso dringlicher und sinnvoller ist die Forderung, dieses ungerecht angehäufte Geld für die Beitragsstabilisierung aller Pflegeversicherten einzusetzen.

Natürlich wird die Lobby der privaten Krankenversicherung nun wieder schreien, dass das alles gegen die Verfassung verstoße. Das Bundesverfassungsgericht selbst hat aber in einem Urteil von 2001 bereits den Hinweis gegeben, dass die Zuordnung der Versicherten zu den beiden Versicherungssystemen nur 'unter dem Gesichtspunkt einer ausgewogenen Lastenverteilung' zulässig ist. Das Problem ist also nicht die verfassungsrechtliche Zulässigkeit, sondern der fehlende politische Wille der Koalition, endlich für eine ausgewogene Lastenverteilung zu sorgen.“

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