Pressemitteilungen der Fraktion Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Fraktion Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Fri, 11 Sep 2026 19:18:29 +0200 Fri, 11 Sep 2026 19:18:29 +0200 TYPO3 EXT:news news-64071 Fri, 11 Sep 2026 15:46:28 +0200 Die Bekämpfung von Mietwucher duldet keinen Aufschub https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/die-bekaempfung-von-mietwucher-duldet-keinen-aufschub/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Abschluss der Bauministerkonferenz Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Abschluss der Bauministerkonferenz:

"Die Bekämpfung von Mietwucher duldet keinen Aufschub. Die Bauministerkonferenz hat beschlossen, dass Mietwucher wirksam bekämpft werden soll, doch die Bundesregierung handelt nicht und hat bisher nur eine Kommission eingesetzt. Bundesministerin Hubertz hat keine Neuigkeiten verkündet, das Thema wird auf die lange Bank geschoben. Die Bundesregierung muss den Beschluss des Bundesrats endlich umsetzen und eine Reform des Mietwucherparagrafen einleiten. Ich erwarte von den Bauministerinnen und Bauministern der Länder noch mehr Druck auf die Bundesregierung für die Bekämpfung illegaler Mieten. Außerdem müssen die Bauminister:innen dafür Sorge tragen, dass endlich personelle Kapazitäten in Ländern und Kommunen aufgebaut werden. Wenn illegale Mieten gesenkt und gedeckelt werden, sinkt auch der Bedarf nach Wohngeld und anderen Transferleistungen.

Das Ausmaß illegaler Mieten ist riesig. Über das seit November 2024 betriebene Portal Mietwucher.App der Linksfraktion haben mehr als 300.000 Haushalte ihre Mieten überprüft, 200.000 - also zwei Drittel von ihnen - zahlen überhöhte Mieten, über 100.000 Haushalte zahlen mehr als 50 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete - also Wuchermieten. Es ist absolut verantwortungslos, dass die Verfolgung illegaler Mieten nur schleppend vorankommt. Es braucht dringend eine rechtliche Vereinfachung der Verfolgung von Mietwucher. Die Pflicht der Kommune, eine vorsätzliche Ausnutzung des Vermieters nachzuweisen, muss entfallen."

 

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news-64070 Fri, 11 Sep 2026 15:41:55 +0200 Wir müssen uns auf einen massiven Abbau der Grundrechte vorbereiten https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/wir-muessen-uns-auf-einen-massiven-abbau-der-grundrechte-vorbereiten/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres Angesichts einer zunehmend repressiven Innenpolitik in Bund und Ländern, die demokratische Grundrechte massiv unter Druck setzt, veranstaltet die Fraktion Die Linke im Bundestag heute die Konferenz "Autoritärer Umbau - Gegenmacht entwickeln und Demokratie verteidigen". Ziel der Veranstaltung mit Arne Semsrott, Eva von Redecker, Seda Başay-Yıldız, Cihan Sinanoglu, Dr. Mehmet Daimagüler, Alex Körner von Radio CORAX sowie vielen weiteren Gästen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Praxis ist es, der anhaltenden Rechtsverschiebung eine Offensive für Demokratie entgegenzusetzen und Strategien zur Selbstverteidigung zu erarbeiten. Dazu erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende sowie innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag Angesichts einer zunehmend repressiven Innenpolitik in Bund und Ländern, die demokratische Grundrechte massiv unter Druck setzt, veranstaltet die Fraktion Die Linke im Bundestag heute die Konferenz "Autoritärer Umbau - Gegenmacht entwickeln und Demokratie verteidigen". Ziel der Veranstaltung mit Arne Semsrott, Eva von Redecker, Seda Başay-Yıldız, Cihan Sinanoglu, Dr. Mehmet Daimagüler, Alex Körner von Radio CORAX sowie vielen weiteren Gästen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Praxis ist es, der anhaltenden Rechtsverschiebung eine Offensive für Demokratie entgegenzusetzen und Strategien zur Selbstverteidigung zu erarbeiten. Dazu erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende sowie innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag:

"Während der autoritäre Umbau des Staates erbarmungslos voranschreitet, denkt AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund schon laut über den Einsatz von Kriegswaffen zur massenhaften Deportation von Menschen mit Migrationsgeschichte nach. Die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt zeigen: Es ist höchste Zeit, gemeinsam Gegenmacht aufzubauen und konsequent unsere Rechte zu verteidigen. Die AfD ist der wesentliche Treiber dieser Rechtsverschiebung und bereitet nicht nur rhetorisch den Boden für rassistische Gewalt. Wir dürfen aber die Augen nicht davor verschließen, dass auch die Bundesregierung, also Union und SPD, mit ihrer Politik bereits rassistische Narrative bedient, nach unten tritt, den Sozialstaat angreift und hart erkämpfte Arbeitsrechte in Frage stellt.

Vor allem erleben wir derzeit, wie demokratische Rechte massiv unter Druck geraten. Ob durch Versammlungsverbote, exzessive Polizeigewalt oder die aktuelle Reform der Geheimdienste: Staatliche Eingriffsbefugnisse werden rasant ausgeweitet, während demokratische Kontroll-, Freiheits- und Teilhaberechte demontiert werden. Digitale Überwachung entwickelt sich zum gesellschaftlichen Normalzustand. Wenn Innenminister Dobrindt den Geheimdiensten nun sogar polizeiliche Befugnisse geben will, schafft er faktisch das Trennungsgebot ab - eine historische Lehre aus den Verbrechen der deutschen Faschisten. Die ohnehin kaum kontrollierbaren Dienste geraten damit vollends außer Kontrolle. Die Union ist drauf und dran, der AfD einen autoritären Staatsapparat schlüsselfertig auszuhändigen.

Wem Grundrechte etwas wert sind, der muss sie jetzt verteidigen. An Überwachung, dem Abbau von Grundrechten und Sozialkahlschlag werden wir uns als Linke nicht beteiligen. Stattdessen organisieren wir Widerstand gegen diesen autoritären Umbau, egal von welcher Partei er vorangetrieben wird. Wir werden nicht beim Status quo stehen bleiben, sondern Gegenmacht entwickeln und gemeinsam mehr Demokratie und soziale Gerechtigkeit erkämpfen."

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news-64055 Fri, 11 Sep 2026 13:33:27 +0200 Keine Militärausgaben in Milliardenhöhe im Blanko-Check-Verfahren https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/keine-militaerausgaben-in-milliardenhoehe-im-blanko-check-verfahren/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verteidigung "Wenn es nach den Plänen von Verteidigungsminister Boris Pistorius geht, lassen die Rüstungskonzerne zu Weihnachten wieder die Champagnerkorken knallen. Parlamentarische Prüfung und Kontrolle finden aber faktisch nicht statt, denn die Regierungsfraktionen werden im Verteidigungsausschuss wie immer die über 70 Beschaffungsvorlagen einfach durchwinken, übrigens genauso wie die AfD und die Grünen. Selbst wenn die Frage der Notwendigkeit ausgeklammert wird, dürfen Militärausgaben in Milliardenhöhe nicht im Blanko-Check-Verfahren getätigt werden", kommentiert Ulrich Thoden, verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Berichten, dass Boris Pistorius noch dieses Jahr über 70 Beschaffungsvorhaben durch den Bundestag bringen möchte. "Wenn es nach den Plänen von Verteidigungsminister Boris Pistorius geht, lassen die Rüstungskonzerne zu Weihnachten wieder die Champagnerkorken knallen. Parlamentarische Prüfung und Kontrolle finden aber faktisch nicht statt, denn die Regierungsfraktionen werden im Verteidigungsausschuss wie immer die über 70 Beschaffungsvorlagen einfach durchwinken, übrigens genauso wie die AfD und die Grünen. Selbst wenn die Frage der Notwendigkeit ausgeklammert wird, dürfen Militärausgaben in Milliardenhöhe nicht im Blanko-Check-Verfahren getätigt werden", kommentiert Ulrich Thoden, verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Berichten, dass Boris Pistorius noch dieses Jahr über 70 Beschaffungsvorhaben durch den Bundestag bringen möchte. Thoden weiter:

"Es wurden bereits erhebliche öffentliche Mittel für überteuerte Rüstungsgüter im Beschaffungssumpf versenkt, wie z. B. die 2,4 Milliarden Euro für die Fregatte 126. Während die Merz-Regierung bei Gesundheitsversorgung, Pflege und Rente radikal kürzt, braucht Boris Pistorius nur die Hand aufzuhalten. Wir als Die Linke fordern demokratische Kontrolle und Transparenz. Wir sagen auch klar: Weder wird Deutschland durch die Hyperaufrüstung sicherer gemacht, noch dürfen im Namen der Verteidigung der Sozialstaat zerstört und mit ihm die Demokratie geopfert werden."

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news-64053 Fri, 11 Sep 2026 12:38:33 +0200 AfD als akute Gefahr für die Demokratie und Freiheit erkennen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/afd-als-akute-gefahr-fuer-die-demokratie-und-freiheit-erkennen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres Parlament „Die Äußerungen von Ulrich Siegmund zeigen erneut das menschenverachtende Weltbild der AfD, den Hang zur Aufrüstung und die Bereitschaft, die eigene Politik mit Gewalt durchzusetzen. Die AfD ist keine Friedenspartei – weder nach innen noch nach außen.“ „Die Äußerungen von Ulrich Siegmund zeigen erneut das menschenverachtende Weltbild der AfD, den Hang zur Aufrüstung und die Bereitschaft, die eigene Politik mit Gewalt durchzusetzen. Die AfD ist keine Friedenspartei – weder nach innen noch nach außen“, erklärt Sören Pellman, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Äußerungen von Ulrich Siegmund zu Aufrüstung und Remigration.

„Wer von Remigration und Abschiebeoffensive spricht und das auch noch im Kontext von Rüstungsgütern, bedroht mit voller Absicht die Zukunft von Millionen Menschen in diesem Land und macht ihnen Angst.

Diese Äußerungen und die Wahlerfolge der AfD müssen ein Weckruf für unserer Land sein. Wer die AfD wählt, wählt den Untergang der Demokratie und verhilft Menschen zur Macht, die diese grausam gegen all jene einsetzen werden, die ihnen nicht passen.

So wie die Nazis damals kündigen auch diese Feinde der Demokratie an, was sie tun werden. Niemand soll später sagen: ,Ich habe es nicht gewusst.‘ Unsere Demokratie und Freiheit stehen auf dem Spiel. Es ist erschreckend und fahrlässig, dass die CDU und insbesondere Kanzler Merz immer noch nicht erkennen, wie gefährlich die AfD ist – damit gefährdet die CDU die Demokratie und auch ihre eigene Zukunft.“

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news-64051 Thu, 10 Sep 2026 15:56:24 +0200 Krankenkassen: Bundesregierung muss Spekulationen mit Versichertengeldern stoppen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/krankenkassen-bundesregierung-muss-spekulationen-mit-versichertengeldern-stoppen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit Gesundheitsversicherung "Die Krankenkassen haben viel mehr Geld der Versicherten verspielt als bisher bekannt. Doch anstatt Transparenz zu schaffen, veröffentlicht die Bundesregierung diesen Skandal nur Stück für Stück, wie nicht zuletzt meine schriftlichen Fragen zeigen. Die Zockerei zeigt klar: Kapitalanlagen haben in der Sozialversicherung nichts verloren und risikoreiche Anlagen erst recht nicht. Während die Krankenversicherungen und Versorgungsgesellschaften 1,1 Milliarden Euro in hochriskanten Fonds aufs Spiel setzen, werden die Leistungen für Patient:innen gekürzt. Das ist einfach nur noch beschämend", erklärt Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu riskanten Spekulationen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro von Krankenkassen mit Versichertengeldern. "Die Krankenkassen haben viel mehr Geld der Versicherten verspielt als bisher bekannt. Doch anstatt Transparenz zu schaffen, veröffentlicht die Bundesregierung diesen Skandal nur Stück für Stück, wie nicht zuletzt meine schriftlichen Fragen zeigen. Die Zockerei zeigt klar: Kapitalanlagen haben in der Sozialversicherung nichts verloren und risikoreiche Anlagen erst recht nicht. Während die Krankenversicherungen und Versorgungsgesellschaften 1,1 Milliarden Euro in hochriskanten Fonds aufs Spiel setzen, werden die Leistungen für Patient:innen gekürzt. Das ist einfach nur noch beschämend", erklärt Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu riskanten Spekulationen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro von Krankenkassen mit Versichertengeldern. Gürpinar weiter:

"Die Bundesregierung schaut derweil den riskanten Spekulationen einfach zu. Das ist Klientelpolitik für die Finanzlobby, statt Gesundheitspolitik für die Menschen, denn diese Art Spekulationen liegen nicht in deren Interesse. Die Wetten auf Gewinne in Immobiliengeschäften sind im Endeffekt ein wesentlicher Treiber für höhere Mieten. Wenn Friedrich Merz und Gesundheitsminister Carsten Linnemann auch nur ein Fünkchen Anstand haben, verbieten sie die Spekulationen mit unseren Versicherungsbeiträgen."

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news-64046 Thu, 10 Sep 2026 13:53:37 +0200 Tag der Wohnungslosen: Recht auf Wohnen im Grundgesetz verankern https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/tag-der-wohnungslosen-recht-auf-wohnen-im-grundgesetz-verankern/ Pressemitteilung 21. Legislatur Verkehr, Bau und Stadtentwicklung „Wohnungslosigkeit ist kein individuelles Versagen, sondern Ausdruck einer unsozialen Politik. Das neueste Beispiel dafür ist die geplante Wohngeldkürzung. Dadurch steigt für über eine Million Wohngeldbeziehende das Risiko, die eigene Wohnung zu verlieren. Wenn Bundesbauministerin Verena Hubertz die Wohnungslosigkeit bis 2030 wirklich überwinden will, muss sie die geplante Kürzung beim Wohngeld stoppen.“ „Wohnungslosigkeit ist kein individuelles Versagen, sondern Ausdruck einer unsozialen Politik. Das neueste Beispiel dafür ist die geplante Wohngeldkürzung. Dadurch steigt für über eine Million Wohngeldbeziehende das Risiko, die eigene Wohnung zu verlieren. Wenn Bundesbauministerin Verena Hubertz die Wohnungslosigkeit bis 2030 wirklich überwinden will, muss sie die geplante Kürzung beim Wohngeld stoppen“, erklärt Sahra Mirow, Sprecherin für Soziales Wohnen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Tag der wohnungslosen Menschen am 11. September 2026.

„Im reichen Deutschland sollte niemand auf der Straße leben müssen. Wir als Fraktion Die Linke haben daher im Bundestag beantragt, das Recht auf Wohnen im Grundgesetz zu verankern. Die Wohnungslosigkeit in Deutschland hat sich zu einer akuten sozialen Krise ausgeweitet. Sie ist der sichtbarste Ausdruck verfehlter Wohnungspolitik. Die Bundesregierung muss den nötigen Mut beweisen und endlich radikale Änderungen in der Wohnungspolitik vornehmen: mit einem bundesweiten Mietendeckel, einem massiven Ausbau des sozialen Wohnungsbaus in öffentlicher Hand und einer dauerhaften sozialen Bindung.“

Antrag „Recht auf Wohnen im Grundgesetz verankern“ (Drs. 21/6525)

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news-64045 Thu, 10 Sep 2026 13:40:31 +0200 Gute hausärztliche Versorgung stärkt die Demokratie https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/gute-hausaerztliche-versorgung-staerkt-die-demokratie/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit „Die Ergebnisse der Civey-Umfrage im Auftrag des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes machen leider nur die Spitze des Eisbergs sichtbar. Die Probleme in der hausärztlichen Versorgung, die die Menschen längst hautnah spüren, liegen tiefer: Hausärzt:innenmangel in den ländlichen Regionen, ungleiche Behandlung von privat und gesetzlich versicherten Personen, kaum Nutzung nichtärztlicher Kompetenzen – um nur einige zu nennen. Die Bundesregierung sieht tatenlos dabei zu, wie gesetzliche Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen 1,1 Milliarden Euro aus Beitragsgeldern in hochspekulative Immobilienfonds investiert und zum Teil bereits verzockt haben – Geld das für die ärztliche Versorgung der Menschen dringend gebraucht wird. Die Rechnung serviert sie den Patient:innen mit einem knallharten GKV-Spargesetz, während sie bald fast jeden dritten Steuereuro in Waffen und Aufrüstung steckt.“ „Die Ergebnisse der Civey-Umfrage im Auftrag des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes machen leider nur die Spitze des Eisbergs sichtbar. Die Probleme in der hausärztlichen Versorgung, die die Menschen längst hautnah spüren, liegen tiefer: Hausärzt:innenmangel in den ländlichen Regionen, ungleiche Behandlung von privat und gesetzlich versicherten Personen, kaum Nutzung nichtärztlicher Kompetenzen – um nur einige zu nennen. Die Bundesregierung sieht tatenlos dabei zu, wie gesetzliche Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen 1,1 Milliarden Euro aus Beitragsgeldern in hochspekulative Immobilienfonds investiert und zum Teil bereits verzockt haben – Geld das für die ärztliche Versorgung der Menschen dringend gebraucht wird. Die Rechnung serviert sie den Patient:innen mit einem knallharten GKV-Spargesetz, während sie bald fast jeden dritten Steuereuro in Waffen und Aufrüstung steckt,“ sagt Julia-Christina Stange, Sprecherin für Ambulante Versorgung der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur aktuellen Situation in den hausärztlichen Praxen.

„Wenn nun erste Praxen bereits gezwungen sind, dringend benötigtes Personal zu entlassen, dann gefährdet das nicht nur die Versorgung, sondern auch das Vertrauen der Menschen in unsere Demokratie. Genau das verdeutlicht auch die Civey-Umfrage. Während also der Hausärztinnen- und Hausärzteverband zu Recht vor dieser gefährlichen Entwicklung warnt und die Rücknahme des GKV-Spargesetzes sowie die Streichung der AU-Pflicht ab dem ersten Tag fordert, heißt es von unserem neuen Gesundheitsminister Linnemann schlicht: ,Bitte warten.‘“

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news-64034 Thu, 10 Sep 2026 10:05:45 +0200 Agrarhaushalt 2027: Sparen am Acker, ungebremste Aufrüstung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/agrarhaushalt-2027-sparen-am-acker-ungebremste-aufruestung/ Pressemitteilung 21. Legislatur Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz "Der Agrarhaushalt 2027 ist ein Stillstandshaushalt inmitten multipler Krisen. Während der Bundeshaushalt insgesamt um fast sechs Prozent wächst, wird ausgerechnet bei Landwirtschaft, Ernährung und ländlichen Räumen gekürzt. Nicht einmal 0,5 Prozent des Gesamthaushalts stehen für die aktive Gestaltung dieser Zukunftsaufgaben zur Verfügung. Seit 2020 sind die Lebensmittelpreise um mehr als 36 Prozent gestiegen, fast die Hälfte der Verbraucher:innen muss sich beim Einkaufen einschränken. Gleichzeitig geraten die Landwirt:innen durch sinkende Erzeugerpreise und hohe Kosten immer stärker unter Druck. Statt für Transparenz und faire Preise zu sorgen, lehnt die Bundesregierung eine Preis- und Margenbeobachtungsstelle ab", erklärt Ina Latendorf, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin und agrarpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, zum Entwurf des Einzelplans 10 des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, der heute in den Bundestag eingebracht wird. "Der Agrarhaushalt 2027 ist ein Stillstandshaushalt inmitten multipler Krisen. Während der Bundeshaushalt insgesamt um fast sechs Prozent wächst, wird ausgerechnet bei Landwirtschaft, Ernährung und ländlichen Räumen gekürzt. Nicht einmal 0,5 Prozent des Gesamthaushalts stehen für die aktive Gestaltung dieser Zukunftsaufgaben zur Verfügung. Seit 2020 sind die Lebensmittelpreise um mehr als 36 Prozent gestiegen, fast die Hälfte der Verbraucher:innen muss sich beim Einkaufen einschränken. Gleichzeitig geraten die Landwirt:innen durch sinkende Erzeugerpreise und hohe Kosten immer stärker unter Druck. Statt für Transparenz und faire Preise zu sorgen, lehnt die Bundesregierung eine Preis- und Margenbeobachtungsstelle ab", erklärt Ina Latendorf, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin und agrarpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, zum Entwurf des Einzelplans 10 des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, der heute in den Bundestag eingebracht wird. Latendorf weiter:

"Niemand sollte Angst vor der Supermarktkasse haben, und kein landwirtschaftlicher Betrieb darf vom Preisdruck zwischen Handel und Erzeugung zerrieben werden. Wir brauchen Transparenz, faire Preise und starke regionale Wertschöpfungsketten. Besonders fatal ist der Sparkurs bei der Krisenvorsorge: Die Förderung von ökologischer Landwirtschaft und Biodiversität wird um mehr als acht Prozent gekürzt, obwohl Dürre, Hagel und andere Klimafolgen längst massive Schäden verursachen. Die Bundesregierung spart am Acker, während sie bei der Rüstung drauflegt. Das ist grundsätzlich falsche Politik."

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news-64025 Wed, 09 Sep 2026 14:22:12 +0200 Kinder- und Jugendhilfen aufstocken nicht kürzen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kinder-und-jugendhilfen-aufstocken-nicht-kuerzen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Familie, Senioren, Frauen und Jugend Gesundheit Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag und Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik, zu den Zahlen des Statistischen Bundesamts zu Eingliederungshilfen für junge Menschen mit seelischer Behinderung. Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag und Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik, zu den Zahlen des Statistischen Bundesamts zu Eingliederungshilfen für junge Menschen mit seelischer Behinderung:

„Die Antwort auf die stark gestiegenen Unterstützungsbedarfe darf nicht sein, die Unterstützungssysteme für junge Menschen immer weiter zusammenzustreichen und ihnen ihre Rechtsansprüche zu nehmen. Die Daten zeigen doch deutlich, dass die bestehenden Krisen und die Corona-Pandemie immer noch nachwirken. Der Druck, der jetzt schon auf den Familien lastet und dem die Kinder in der Schule ausgesetzt sind, macht sich gesundheitlich bemerkbar. Das Schulsystem allein kann mit diesen Herausforderungen nicht umgehen, dafür haben sie gar nicht die Ressourcen.

Wir müssen den jungen Menschen mehr Unterstützung zukommen lassen, statt immer weniger. Aber vor allem müssen wir den Druck aus dem Kessel nehmen, sowohl in der Schule als auch in den Familien. Das geht nur über eine gut ausgestattete Kinder- und Jugendhilfe, die den betroffenen Kindern nicht die Eingliederungshilfe streicht.“

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news-64024 Wed, 09 Sep 2026 14:18:33 +0200 BMF-Entwurf zur Besteuerung von Krypto-Werten: Lobby lässt die Champagnerkorken knallen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bmf-entwurf-zur-besteuerung-von-krypto-werten-lobby-laesst-die-champagnerkorken-knallen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen "Die Berichte zum Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums sind erschreckend. Offenbar traut sich der Minister nicht, sich mit der Krypto-Lobby anzulegen. Diese kann nun die Champagnerkorken knallen lassen. Denn statt der von Expert:innen errechneten 12 Milliarden Euro an möglichen Steuereinnahmen bei einer wirklichen Krypto-Besteuerung bleiben mickrige 350 Millionen Euro. Dass Bitpanda im letzten Wahlkampf der größte Einzelspender an CDU/CSU und auch an die SPD war, war offensichtlich gut investiertes Geld des Krypto-Dienstleisters. Denn der Entwurf zeigt: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ist vor der Lobby eingeknickt", erklärt Isabelle Vandre, Sprecherin für Finanzkriminalität der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Plänen des Bundesfinanzministeriums zur Besteuerung von Krypto-Werten. "Die Berichte zum Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums sind erschreckend. Offenbar traut sich der Minister nicht, sich mit der Krypto-Lobby anzulegen. Diese kann nun die Champagnerkorken knallen lassen. Denn statt der von Expert:innen errechneten 12 Milliarden Euro an möglichen Steuereinnahmen bei einer wirklichen Krypto-Besteuerung bleiben mickrige 350 Millionen Euro. Dass Bitpanda im letzten Wahlkampf der größte Einzelspender an CDU/CSU und auch an die SPD war, war offensichtlich gut investiertes Geld des Krypto-Dienstleisters. Denn der Entwurf zeigt: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ist vor der Lobby eingeknickt", erklärt Isabelle Vandre, Sprecherin für Finanzkriminalität der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Plänen des Bundesfinanzministeriums zur Besteuerung von Krypto-Werten. Vandre weiter:

"Entgegen dem Zweck des Gesetzes soll die Haltefristregelung für Altbestände zunächst bestehen bleiben. Dadurch macht Klingbeil Altanleger:innen zu einer Gruppe mit Extraprivilegien. Zusätzlich schmälert das Finanzministerium die potentiellen Einnahmen durch die Möglichkeit der Verlustverrechnung. Dadurch können Krypto-Verluste mit Aktiengewinnen verrechnet werden. Kommt es in dem extrem volatilen Krypto-Markt zu einem Crash, können Anleger:innen ihre generell anfallende Kapitalertragsteuer senken.

Wir als Die Linke fordern ein komplettes Ende des Bestandsschutzes und eine gleiche Besteuerung von Kapitalerträgen wie Einkommen aus wirklicher Arbeit. Egal, wo man hinschaut: Ob bei Vermögenssteuer, Einkommensteuer oder Krypto-Steuer, Lars Klingbeil tut nichts für mehr Steuergerechtigkeit. Das Bundesfinanzministerium sendet damit ein klares Zeichen: Ehrliche Arbeit lohnt sich nicht im gleichen Maße wie leistungslose Einkommen durch Aktien- oder Krypto-Gewinne. Während bei Bürgergeldempfänger:innen jeder Euro hinterfragt wird, werden nur drei von 100 Euro aus Krypto-Gewinnen versteuert. Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, die unsere Gesellschaft weiter spaltet und endlich beendet werden muss."

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news-64023 Wed, 09 Sep 2026 12:19:15 +0200 Staatsempfang für bin Zayed Al Nahyan ist absolut inakzeptabel https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/staatsempfang-fuer-bin-zayed-al-nahyan-ist-absolut-inakzeptabel/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges "Die militärischen Ehren und das Staatsbankett für Mohamed bin Zayed Al Nahyan sind absolut inakzeptabel. Die Bundesregierung erklärt, für internationales Recht und Menschenrechte einzustehen, rollt aber nun für bin Zayed Al Nahyan den roten Teppich aus. Dabei unterstützt seine Regierung paramilitärische Truppen im Sudan, die für Massaker, Vertreibungen, sexualisierte Gewalt und genozidale Verbrechen in Darfur verantwortlich sind. Das weiß auch die Bundesregierung und lässt trotzdem zu, dass Rüstungsgüter im Wert von fast 245 Millionen Euro an die Emirate ausgeführt wurden", erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Staatsempfang für den Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohamed bin Zayed Al Nahyan. "Die militärischen Ehren und das Staatsbankett für Mohamed bin Zayed Al Nahyan sind absolut inakzeptabel. Die Bundesregierung erklärt, für internationales Recht und Menschenrechte einzustehen, rollt aber nun für bin Zayed Al Nahyan den roten Teppich aus. Dabei unterstützt seine Regierung paramilitärische Truppen im Sudan, die für Massaker, Vertreibungen, sexualisierte Gewalt und genozidale Verbrechen in Darfur verantwortlich sind. Das weiß auch die Bundesregierung und lässt trotzdem zu, dass Rüstungsgüter im Wert von fast 245 Millionen Euro an die Emirate ausgeführt wurden", erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Staatsempfang für den Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohamed bin Zayed Al Nahyan. Özdemir weiter: 

"Die Bundesregierung muss die Rüstungsexporte stoppen und jede weitere Zusammenarbeit an ein Ende der Unterstützung der paramilitärischen Truppen, der Rapid Support Forces, knüpfen. Wer eine solche Miliz unterstützt, darf in Deutschland nicht mit den hohen protokollarischen Ehren eines Staatsbanketts empfangen werden. Wer wiederholt nicht für das Völker- und Menschenrecht einsteht, braucht sich nicht zu wundern, wenn andere Staaten einen nicht in den UN-Sicherheitsrat wählen."

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news-64022 Wed, 09 Sep 2026 11:54:02 +0200 Merz will PISA-Verantwortung ins Wohnzimmer abschieben https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/merz-will-pisa-verantwortung-ins-wohnzimmer-abschieben/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Bildung und Wissenschaft der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz mit Blick auf die Ergebnisse der PISA-Studie in seiner heutigen Rede, Bildung könne man nicht an den Staat outsourcen. Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Bildung und Wissenschaft der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz mit Blick auf die Ergebnisse der PISA-Studie in seiner heutigen Rede, Bildung könne man nicht an den Staat outsourcen:

 

"Bildung ist kein Gefallen des Staates, sondern sein originärer öffentlicher Auftrag: Jedes Kind hat Anspruch auf gute Bildung und zwar unabhängig vom Geldbeutel, Bildungsabschluss oder der verfügbaren Zeit der Eltern. Es ist zynisch, wenn die Bundesregierung Familien erst mit Lehrkräftemangel, Unterrichtsausfall, überfüllten Klassen und fehlender Förderung alleinlässt und ihnen dann mangelndes Bildungsinteresse unterstellt. Eltern tragen ohnehin viel, aber sie können keine fehlenden Lehrkräfte einstellen, keine maroden Schulgebäude sanieren und keine Schulsozialarbeit ersetzen. Dafür ist die Politik zuständig.

Statt Verantwortung ins Wohnzimmer abzuschieben, braucht es endlich eine echte Bildungswende: mit dauerhaft auskömmlicher Finanzierung von Kitas und Schulen, ausreichend Personal, guten Ganztagsangeboten für alle und der Abschaffung des Kooperationsverbots."

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news-64002 Wed, 09 Sep 2026 10:00:28 +0200 Kommunen brauchen mehr als einen Rettungsring https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kommunen-brauchen-mehr-als-einen-rettungsring/ Pressemitteilung 21. Legislatur Haushalt Finanzen Verkehr, Bau und Stadtentwicklung „Unsere Städte und Gemeinden befinden sich im freien Fall. Das bedeutet noch mehr marode Schulen, gesperrte Brücken, ausfallende Busse, geschlossene Schwimmbäder und fehlende bezahlbare Wohnungen. Die Kommunen brauchen sofort einen Rettungsring, bevor ihre Haushalte vollends untergehen. Die Bundesregierung muss die geforderte Soforthilfe im Bundeshaushalt 2027 einplanen“, fordert Sascha H. Wagner, Sprecher für Kommunalfinanzen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Forderung des Deutschen Städtetages nach einer Soforthilfe. „Unsere Städte und Gemeinden befinden sich im freien Fall. Das bedeutet noch mehr marode Schulen, gesperrte Brücken, ausfallende Busse, geschlossene Schwimmbäder und fehlende bezahlbare Wohnungen. Die Kommunen brauchen sofort einen Rettungsring, bevor ihre Haushalte vollends untergehen. Die Bundesregierung muss die geforderte Soforthilfe im Bundeshaushalt 2027 einplanen“, fordert Sascha H. Wagner, Sprecher für Kommunalfinanzen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Forderung des Deutschen Städtetages nach einer Soforthilfe. Wagner weiter:

„Die Soforthilfe darf aber nicht gegen soziale Leistungen ausgespielt werden. Bürgergeldbeziehende, Familien, Kinder oder pflegebedürftige Menschen haben die kommunale Finanzkrise nicht verursacht. Deshalb lehnen wir Kürzungen bei Jugendzentren, Beratungsstellen, Bibliotheken, Kultur, Sport oder sozialer Infrastruktur entschieden ab.

Diese Krise ist nicht vom Himmel gefallen. Bund und Länder haben den Kommunen immer neue Aufgaben übertragen, ohne ihnen das dafür notwendige Geld zur Verfügung zu stellen. Die Linke unterstützt eine kurzfristige Erhöhung des kommunalen Anteils an der Umsatzsteuer. Dabei muss gesetzlich sichergestellt werden, dass das Geld vollständig, unmittelbar und unbürokratisch bei den Städten, Gemeinden und Landkreisen ankommt, wobei finanzschwache Kommunen mehr Unterstützung als wohlhabende Städte und Gemeinden erhalten sollen.

Unsere Kommunen sind keine Bittsteller. Sie tragen den Sozialstaat und die öffentliche Daseinsvorsorge. Dort entscheidet sich, ob Demokratie im Alltag funktioniert. Eine Soforthilfe allein löst die strukturelle Krise nicht. Wir brauchen eine echte Altschuldenlösung und eine dauerhafte Neuordnung der Kommunalfinanzen. Der Grundsatz ‚Wer bestellt, bezahlt‘ muss endlich ohne Ausnahme gelten. Das notwendige Geld ist vorhanden. Statt immer neuer Steuergeschenke für Konzerne und Vermögende brauchen wir eine gerechte Steuerpolitik, die große Vermögen, Erbschaften und Unternehmensgewinne stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens heranzieht.“

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news-64001 Wed, 09 Sep 2026 09:45:25 +0200 Bundesregierung lässt Kinder und Lehrkräfte im Stich https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bundesregierung-laesst-kinder-und-lehrkraefte-im-stich/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung Zitat von Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Ergebnissen der Pisa-Studie: "Die Pisa-Studie zeigt, dass Kinder und Lehrerkräfte von der Bundesregierung im Stich gelassen werden. Das ist besonders schmerzlich, denn sie selbst können nicht ändern, was die Politik ändern muss. Dass der Bildungserfolg in Deutschland so stark von der sozialen Herkunft abhängt macht wütend und überrascht leider überhaupt nicht. Diese Regierung, wie auch schon die Vorgängerregierungen, versagen darin, die zentralen Ursachen für Bildungsungerechtigkeit in den Blick zu nehmen und zu verändern. Ein Staat, der an einem Bildungssystem wie aus der Kaiserzeit festhält, wird seine Kinder weder für die Zukunft fit machen noch die verheerende soziale Spaltung überwinden. 
Wer wie Ministerin Prien jetzt ach so schockiert ist, aber gleichzeitig an rigiden Sparvorhaben und dem ungerechten Bildungssystem festhält, kann sich die Aufregung sparen. Kürzungen zementieren die Spaltung und berauben Kinder um ihre Bildungschancen. Schocks und besorgte Bildungsminister hatten wir zur Genüge. Wer wirklich etwas für die Schülerinnen und Schüler in diesem Land tun will, der muss in Schulen, Kitas und Personal investieren und Betreuungsschlüssel verbessern. Der Bund braucht durch ein Bildungsrahmengesetz endlich mehr Kompetenzen und die Dreigliedrigkeit des Schulsystems muss aufgehoben werden. Das Kooperationsverbot muss endlich einem Kooperationsgebot weichen. Fehlende Lehrer und Erzieher, marode Schulen, zu wenig Zeit für Vermittlung von Lerninhalten sind kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen und falscher Prioritätensetzungen. Auch jetzt sehen wir: Das Startchancen-Programm erreicht gerade einmal die Hälfte der benachteiligten Schüler. Und auch im Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität wurden keine festen Mittel für die Behebung des Sanierungsstaus in den Schulen festgelegt, der mittlerweile 68,9 Milliarden Euro beträgt."

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news-64000 Wed, 09 Sep 2026 09:40:36 +0200 Es braucht eine Zeitenwende in der Sozialpolitik https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/es-braucht-eine-zeitenwende-in-der-sozialpolitik/ Pressemitteilung 21. Legislatur Haushalt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Haushaltsentwurf 2027: "Die Wahlergebnisse müssen die Bundesregierung aufrütteln. Der geplante Kürzungshaushalt darf nicht einfach durchgezogen werden. Es braucht eine Zeitenwende in der Sozialpolitik. Sonst droht der Haushalt zum weiteren Konjunkturprogramm für die Rechtsextremen zu werden. Die bisherige Strategie von Friedrich Merz ist gescheitert: Von einer Migrationspolitik im Sinne der AfD fährt kein Bus auf dem Land öfter, wird die ärztliche Versorgung nicht weniger katastrophal, werden bröckelnde Schulen nicht saniert und auch die Angst der Menschen um ihren Arbeitsplatz verschwindet nicht. Von den 555 Milliarden Euro im Haushaltsentwurf sind knapp 110 Milliarden Euro für Verteidigung vorgesehen, hinzu kommen weitere 30 Milliarden aus dem Sondervermögen. Bei fast allen anderen Ressorts wird dafür der Rotstift angesetzt, insbesondere bei Bildung, Gesundheit und Sozialem mit verheerenden Folgen. Das ist politischer Sprengstoff. Das gerade jetzt so wichtige Programm ,Demokratie leben' wird um rund 20 Millionen gekürzt. Statt die Zivilgesellschaft zu unterstützen, schwächt die Bundesregierung sie im Kampf gegen den Rechtsextremismus. Vertrauen wächst, wenn Politik das Leben der Menschen sichtbar verbessert. Das hätte die Bundesregierung in der Hand: Sie muss ihre fatalen Reformvorhaben stoppen und den Haushalt 2027 sozial gestalten."
 

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