Pressemitteilungen der Fraktion Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Fraktion Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Thu, 08 Oct 2026 12:34:12 +0200 Thu, 08 Oct 2026 12:34:12 +0200 TYPO3 EXT:news news-64275 Thu, 08 Oct 2026 11:35:30 +0200 Einkommensteuerreform: "Diese Reform verfehlt ihr Thema" https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/einkommensteuerreform-diese-reform-verfehlt-ihr-thema/ Pressemitteilung 21. Legislatur Haushalt Diese Reform reformiert nicht. Finanzminister Klingbeil verwaltet und passt an, doch Gewinner bleiben Vermögende, während kleine Einkommen kaum entlastet werden. Diese Bundesregierung scheint nicht zu verstehen, wie dringend wirkliche Entlastung benötigt wird. Zur aktuellen Debatte im Bundestag zum Einkommensteuerreformgesetz erklärt Doris Achelwilm, steuerpolitische Sprecherin:

"Diese Reform reformiert nicht. Finanzminister Klingbeil verwaltet und passt an, doch Gewinner bleiben Vermögende, während kleine Einkommen kaum entlastet werden. Diese Bundesregierung scheint nicht zu verstehen, wie dringend wirkliche Entlastung benötigt wird. Das Gesetz erreicht nicht mal den Mindestanspruch, die Inflation auszugleichen. In dieser krisenhaften Lage ist das ein Schlag gegen alle Beschäftigten. Über die nächsten Jahre gibt es gerade mal 13 Euro mehr Kindergeld, bessersituierte Eltern schneiden durch Steuerfreibeträge besser ab - verkehrte Welt. Auch die Superreichensteuer bringt nicht, was sie verspricht. Einkommen bis 250.000 Euro werden entlastet, beim Spitzensteuersatz wird Einnahmepotenzial verschenkt. Unser Konzept nimmt die obersten 5 Prozent stärker in die Pflicht und sorgt bei 95 Prozent der Arbeitenden für Entlastung. Diese Entlastung wird dringend gebraucht, die Bundesregierung muss für die Bezahlbarkeit des Lebens endlich mehr leisten."

]]>
news-64274 Thu, 08 Oct 2026 11:18:25 +0200 Rente: "Diese Reform ist ein fataler Fehler" https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/rente-diese-reform-ist-ein-fataler-fehler/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Rente Die Altersarmut breitet sich immer weiter aus. Das ist in so einem reichen Land wie Deutschland eine echte Schande. Viel zu viele Menschen können ihren Ruhestand nach einem Leben voll harter Arbeit nicht in Würde genießen, weil die Rente hinten und vorne nicht reicht. Zu aktuellen Debatte um eine Rentenreform erklärt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag:

"Die Altersarmut breitet sich immer weiter aus. Das ist in so einem reichen Land wie Deutschland eine echte Schande. Viel zu viele Menschen können ihren Ruhestand nach einem Leben voll harter Arbeit nicht in Würde genießen, weil die Rente hinten und vorne nicht reicht. Die Kürzungspläne der Regierung werden die Menschen, die sowieso schon wenig haben, mit voller Härte treffen. Das ist kein Wunder, wenn die Regierung eine Kommission voller Politiker:innen und Professor:innen bestellt, die von ihren eigenen Empfehlungen größtenteils unberührt bleiben, und Betroffene außenvorlässt. Vorschläge wie die Kopplung der Regelaltersgrenze an die Lebenserwartung verschärfen soziale Ungleichheiten drastisch und sorgen dafür, dass die Schere zwischen arm und reich im Alter noch weiter auseinander geht. Diese Reform ist ein fataler Fehler, der uns noch in Jahrzehnten teuer zu stehen kommen wird. Wir brauchen bei der Rentenpolitik eine 180-Grad-Wende und eine echte Reform hin zu einem gerechteren Rentensystem."

]]>
news-64272 Thu, 08 Oct 2026 09:54:52 +0200 "In Sachsen-Anhalt brechen alle Dämme" https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/in-sachsen-anhalt-brechen-alle-daemme/ Pressemitteilung 21. Legislatur Parlament In Sachsen-Anhalt brechen alle Dämme. Nicht nur Tobias Rausch, der im Zentrum der Verwandtschaftsaffäre der AfD steht, wurde offenbar mit vier Ja-Stimmen und 5 Enthaltungen aus der Union gewählt, auch Tillschneider, der rechtsextreme Chefideologe, hatte ganz offensichtlich Unterstützung aus den Reihen der Union, die anschließend dann auch ihren eigenen Kandidaten von der AfD ins Amt heben ließen. Zur Situation in Sachsen-Anhalt erklärt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag:

„In Sachsen-Anhalt brechen alle Dämme. Nicht nur Tobias Rausch, der im Zentrum der Verwandtschaftsaffäre der AfD steht, wurde offenbar mit vier Ja-Stimmen und 5 Enthaltungen aus der Union gewählt, auch Tillschneider, der rechtsextreme Chefideologe, hatte ganz offensichtlich Unterstützung aus den Reihen der Union, die anschließend dann auch ihren eigenen Kandidaten von der AfD ins Amt heben ließen. In Sachsen-Anhalt gibt es den ersten rechtsextremen Parlamentspräsidenten seit Herman Göring. Wer sich in einer solchen Situation enthält, hat keine Haltung. Wer einem Rechtsextremen seine Stimme gibt, hat jedes Recht verloren, sich als Demokrat zu bezeichnen.

Merz und Schulze haben ihren Laden nicht mehr im Griff und versagen kläglich im Kampf um die Demokratie. Wenn Merz als Parteivorsitzender nach diesem Sündenfall nicht für Konsequenzen sorgt, ist klar, dass er mit dem Weg, den ein immer größerer Teil seiner Partei gehen will, kein Problem hat. Dann ist die Zusammenarbeit der Union mit einer rechtsextremen Partei von oberster Stelle abgesegnet. Wenn es für Ulrich Siegmund bei der Wahl zum Ministerpräsidenten auch nur eine Stimme aus der Union gibt, dann wird Friedrich Merz endgültig als derjenige Parteivorsitzende in die Geschichte eingehen, der den Rechtsextremen den Weg zur Macht geebnet hat."

]]>
news-64271 Thu, 08 Oct 2026 09:51:41 +0200 "Kanzler Merz darf sich jetzt nicht wegducken" https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kanzler-merz-darf-sich-jetzt-nicht-wegducken/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres Parlament Es ist skandalös, wie sich die CDU aus der Verantwortung stehlen will. Weder Grüne, Linke noch der Weihnachtsmann werden der AfD die Stimmen für den rechtsextremen Landtagspräsidenten geschenkt haben. Zu der Wahl des AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag:

"Es ist skandalös, wie sich die CDU aus der Verantwortung stehlen will. Weder Grüne, Linke noch der Weihnachtsmann werden der AfD die Stimmen für den rechtsextremen Landtagspräsidenten geschenkt haben. Das Gerede der CDU davon, Stimmen der CDU seien reine Spekulation, soll nur davon ablenken, welchen gefährlichen Weg immer größere Teile der CDU gehen wollen: eine Zusammenarbeit mit der AfD. Kanzler Merz darf sich jetzt nicht wegducken. Als Parteivorsitzender steht er jetzt in der Verantwortung, hier die eigenen Reihen zu schließen -  sonst macht er sich mit dem Skandal von Magdeburg gemein und ebnet der rechtsextremen AfD immer mehr den Weg zur Macht. Ein erster Schritt wäre, dass Kanzler Merz sich schnellstens öffentlich zu Wort meldet, Verantwortung übernimmt und erklärt, wie er seinen Laden wieder in den Griff bekommen will und wie er verhindern will, dass es CDU-Stimmen für einen AfD-Ministerpräsidenten gibt oder andere Formen der Zusammenarbeit seiner Partei mit der AfD."

]]>
news-64273 Wed, 07 Oct 2026 15:58:00 +0200 Koalitionsausschuss: Gruppenkuscheln statt Beschlüsse https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/koalitionsausschuss-gruppenkuscheln-statt-beschluesse/ Pressemitteilung 21. Legislatur Parlament „Überall gibt es Bedarf für Verbesserungen und all diese Schritte wären ganz nebenher auch ein Konjunkturprogramm, weil es den Menschen ermöglicht, den Konsum im Land anzukurbeln. Aber stattdessen steht am Ende wohl wieder das Merz'sche ‚Weiter so.‘“ Heidi Reichinnek, Fraktionsvorsitzende, zum Koalitionsausschuss:

„Wieder ein Koalitionsausschuss, wieder soll es keine neuen Beschlüsse geben, sondern eine Runde Gruppenkuscheln – denn auch diesmal geht es vor allem um die Stimmung in der Koalition. Die ist mutmaßlich ziemlich mies, aber dennoch bei weitem nicht so schlecht wie die der Menschen im Land. Und genau darüber sollte die Koalition heute intensiv diskutieren. Dass ihr als Reformen getarnter Sozialkahlschlag für Frust und Wut sorgt, sollte auch die Regierung langsam begriffen haben und hier endlich die Notbremse ziehen. Jetzt ist der Zeitpunkt, die angekündigten Verschlechterungen für die breite Mehrheit zurückzunehmen. Jetzt ist der Zeitpunkt zu sagen: Wir verstehen die Fehler der letzten Monate und läuten einen Politikwechsel ein. Mit Investitionen, die der Mehrheit zugute kommen – sei es in Bildung, Bus und Bahn, Sport oder Kultur – und die Wirtschaft unterstützen. Mit Sozialsystemen, die die Menschen absichern und ihnen nicht immer mehr Kosten aufbürden. Mit Maßnahmen gegen die explodierenden Kosten bei Miete, Lebensmittel und Sprit. Überall gibt es Bedarf für Verbesserungen und all diese Schritte wären ganz nebenher auch ein Konjunkturprogramm, weil es den Menschen ermöglicht, den Konsum im Land anzukurbeln. Aber stattdessen steht am Ende wohl wieder das Merz'sche ‚Weiter so.‘“

]]>
news-64259 Wed, 07 Oct 2026 14:06:36 +0200 Digitale Gewalt: Betroffene in den Mittelpunkt stellen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/digitale-gewalt-betroffene-in-den-mittelpunkt-stellen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Recht Solange Betroffene ihre Rechte selbst durchsetzen müssen, selbst Anklage erheben müssen und Verfahren selbst bezahlen müssen, wird ihnen eine unzumutbare Last aufgebürdet. Zum Gesetzentwurf gegen digitale Gewalt von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig erklärt Anne-Mieke Bremer, Sprecherin für Digitale Infrastruktur:

„Es ist gut, dass die Bundesregierung das Thema Digitale Gewalt endlich ernster zu nehmen scheint. Jedoch hat sie mit ihrem Gesetzesentwurf leider immer noch nicht die Betroffenen in den Mittelpunkt gestellt. Solange Betroffene ihre Rechte selbst durchsetzen müssen, selbst Anklage erheben müssen und Verfahren selbst bezahlen müssen, wird ihnen eine unzumutbare Last aufgebürdet. Wir fordern eine kostenlose Rechtsberatung, flächendeckend verlässlich finanzierte Fachberatungsstellen und spezialisiertes Fachpersonal bei Polizei und Justiz sowie eine psychosoziale Prozessbegleitung.“

]]>
news-64258 Wed, 07 Oct 2026 12:13:31 +0200 Die Ausweitung eines regionalen Krieges droht https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/die-ausweitung-eines-regionalen-krieges-droht/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges Zu den Huthi-Angriffen auf Saudi-Arabien und der militärischen Zusammenarbeit im Rahmen des Mekka-Abkommens erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion: Zu den Huthi-Angriffen auf Saudi-Arabien und der militärischen Zusammenarbeit im Rahmen des Mekka-Abkommens erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion:

"Mit dem Mekka-Abkommen haben Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan eine gegenseitige Beistandszusage vereinbart, welche angesichts der Angriffe durch die Huthi auf Saudi-Arabien nun praktisch relevant zu werden droht. Da Iran die Huthi unterstützt, trägt auch er Verantwortung für die weitere Zuspitzung des Konflikts. Dass mit der Türkei ein NATO-Mitglied und mit Pakistan eine Nuklearmacht militärisch eingebunden sind, macht die Gefahr einer weiteren Ausweitung des Krieges besonders brisant. Daher erwarte ich von der Bundesregierung eine kritische Bewertung der damit verbundenen Risiken für Deutschland und die Region, statt sich - wie in meiner Schriftlichen Frage geschehen - ausschließlich positiv auf dieses Abkommen zu beziehen. Immerhin drohen dessen Beistandszusagen, einen regionalen Krieg weiter auszuweiten.

Die Bundesregierung sollte gegenüber allen Beteiligten auf ein Ende der Angriffe und eine Waffenruhe drängen - ausdrücklich auch gegenüber ihren Partnern. Deutschland darf die Eskalation weder durch Waffenlieferungen noch durch militärische Unterstützung weiter anheizen. Was es jetzt braucht, ist eine diplomatische Initiative für Verhandlungen mit allen Konfliktparteien."

]]>
news-64257 Wed, 07 Oct 2026 12:03:45 +0200 "Ein Pflichtdienst darf nicht zum Ersatz für dauerhaft fehlende Fachkräfte werden" https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/ein-pflichtdienst-darf-nicht-zum-ersatz-fuer-dauerhaft-fehlende-fachkraefte-werden/ Pressemitteilung 21. Legislatur Familie, Senioren, Frauen und Jugend Verteidigung "Wer sich freiwillig engagieren will, muss auch einen Platz bekommen, deshalb ist ein Rechtsanspruch auf einen Freiwilligendienst an sich der richtige Weg. Frau Prien fordert aber weiterhin auch einen gesellschaftlichen Pflichtdienst", erklärt Mandy Eißing, Sprecherin für Familienpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag. "Wer sich freiwillig engagieren will, muss auch einen Platz bekommen, deshalb ist ein Rechtsanspruch auf einen Freiwilligendienst an sich der richtige Weg. Frau Prien fordert aber weiterhin auch einen gesellschaftlichen Pflichtdienst", erklärt Mandy Eißing, Sprecherin für Familienpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag. Eißing weiter:

"Freiwilligendienste müssen ausreichend finanziert, qualitativ hochwertig und arbeitsmarktneutral sein. Bei einem Pflichtdienst steigt das Risiko enorm, dass junge Menschen reguläre Beschäftigung ersetzen. Ein Pflichtdienst darf nicht zum Ersatz für dauerhaft fehlende Fachkräfte werden. Wenn wir Pflege, Bildung, soziale Arbeit und Katastrophenschutz stärken wollen, brauchen wir dort gute Arbeitsbedingungen und keine Pflichtdienstleistenden als Lückenbüßer."

]]>
news-64255 Wed, 07 Oct 2026 11:56:54 +0200 Bundesregierung nimmt Armut an Hochschulen billigend in Kauf https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bundesregierung-nimmt-armut-an-hochschulen-billigend-in-kauf/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung Ausbildungsgerechtigkeit "Diese Zahlen belegen schwarz auf weiß, wie fatal das Hinauszögern der BAföG-Reform ist. Wer jungen Menschen im Winter eine Nullrunde verordnet und notwendige Erhöhungen auf die lange Bank schiebt, nimmt soziale Auslese und diese Armut an den Hochschulen billigend in Kauf, erklärt Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin, zur Untersuchung des Paritätischen Gesamtverbands, wonach das BAföG nicht mit den Lebenshaltungskosten Schritt hält. "Diese Zahlen belegen schwarz auf weiß, wie fatal das Hinauszögern der BAföG-Reform ist. Wer jungen Menschen im Winter eine Nullrunde verordnet und notwendige Erhöhungen auf die lange Bank schiebt, nimmt soziale Auslese und diese Armut an den Hochschulen billigend in Kauf, erklärt Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin, zur Untersuchung des Paritätischen Gesamtverbands, wonach das BAföG nicht mit den Lebenshaltungskosten Schritt hält. Gohlke weiter:

Auch die BAföG-Reform der Bundesregierung wird an dieser Realität nichts ändern. Denn sie ist alles, aber kein großer Wurf. Wir brauchen endlich ein armutsfestes BAföG als echten Vollzuschuss."

]]>
news-64247 Tue, 06 Oct 2026 16:08:31 +0200 Die Kürzung der internationalen Klimafinanzierung ist nicht nur unklug, sondern zutiefst unanständig https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/die-kuerzung-der-internationalen-klimafinanzierung-ist-nicht-nur-unklug-sondern-zutiefst-unanstaendig/ Pressemitteilung 21. Legislatur Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit "Die Bundesregierung scheitert einmal mehr an einfachen Zusammenhängen: Einerseits kürzt sie die internationale Klimafinanzierung, andererseits warnt sie vor Migration durch Klimawandel. Die Regierung bricht damit nicht nur Versprechen, die sie auf internationaler Ebene gegeben hat und macht Deutschland weiter unglaubwürdig, sondern kürzt auch eines der effektivsten Mittel in der Klimapolitik. Das ist nicht nur unklug, sondern auch zutiefst unanständig", erklärt Fabian Fahl, klimapolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag. "Die Bundesregierung scheitert einmal mehr an einfachen Zusammenhängen: Einerseits kürzt sie die internationale Klimafinanzierung, andererseits warnt sie vor Migration durch Klimawandel. Die Regierung bricht damit nicht nur Versprechen, die sie auf internationaler Ebene gegeben hat und macht Deutschland weiter unglaubwürdig, sondern kürzt auch eines der effektivsten Mittel in der Klimapolitik. Das ist nicht nur unklug, sondern auch zutiefst unanständig", erklärt Fabian Fahl, klimapolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag. Fahl weiter:

"Die Industrieländer sind wesentlich Schuld am menschengemachten Klimawandel, aber Deutschland ist nicht bereit, sich angemessen an den verursachten Kosten zu beteiligen. Während Ministerin Radovan von 'Zeiten sinkender öffentlicher Haushalte' spricht, wird, bedingt durch die Aufrüstung, der größte Haushalt der Geschichte der Bundesrepublik verhandelt. Das ist nicht nur blanker Hohn gegenüber den Menschen im sogenannten Globalen Süden, sondern auch angesichts der 16.000 Hitzetoten in Deutschland diesen Sommer. Als Linke fordern wir, bei der internationalen Klimafinanzierung alle gegebenen Versprechen einzuhalten. Das heißt, es bräuchte mehr und nicht weniger Geld für die internationale Klimafinanzierung – auch in Form von Reparationen. So bekämpfen wir den Klimawandel und gleichzeitig Fluchtursachen."

]]>
news-64246 Tue, 06 Oct 2026 12:22:05 +0200 Die Geheimdienste sind selbst ein Sicherheitsrisiko https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/die-geheimdienste-sind-selbst-ein-sicherheitsrisiko/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres Zur Verhaftung von Ex-BND-Chef August Hanning erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Innenpolitik: Zur Verhaftung von Ex-BND-Chef August Hanning erklärt Clara Bünger, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Innenpolitik:

„Die Ermittlungen gegen den Ex-BND-Chef Hanning zeigen erneut: Die Geheimdienste sind selbst ein Sicherheitsrisiko. Das wissen wir nicht erst seit den Verstrickungen des Verfassungsschutzes in die Mordserie der Neonazi-Terroristen vom NSU. Dass ein Mann wie Hans-Georg Maaßen bis vor wenigen Jahren einen deutschen Geheimdienst geleitet hat, spricht ebenfalls Bände. Insofern passen die heute bekannt gewordenen Vorwürfe leider gut in das Bild der deutschen Dienste.

Fatal ist, dass den Geheimdiensten ausgerechnet jetzt noch mehr Befugnisse verschafft werden sollen, noch im November soll eine neue deutsche Geheimpolizei geschaffen werden. Zugleich wird die gerichtliche und parlamentarische Kontrolle systematisch unmöglich gemacht. Dabei braucht es das Gegenteil: Weniger Überwachungsbefugnisse und mehr demokratische Kontrolle.“

]]>
news-64242 Mon, 05 Oct 2026 13:57:15 +0200 Geheimdienstreform zeigt erschreckendes Maß an Verantwortungslosigkeit https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/geheimdienstreform-zeigt-erschreckendes-mass-an-verantwortungslosigkeit/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres Recht Die Bundesregierung schafft eine Architektur für willkürliche Überwachung und politische Verfolgung. Das ist unter einer Union-SPD-geführten Regierung bereits hochproblematisch. In den Händen einer AfD-Regierung potenziert sich diese Gefahr. Clara Bünger, innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur öffentlichen Anhörung des Parlamentarischen Kontrollgremiums: „Die heutige Anhörung hat erneut gezeigt, wie gefährlich die geplante Geheimdienstreform ist. Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Sinan Selen, konnte insbesondere keine überzeugende Antwort auf die Frage geben, wie verhindert werden soll, dass die AfD Zugriff auf sensible Daten erhält und diese zur Verfolgung politischer Gegner:innen nutzt. Das zeigt ein erschreckendes Maß an Verantwortungslosigkeit.

Die AfD steht in Umfragen bundesweit bei 30 Prozent. Es ist kein abwegiges Szenario, dass sie zeitnah den Bundesinnenminister stellen und damit die Kontrolle über das Bundesamt für Verfassungsschutz erlangen könnte. Damit würden ihr bislang ungekannte staatliche Machtmittel zur Verfügung stehen. Die AfD macht keinen Hehl daraus, dass sie gegen Menschen und zivilgesellschaftliche Strukturen vorgehen wird, die nicht in ihr politisches Weltbild passen.

Ausgerechnet jetzt die Befugnisse der Geheimdienste beispiellos auszuweiten und zugleich ihre parlamentarische Kontrolle zu schwächen, ist brandgefährlich. Die Bundesregierung schafft eine Architektur für willkürliche Überwachung und politische Verfolgung. Das ist unter einer Union-SPD-geführten Regierung bereits hochproblematisch. In den Händen einer AfD-Regierung potenziert sich diese Gefahr.“

]]>
news-64239 Sun, 04 Oct 2026 11:38:00 +0200 Koalition zu weit weg von den Menschen und ihren Problemen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/koalition-zu-weit-weg-von-den-menschen-und-ihren-problemen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Arbeit und Soziales Finanzen Haushalt „Für die Menschen im Land ist nicht entscheidend, ob SPD oder Union sich jetzt wieder vertragen, sondern ob sich ihr Leben verbessert und diese Regierung endlich Politik für die Mehrheit macht.“ Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Koalitionsausschuss am kommenden Mittwoch: „Zu befürchten ist ein Weiter-so mit Streit und Kahlschlagpolitik, denn insbesondere die Union möchte ihren harten Kurs gegen die Mehrheit im Land durchpeitschen. Die letzten Wochen haben gezeigt: Selbst krachende Wahlniederlagen halten die Union nicht davon ab, die Angriffe auf die Mehrheit fortzusetzen und Lobbyistin für Reiche und Konzerne zu sein.

Die Menschen sind zu Recht müde und enttäuscht von einer Regierung, die ihre Sorgen nicht ernst nimmt und ihr Leben verschlechtert und verteuert. Für die Menschen im Land ist nicht entscheidend, ob SPD oder Union sich jetzt wieder vertragen, sondern ob sich ihr Leben verbessert und diese Regierung endlich Politik für die Mehrheit macht. Ein solcher Kurswechsel wäre überfällig und würde bedeuten: die Angriffe auf den Sozialstaat stoppen, mutig in die Wirtschaft investieren und resolut gegen die Abzocke in fast allen Bereichen des täglichen Lebens vorgehen - von der Tankstelle über den Supermarkt bis hin zur Miete. Doch dazu fehlt dieser Koalition der Wille und die Einsicht, dazu ist diese Koalition zu weit weg von den Menschen und ihren Problemen.“

]]>
news-64240 Sun, 04 Oct 2026 10:43:00 +0200 Keine Normalisierung von Demokratiefeinden https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/keine-normalisierung-von-demokratiefeinden/ Pressemitteilung 21. Legislatur Parlament Wer sich offen rassistisch und menschenverachtend äußert, und das tun alle Mitglieder der AfD-Fraktion, darf keine Stimme der anderen Fraktionen bekommen. Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag: „Was Boris Rhein macht, ist die Normalisierung einer Partei, die die Demokratie beseitigen und Menschenrechte aushebeln will, und deren Mitglieder immer wieder im Zusammenhang mit rechtsterroristischen Strukturen auftauchen. Ich weiß nicht, welche AfD-Bundestagsabgeordneten Boris Rhein für geeignet und wählbar als Ausschussvorsitzende hält. Wer sich offen rassistisch und menschenverachtend äußert, und das tun alle Mitglieder der AfD-Fraktion, darf keine Stimme der anderen Fraktionen bekommen. Das sieht - bis jetzt - auch ein Großteil der Unionsfraktion im Bundestag so.

Offenheit für Rechtsaußen zeigen: Damit bewegt sich Boris Rhein in der unseligen Tradition der Hessen-CDU von Dregger, Kanther und Koch und er scheint konsequent eine Agenda zu verfolgen. Erst fordert er, die unsägliche Debatte über das „Stadtbild“ fortzuführen, dann droht sein Justizminister Rechtsanwälten und Staatsanwälten in Hessen, die sich für ein AfD-Verbotsverfahren ausgesprochen haben, mit dienstrechtlichen Konsequenzen, und jetzt fordert er Ausschussvorsitze für die AfD. Boris Rhein sollte sich fragen, auf welcher Seite er stehen will: Bei denen, die der Gefahr von Rechtsaußen entschieden entgegentreten, oder bei denen, die sie verharmlosen und sich zum Steigbügelhalter machen.

Und falls Herr Rhein das nicht mitbekommen hat: 2017 wurden der AfD Ausschussvorsitze im Bundestag zugestanden. So wurde Stephan Brandner Vorsitzender des Rechtsausschusses. 2019 wurde er nach wiederholten rassistischen Äußerungen, Beleidigungen und widerwärtigen Posts zum antisemitischen Anschlag auf die Synagoge Halle als Vorsitzender abgewählt. Brandner steht in der AfD nicht am Rand, sondern ganz vorne.“

]]>
news-64238 Sun, 04 Oct 2026 06:00:00 +0200 Sechs-Punkte-Plan für eine bezahlbare Gasversorgung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/sechs-punkte-plan-fuer-eine-bezahlbare-gasversorgung-1/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie "Statt vorzusorgen, war es Katherina Reiche wichtiger, Uniper für die Reprivatisierung ‚fit‘ zu machen. Das heißt: Satte Gewinne hatten Priorität gegenüber Versorgungssicherheit mit bezahlbarem Gas. Jetzt steht Frau Reiche mit dieser Politik vor einem Scherbenhaufen. Die Bevölkerung und die Wirtschaft sichert sie nicht ansatzweise ausreichend gegen eine Gasmangellage ab. Angesichts der Verwerfungen auf den internationalen Gasmärkten ist das hochgradig fahrlässig. Dass Uniper und SEFE privatisiert werden müssten, ist schlicht falsch. Das Gegenteil stimmt: Es besteht explizit kein Reprivatisierungszwang seitens der EU für Netze und Speicher. Letztendlich zeigt die kürzlich erfolgte ministerielle Anweisung an SEFE, Gas einzuspeichern, wie sehr wir kritische Energieinfrastruktur in öffentlicher Hand brauchen, um die Versorgung zu sichern", erklärt Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag und legt einen Sechs-Punkte-Plan für eine bezahlbare Gasversorgung vor. "Statt vorzusorgen, war es Katherina Reiche wichtiger, Uniper für die Reprivatisierung ‚fit‘ zu machen. Das heißt: Satte Gewinne hatten Priorität gegenüber Versorgungssicherheit mit bezahlbarem Gas. Jetzt steht Frau Reiche mit dieser Politik vor einem Scherbenhaufen. Die Bevölkerung und die Wirtschaft sichert sie nicht ansatzweise ausreichend gegen eine Gasmangellage ab. Angesichts der Verwerfungen auf den internationalen Gasmärkten ist das hochgradig fahrlässig. Dass Uniper und SEFE privatisiert werden müssten, ist schlicht falsch. Das Gegenteil stimmt: Es besteht explizit kein Reprivatisierungszwang seitens der EU für Netze und Speicher. Letztendlich zeigt die kürzlich erfolgte ministerielle Anweisung an SEFE, Gas einzuspeichern, wie sehr wir kritische Energieinfrastruktur in öffentlicher Hand brauchen, um die Versorgung zu sichern", erklärt Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag und legt einen Sechs-Punkte-Plan für eine bezahlbare Gasversorgung vor. Cezanne weiter:

"Dass aus Angst, ihre Rechnungen nicht bezahlen zu können, auch diesen Winter viele darauf verzichten werden, ihre Wohnung ausreichend zu heizen, ist ein untragbarer Zustand. Wir fordern, schnell ein Energiekrisengeld an alle Bürger:innen auszuzahlen – das würde die größte Not sofort lindern."

Sechs-Punkte-Plan für eine bezahlbare Gasversorgung:
https://www.dielinkebt.de/fileadmin/user_upload/Sechs-Punkte-Plan_bezahlbareGasversorgung.pdf

]]>