Pressemitteilungen der Fraktion Die Linke im Bundestag https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/ RSS-Feed der Pressemitteilungen der Fraktion Die Linke im Bundestag de-de Fraktion Die Linke im Bundestag Fri, 09 Oct 2026 16:39:39 +0200 Fri, 09 Oct 2026 16:39:39 +0200 TYPO3 EXT:news news-64307 Fri, 09 Oct 2026 13:43:43 +0200 Koalitionsausschuss: Merz‘ Politik für Überreiche und Großkonzerne https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/koalitionsausschuss-merz-politik-fuer-ueberreiche-und-grosskonzerne/ Pressemitteilung 21. Legislatur Parlament „Die Koalitionsspitzen haben beim Koalitionsausschuss die nächste Chance verpasst, sich von ihrem fatalen Kürzungskurs zu verabschieden. Obwohl die Menschen seit unzähligen Monaten von Wahl zu Wahl und von Umfrage zu Umfrage deutlicher zeigen, dass sie einen Politikwechsel wollen. Trotzdem bleiben Merz und Co. bei ihrem Weiter-so - also Angriffen auf den Sozialstaat, Kürzungen und weniger Leistungen bei steigenden Kosten.“ Heidi Reichinnek, Fraktionsvorsitzende, zum Koalitionsausschuss: „Die Koalitionsspitzen haben beim Koalitionsausschuss die nächste Chance verpasst, sich von ihrem fatalen Kürzungskurs zu verabschieden. Obwohl die Menschen seit unzähligen Monaten von Wahl zu Wahl und von Umfrage zu Umfrage deutlicher zeigen, dass sie einen Politikwechsel wollen. Trotzdem bleiben Merz und Co. bei ihrem Weiter-so - also Angriffen auf den Sozialstaat, Kürzungen und weniger Leistungen bei steigenden Kosten.

Die Menschen brauchen keine gut gelaunte Regierung, sondern eine Politik, die ihre Probleme anpackt und Lebensmittel, Sprit und Mieten wieder bezahlbar macht. Anstatt sich darum zu kümmern, torpediert der Bundeskanzler die Gespräche zur Regierungsbildung in Berlin und damit die Politik, die Mietabzocke und Kürzungswahn stoppen will. Denn eins ist klar: Die Einzigen, für die Merz Politik macht, sind Überreiche und Großkonzerne. Da kämpft er auch mit harten Bandagen.”

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news-64306 Fri, 09 Oct 2026 13:37:05 +0200 Tabaksteuer: Keine Wohlfahrtsökonomie, sondern paradox, bequem und scheinheilig https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/tabaksteuer-keine-wohlfahrtsoekonomie-sondern-paradox-bequem-und-scheinheilig/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen Gesundheit Im Gesetzentwurf steht es schwarz auf weiß: Diese außerordentliche Tabaksteuererhöhung ist eine Maßnahme zur Konsolidierung des Haushalts. Bis 2030 plant die Bundesregierung mit Mehreinnahmen von weit über zehn Milliarden Euro. Die Rechnung wird also nicht mit einer rauchentwöhnenden Wirkung gemacht, sondern unter der ‚positiven‘ Annahme, dass die Preissteigerung an der Ladenkasse zähneknirschend bezahlt wird. Zur Erhöhung der Tabaksteuer erklärt Doris Achelwilm, Sprecherin für Steuerpolitik: „Im Gesetzentwurf steht es schwarz auf weiß: Diese außerordentliche Tabaksteuererhöhung ist eine Maßnahme zur Konsolidierung des Haushalts. Bis 2030 plant die Bundesregierung mit Mehreinnahmen von weit über zehn Milliarden Euro. Die Rechnung wird also nicht mit einer rauchentwöhnenden Wirkung gemacht, sondern unter der ‚positiven‘ Annahme, dass die Preissteigerung an der Ladenkasse zähneknirschend bezahlt wird. Das ist keine Wohlfahrtsökonomie, sondern paradox, bequem und scheinheilig.

Besonders betroffen sind Menschen mit kleinen Einkommen, die vermeintlich noch geschützt, also über den Zwang des Preises zum Verzicht schädlicher Tabakwaren angehalten werden sollen. Würden die Einnahmen in Gesundheitsprävention fließen oder die Zusatzausgaben der Menschen durch gesundheitsfördernde Angebote kompensiert, würde vielleicht noch ein Schuh draus. So haben wir es mit einer weiteren Belastung nach unten zu tun, die den Haushalt nicht retten und die gesundheitspolitische Bilanz kaum steigern wird.

Es ist sinnvoll und nötig, dass die Zahl der Raucher:innen zurückgeht. Die Preisgestaltung ist dafür ein griffiger Hebel, aber dieser Hebel bleibt ein Notnagel zur Haushaltssanierung. Er ist einseitig, sozial regressiv, kommunikativ unvermittelt und in seiner Wirksamkeit offen. Steigende Kosten und Inflation gehören bereits zu den größten Sorgen der Menschen, und die Bundesregierung steigert den Druck. Wer den überlasteten Haushalt finanzieren will, behilft sich nicht mit Sündensteuern, sondern traut sich an große Vermögen und Spitzeneinkommen heran.“

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news-64305 Fri, 09 Oct 2026 13:32:17 +0200 Merz‘ Aussagen grenzen an politische Erpressung https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/merz-aussagen-grenzen-an-politische-erpressung/ Pressemitteilung 21. Legislatur Parlament Inneres „Mit den permanenten Angriffen auf Rot-Grün-Rot in Berlin will Merz von seiner eigenen Agenda des sozialen Kahlschlags ablenken.“ Heidi Reichinnek, Fraktionsvorsitzende: „Merz‘ Aussagen grenzen an politische Erpressung. Während der Bundeskanzler SPD und Grüne belehrt, wählen offenkundig Abgeordnete seiner eigenen Partei in Sachsen-Anhalt rechtsextreme AfD-Kandidaten ins Landtagspräsidium und lassen den SPD-Kandidaten durchfallen. Seine schäbige Taktik dahinter ist offensichtlich: Mit den permanenten Angriffen auf Rot-Grün-Rot in Berlin will Merz von seiner eigenen Agenda des sozialen Kahlschlags ablenken. Das Problem dabei ist: Von faktenfreier Hetze haben die Menschen keinen Cent mehr im Portemonnaie – und das ist, was die Mehrheit gerade am meisten umtreibt, während ihnen die Mieten oder Lebensmittel- und Spritpreise immer weiter über den Kopf wachsen. Sobald Superreiche angemessen an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligt und Mietabzocke gestoppt werden soll, brennen bei Merz alle Sicherungen durch. Aber dass Abgeordnete seiner Partei diejenigen wählen, die Grundgesetz und Demokratie nicht nur mit Füßen treten, sondern abschaffen wollen, da bleibt es bei Beschwichtigungen.“

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news-64304 Fri, 09 Oct 2026 11:59:38 +0200 Wer für andere da ist, darf am Ende nicht selbst im Stich gelassen werden. https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/wer-fuer-andere-da-ist-darf-am-ende-nicht-selbst-im-stich-gelassen-werden/ Pressemitteilung 21. Legislatur Finanzen Gesundheit „Wer im Rentenalter Angehörige pflegt, übernimmt jeden Tag Verantwortung, die unser Pflegesystem dringend braucht. Und ausgerechnet ihnen will die Bundesregierung die Möglichkeit nehmen, sich durch ihre Pflegearbeit zusätzliche Rentenansprüche zu sichern.“ Zu den Kürzungsplänen für pflegende Angehörige im Rentenalter erklärt Evelyn Schötz, Sprecherin für Pflege:

„Wer im Rentenalter Angehörige pflegt, übernimmt jeden Tag Verantwortung, die unser Pflegesystem dringend braucht. Diese Menschen leisten unbezahlte Arbeit, oft rund um die Uhr. Und ausgerechnet ihnen will die Bundesregierung die Möglichkeit nehmen, sich durch ihre Pflegearbeit zusätzliche Rentenansprüche zu sichern.

Pflege darf nicht arm machen – auch nicht im Rentenalter. Statt pflegenden Angehörigen die soziale Absicherung zu erschweren, müssen wir ihre Rentenansprüche stärken. Wer für andere da ist, darf am Ende nicht selbst im Stich gelassen werden.“

 

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news-64301 Thu, 08 Oct 2026 16:45:50 +0200 Wachstumsprognose: "Ein Kunststück, aus so viel öffentlichem Geld so wenig zu machen" https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/wachstumsprognose-ein-kunststueck-aus-so-viel-oeffentlichem-geld-so-wenig-zu-machen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Wirtschaft und Technologie "Die Bundesregierung feiert sich für eine Wachstumsprognose im homöopathischen Bereich. Trotz 500 Milliarden Sondervermögen liegt das Wachstum bei nur knapp über einem Prozent und es zeichnet sich ab, dass die Effekte spätestens 2028 verpuffen. Es ist schon ein Kunststück, aus so viel öffentlichem Geld so wenig zu machen." Zur Wachstumsprognose des Bundeswirtschaftsministeriums erklärt Janine Wissler, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin:

"Die Bundesregierung feiert sich für eine Wachstumsprognose im homöopathischen Bereich. Trotz 500 Milliarden Sondervermögen liegt das Wachstum bei nur knapp über einem Prozent und es zeichnet sich ab, dass die Effekte spätestens 2028 verpuffen. Es ist schon ein Kunststück, aus so viel öffentlichem Geld so wenig zu machen. Bei den Menschen kommt ohnehin kaum etwas an. Der private Konsum ist mit 0,3 Prozent kaum gestiegen und die mageren Reallohnzuwächse werden unmittelbar von den gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten aufgefressen. Stattdessen plant die Bundesregierung Einschnitte bei der Rente und blockiert den Ausbau der Erneuerbaren Energien, obwohl das die privaten Haushalte entlasten und damit den Konsum ankurbeln würde.

Es braucht jetzt einen wirtschaftspolitischen Aufbruch, der die Exportabhängigkeit verringert, die Binnennachfrage stärkt und die Bezahlbarkeit des Alltags in den Vordergrund stellt. Das deutsche Wirtschaftsmodell der letzten Jahrzehnte, das auf Exportüberschüsse und einen großen Niedriglohnsektor gesetzt hat, funktioniert nicht mehr angesichts von Strafzöllen, teurer Energie und der Konkurrenz aus China. Die Antwort darauf ist nicht Lohndumping und Sozialkürzungen, sondern öffentliche Investitionen, höhere Löhne und eine aktive Industriepolitik, die Arbeitsplätze nachhaltig sichert."

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news-64280 Thu, 08 Oct 2026 15:39:29 +0200 Ein alter Geschlechtseintrag darf Menschen nicht Jahre später wieder einholen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/ein-alter-geschlechtseintrag-darf-menschen-nicht-jahre-spaeter-wieder-einholen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Familie, Senioren, Frauen und Jugend „Die Entscheidung des BGH ist formal nachvollziehbar, aber der Fall zeigt gleich mehrere Probleme für queere und transgeschlechtliche Eltern auf: Der Gesetzgeber muss im Abstammungsrecht endlich Abstand davon nehmen, dass es nur einen Vater und eine Mutter als Eltern geben kann.“ Zur BGH-Entscheidung zur Vaterschaftsanerkennung von trans Männern erklärt Maik Brückner, Sprecher für Queerpolitik:

„Die Entscheidung des BGH ist formal nachvollziehbar, aber der Fall zeigt gleich mehrere Probleme für queere und transgeschlechtliche Eltern auf: Der Gesetzgeber muss im Abstammungsrecht endlich Abstand davon nehmen, dass es nur einen Vater und eine Mutter als Eltern geben kann. Gleichzeitig muss Paragraph 11 des Selbstbestimmungsgesetzes ersatzlos gestrichen werden, denn er diskriminiert trans Männer gegenüber trans Frauen. Ein alter Geschlechtseintrag darf Menschen nicht Jahre später wieder einholen und ihnen rechtliche Nachteile bringen. Familie ist, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, auch nach Trennung. Das darf nicht am früheren Geschlechtseintrag scheitern. Das Kind ist mit dem Vater aufgewachsen.“

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news-64279 Thu, 08 Oct 2026 15:32:11 +0200 Sparpläne kosten langfristig ein Vielfaches, was eingespart werden soll https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/sparplaene-kosten-langfristig-ein-vielfaches-was-eingespart-werden-soll/ Pressemitteilung 21. Legislatur Gesundheit „Mit der im GKV-Spargesetz vorgesehenen Budgetierung drohen Therapieangebote für gesetzlich Versicherte wegzufallen, und das obwohl Menschen schon heute viel zu lange auf einen Therapieplatz warten.“ Zum AOK-Fehlzeitenreport 2026 erklärt Evelyn Schötz, Sprecherin für psychische Gesundheit:

„Die Sparpläne von Friedrich Merz werden uns als Gesellschaft langfristig ein Vielfaches kosten, was eingespart werden soll. Der aktuelle AOK-Fehlzeitenreport ist hier sehr deutlich: Die psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeitstage sind in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 40 Prozent gestiegen.

Mit der im GKV-Spargesetz vorgesehenen Budgetierung drohen Therapieangebote für gesetzlich Versicherte wegzufallen, und das obwohl Menschen schon heute viel zu lange auf einen Therapieplatz warten. Gerade bei psychischen Erkrankungen ist frühe Hilfe entscheidend, um Chronifizierung und lang andauernde Arbeitsunfähigkeiten zu verhindern.

Wir brauchen deshalb einen radikalen Kurswechsel: eine solidarische Gesundheitsversicherung, die eine niedrigschwellige, flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung ermöglicht, und endlich eine verlässliche Lösung für die Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung.“

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news-64275 Thu, 08 Oct 2026 11:35:30 +0200 Einkommensteuerreform: "Diese Reform verfehlt ihr Thema" https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/einkommensteuerreform-diese-reform-verfehlt-ihr-thema/ Pressemitteilung 21. Legislatur Haushalt Diese Reform reformiert nicht. Finanzminister Klingbeil verwaltet und passt an, doch Gewinner bleiben Vermögende, während kleine Einkommen kaum entlastet werden. Diese Bundesregierung scheint nicht zu verstehen, wie dringend wirkliche Entlastung benötigt wird. Zur aktuellen Debatte im Bundestag zum Einkommensteuerreformgesetz erklärt Doris Achelwilm, steuerpolitische Sprecherin:

"Diese Reform reformiert nicht. Finanzminister Klingbeil verwaltet und passt an, doch Gewinner bleiben Vermögende, während kleine Einkommen kaum entlastet werden. Diese Bundesregierung scheint nicht zu verstehen, wie dringend wirkliche Entlastung benötigt wird. Das Gesetz erreicht nicht mal den Mindestanspruch, die Inflation auszugleichen. In dieser krisenhaften Lage ist das ein Schlag gegen alle Beschäftigten. Über die nächsten Jahre gibt es gerade mal 13 Euro mehr Kindergeld, bessersituierte Eltern schneiden durch Steuerfreibeträge besser ab - verkehrte Welt. Auch die Superreichensteuer bringt nicht, was sie verspricht. Einkommen bis 250.000 Euro werden entlastet, beim Spitzensteuersatz wird Einnahmepotenzial verschenkt. Unser Konzept nimmt die obersten 5 Prozent stärker in die Pflicht und sorgt bei 95 Prozent der Arbeitenden für Entlastung. Diese Entlastung wird dringend gebraucht, die Bundesregierung muss für die Bezahlbarkeit des Lebens endlich mehr leisten."

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news-64273 Wed, 07 Oct 2026 15:58:00 +0200 Koalitionsausschuss: Gruppenkuscheln statt Beschlüsse https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/koalitionsausschuss-gruppenkuscheln-statt-beschluesse/ Pressemitteilung 21. Legislatur Parlament „Überall gibt es Bedarf für Verbesserungen und all diese Schritte wären ganz nebenher auch ein Konjunkturprogramm, weil es den Menschen ermöglicht, den Konsum im Land anzukurbeln. Aber stattdessen steht am Ende wohl wieder das Merz'sche ‚Weiter so.‘“ Heidi Reichinnek, Fraktionsvorsitzende, zum Koalitionsausschuss:

„Wieder ein Koalitionsausschuss, wieder soll es keine neuen Beschlüsse geben, sondern eine Runde Gruppenkuscheln – denn auch diesmal geht es vor allem um die Stimmung in der Koalition. Die ist mutmaßlich ziemlich mies, aber dennoch bei weitem nicht so schlecht wie die der Menschen im Land. Und genau darüber sollte die Koalition heute intensiv diskutieren. Dass ihr als Reformen getarnter Sozialkahlschlag für Frust und Wut sorgt, sollte auch die Regierung langsam begriffen haben und hier endlich die Notbremse ziehen. Jetzt ist der Zeitpunkt, die angekündigten Verschlechterungen für die breite Mehrheit zurückzunehmen. Jetzt ist der Zeitpunkt zu sagen: Wir verstehen die Fehler der letzten Monate und läuten einen Politikwechsel ein. Mit Investitionen, die der Mehrheit zugute kommen – sei es in Bildung, Bus und Bahn, Sport oder Kultur – und die Wirtschaft unterstützen. Mit Sozialsystemen, die die Menschen absichern und ihnen nicht immer mehr Kosten aufbürden. Mit Maßnahmen gegen die explodierenden Kosten bei Miete, Lebensmittel und Sprit. Überall gibt es Bedarf für Verbesserungen und all diese Schritte wären ganz nebenher auch ein Konjunkturprogramm, weil es den Menschen ermöglicht, den Konsum im Land anzukurbeln. Aber stattdessen steht am Ende wohl wieder das Merz'sche ‚Weiter so.‘“

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news-64259 Wed, 07 Oct 2026 14:06:36 +0200 Digitale Gewalt: Betroffene in den Mittelpunkt stellen https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/digitale-gewalt-betroffene-in-den-mittelpunkt-stellen/ Pressemitteilung 21. Legislatur Recht Solange Betroffene ihre Rechte selbst durchsetzen müssen, selbst Anklage erheben müssen und Verfahren selbst bezahlen müssen, wird ihnen eine unzumutbare Last aufgebürdet. Zum Gesetzentwurf gegen digitale Gewalt von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig erklärt Anne-Mieke Bremer, Sprecherin für Digitale Infrastruktur:

„Es ist gut, dass die Bundesregierung das Thema Digitale Gewalt endlich ernster zu nehmen scheint. Jedoch hat sie mit ihrem Gesetzesentwurf leider immer noch nicht die Betroffenen in den Mittelpunkt gestellt. Solange Betroffene ihre Rechte selbst durchsetzen müssen, selbst Anklage erheben müssen und Verfahren selbst bezahlen müssen, wird ihnen eine unzumutbare Last aufgebürdet. Wir fordern eine kostenlose Rechtsberatung, flächendeckend verlässlich finanzierte Fachberatungsstellen und spezialisiertes Fachpersonal bei Polizei und Justiz sowie eine psychosoziale Prozessbegleitung.“

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news-64258 Wed, 07 Oct 2026 12:13:31 +0200 Die Ausweitung eines regionalen Krieges droht https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/die-ausweitung-eines-regionalen-krieges-droht/ Pressemitteilung 21. Legislatur Auswärtiges Zu den Huthi-Angriffen auf Saudi-Arabien und der militärischen Zusammenarbeit im Rahmen des Mekka-Abkommens erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion: Zu den Huthi-Angriffen auf Saudi-Arabien und der militärischen Zusammenarbeit im Rahmen des Mekka-Abkommens erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion:

"Mit dem Mekka-Abkommen haben Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan eine gegenseitige Beistandszusage vereinbart, welche angesichts der Angriffe durch die Huthi auf Saudi-Arabien nun praktisch relevant zu werden droht. Da Iran die Huthi unterstützt, trägt auch er Verantwortung für die weitere Zuspitzung des Konflikts. Dass mit der Türkei ein NATO-Mitglied und mit Pakistan eine Nuklearmacht militärisch eingebunden sind, macht die Gefahr einer weiteren Ausweitung des Krieges besonders brisant. Daher erwarte ich von der Bundesregierung eine kritische Bewertung der damit verbundenen Risiken für Deutschland und die Region, statt sich - wie in meiner Schriftlichen Frage geschehen - ausschließlich positiv auf dieses Abkommen zu beziehen. Immerhin drohen dessen Beistandszusagen, einen regionalen Krieg weiter auszuweiten.

Die Bundesregierung sollte gegenüber allen Beteiligten auf ein Ende der Angriffe und eine Waffenruhe drängen - ausdrücklich auch gegenüber ihren Partnern. Deutschland darf die Eskalation weder durch Waffenlieferungen noch durch militärische Unterstützung weiter anheizen. Was es jetzt braucht, ist eine diplomatische Initiative für Verhandlungen mit allen Konfliktparteien."

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news-64257 Wed, 07 Oct 2026 12:03:45 +0200 "Ein Pflichtdienst darf nicht zum Ersatz für dauerhaft fehlende Fachkräfte werden" https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/ein-pflichtdienst-darf-nicht-zum-ersatz-fuer-dauerhaft-fehlende-fachkraefte-werden/ Pressemitteilung 21. Legislatur Familie, Senioren, Frauen und Jugend Verteidigung "Wer sich freiwillig engagieren will, muss auch einen Platz bekommen, deshalb ist ein Rechtsanspruch auf einen Freiwilligendienst an sich der richtige Weg. Frau Prien fordert aber weiterhin auch einen gesellschaftlichen Pflichtdienst", erklärt Mandy Eißing, Sprecherin für Familienpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag. "Wer sich freiwillig engagieren will, muss auch einen Platz bekommen, deshalb ist ein Rechtsanspruch auf einen Freiwilligendienst an sich der richtige Weg. Frau Prien fordert aber weiterhin auch einen gesellschaftlichen Pflichtdienst", erklärt Mandy Eißing, Sprecherin für Familienpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag. Eißing weiter:

"Freiwilligendienste müssen ausreichend finanziert, qualitativ hochwertig und arbeitsmarktneutral sein. Bei einem Pflichtdienst steigt das Risiko enorm, dass junge Menschen reguläre Beschäftigung ersetzen. Ein Pflichtdienst darf nicht zum Ersatz für dauerhaft fehlende Fachkräfte werden. Wenn wir Pflege, Bildung, soziale Arbeit und Katastrophenschutz stärken wollen, brauchen wir dort gute Arbeitsbedingungen und keine Pflichtdienstleistenden als Lückenbüßer."

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news-64255 Wed, 07 Oct 2026 11:56:54 +0200 Bundesregierung nimmt Armut an Hochschulen billigend in Kauf https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/bundesregierung-nimmt-armut-an-hochschulen-billigend-in-kauf/ Pressemitteilung 21. Legislatur Bildung und Forschung Ausbildungsgerechtigkeit "Diese Zahlen belegen schwarz auf weiß, wie fatal das Hinauszögern der BAföG-Reform ist. Wer jungen Menschen im Winter eine Nullrunde verordnet und notwendige Erhöhungen auf die lange Bank schiebt, nimmt soziale Auslese und diese Armut an den Hochschulen billigend in Kauf, erklärt Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin, zur Untersuchung des Paritätischen Gesamtverbands, wonach das BAföG nicht mit den Lebenshaltungskosten Schritt hält. "Diese Zahlen belegen schwarz auf weiß, wie fatal das Hinauszögern der BAföG-Reform ist. Wer jungen Menschen im Winter eine Nullrunde verordnet und notwendige Erhöhungen auf die lange Bank schiebt, nimmt soziale Auslese und diese Armut an den Hochschulen billigend in Kauf, erklärt Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin, zur Untersuchung des Paritätischen Gesamtverbands, wonach das BAföG nicht mit den Lebenshaltungskosten Schritt hält. Gohlke weiter:

Auch die BAföG-Reform der Bundesregierung wird an dieser Realität nichts ändern. Denn sie ist alles, aber kein großer Wurf. Wir brauchen endlich ein armutsfestes BAföG als echten Vollzuschuss."

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news-64272 Wed, 07 Oct 2026 09:54:00 +0200 "In Sachsen-Anhalt brechen alle Dämme" https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/in-sachsen-anhalt-brechen-alle-daemme/ Pressemitteilung 21. Legislatur Parlament In Sachsen-Anhalt brechen alle Dämme. Nicht nur Tobias Rausch, der im Zentrum der Verwandtschaftsaffäre der AfD steht, wurde offenbar mit vier Ja-Stimmen und 5 Enthaltungen aus der Union gewählt, auch Tillschneider, der rechtsextreme Chefideologe, hatte ganz offensichtlich Unterstützung aus den Reihen der Union, die anschließend dann auch ihren eigenen Kandidaten von der AfD ins Amt heben ließen. Zur Situation in Sachsen-Anhalt erklärt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag:

„In Sachsen-Anhalt brechen alle Dämme. Nicht nur Tobias Rausch, der im Zentrum der Verwandtschaftsaffäre der AfD steht, wurde offenbar mit vier Ja-Stimmen und 5 Enthaltungen aus der Union gewählt, auch Tillschneider, der rechtsextreme Chefideologe, hatte ganz offensichtlich Unterstützung aus den Reihen der Union, die anschließend dann auch ihren eigenen Kandidaten von der AfD ins Amt heben ließen. In Sachsen-Anhalt gibt es den ersten rechtsextremen Parlamentspräsidenten seit Herman Göring. Wer sich in einer solchen Situation enthält, hat keine Haltung. Wer einem Rechtsextremen seine Stimme gibt, hat jedes Recht verloren, sich als Demokrat zu bezeichnen.

Merz und Schulze haben ihren Laden nicht mehr im Griff und versagen kläglich im Kampf um die Demokratie. Wenn Merz als Parteivorsitzender nach diesem Sündenfall nicht für Konsequenzen sorgt, ist klar, dass er mit dem Weg, den ein immer größerer Teil seiner Partei gehen will, kein Problem hat. Dann ist die Zusammenarbeit der Union mit einer rechtsextremen Partei von oberster Stelle abgesegnet. Wenn es für Ulrich Siegmund bei der Wahl zum Ministerpräsidenten auch nur eine Stimme aus der Union gibt, dann wird Friedrich Merz endgültig als derjenige Parteivorsitzende in die Geschichte eingehen, der den Rechtsextremen den Weg zur Macht geebnet hat."

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news-64271 Wed, 07 Oct 2026 09:51:00 +0200 "Kanzler Merz darf sich jetzt nicht wegducken" https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/kanzler-merz-darf-sich-jetzt-nicht-wegducken/ Pressemitteilung 21. Legislatur Inneres Parlament Es ist skandalös, wie sich die CDU aus der Verantwortung stehlen will. Weder Grüne, Linke noch der Weihnachtsmann werden der AfD die Stimmen für den rechtsextremen Landtagspräsidenten geschenkt haben. Zu der Wahl des AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt erklärt Sören Pellmann, Fraktionsvorsitzender:

"Es ist skandalös, wie sich die CDU aus der Verantwortung stehlen will. Weder Grüne, Linke noch der Weihnachtsmann werden der AfD die Stimmen für den rechtsextremen Landtagspräsidenten geschenkt haben. Das Gerede der CDU davon, Stimmen der CDU seien reine Spekulation, soll nur davon ablenken, welchen gefährlichen Weg immer größere Teile der CDU gehen wollen: eine Zusammenarbeit mit der AfD. Kanzler Merz darf sich jetzt nicht wegducken. Als Parteivorsitzender steht er jetzt in der Verantwortung, hier die eigenen Reihen zu schließen -  sonst macht er sich mit dem Skandal von Magdeburg gemein und ebnet der rechtsextremen AfD immer mehr den Weg zur Macht. Ein erster Schritt wäre, dass Kanzler Merz sich schnellstens öffentlich zu Wort meldet, Verantwortung übernimmt und erklärt, wie er seinen Laden wieder in den Griff bekommen will und wie er verhindern will, dass es CDU-Stimmen für einen AfD-Ministerpräsidenten gibt oder andere Formen der Zusammenarbeit seiner Partei mit der AfD."

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