„Die Finanzbranche ist die finanzstärkste Lobby im Bundestag: Sie beschäftigt Hunderte Lobbyisten, kauft Agenturen ein und heuert Ex-Politiker als Türöffner an. Für die Bürger:innen hat diese Lobbymacht einen hohen Preis“, kommentiert Doris Achelwilm, steuerpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, die Veröffentlichung der „Finanzlobby-Analyse 2026“ der Bürgerbewegung Finanzwende. Achelwilm weiter:
„Wenn strengere Regeln für Banken, Versicherungen und Fonds durch Lobbyismus verhindert werden, zahlen am Ende die Menschen mit höheren Gebühren, teuren Finanzprodukten, schlechterer Altersvorsorge und neuen Schuldenfallen. Die Milliardenkosten von Cum-Ex, Bankenrettungen und Produkten wie Riester zeigen, wie teuer uns dies schon gekommen ist. Während Normalverdiener:innen jeden Cent versteuern, erkaufen sich Finanzkonzerne mit Millionenbudgets Ausnahmen und Privilegien. Dem stellen wir uns als Linke entschlossen entgegen. Als einzige im Bundestag vertretene Partei nehmen wir kein Geld von Unternehmen und Lobbyorganisationen an. Gesetzestexte dürfen nicht käuflich sein. Wir brauchen ein scharfes Lobbyregister, das alle Treffen, Budgets und Auftraggeber offenlegt, sowie einen legislativen Fußabdruck, der für jedes Gesetz präzise aufzeigt, welche Lobbyorganisationen wie genau an konkreten Gesetzestexten mitgewirkt haben.“
