"Die Linke spricht sich gegen die Ratifizierung des EU-Mercosur-Abkommens aus und fordert von der Bundesregierung eine klare Haltung gegen dieses Freihandelsabkommen. Die Folgen des Abkommens würden der heimischen Landwirtschaft erheblichen Schaden zufügen", erklärt Ina Latendorf, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion Die Linke im Bundestag und Sprecherin für Agrarpolitik. Latendorf weiter:
"Das Abkommen sorgt nicht für mehr Fairness und Verteilungsgerechtigkeit, es schützt vor allem die Interessen europäischer Konzerne und der wirtschaftlichen Eliten in Lateinamerika. Nachhaltige, ökologische und regionale Landwirtschaft wird damit hier und in Lateinamerika weiter erschwert. Die Sicherung des Absatzmarktes für Industrieprodukte erfolgt auf dem Rücken der bäuerlichen Landwirtschaft. Hat sich die Union insbesondere vor genau zwei Jahren als Interessenwahrerin der Landwirte inszeniert, lässt sie diese nun fallen, wie heiße Kartoffeln. Freihandel unterm Kapital hilft nur den Mächtigen."
