Lea Reisner, Sprecherin für Internationale Beziehungen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Treffen zwischen Merz und Trump:
„Friedrich Merz hat sich im Oval Office als Statist Trumps vorführen lassen: drei Minuten Redezeit, dreißig Minuten zustimmendes Nicken. Das war eine würde- aber vor allem ergebnislose Vorstellung. Während Bomben auf den Iran fallen, macht sich der Kanzler mit Regime-Change-Parolen von Trump gemein und leistet so Beihilfe zur Entsorgung des Völkerrechts. Und während er redet, steigen schon die Spritpreise, die Energiekonzerne wittern Rekordprofite und die arbeitenden Menschen zahlen die Rechnung. Das ist die Logik dieses Krieges: oben wird er gefeiert, unten wird er bezahlt. Spanien hat seine Basen für diesen Angriffskrieg nicht zur Verfügung gestellt, in Ramstein hingegen waren die US-amerikanischen Flugzeuge willkommen. Statt Spanien im Oval Office zu maßregeln, sollte Merz dasselbe tun: Ramstein schließen, den Abzug der US-Mittelstreckenraketen auf deutschem Boden einleiten und aufhören, Deutschland als logistische Drehscheibe für völkerrechtswidrige Kriege herzugeben.“
