Janine Wissler, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Veröffentlichung der Inflationsrate für den März:
"Der Anstieg der Inflationsrate auf 2,7 Prozent ist ein deutliches Warnsignal: Steigende Energiepreise treiben die Kosten, und die kommen direkt bei den Menschen an. Darum ist die steigende Inflation für Millionen Haushalte auch keine abstrakte Kennziffer, sondern die nächste Belastung beim Tanken, Heizen und Einkaufen. Gleichzeitig aber machen Öl- und Gaskonzerne in dieser Krise weiter zusätzliche Gewinne - jeden Tag in Millionenhöhe. Wenn Energiepreise die Teuerung treiben, erwarte ich von der Bundesregierung, dass sie diese Krisenprofite nicht einfach weiterlaufen lässt. Deshalb braucht es jetzt eine scharfe Übergewinnsteuer und direkte Entlastungen für die Bevölkerung. Die Linke hat dafür konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt: vom Energiekrisengeld bis zu bezahlbarer Mobilität. Stattdessen haben die Verkehrsminister der Länder beim Deutschlandticket jetzt sogar eine automatische Preiserhöhung beschlossen - in einer Phase steigender Preise. Getoppt wird dieses unsoziale Vorgehen nur noch davon, dass die Bundesregierung jetzt auch noch über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer nachdenkt. Wieder belastet das die Falschen und verschärft die Probleme weiter."
