„Die Zahlen der Dunkelfeldstudie sind erschreckend. Während fast jede zweite Frau psychische Gewalt erfährt, wird beim Gewaltschutz seit Jahren verlässlich gespart. Die Regierung drückt sich um vollumfängliche Maßnahmen“, kritisiert Kathrin Gebel, stellvertretende Vorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Dunkelfeldstudie zu Betroffenen von Gewalt in Familie, Partnerschaft und im öffentlichen Raum. Gebel weiter:
„Weiterhin fehlen 12.000 Frauenhausplätze, Beratungsstellen sind überlastet und Hilfe hängt zu oft an befristeten Projekten. Patriarchale Gewalt ist kein Einzelfall, sie ist Realität. Die Studie zeigt, dass die Menschen kein Vertrauen mehr in dieses System haben. Wer Gewaltschutz ernst nimmt, muss endlich liefern. Es braucht einen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung, genug sichere Plätze und dauerhaft finanzierte Fachstellen. Ohne die vollständige Umsetzung der Istanbul-Konvention werden Betroffene weiterhin allein gelassen.“
