"Mit der Idee, den Nachhaltigkeitsfaktor zu verdoppeln, erzählt die Junge Union das spalterische Märchen vom ‚Generationenkonflikt‘. Dabei geht es der JU nicht mehr nur um Jung gegen Alt, sondern auch um Kinderlose gegen Eltern. Die weitere Spaltung unserer Gesellschaft betreiben Johannes Winkler, Pascal Redding und Co. wahrscheinlich sehr bewusst. Was wirklich helfen würde, wäre der Ausbau der Betreuungsangebote, damit Frauen aus der Teilzeitfalle rauskommen und besser vorsorgen können", erklärt Sarah Vollath, rentenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den rentenpolitischen Forderungen der Jungen Union beim Parteitag der CDU. Vollath weiter:
"Auch eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung ist perfide. Die JU weiß vermutlich genau, dass unter anderem Personen, die in körperlich und mental anstrengenden Jobs arbeiten, eine geringere Lebenserwartung haben. Durch die Kopplung würden immer mehr von ihnen das steigende Renteneintrittsalter gar nicht erst erreichen. Um diejenigen, die Tag für Tag in körperlich und mental anstrengenden Jobs unseren Wohlstand erwirtschaften, gleich doppelt zu bestrafen, will die JU auch noch die sogenannte ‚Rente mit 63‘ abschaffen und Abschläge erhöhen.
Die Linke will stattdessen mehr Rentengerechtigkeit. Eine stärkere Gesetzliche Rente ist möglich, wenn endlich alle in eine Erwerbstätigenversicherung einzahlen - auch Beamte, Politiker:innen und Selbstständige. Außerdem wollen wir, dass sich Arbeitgeber:innen gerechter an der Finanzierung der Rente beteiligen. Derzeit übernehmen sie die Hälfte des Beitragssatzes für die Gesetzliche Rentenversicherung, die finanzielle Last der betrieblichen und privaten Vorsorge liegt aber zum Großteil bei den Beschäftigten. Es ist höchste Zeit, dass sich diejenigen, die von der Arbeit der Beschäftigten profitieren, auch wieder stärker an ihrer Absicherung im Alter beteiligen. Österreich zeigt, dass ein gerechteres und besser finanziertes Rentensystem mit einer starken Gesetzlichen Rente möglich ist."
