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Millionen-Boni: Konzernleitung sieht VW als Selbstbedienungsladen

Pressemitteilung von Heidi Reichinnek,

„Große Erleichterung bei den VW-Mitarbeitenden: Das Management kann sich doch noch kurzfristig Millionen-Boni auszahlen, nachdem überraschend sechs Milliarden Euro an Barmitteln aufgetaucht sind. Währenddessen verzichten die Mitarbeitenden selbst im Mai diesen und letzten Jahres auf ihre Prämien. Zudem sollen weiterhin 35.000 Stellen gestrichen werden. Die VW-Konzernspitze zeigt erneut, dass es ihr in erster Linie um Eigeninteressen und nicht das Wohl des Unternehmens geht“, sagt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Meldungen über Manager-Boni bei VW. Reichinnek weiter:

„Mit Buchungstricks sorgt die Manager-Ebene mit dafür, dass für sie selbst die maximalen Boni fließen können. Währenddessen kämpft der Konzern mit großen Problemen, die das Management nicht angeht. VW ist in vielen Regionen wichtigster Arbeitgeber und viele weitere Betriebe hängen als Zulieferer von Volkswagen ab. Dass die Konzernleitung VW eher als Selbstbedienungsladen begreift, zeigt einmal mehr wie wichtig mehr betriebliche Mitbestimmung ist. Die Beschäftigten haben sowohl das Know-how als auch Interesse an einem langfristig wirtschaftlich gut laufenden Unternehmen. Während die Manager sich selbst die Taschen vollmachen, übernehmen die Mitarbeitenden Verantwortung – das haben sie immer wieder bewiesen. Eine starke Industrie in Deutschland darf nicht durch die Profitgier einiger weniger aufs Spiel gesetzt werden.“