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Olympische Winterspiele zeigen: Sportförderung muss verpflichtende staatliche Aufgabe werden

Pressemitteilung von Christian Görke,

„Der olympische Medaillenspiegel des deutschen Teams zeichnet ein klares Bild: Bei den letzten beiden Winterspielen Rang 2, nun Platz 5. Ohne die Medaillen aus Bob und Schlitten – die traditionellen Säulen – würde Deutschland auf Platz 15 oder tiefer abrutschen. Dies offenbart die Abhängigkeit von wenigen Spezialdisziplinen, während andere Nationen breit aufgestellt sind und deutlich mehr in den Sport investieren. Das ist keine Kritik an unseren wunderbaren Athlet:innen und Trainer:innen – im Gegenteil: Es ist höchstes Lob. Mit den knappen Mitteln, die die Politik seit Jahren bereitstellt, ist es ein Wunder, dass wir Talente überhaupt noch halten können“, sagt Christian Görke, sportpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Abschluss der Olympischen Winterspiele in Italien. Görke weiter: 

„Wir sind hinter unsere Zielstellungen zurückgefallen – ähnlich wie im Sommersport. Damit sich dieser Trend nicht fortsetzt, brauchen wir einen kompletten Neustart. Die Vorschläge der Bundesregierung zur Gründung einer Sportagentur werden den Sport kein Stück weiterbringen, da die inhaltlichen und finanziellen Fragen nicht geklärt sind. Die Sportförderung darf nicht länger von der jeweiligen Haushalts- und Kassenlage abhängig sein, sondern muss – wie in anderen erfolgreichen Sportnationen – als verpflichtende staatliche Aufgabe verankert werden. Dazu gehören eine soziale Mindestsicherung für alle Athlet:innen, eine stabile, konkurrenzfähige Finanzierung für das gesamte Leistungssportpersonal sowie eine bedarfsgerechte Finanzierung der Olympiastützpunkte, des FES und des IAT.“