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Primärarztsystem: Hausärzt:innen nicht zum Flaschenhals machen

Pressemitteilung von Julia-Christina Stange,

"Das Primärarztsystem, wie es bislang angekündigt wurde, löst die vielfältigen Probleme der ambulanten Versorgung nicht. Die Bundesregierung ist unfähig oder unwillig, die eigentlichen Ursachen anzugehen: Unterschiedliche Honorierung bei privat und gesetzlich Versicherten, Versorgung über private Einzelpraxen, fehlende Kooperation bei der Behandlung und mangelnde Nutzung nichtärztlicher Kompetenz. Die Liste ließe sich fortsetzen", erklärt Julia-Christina Stange, Sprecherin für ambulante Versorgung der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu Nina Warkens Plänen für ein so genanntes Primärversorgungssystem. Stange weiter:

"Was als große Strukturreform angekündigt wird, ist in Wirklichkeit wieder nur Flickschusterei. Jetzt Hausärzt:innen, an denen es vor allem in ländlichen Regionen mangelt, noch zum Flaschenhals für die fachärztliche Betreuung zu machen, ist der falsche Weg. Die Gesundheitsversorgung der Zukunft muss patientenorientiert ausgestaltet werden – in Primärversorgungszentren: sektorenübergreifend, wohnortnah, multiprofessionell und unter einem Dach. Vor allem muss der persönliche Kontakt von Ärzt:innen und Patient:innen sichergestellt bleiben. Telemedizinische Angebote dürfen den direkten Kontakt keinesfalls ersetzen, sondern nur ergänzen."