Ulrich Thoden, verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Bericht des Friedensforschungsinstituts SIPRI zum weltweiten Waffenhandel:
„Bemerkenswert am neuen SIPRI-Bericht ist der Verschiebebahnhof der Rüstungsgüter. Durch die massive Aufrüstung in Deutschland fallen für die deutsche und europäische Rüstungsindustrie zwar enorm viele Aufträge ab, zugleich aber werden weiterhin US-amerikanische Waffen in großem und teurem Stil gekauft, die bestellten F-35 sind da nur die Spitze des Eisbergs. Statt Führungsnation bei der europäischen Aufrüstung und den europäischen Rüstungsexporten zu sein, würde es der Bundesrepublik gut anstehen, Abrüstungsinitiativen zu starten. Denn: eine Zunahme von Waffen macht die Welt nicht sicherer, im Gegenteil.“
