„Trumps ‚Friedensrat‘ ist eine neokoloniale Immobilienmesse: Eine palästinensische Vertretung ist nicht eingeladen, dafür Jared Kushner mit Hochhausplänen am Mittelmeer, der im Übrigen keinerlei offizielle Funktion innerhalb der US-Regierung verantwortet. So gesehen ist der ‚Friedensrat‘ die konsequente Fortführung der Privatisierung der US-Außenpolitik“, kritisiert Lea Reisner, Sprecherin für Internationale Beziehungen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur ersten Zusammenkunft von Trumps Friedensrat. Reisner weiter:
„Dass Deutschland sich nicht klar von diesem Konstrukt distanziert, sondern Diplomaten als Beobachter entsendet, ist beschämend. Die Bundesregierung muss das ablehnen — vollständig und ohne Hintertür. Trumps ‚Friedensrat‘ schwächt die internationale Ordnung und wichtige UN-Institutionen: Dem sollte sich die Bundesregierung klar entgegenstellen. Wer den Wiederaufbau in Gaza ernst meint, stoppt zuerst die Waffenlieferungen, die weiter palästinensisches Leben zerstören. Wiederaufbau bedeutet zudem palästinensische Kontrolle über palästinensisches Land — nicht Kushners Masterplan für Gaza.“
