Jorrit Bosch, stellvertretendes Mitglied im Sportausschuss für die Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Sportministerkonferenz auf Norderney:
„Die Sportministerkonferenz darf nicht zum nächsten Angriff auf die Rechte von Fußballfans werden. Die Politik hat versprochen, den Dialog mit den Fans zu suchen. Passiert ist das Gegenteil: Drohungen, Stimmungsmache und ein Entwurfspapier, das Fanszenen und Öffentlichkeit nur durch ein Leak zu Gesicht bekamen. Wer so vorgeht, hat Vertrauen verspielt. Eine zentrale Stadionverbotskommission ohne Kenntnis der Verhältnisse vor Ort und Stadionverbote ohne Verurteilung, das sind keine Sicherheitsmaßnahmen. Das ist ein System des Misstrauens. Die Unschuldsvermutung gilt auch im Stadion. Deshalb sage ich klar: Wir brauchen keine Alleingänge der Politik. Wir brauchen verbindliche Regeln, die gemeinsam mit den Fans erarbeitet werden, nicht solche, die über ihre Köpfe hinweg beschlossen werden."
