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Zweibrücken: Es braucht unabhängige Ombudsstelle und Vorgehen gegen rechtsextremistische Strukturen bei der Bundeswehr

Pressemitteilung von Ulrich Thoden,

„Die Vorfälle in Zweibrücken sind nicht nur erschütternd, sie sind völlig untragbar. Der Wehrbeauftragte Otte bzw. bereits seine Vorgängerin Högl, Verteidigungsminister Pistorius und damit auch die Bundesregierung wussten frühzeitig – zum Teil seit Oktober 2024 – Bescheid. Man muss fragen, warum es so lange gedauert hat, bis in der Causa Zweibrücken etwas passiert ist“, sagt Ulrich Thoden, Obmann im Verteidigungsausschuss und verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Vorfällen beim Fallschirmjägerregiment der Bundeswehr in Zweibrücken. Thoden weiter: 

„Nach den Berichten von FAZ und Spiegel kann nicht mehr nur von ‚Vorfällen‘ die Rede sein kann: rechtsextremistische Grundstimmung und ständiges rechtsextremes Agieren, sexualisierte Übergriffe und dazu Drogenexzesse mit Kokain. Die Dimension ist erheblich. Hier ist ein Vorgehen wie beim KSK das Mindeste. Es ist auffällig, dass diese rechtsextremistischen Exzesse insbesondere bei tatsächlichen oder vermeintlichen Eliteeinheiten der Bundeswehr auftauchen. Hier ist dringend ein Umbau notwendig. Ein weiteres großes Problem ist, dass Betroffene von sexualisierter Gewalt diese bei Vorgesetzten melden müssen. Es braucht hier dringend eine unabhängige Ombudsstelle für Betroffene.“