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Gemeinsam, nah, alles da - die Sorgende Stadt

Konferenz, 13. März 2026, 10:00 - 20:00, Deutscher Bundestag / KOMPASS Berlin-Hellersdorf

Nahversorgung statt kopflose Nachverdichtung - Krisengipfel zu feministischer Stadtpolitik

Gemeinsam, nah, alles da? Nichts da: Ärztehaus dicht, Apotheke geschlossen, Jugendzentrum gestrichen, die Kiezkneipe steht leer. Und das in Zeiten, in denen wir mehr als je zuvor auf verlässliche öffentliche Angebote angewiesen sind, die unseren Alltag und Geldbeutel entlasten. Statt umgebaut, wird abgerissen, in grünen Innenhöfen planlos nachverdichtet und der Blick aufs Feld verbaut. Die Krise unserer Nachbarschaften zieht sich von Marzahn-Hellersdorf bis in die Oberpfalz, von Hoyerswerda bis nach Mülheim.

Doch sie trifft nicht alle gleich: Wer sich keine Kinderbetreuung leisten kann, seine Eltern zu Hause pflegt oder auf den ÖPNV angewiesen ist, spürt sie zuerst und am stärksten.

Die Bundestagsabgeordnete Katalin Gennburg, die Fraktion Die Linke im Bundestag, die Helle Panke und die Rosa-Luxemburg-Stiftung laden ein:

Am 13. März 2026 treffen sich Initiativen, Expertinnen und Politikerinnen im Bundestag und vor Ort in Marzahn-Hellersdorf, um genau das zu ändern und über konkrete Lösungen für die Stadt von morgen zu sprechen. Der Krisengipfel bringt Initiativen aus ganz Deutschland in der Perle der Ostmoderne zusammen, schafft Raum für Austausch und Vernetzung und bringt internationale Theorie, Praxis und Politik auf dem Abschlusspodium zusammen. In Workshops überlegen wir, wie wir Leerstand in gemeinschaftliche Räume, die uns allen gehören, verwandeln, Versorgung neu organisieren und Sorgearbeit radikal anders denken. Außerdem diskutieren wir, welche rechtlichen Hebel wir im Baurecht finden können und blicken auf internationale Praxisbeispiele, um gemeinsam konkrete Strategien für die Sorgende Stadt zu entwickeln.

JETZT HIER ANMELDEN! (Anmeldeschluss Montag, 9. März 2026)

Sei dabei und bring deine Ideen ein und gestalte die feministische und solidarische Stadt von morgen mit - in der es wirklich heißt: gemeinsam, nah, alles da!

Programm am 13. März 2026

9.30 Uhr Einlass

10-12:30 Uhr Fachgespräch im Bundestag mit

  • Katalin Gennburg (MdB), Sprecherin für Bauen, Stadtentwicklung und Tourismus, Fraktion Die Linke
  • Dagmar Pelger, Care und Commons
  • Dr. Carolin Genz, Feministische Stadt
  • Barbara Fried, Sorgende Stadt aus feministischer und klassenpolitischer Brille
  • Hannah Müller, Sorgende Stadt aus Stadtplanungsbrille
  • Cléo Mieulet, Eigentumsmodelle, Public-Civic-Partnerships
  • Simay Peters, feministische Bauwende
  • Justus Henze, Öffentlicher Luxus, Infrastruk¬tursozialismus / Vergesellschaftung
  • Simone Hain, DDR-Stadtplanung und die Komplexrichtlinie - angefragt
  • Heiner Niemann, Sozialistische Stadtplanung - angefragt
  • Kathi Gebel (MdB), frauenpolitische Sprecherin Fraktion die Linke
  • Mapping-Projekt - Wem gehört MaHe?
  • InfraMap Münster
  • Laila Wiens, Critical Entries

13:30-15 Uhr Spaziergang Marzahn-Hellersdorf

15-17:30 Uhr: Workshops und Vernetzung

Räume NUTZEN Zwischennutzung, Leerstand verhindern konkret
Kämpfe ORGANISIEREN Antifa, Organizing, Nachverdichtungsprotest, Kollektive Sorgearbeit
Das Leben PLANEN Komplexrichtlinie, 15min-Stadt
Die Utopie VISIONIEREN Vergesellschaftung, Besetzung, Zukunftsvisionen

18:30-20 Uhr: Podiumsdiskussion

Kommunal, Selbstverwaltet!? - Internationale Gäste erzählen von gewonnenen Kämpfen - Wie machen wir Berlin zur Sorgenden Stadt?
Wieso muss eine zukunftsfähige Stadtentwicklung, öffentliche Versorgungsinfrastruktur und Sorgearbeit zusammendenken, um ein gutes, bezahlbares und krisenfestes Leben vor Ort zu sichern? Wie schaffen wir einen positiven Ausblick auf die Zukunft, lernen von gelungenen und gescheiterten Erfahrungen & internationalen Kämpfen und wie verbinden wir feministische Perspektiven, kommunale Praxis und Selbstverwaltung zu konkreten Zukunftsplänen?

  • Irací Hassler, Kommunistische Partei Chile, ehem. Bürgermeisterin (Santiago Centro, Chile)
  • Christina Lindemann, Stadtplanerin im Büro für Städtebau (Magistrat Berlin 1977–90)
  • Alex Wischnewski, ehem. Leiterin des Dialogprogramms Globaler Feminismus, Rosa- Luxemburg-Stiftung
  • Daniel Jadue, Kommunistische Partei Chile, ehem. Bürgermeister (Recoleta, Chile)
  • Elif Eralp, Die Linke Berlin, Bürgermeisterkandidatin 2026
  • Elia Gran, politische Plattform/Bewegung Barcelona en Comú, ehem. Leiterin Kommunikation in der Abteilung für Gesundheit, Alterung und Care im Rathaus von Barcelona
  • Prof. Dr. Fabienne Hoelzel, Architektin, FABULOUS URBAN (Büro für Städtebau, Forschung und Planung)

ab 10 Uhr:
Deutscher Bundestag
Marie-Elisabeth-Lüders-Haus
Adele-Schreiber-Krieger-Straße 1

ab 14:30 Uhr:
„KOMPASS - Haus im Stadtteil“,
Kummerower Ring 42,
12619 Berlin-Hellersdorf

 

Anwesende MdB:

Katalin Gennburg, Kathrin Gebel