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Parlamentarische Initiativen

Einsatz von Taschenlampen mit Stroboskopfunktion durch die Bundespolizei

Kleine Anfrage - Drucksache Nr. 21/6781

Wie die „taz“ berichtete, stattet die Bundespolizei ihre Beamt*innen seit 2021 sukzessive mit Taschenlampen mit Stroboskopfunktion aus. Es handelt sich um eine Funktion, die das grelle Licht der Lampen in kurzen Abständen flackern lässt. Davon angeleuchtete Menschen werden stark geblendet, auch Kameraaufnahmen werden gestört. Offenbar setzt die Bundespolizei die Stroboskope ein, um die Dokumentation polizeilicher Maßnahmen durch Journalist*innen zu verhindern.

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Software-Ankauf durch das Bundesamt für Verfassungsschutz

Kleine Anfrage - Drucksache Nr. 21/6752

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat beim französischen Unternehmen ChapsVision die Analyse-Software ArgonOS gekauft. Diese Entscheidung wirft grundlegende Fragen hinsichtlich Datenschutz, informationeller Selbstbestimmung, demokratischer Kontrolle sowie der fortschreitenden Aufrüstung von Polizei und Geheimdiensten auf. Zudem steht dieser Kauf im Zusammenhang mit der Frage, ob die Bundesregierung künftige Käufe bei Palantir ausschließt.

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Abschiebungen nach Gambia

Kleine Anfrage - Drucksache Nr. 21/6743

Wir wurden von einem Anwalt kontaktiert, der einen Mandanten aus Gambia vertritt, der bereits seit Anfang des Jahres in Abschiebehaft sitzt. Kürzlich wurde die Haft um weitere 12 Monate verlängert. Dabei gibt es Anzeichen, dass Abschiebungen nach Gambia derzeit nicht oder nur eingeschränkt möglich sind. Mindestens zwei geplante Sammelabschiebungen wurden im bisherigen Jahr wieder abgesagt.

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Gegen die Einführung von Hackbacks und offensiver Cyberabwehr

Antrag - Drucksache Nr. 21/6653

Die Bundesregierung beabsichtigt, BKA und Bundespolizei zur Abwehr von Cybergefahren Hackbacks zu ermöglichen und dazu das Auslesen, Verändern und Löschen von IT-Systemen ohne Wissen der Betroffenen. Der Antrag lehnt solche offensiven Cybermaßnahmen ab, weil sie die IT-Sicherheit gefährden, Kollateralschäden verursachen und anfällig für Missbrauch sind. Stattdessen fordert der Antrag, in defensive Cyberabwehr insbesondere beim BSI zu investieren.

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Kosten und Tragweite von Härtungsmaßnahmen zur Militarisierung des zivilen Gesundheitswesens

Kleine Anfrage - Drucksache Nr. 21/6612

Zivile Krankenhäuser sollen diverse "Härtungsmaßnahmen" planen, um im NATO-Bündnisfall die zu erwartende Versorgung von Truppen übernehmen zu können. Mit der vorliegenden Anfrage wollen sich die Fragesteller*innen ein Bild machen über das Ausmaß und den Umfang dieser sogenannten Härtungsmaßnahmen im Bereich des Gesundheitswesens sowie über die, in diesem Zusammenhang für Herbst 2026 geplante, Großübung der Bundeswehr mit den Kräften der Israel Defense Forces (IDF).

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Rechtsextreme Aufmärsche im zweiten Halbjahr 2025

Kleine Anfrage - Drucksache Nr. 21/6604

Die Bundesregierung wird nach Anzahl, Anmeldern, Orten und Teilnehmerzahlen rechter Demonstrationen gefragt. Zudem wird um Aufschlüsselung nach beteiligten Organisationen (Die Heimat, Der III. Weg, AfD, Neonazi-Kameradschaften) sowie Straftaten gebeten.

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Wasserstoffprojekt „Hyphen“ in Namibia und die koloniale Verantwortung Deutschlands

Kleine Anfrage - Drucksache Nr. 21/6555

Das Wasserstoffprojekt "Hyphen" in Namibia wird vom deutschen Unternehmen ENERTRAG und der Bundesregierung vorangetrieben, um "grünen Wasserstoff" für die Energiewende aus Afrika nach Deutschland zu importieren. Die beim ersten Völkermord des 20. Jahrhundert von den deutschen Kolonialherren fast ausgelöschten Nama und Ovaherero wehren sich heute gegen erneute Ausbeutung von Mensch, Land und Natur durch die Profitinteressen einiger Weniger.

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Kolonialrechtliche Diskriminierung, Staatsangehörigkeitsfragen und behördliches Handeln am Beispiel der Familie Liebl aus Togo

Kleine Anfrage - Drucksache Nr. 21/6553

Der Fall der Familie Liebl aus Togo wirft grundsätzliche Fragen zum Umgang mit den Folgen kolonialen Unrechts auf. Der deutsche Arzt Georg Liebl heiratete im Jahr 1908 im damaligen deutschen Schutzgebiet Togo die Häuptlingstochter Edith Kokoé Ajavon nach örtlichem traditionellem Recht. Eine Anerkennung durch deutsche Behörden unterblieb, weil "Mischehen" zum damaligen Zeitpunkt nicht gewollt waren. Diese rassistische Diskriminierung hat negative staatsangehörigkeitsrechtliche Folgen bis heute.

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Barrierefreier Zugang zu Wahlen für blinde und sehbehinderte Menschen

Kleine Anfrage - Drucksache Nr. 21/6552

Bis heute bestehen Barrieren für den Zugang zu Landtags- und Kommunalwahlen für blinde und sehbehinderte Menschen. Ein aktuelles Pilotprojekt zeigt dies exemplarisch in Bayern. Blinde und sehbehinderte Menschen können ihr Wahlrecht nicht bundesweit selbstbestimmt, geheim und gleichberechtigt ausüben. Vielmehr hängt die tatsächliche Ausgestaltung der Wahlteilnahme vom Bundesland ab. Dies steht im Spannungsverhältnis zu der UN-Behindertenrechtskonvention, insbesondere Artikel 29.

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Deutsche Außenpolitik in Bosnien und Herzegowina und die Beteiligung an der Mission EUFOR ALTHEA

Kleine Anfrage - Drucksache Nr. 21/6537

Der Bundestag wird im Sommer erneut über die Verlängerung des deutschen Mandats zur Mission EUFOR ALTHEA entscheiden. Trotz des langjährigen Einsatzes der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ist für die dort lebende Bevölkerung keine langfristige Verbesserung der Situation und der Spannungen zwischen den verschiedenen Ethnien abzusehen. Mit der Kleinen Anfrage soll die langfristige Strategie der Bundesregierung in Bosnien beleuchtet werden.

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