"Der drohende Abbau von bis zu 50.000 Arbeitsplätzen in der Chemieindustrie ist ein industriepolitischer Skandal. Während tausende Beschäftigte um ihre Zukunft bangen, zeigt die Bundesregierung einmal mehr, dass sie keinen Plan für die Zukunft der Industrie in Deutschland hat“, kommentiert Mirze Edis, Sprecher für Industriepolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag. Edis weiter:
„Weder Wirtschaftsministerin Katherina Reiche noch CDU-Chef Friedrich Merz stellen sich gegen den massiven Stellenabbau, sondern setzen auf dieselbe gescheiterte Ideologie: der Markt soll es richten. Doch genau diese Politik hat dazu geführt, dass Konzerne Standorte schließen, Investitionen ins Ausland verlagern und Beschäftigte die Rechnung bezahlen. Deutschland braucht endlich eine Industriepolitik im Interesse der Beschäftigten – nicht der Aktionäre.
Die Linke fordert deshalb öffentliche Investitionen und einen staatlichen Transformationsfonds, um die Chemieindustrie klimaneutral umzubauen und eine Beschäftigungsgarantie zu geben. Wenn Konzerne Standorte schließen oder Massenentlassungen durchsetzen wollen, dürfen staatliche Beteiligungen bis hin zur Vergesellschaftung kein Tabu sein. Außerdem müssen Massenentlassungen in profitablen Unternehmen verboten und die Mitbestimmung der Beschäftigten über Investitionen und Produktionsentscheidungen ermöglicht werden. Die Chemieindustrie ist eine Schlüsselbranche für hunderttausende Arbeitsplätze und für die industrielle Zukunft des Landes. Wer sie dem Markt überlässt, gibt die industrielle Basis Deutschlands auf. Die Linke sagt klar: Arbeitsplätze, Standorte und industrielle Wertschöpfung dürfen nicht länger den Profitinteressen weniger Konzerne geopfert werden."
