Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Umsetzung der BAföG-Reform:
„Dass Forschungsministerin Dorothee Bär ihren Blockade-Kurs aufgeben und die verabredete BAföG-Reform nun doch umsetzen muss, ist ein Etappensieg des öffentlichen und parlamentarischen Drucks. Ein Grund zum Feiern ist diese Einigung jedoch nicht: Die Regierungsspitzen setzen damit lediglich das absolute Minimum um, das sie jungen Menschen ohnehin seit Jahren schulden. Der Streit um die Finanzierung kostet die Studierenden wertvolle Zeit. Die geplante Anpassung an das unzureichende Grundsicherungsniveau erst zum Sommersemester 2029 reicht hinten und vorne nicht aus, um studentische Armut wirksam zu bekämpfen. Wir als Linke fordern weiterhin den echten Systemwechsel: zurück zum rückzahlungsfreien Vollzuschuss, armutsfeste BAföG-Sätze und einen regional gestaffelten Mietzuschuss.“
