Nicole Gohlke, Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag für Bildung und Wissenschaft, zur Diskussion um die Finanzierung der BAföG-Reform, über die das Handelsblatt berichtet:
„Das ist ein zynisches Schauspiel auf dem Rücken der Studierenden. Während die Mieten in den Universitätsstädten explodieren und die Inflation die letzten Reserven auffrisst, spielt die Bundesregierung Pingpong mit der Zukunft einer ganzen Generation. Es ist zynisch, wenn die Union jungen Menschen ‚Gratismentalität‘ oder ‚Lifestyle-Teilzeit‘ vorwirft, ihnen aber gleichzeitig durch explodierende Mieten und Lebensmittelpreise die Luft zum Atmen nimmt. Das BAföG erreicht kaum mehr Studierende und reicht nicht für den Lebensunterhalt. Bildungsgerechtigkeit darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.
Es ist beschämend, dass beim Thema Bildungsgerechtigkeit so dermaßen geknausert wird, während es für Aufrüstung kein Limit gibt. Wir brauchen keine faulen Kompromisse oder Nullrunden, sondern eine grundlegende Strukturreform. BAföG muss endlich als Vollzuschuss gezahlt werden, damit Bildung nicht in die Verschuldung führt. Die Wohnpauschale muss endlich die echten Mietverhältnisse abdecken und die BAföG-Sätze müssen zum Leben reichen.“
