"Der Inflationssprung ist die Quittung für eine Bundesregierung, die sehenden Auges in die nächste Teuerungswelle gegangen ist. Sie wusste genau, dass mit dem Ende des Tankrabatts die Spritpreise wieder steigen, hatte aber keinen Plan für eine dauerhafte Entlastung der Menschen. Der Tankrabatt war von Anfang an das falsche Instrument. Nach heute veröffentlichten Berechnungen von Greenpeace haben die Ölkonzerne seit Beginn des Irankriegs Übergewinne in Höhe von 3,9 Milliarden Euro gemacht. Wer solche Übergewinne zulässt, lässt die Menschen für die Krise zahlen und die Konzerne daran verdienen", erklärt Janine Wissler, stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den gestiegenen Inflationszahlen. Wissler weiter:
"Die Bundesregierung muss dringend die krisenbedingten Extraprofite der Ölkonzerne mit einer Übergewinnsteuer abschöpfen. Denn hohe Energiepreise treffen die Menschen nicht nur an der Zapfsäule: Sie verteuern Transporte und Produktion und kommen am Ende auch an der Supermarktkasse an. Zusätzlich benötigt es weitere gezielte Entlastung, etwa mit einem Energiekrisengeld, und mit einem 9-Euro-Ticket, um eine echte Alternativen zum Auto zu schaffen. Es kann nicht sein, dass Krisen die Preise nach oben treiben und die Rechnung immer bei den gleichen Leuten landet, während Ölkonzerne mit Steuergeldern Milliardengewinne machen."
