„Die Auseinandersetzungen der Koalition sind zutiefst unseriös. Carsten Linnemann und Nina Warken blockieren eine Vermögensteuer und die Beteiligung von Kapitaleinkünften an der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, schieben aber Milliarden durch den Haushalt, ohne zu sagen, woher das Geld kommen soll. Dass die SPD keinen eigenen konkreten Vorschlag macht, schadet der Gesamtgesellschaft und insbesondere den gesetzlich Versicherten im Land“, kritisiert Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie und Public Health der Fraktion Die Linke im Bundestag. Gürpinar weiter:
„Wir als Linke setzen uns seit Jahren für eine solidarische Finanzierung der GKV ein, bei der auch eine Mitfinanzierung durch Kapitalerträge vorgesehen ist und die Beiträge für Bürgergeldempfänger:innen durch den Bund gesichert werden. Der Unterschied zur Union ist aber entscheidend: Wir sagen auch, wie das finanziert werden soll: Statt weiter Beschäftigte und Beitragszahlende zu belasten, müssen große Vermögen und Kapitalerträge endlich verbindlich zur Finanzierung der GKV herangezogen werden. Zudem müssen alle Einkommensarten einbezogen und die Beitragsbemessungsgrenze gestrichen werden.“
