"Die wachsende Macht internationaler Finanzkonzerne und Krypto-Plattformen muss dringend besser reguliert und kontrolliert werden. Die Verhandlungen von Finanzminister Lars Klingbeil und seinen Amtskollegen über eine Kapitalmarktunion scheinen aber die Lehren der Finanzkrise 2008 schon wieder komplett vergessen zu haben. Denn unter dem Versprechen, Investitionen für die europäische Wirtschaft zu mobilisieren, droht ein weiteres Deregulierungspaket nach Vorbild der US-Kapitalmärkte, kommentiert Lizzy Schubert, Sprecher:in für Geld- und Finanzmarktpolitik, zu den in Berlin laufenden Verhandlungen über eine Kapitalmarktunion. Schubert weiter:
Gewinner wären erneut Großbanken und rendite-hungrige Finanzinvestoren. Die EU braucht tatsächlich massive Investitionen in zukunftsfähige Industrien, Infrastruktur und soziale Daseinsvorsorge. Was in Europa dafür fehlt, ist politischer Mut zu einer öffentlichen Investitionsoffensive und einem strategischen Regulierungsrahmen, der privates Kapital weg von Hochrisikoanlagen und fossilen Investitionen, hin zu nachhaltigen und realwirtschaftlich-sinnvollen Investitionen lenkt."

Kapitalmarktunion: Kein Deregulierungspaket im Namen von Wettbewerbsfähigkeit
Pressemitteilung
von
Lisa Schubert,