"Dass die Erdgasreserve für Krisenfälle durch eine neue Umlage von allen Gaskund:innen bezahlt werden soll, lehnen wir vehement ab. Zwar ist die staatliche Erdgasreserve für Krisenfälle absolut überfällig, doch muss diese als eine öffentliche Versicherung aus regulären Haushaltsmitteln des Bundes bezahlt werden. Gerade in der jetzigen Situation können die Mehrbelastungen nicht auf Haushalte und Unternehmen übertragen werden. Mit dem Ziel, die Energiekosten zu senken, wurde bereits Anfang 2026 geregelt, dass die Gasspeicherumlage zukünftig aus dem Klimafonds bezahlt wird", erklärt Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Plänen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, eine staatliche Erdgasreserve für Krisenfälle einzuführen. Cezanne weiter:
"Neben der Erdgasreserve für Krisenfälle muss sich die Regierung allerdings schleunigst bemühen, die regulären Gasspeicher zu befüllen. Hier befinden wir uns am untersten Rand der historischen Füllstände und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vertraut weiter blind auf die Kräfte des Marktes. Derzeit ähnelt es aber eher einem Glücksspiel, ob das Gas über die kommende Heizperiode reichen wird."

Erdgasreserve für Krisenfälle muss aus Bundesmitteln bezahlt werden
Pressemitteilung
von
Jörg Cezanne,