"Die Einladung der Taliban durch die EU-Kommission ist ein schwerwiegender Fehler. Aktuell verschärfen die Taliban ihre Verfolgungspolitik: Frauen werden aus dem öffentlichen Leben gedrängt, ihrer Bildungs- und Arbeitsrechte beraubt und systematisch entrechtet. Queere Menschen leben unter permanenter Bedrohung, Verfolgung und Gewalt. Ein Regime, das Menschenrechte systematisch verletzt, darf nicht durch diplomatische Zugeständnisse aufgewertet werden. Es ist inakzeptabel, mit den Taliban über Abschiebungen nach Afghanistan zu verhandeln, während die Not der Schutzsuchenden weiter wächst", erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Einladung der Taliban durch die EU und zum Ausbau ihrer diplomatischen Präsenz in Deutschland. Özdemir weiter:
"Die EU und die Bundesregierung machen sich erpressbar, wenn sie im Gegenzug für ihre Abschiebepolitik Menschenrechte zur Verhandlungsmasse machen. Für uns als Linke ist klar: keine politische Aufwertung der Taliban, keine Abkommen mit diesem Regime und keine Abschiebungen nach Afghanistan. Stattdessen braucht es sichere Fluchtwege, humanitäre Aufnahmeprogramme und schnelle Unterstützung für die Menschen, die vor Verfolgung und Entrechtung fliehen – insbesondere für Frauen, Mädchen und queere Menschen, die unter der Herrschaft der Taliban ihrer grundlegenden Rechte beraubt werden."
