„Der NATO-Gipfel markiert einen politischen Tiefpunkt, während eine Waffenruhe mit Iran bröckelt und der Nahe Osten vor einer weiteren Eskalation steht. Statt über politische Lösungen zu sprechen, überbieten sich die europäischen Staaten mit neuen Rüstungsprogrammen und höheren Militärausgaben, um Washington ihre Bündnistreue zu demonstrieren. Europa muss endlich als eigenständiger friedenspolitischer Akteur handeln, doch stattdessen tanzt Europa nach der Pfeife des unberechenbaren US-Präsidenten Trump“, kommentiert Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, den Abschluss des NATO-Gipfels in Ankara. Özdemir weiter:
„Alarmierend ist auch das Treffen einer US-Delegation mit dem syrischen Präsidenten Ahmad al-Sharaa in Ankara. Seit Wochen drängt Trump al-Sharaa zu einem militärischen Eingreifen im Libanon – ein Schritt, der einen neuen Flächenbrand in der Region auslösen könnte. Antworten auf die drängende Frage, wie Kriege beendet und neue verhindert werden können, liefert der Gipfel nicht.
Zudem treibt Deutschland die Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern voran. Das sorgt nicht für Sicherheit, sondern befeuert das Wettrüsten und macht Deutschland selbst zu einem möglichen Angriffsziel in einer militärischen Konfrontation mit Russland.“
