Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Studie des Paritätischen Gesamtverbandes, wonach vier von fünf Menschen, die zu Hause gepflegt werden, von Pflegearmut betroffen sind:
„Das Beispiel der Pflegearmut zeigt sehr anschaulich, wohin das Gerede davon, dass wir uns den Sozialstaat nicht mehr leisten können, in der Praxis führt. Menschen, die ein Recht auf Unterstützung haben, trauen sich nicht, sie zu beantragen, weil sie sich davor fürchten, von der Leistungsgesellschaft stigmatisiert zu werden. Gesetze nützen wenig, wenn sich das gesellschaftliche Klima dem Gefrierpunkt nähert. Wir brauchen einen grundlegenden Richtungswechsel. Es geht hier nicht nur um Geld. Es geht um gesellschaftlichen Zusammenhalt, und der ist unbezahlbar. Wir müssen uns voller Überzeugung zum Sozialstaat bekennen und sagen: Wir wollen eine solidarische Gesellschaft.“
