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Stromausfall in Berlin: THW ausrüsten statt Bundeswehr aufrüsten

Pressemitteilung von Jan Köstering,

„Wir freuen uns, dass die Menschen im Südwesten Berlins endlich wieder Strom haben. Dank gilt allen – ob haupt- oder ehrenamtlich –, die in den letzten Tagen tatkräftig mit angepackt haben. Dass die Hilfe zu Beginn nur schleppend anlief, zeigt aber auch: Es rächt sich, dass die Bundesregierung zwar Hunderte Milliarden in die Rüstung steckt, aber kaum zusätzliche Mittel in den Katastrophenschutz", erklärt Jan Köstering, Sprecher für zivilen Bevölkerungs- und Katastrophenschutz der Fraktion Die Linke im Bundestag, und zieht Schlussfolgerungen aus dem Berliner Stromausfall. Köstering weiter:

"Auch wenn geplante Kürzungen beim Katastrophenschutz zurückgenommen wurden, reicht es nicht, die Mittel nur konstant zu halten: Bereits jetzt haben THW und zahlreiche Hilfsorganisationen kaum genug Gerät, um schnell Hilfe zu leisten. Auch weil die Preise für Maschinen und Ausrüstungen seit 2019 stark gestiegen sind, muss der Bund hier finanziell deutlich aufstocken. Statt aus dem Sondervermögen Panzer, Raketen und Kampfflugzeuge zu kaufen, muss die Koalition einen deutlich höheren Teil der Milliarden für Bevölkerungshilfe und Katastrophenschutz umwidmen. Der massive Stromausfall in Berlin zeigt, wie ungenügend vorbereitet und ausgerüstet das Land ist. Ob Sabotage oder Naturkatastrophe: Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass ihnen im Notfall schnell geholfen wird.“