Mit Blick auf die Bundestagsdebatte zur Pflegereform ruft die Fraktion Die Linke alle Betroffen und ihre Angehörigen auf, noch dieses Kalenderjahr, solange die bestehenden Regeln noch gelten, einen Pflegegrad zu beantragen. Heidi Reichinnek erklärt:
"Wer bis Ende des Jahres noch seinen Pflegegrad beantragt, wird noch nach der alten Regelung eingruppiert - und behält diesen Pflegegrad auch noch nach der Reform. Wir rufen alle Betroffenen dazu auf, diese letzte Möglichkeit vor der Verschärfung der Pflegeregeln zu nutzen. Es ist einfach unfassbar, dass Linnemann - allen Wahlniederlagen zum Trotz - das Pflegesystem weiter schreddern will. Alle, die schon mal Angehörige pflegen mussten oder müssen, wissen es: Es braucht nicht weniger Unterstützung, sondern mehr. Pflegende Angehörige leisten oft Unglaubliches, führen ein Leben voller Aufopferung und Entbehrungen. Zum Dank werden sie häufig in den wirtschaftlichen Ruin getrieben, etwa, weil sie ihre Erwerbstätigkeit drastisch reduzieren müssen, um alles zu schaffen. Oder weil die Eigenanteile für den Heimplatz schnell so teuer werden, dass alle Ersparnisse in Nullkommanix aufgefressen sind. Wir als Linksfraktion stemmen uns gegen jegliche Kürzung in der Pflege. Wir fordern, das Zweiklassensystem mit Trennung von privaten und öffentlichen Kassen zu überwinden und endlich eine solidarische Pflegevollversicherung, in die alle entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit einzahlen, einzuführen."
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