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Bundesregierung lässt Kinder und Lehrkräfte im Stich

Pressemitteilung von Heidi Reichinnek,

"Die Pisa-Studie zeigt, dass Kinder und Lehrerkräfte von der Bundesregierung im Stich gelassen werden. Das ist besonders schmerzlich, denn sie selbst können nicht ändern, was die Politik ändern muss. Dass der Bildungserfolg in Deutschland so stark von der sozialen Herkunft abhängt macht wütend und überrascht leider überhaupt nicht. Diese Regierung, wie auch schon die Vorgängerregierungen, versagen darin, die zentralen Ursachen für Bildungsungerechtigkeit in den Blick zu nehmen und zu verändern. Ein Staat, der an einem Bildungssystem wie aus der Kaiserzeit festhält, wird seine Kinder weder für die Zukunft fit machen noch die verheerende soziale Spaltung überwinden. 
Wer wie Ministerin Prien jetzt ach so schockiert ist, aber gleichzeitig an rigiden Sparvorhaben und dem ungerechten Bildungssystem festhält, kann sich die Aufregung sparen. Kürzungen zementieren die Spaltung und berauben Kinder um ihre Bildungschancen. Schocks und besorgte Bildungsminister hatten wir zur Genüge. Wer wirklich etwas für die Schülerinnen und Schüler in diesem Land tun will, der muss in Schulen, Kitas und Personal investieren und Betreuungsschlüssel verbessern. Der Bund braucht durch ein Bildungsrahmengesetz endlich mehr Kompetenzen und die Dreigliedrigkeit des Schulsystems muss aufgehoben werden. Das Kooperationsverbot muss endlich einem Kooperationsgebot weichen. Fehlende Lehrer und Erzieher, marode Schulen, zu wenig Zeit für Vermittlung von Lerninhalten sind kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen und falscher Prioritätensetzungen. Auch jetzt sehen wir: Das Startchancen-Programm erreicht gerade einmal die Hälfte der benachteiligten Schüler. Und auch im Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität wurden keine festen Mittel für die Behebung des Sanierungsstaus in den Schulen festgelegt, der mittlerweile 68,9 Milliarden Euro beträgt."