Sahra Mirow, Sprecherin für soziales Wohnen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wonach Studierendenhaushalte im Schnitt 54 Prozent des Einkommens für Wohnkosten ausgeben:
"Die Knappheit an bezahlbarem Wohnraum ist insbesondere für Studierende längst zu einer existenziellen Bedrohung geworden. Dass Studierende teils mehr als die Hälfte ihres Einkommens allein für die Miete aufbringen müssen, ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen mutlosen Wohnungspolitik. Es ist ernüchternd, dass nur rund zehn Prozent aller Studierenden einen öffentlich geförderten Platz im Studierendenwohnheim haben. Das Wohnungsangebot für Studierende muss enorm ausgebaut und dauerhaft gemeinnützig und staatlich gesichert werden. Auch die andere wesentliche Stellschraube für bezahlbares Wohnen von Studierenden - die Wohnkostenpauschale im BAföG - ist viel zu knapp bemessen. Angesichts der realen Mietpreise muss sie sofort mit einer regionalen Staffelung an das jeweilige lokale Mietniveau angepasst werden. Zusätzlich würde ein bundesweiter, rechtssicherer Mietendeckel die Wohnkosten für alle Miethaushalte kurzfristig senken."
