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Ein verheerendes Signal

Pressemitteilung von Nicole Gohlke,

Zur Änderung der sogenannten Zivilklausel an der Universität Kassel erklärt Nicole Gohlke, Sprecherin für Bildung und Wissenschaft:

"Die Entscheidung des Kasseler Universitätspräsidiums und des Senats ist ein verheerendes Signal. Dass der ausdrückliche Bezug auf rein zivile Zwecke aus der Grundordnung gestrichen wurde, öffnet Kooperationen mit Rüstungskonzernen und militärischer Auftragsforschung Tür und Tor. Das ist kein Zufall, sondern das bittere Ergebnis des politischen Drucks von Union und SPD, die Hochschulen im Zuge der sogenannten Zeitenwende für die militärische Nutzung zu öffnen.

Besonders skandalös ist, dass der Senat die Änderung gegen 82 Prozent der Studierenden, die dagegen gestimmt haben, und Hunderte Beschäftigte und Professorinnen und Professoren, durchdrückt. Die Entschlossenheit der Studierenden in Kassel reiht sich nahtlos ein in die aktuellen bundesweiten Proteste der Gen Z, die unmissverständlich klarmacht: Die Jugend wehrt sich dagegen, dass ihre Zukunft, ihre Bildung und ihre Hochschulen einer gesamtgesellschaftlichen Aufrüstungslogik untergeordnet werden."