Zum Vorschlag von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche für eine umlagefinanzierte Krisenvorsorge für die Gasreserve erklärt Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher:
"Was Frau Reiche vorschlägt, kommt erstens zu spät und zweitens stellt es Unternehmen und Verbraucher in der jetzigen Energiekrise vor zusätzliche Belastungen. Wir als Linke fordern deshalb, eine Krisenvorsorge über den Haushalt zu finanzieren. Dazu kommt, dass diese geplante Nationale Gasreserve für Notfallsituationen diesen Winter noch gar nicht operabel sein wird. Deswegen ist es jetzt umso dringlicher, dass sich die Bundesregierung darum kümmert, die regulären Gasspeicher zu befüllen. Es muss aktuell dringend verhindert werden, dass die in der vergangenen Energiekrise verstaatlichten Energieunternehmen Uniper und SEFE jetzt wieder von der Bundesregierung reprivatisiert werden. Frau Reiche schafft es tatsächlich, in der jetzigen Situation neue, verbraucherfeindliche Lösungen für ein Problem im nächsten Jahr vorzustellen, anstatt die akuten Probleme für diesen Winter zu lösen."
