„Die Schließung des Standorts Erfurt von Zalando ist eine Fehlentscheidung des Konzern-Vorstands zu Lasten Tausender Menschen und der Region. Der Vorstand von Zalando war nie ernsthaft bereit, über eine Zukunft für das Werk zu sprechen – das hat er immer wieder durch sein Verhalten deutlich gezeigt“, sagt Bodo Ramelow, Fraktion Die Linke im Bundestag, zum heute verkündeten Spruch der Einigungsstelle zwischen dem Zalando-Vorstand und dem Betriebsrat des Erfurter Standorts von Zalando. Ramelow weiter:
„Während die Kolleginnen und Kollegen und der Betriebsrat immer bereit waren, über die wirtschaftliche Situation am Standort und mögliche Entwicklungen zu sprechen, hat der Zalando-Vorstand stur an seinen Plänen festgehalten: Schließen und Entlassen. Wer keine Verantwortung für die Menschen und die Region übernehmen will, der sollte sich auch kein soziales Werbe-Mäntelchen umhängen. Ich bin vom Zalando-Vorstand tief enttäuscht. Zu der herzlosen Entscheidung passt der Satz des früheren Thüringer Ministerpräsidenten Bernhard Vogel: ‚Hier zeigt sich die kalte Fratze des Kapitalismus‘.
Den Kolleginnen und Kollegen, dem Betriebsrat und der Gewerkschaft ver.di danke ich für ihren Mut, für ihre Interessen einzutreten. Sie haben nun mit der Einigung ein besseres Ergebnis erreicht, als vor Monaten absehbar war. Es hat sich gelohnt, zu kämpfen – auch wenn die Schließung ein Schlag ins Gesicht der Menschen ist.“
