Die wachsende Macht internationaler Finanzkonzerne und Krypto-Plattformen muss dringend besser reguliert und kontrolliert werden. Die Verhandlungen von Finanzminister Lars Klingbeil und seinen Amtskollegen über eine Kapitalmarktunion scheinen aber die Lehren der Finanzkrise 2008 schon wieder komplett vergessen zu haben. Denn unter dem Versprechen, Investitionen für die europäische Wirtschaft zu mobilisieren, droht ein weiteres Deregulierungspaket nach Vorbild der US-Kapitalmärkte, kommentiert Lizzy Schubert, Sprecher:in für Geld- und Finanzmarktpolitik, zu den in Berlin laufenden Verhandlungen über eine Kapitalmarktunion.
Foto: Uwe SteinertLizzy Schubert, Sprecher:in für Geld- und Finanzmarktpolitik, zum Schuldenreport 2026 von Erlassjahr.de und Misereor
„Während die Deutsche Bank neben Rekordgewinnen insbesondere durch Geldwäsche und ihre Rolle im Epstein-Skandal auffällt, verhindert ihre Tochtergesellschaft, die Postbank, mit den Kontokündigungen beim VVN-BdA willentlich antifaschistische Arbeit. Die Deutsche Bank scheint sich ihren gemeinnützigen Kunden hierzulande weniger verpflichtet zu fühlen als mutmaßlich den Sanktionslisten einer autoritären US-Administration unter Donald Trump“, sagt Lisa Schubert, Sprecher:in für Geld- und Finanzmarktpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den Kontokündigungen von vier Berliner Vereinen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) durch die Postbank, Tochtergesellschaft der Deutschen Bank.
Luke Hoß, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, und Lizzy Schubert, Mitglied im Finanzausschuss, erklären zur rechtswidrigen Bankkündigung der "Roten Hilfe e.V." bei der Sparkasse Göttingen: