Zur Führerscheinreform erklärt Jorrit Bosch, Sprecher für Verkehrspolitik:
"Die Bundesregierung hat einen günstigeren Führerschein versprochen. Herausgekommen ist eine Reform, von der vor allem diejenigen profitieren, die ohnehin schon bessere Voraussetzungen haben. Wer ein Auto vor der Tür und Eltern mit genügend Zeit hat, kann sparen. Wer aus einer Familie mit wenig Geld kommt, schaut in die Röhre. Statt den Führerschein für alle bezahlbar zu machen, entscheidet künftig noch stärker der Geldbeutel der Eltern über die Chancen junger Menschen. Und während die Bundesregierung jungen Menschen bei der Bundeswehr bis zu 3.500 Euro für den Führerschein zuschießt, gehen Auszubildende und Freiwilligendienstleistende mit wenig Geld leer aus. Das ist keine sozial gerechte Führerscheinreform, sondern eine Reform für diejenigen, die sich den Führerschein ohnehin schon eher leisten können. Wir brauchen gezielte finanzielle Unterstützung, statt einer Verlagerung der Ausbildung ins Private."
