Zu Verena Hubertz' Bilanz nach einem Jahr "Bau-Turbo" erklärt Katalin Gennburg, baupolitische Sprecherin:
"Vor einem Jahr hat Frau Hubertz versprochen, mit dem 'Bau-Turbo' die Wohnungskrise zu lösen und den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu mindern. Was sie nach einem Jahr liefert, ist Zahlenvoodoo, das keine belastbaren Aussagen zulässt. Es fehlen Vergleichszahlen und Klarheit darüber, welche Kommunen sich am Monitoring überhaupt beteiligt haben.
So sagen die Zahlen zu Wohneinheiten auf bisherigen Grün- oder Landwirtschaftsflächen nichts über die tatsächliche Versiegelung aus - denn es macht einen erheblichen Unterschied, ob diese im Geschosswohnungsbau entstehen oder in Einfamilienhäusern. Wenig aussagekräftig ist auch die Gesamtzahl der Anträge, da sie kaum vergleichbare Planungsbereiche, wie beplante oder unbeplante Innenbereiche oder den Außenbereich, einschließt. Die eigentlich relevante Frage, wie viele Wohnungen auf wie viel Fläche gebaut wurden, bleibt unbeantwortet.
Zur Spekulation um Bodenpreise, wesentliche Treiberin der Bau- und Mietpreise, schweigt sich Frau Hubertz komplett aus. Das prangern wir als Linke an. Wir fordern einen Bodenpreisdeckel und werden das Thema weiter auf die Tagesordnung setzen."
